Servus,
lange ärgere ich mich schon mit der Flytech Zündung in meiner Rally 180 herum.
Für alle, die auch Probleme haben, Ihr Licht und die Batterie zu versorgen, hier eine Hilfestellung, wie es gehen kann.
Sicher gibt es auch andere Wege, es handelt sich hierbei nur um meinen Vorschlag.
2016 ersetzte ich die Original Kontaktzündung gegen das Pinasco Teil.
Dabei war der für die Rally180 passende Regler für 6V.
Gleich bemerkte ich, das die Ladespannung zu gering war, diese lag bei ca. 4V.
Der hier ansässige Pinasco Dealer konnte oder wollte mir nicht wirklich helfen, er verkaufte mir lediglich den 12V Regler.
Dieser gab zwar etwas mehr Spannung raus, funktionierte aber auch nicht.
Durch ein paar Topics, die aber alle nur zu einem Teil zur Lösung beitragen, kam ich auf den für mich besten Weg.
Vorab, die Zündung ist wirklich klasse. Das ist auch der Grund, weshalb ich den Kram nicht rausgeschmissen habe.
ZGP:
Die ZGP hat 4 Spulen, 1 für die Zündung, die anderen 3 für den Lichtstrom.
Zündung ist rot-schwarz und blau.
Die Lichtspulen sind folgendermaßen aufgebaut.
Dabei ist Rot-weiß / Masse für die Versorgung der Batterie und gelb-weiß /Masse für die Wechselstromversorgung zuständig.
Was wurde geändert ?
Der Kupferdraht, der hinter Spule 3 auf Masse liegt, wurde abgelötet und mit einem separaten Draht versehen, der oben am Kabelkästchen ankommt.
Da der Plan war, alles auf Gleichstrom zu ändern, waren keine 2 separate Abgänge von der ZGP mehr nötig.
Daher wurde der gelb-weisse Draht isoliert und tot gelegt.
Mit den beiden übrigen Drähten, also rot-weiss und das neue (massefreie) Minus der Spulen geht es dann direkt auf den AC Eingang des Vape Reglers.
Wichtig ist hierbei, das es in dem Bereich keinerlei Verbindung zur Masse gibt.
Der Ausgang des Reglers ist dann Gleichspannung DC. Jetzt kann man streiten, ob man diesen Pfad absichert oder nicht.
Da ich erstmal keine Batterie verbaut hatte, kam eine Sicherung gleich hinter dem Regler zum Einsatz.
Im Kabelkästchen habe ich beide Pfade (für Batterie/DC sowie den AC Kreis einfach gebrückt. Ausser dem Bremslichtschalter kann alles gleich bleiben. (Öffner -> Schliesser)
Auf der Batterieseite wurde der Gleichrichter rausgeschmissen und statt dessen Ein- und Ausgang einfach gebrückt, da eh schon alles DC ist.
Als Blinkrelais habe ich ein kleines elektronisches von Polo verbaut, welches Lastunabhängig von 8-18V und 1-42 Watt arbeitet.
https://www.polo-motorrad.de/de/blinkrelais-pw-nano-8-18v-0-1-42-watt-auch-led-2f8035.html
Zu sehen am Ende des folgenden Videos.
Dieses ist nicht dicker als die Drähte im Kabelbaum selber. Daher ist der Kabelaufwand sehr gering. Alles passt locker unter die original Gleichrichterabdeckung.
Wenn bei Standgas Blinker oder Hupe betätigt werden, bricht die Spannung am Licht vorne und auch hinten etwas ein und das Licht verdunkelt sich.
Das sollte mit einer Batterie kompensiert werden können.
Sehr wichtig ist in dem Zusammenhang, dass unmittelbar hinter der Batterie eine Sicherung sitzt, und erst dahinter die Zuleitung des Reglers erfolgt.
Die ermittelten Spannungen waren (gemessen im Lenkkopf)
Mit Standgas ca. 9,6V
Zwischen Halb- und Vollgas ca. 12,8 - 12,9V.
Ob das reicht, um eine Batterie zu laden, konnte ich leider nicht mehr testen, das der komplette Motor ausgetauscht wurde inklusive Zündung.
Ich gehe aber davon aus.
Viel Erfolg bei der Umsetzung !