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Schaltfreund

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  1. Größeres Spiel am Feuersteg ist nicht problematisch. Hat mein Malossi auch und der läuft. Ist ab Werk so. Ich weiß nur nicht genau, wie viel Spiel am Feuersteg ab Werkt ist. Ich kann den Spalt mit bloßem Auge erkennen. Die Nicasilbeschichtung auf einem Alu Zylinder ist hauchdünn. Wären die 0,45 mm von einer ausgelutschten Laufbahn, so würdest Du dort bestimmt schon Alu sehen. Beim Polini ist der Kolben ein wenig anders aufgebaut, da sitzt der obere Kolbenring ganz oben am Kolbendach. Mit einem Messschieber kannst du nicht das Einbauspiel messen. Bringt nix.
  2. Zu viele Faktoren. Es gibt Erfahrungswerte. Beispielsweise von den originalen 200er Motoren. Das geometrische Verdichtungsverhältnis liegt in etwa bei 9 zu 1. Die Kompression beträgt bei einem kalten Motor in etwa bei 8,5 bar. Der Malossi 139 hat laut Herstellerangabe ein geometrisches Verdichtungsverhältnis von 11 zu 1. Jetzt kann man eine Milchmädchenrechnung machen und behaupten, wenn der Malossi 139 ein höheres geometrisches Verdichtungsverhältnis hat, dann muss auch die Kompression höher sein. Real schaut es aber so aus, dass du 2 Zylinder hast mit unterschiedlichen Auslasssteuerzeiten (wirken sich auf die Kompression aus). Ebenfalls sind unterschiedliche Kolbenringe verbaut mit unterschiedlichen Maßen (Stoßspiel, Nutspiel etc), welche ebenfalls noch mal die Kompression geringfügig beeinflußen usw.
  3. Vielleicht ist das eine aufgeriebene 105er HD. Eine echte 105er auf dem Setup ist definitiv zu mager. Kann ich mir nicht vorstellen.
  4. 17 Grad für den Malossi ist eindeutig zu wenig bei dem Setup. 18 Grad mindestens und eventuell noch Richtung 19 Grad. Der 28er PHBH ist groß genug. Ein 30er würde da keine Mehrleistung vor dem Komma bringen. W3CC Bosch sollte bleiben oder entsprechender Wärmewert von einer anderen Kerze. Was für einen Kopf fährst Du? Eventuell ist dort noch was raus zu holen. Der kurze 4. Gang wird Dir weiter helfen. Ohne JL-Tröte kannst Du mit der HD Bedüsung mal 128-125 testen. Cosa Getriebe brauchst nicht. Bei dem Setup reicht das Alt Getriebe. Langfristig 60er Rennwelle.
  5. Der Polini 207 hatte Steuerzeiten auf 57 mm Hub von ca. 120/170/25. Wenn Du den mit 60 mm Hub fährst und 1,5 mm Kopfdichtung, dann liegen die Steuerzeiten ungefähr bei 125/173/23. Der Vorauslass wird minimal kleiner, was aber bei der Polini Box nicht weiter schlimm sein dürfte. Für Box-Aufpuffe brauchst nicht so viel Vorauslass. Bei dem Setup lohnt sich schon ein 24er Kupplungsritzel. Edit: Genauer geschrieben: Ich würde auf jeden Fall ein 24er Ritzel fahren auf 60 mm, denn bereits auf 57 mm hat der Polini schon derart viel Drehmoment, dass du bei niedrigen Drehzahlen kaum den Gashahn ganz aufreißen kannst, weil das Vorderrad in den Himmel will. Kommt auch ein wenig auf das Fahrergewicht an.
  6. Hallo Manni Von dem DR Einbauspiel habe ich leider keine Maße. Weder vor dem Honen noch nach dem Honen. Was ich aus der Schleiferei noch weiß: Der Mann dort sollte die Klemmspuren durch Honen entfernen und nach der Arbeit erzählte er uns, er hätte 4-5 Hundertstel weg genommen. Wir hatten leider kein Feinmeßgerät, um die alten und neuen Maße zu Hause auszumessen. Der Zylinder bekam einen neuen Kolben und danach lief die PX 80 ohne thermische Probleme. Eine längere Tour von NRW nach Dänemark hat der DR dann problemlos überstanden. Den genauen Zeitpunkt vom Kauf des DR weiß ich nicht mehr. Das wird ca. 1996 bis 1997 gewesen sein. Wenn der DR Kolben durchgängig einen Durchmesser von 59,83 mm hat, dann fehlt dem Konizität. Moderne Kolben haben im Bereich Kolbenringe einen kleineren Durchmesser als am Kolbenschaft. Logisch. Im oberen Bereich des Kolben herrschen ja später durch die Verbrennung im Zylinder höhere Temperaturen. Ein originaler PX 125 Zylinder hat einen Durchmesser von 52,5 mm. Ein PX 125 Kolben hat einen Durchmesser von 52,33 mm. Das Einbauspiel liegt dann in etwa bei 0,17 mm nach Piaggio Meßmethode. Ein originaler PX 150 Zylinder hat einen Durchmesser von 57,8 mm. Ein PX 150 Kolben hat einen Durchmesser von 57,585 mm. Das Einbauspiel liegt dann in etwa bei 0,215 mm nach Piaggio Meßmethode. Die Werte sind aus einem Piaggio Dokument. Den DR 135 kann man nicht direkt mit diesen originalen PX Zylindern vergleichen, da dieser DR mit der PX 80 Welle gefahren wird. Außerdem sind die Kolbenringe etwas anders platziert beim DR. Legt man bei den von Manni genannten DR Werten noch die 5 Hundertstel von der Schleiferei rauf, so kommt man auf ein Einbauspiel von ca. 0,22 mm. Edit 24.08.2019: Manni hat zu seinem Kommentar hinzugefügt, dass es sich bei dem von ihm gemessenen DR um einen Zylinder handelt, der gebraucht ist und runter gefahren wurde Der DR, den wir in die Schleiferei gebracht haben, war noch taufrisch. Das bedeutet, dass man nicht die 5 zusätzlichen Hundertstel vom taufrischen DR unsererseits auf den gebrauchten DR vom Manni rechnen kann.
  7. Ist doch alles halb so wild. Der 135er DR neigt zum klemmen. Egal ob mit 102er Hauptdüse oder 105er Hauptdüse. Der SIP Road hat die Klemmneigung sicherlich noch verstärkt. Schon die 135er DR vor 25 Jahren haben unverhältnismäßig häufig geklemmt. Und die aktuellen DR klemmen immer noch sehr häufig. Ich denke, dass in den letzten 25 Jahren in Sachen Einbauspiel (leider) nichts am DR verändert wurde. Den Kolben könnte man wieder fit kriegen. Sinnvoller wäre hier ein neuer Kolben. Die Zylinderwand schaut häufig sehr schlimm aus nach einem Reiber, aber das meiste ist Alu vom Kolben und der Materialabtrag im Guss ist nur oberflächlich. Bei uns hat sich irgendwann etabliert, dass die neuen 135er DR noch mal in die Schleiferei gingen und dann wurden mit der Honbürste 4 bis 5 Hundertstel von der Gesamtbohrung weg genommen. Anschließend Überströme und Auslass entgraten und dann ist der Zylinder wieder fit. Und dann klemmt der auch nicht mehr. Ich denke, dass Dein Zylinder nach dem Entfernen von 5 Hundertsteln keine Reiber mehr hat und dann auch nicht mehr klemmt. Im Guss vom Motor ist kein Haarriss, meine ich. Bei den Piaggiomotoren gibt es häufiger mal so inhomogene Stellen im Guss. Die kleinen Macken auf der Wange der Kurbelwelle kannst Du vorsichtig mit 400er Schleifpapier entgraten, dass nichts absteht. Auf den Flächen der Kurbelwangen sieht man (zumindest auf den sichtbaren Stellen im Foto) keine Reibspuren. Bei der Intensität des Reibers (Abgeriebenes Alu auf dem Kolbenboden und an den Kolbenringnuten) würde ich aber den Motor öffnen und mir das Kurbelgehäuse genauer anschauen und dann mitsamt der Kurbelwelle und viel Pressluft gründlich reinigen.
  8. Funktioniert wunderbar mit Schleifvlies. Ich werde bei der nächsten Revision den Kopf von meinem Zylinder um 0,2 mm abdrehen und dann eine ausgeglühte 0,2 mm Kupferdichtung zwischen legen. Mit Kupferdichtung war der Zylinder immer dicht. Mit Ausglühen werden selbst alte Kupferdichtungen wieder sehr weich. Kupferdichtung ausglühen mache ich auf der Herdplatte, wenn Küchenchefin nicht daheim ist. Mit Dichtmasse war mein Zylinder ebenfalls dicht aber hin und wieder siffte es nach hoher Laufleistung schon ein wenig. Ohne Dichtmasse oder ohne weitere Dichtung ist es eher selten, dass man einen Kopf an der Vespa dicht bekommt. Da muss die Dichtfläche sowohl am Kopf als auch am Zylinder plan sein und mit den entsprechenden Newtonmetern über Kreuz und mit Drehmoment angezogen werden. Dann hat man gute Chancen. Ich meine auch, dass so eine Kupferdichtung die Wärme vom Kopf besser ableitet. Ist so ein wenig wie mit der Leitpaste beim CPU am PC.
  9. Grad noch mal ein wenig das Thema hier durchgelesen. Zur Sache mit der Quetschkante: Es gibt nach meinem Wissensstand keinen speziellen Kopf von Malossi für den Malossi MHR auf 60 mm Hub. Das bedeutet: Die packen für den MHR einen Kopf rein, der ab 2008 schon dem Malossi 210 alt für 57 mm Hub beigelegt wurde. Auf 57 mm Hub hast Du mit dem Kopf ein Verdichtungsverhältnis von ungefähr 11,5 zu 1. Auf 60 mm Hub landest Du dann bei ungefähr 12 zu 1. Wenn Du also den Malossi 210 MHR bestellt hast mit Malossi Kopf und diesen auch fahren willst, dann plane zusätzlich noch 0,2 mm Kopfdichtung mit ein. So reduzierst Du das Verdichtungsverhältnis wieder auf 11,5 zu 1 bei 60 mm Hub. Die Quetschkante steigt dann noch mal um 0,2 mm. Ob dann die Quetschkante am Ende 0,8 mm ist oder 1,5 mm, ist dann nicht so wichtig. Alle Werte dazwischen sind gut fahrbar, solange das Verdichtungsverhältnis irgendwo zwischen 11 und 11,5 bleibt, was ein guter Erfahrungswert ist für Malossis mit diesem Setup.
  10. Das, was Makro geschrieben hat, war beim Lesen auch mein erster Gedanke.
  11. Ich bin den JL Edelstahl (SIP Performance) gefahren auf dem Polini. Der JL und der Polini harmonieren sehr gut miteinander. Der JL als auch der Scorpion ungedrosselt setzen ab ca. 5000 U/min noch mal Leistung dazu, der Motor verliert im Vergleich zu einem originalen Auspuff aber bis 5000 U/min etwas Drehmoment. Ist aber gut zu verkraften, da du selbst mit JL beim Anfahren nicht Vollgas geben kannst, weil der Roller dann abhebt vorne. Vorher bin ich den PM 20 Evolution gefahren. Der PM hat dem Polini 207 in dem Bereich Schub gegeben, wo der Polini schon Kraft hatte, also bis 5000 U/min. Klar: Man hätte dann das Getriebe länger machen können, möglicherweise hättest Du dann aber wieder zu Wenig Dampf gehabt. Ob ein Auspuff schön ausschaut oder nicht, naja, ist Geschmackssache. @ rekord678: Zündung und Bedüsung klingen ok. Trotzdem würde ich in nächster Zeit ein wenig in den verschiedenen Teillastbereichen das Zündkerzenbild prüfen. Somit bist Du dann auf der sicheren Seite. Wenn es zu fett ist, merkst Du es schnell, wenn der Motor zu mager läuft, merkt man es oftmals zu spät.
  12. @ andi2k & polinist: Ich würde aus meiner Erfahrung bis zu 20 Hundertstel nach Piaggio Messung empfehlen für den Polini 207 GG "original" und auch für den Polini 207 GG mit Malossi Kolben, wenn Du wirklich auf Nummer Sicher gehen willst. Aus meiner Erfahrung wurden bei mir ein Polini 207 GG "original" und auch einige Polini 207 GG mit Malossi Kolben mit Einbauspiel 11 Hundertstel nach Piaggio Messung eingebaut. Das haben dann auch einige Leute aus meinem Umfeld übernommen. Faktisch kam es dann auf den ersten 1000 km meist zu sehr feinen Reibspuren im oberen Bereich des Kolbens. An der Zylinderwand war nichts zu erkennen an Reibern. Auf den folgenden 9.000 km (also bis 10.000 km Laufleistung) waren die Zylinder dann vollgasfest, haben dabei stark die Zylinderwand weg gerieben mit den Ringen und spührbar etwas an Druck verloren. Ich weiß nicht mehr genau, wie viel Hundertstel mm es waren, nach 10.000 km war das Einbauspiel knapp vor 20 Hundertstel nach Piaggio Messung. Ab dieser Laufleistung nahm der Abrieb an der Zylinderwand auch stark ab. Zusammenfassend ist meine Meinung: - 11 Hunderstel nach Piaggio Messung als Einbauspiel sind im Bereich der Reibgrenze. (Kolben reibt noch etwas an der Zyl. Wand) - Irgendwo zwischen 11 Hundertstel Piaggio und 20 Hundertstel Piaggio kommst aus dem Kolben-Reiber Bereich raus. - Ab ca. 20 Hundertstel nach Piaggio Messung raus aus der Reibgrenze und problemlos vollgasfest. Einfahren schadet trotzdem nicht.
  13. Hallo Stani. Vielleicht war die Kopfdichtung dicker als 1,5 mm? Dadurch wurde die QK dann größer als 2 mm. Mit der Vergrößerung der Quetschkante reduzierst Du auch automatisch das Verdichtungsverhältnis und damit verschlechtert sich der thermodynamische Wirkungsgrad. Es gibt auch Motoren, die laufen gut mit einer Quetschkante von 2 mm. Das hängt davon ab, wie viel Nutzhub Du hast und wie große das Kompressionsvolumen im Kopf ist. Ich hatte das mal in ähnlicher Weise, als ich einen Zylinder 1 mm höher gesetzt habe (wollte längere Steuerzeiten). Ich habe anfangs nicht beachtet, dass durch das höher setzen auch das Verdichtungsverhältnis sinkt. Lief auch nicht so gut. Habe dann oben am Zylinder 1 mm weg genommen, dann lief es wieder viel besser.
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