Hatte bis hierher aufgrund der Lage eine schlaflose Nacht im April irgendwann. Nach dem Lesen dieses Topics haben sich ein paar schlaflose Minuten dazuaddiert. Mehr aber auch nicht.
Ich muss mich ja an etwas festhalten als Motivation für Morgen und übermorgen.
Daher versuche ich neben der Zuhilfenahme des gesunden Menschverstandes eine kleine Portion positives Denken und Optimismus zu schöpfen - möchte in der Selbstreflektion von mir selbst aber nicht als Träumer wahrgenommen werden.
Ich muss für mich also davon ausgehen, dass das Ladenetz innerhalb min zweier Dekaden nicht flächendeckend kommen KANN, daher das rein elektr. betriebene Auto ebensowenig millionenfach zugelassen werden wird.
Vielmehr glaube ich den Worten meines Firmenboss', der noch eine jahrzehntelange Einsatzzeit für den Verbrenner vorhersagt.
In der Folge leite ich hiervon ab, dass es noch eine ganze Weile genügend Arbeitsplätze in der Kfz-Industrie geben wird.
Würde ich es so für mich erkennen können und ähnlich denken oder fühlen wie der TE, müsste ich SOFORT die Bude verkaufen und Prepper bzw. Selbstversorger werden, da ich meine Zukunft einzig i.d. Automobilindustrie sehe.
Und ich müsste das Kind weggeben. Ich könnte es nicht ernähren, wenn die Preppersache floppt (es wachsen ca. ein halbes Jahr lang keine Tomaten) und sähe keine Zukunft für ihn.
Tatsächlich aber bin ich der Überzeugung, dass sich spätestens die Arbeitnehmerwelt unserer Kinder zwar stark unterscheiden wird von unserer - aber auch da wird es ein Auskommen geben (müssen). Mit oder ohne Verbrennerfahrzeuge. Erst mal ist es jetzt an uns, den Teilwandel zu erleben, zu begleiten und möglicherweise bestenfalls mitzusteuern.
Es ist daher wohl an jedem Einzelnen, sich besser heute als Morgen passend zu etablieren, wenn er das Feld nicht räumen will oder kann. Das klingt nach Aufwänden in Lernen und Bildung, dazu Umdenken und -orientieren, um weiterhin in der Branche verbleiben zu können.
Zwar bin ich auch ein lahmer und lernfauler Strick, aber es wird wohl sein müssen.