Moin liebe Freunde,
A C H T U N G: Es folgt gleich eine kleine Erklärung oder auch Statement von den Leuten, die sich zum Thema Anrollern in Hamburg Gedanken machen. Ich bin derjenige, der auserkoren wurde, die paar Worte, die in den letzten Tagen, über alle möglichen und unmöglichen Kommunikationsmittel ausgetauscht wurden, konzertiert in diesen Thread zu verfrachten. Bitte aufmerksam lesen und wenn etwas falsch oder vielleicht auch gar nicht verstanden wird, kann man höflich nachfragen oder Arbeitsgruppen bilden. Ich würde ja auch ein "Brainstorming" vorschlagen....naja. Manche Leute können halt besser schrauben als denken. Ich persönlich glaube ja, dass man die Weltherrschaft eher mit dem Gehirn, als mit schlechtem Geschmack an sich reisst.
Zunächst erstmal DANKE, dass es eine durchaus zivilisierte Diskussion gibt, wie man das Thema Anrollern für alle und den Wunsch nach Blechrollerkultur miteinander vereinen kann. Warum man in einem offensichtlichen Anfall von Fingertourettesyndrom gleich ausfallend werden muss, entzieht sich jeglichem Verständnis. Wir haben das aufgenommen, jede Menge Gespräche geführt und kommen zu nachfolgendem Ergebnis:
Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich durch die abgestimmte Definition "Blechroller mit Handschaltung" in den Reihen Fragen zur Toleranz, Wertschätzung und Ausgrenzung ergeben haben. Es gibt grundsätzlich eine breite Zustimmung zum Versuch, den Anteil an Baumarktchinakrachern, Plastomaten und Motorrädern beim Anrollern einzudämmen. Die "Szene" hat entsprechendes Feedback gegeben und dem wurde entsprochen. "Wir" halten es trotzdem für wichtig, nochmals zu erwähnen, was mit der Definition gemeint ist und was nicht gemeint ist. Grundsätzlich wollen wir das Wesen des An- und Abrollerns, wie es in Hamburg damals initiiert wurde, beibehalten. Es war eine reine Blechrollerveranstaltung, ohne jegliches Plastik. Aber die reine Blechkultur wird irgendwann "aussterben", sei es durch Schwund, Verbote von Zweitaktmotoren oder weil LML pleite ist. Daher wandelt sich die Szene und mehr und mehr Fahrer und Fahrerinnen steigen auf alternative Bewegungsmittel mit Plastikanteil und Falschtaktung um, bleiben im Grunde ihres Herzens aber Blechrolleranhänger. Daher wird grundsätzlich NIEMAND AUSGEGRENZT, der zum Anrollern erscheint. Jeder ist erwachsen genug und kann für sich selber feststellen, ob er mit seinem Gefährt zum eigentlichen Wesen beiträgt oder nicht. Die Definition, was gerne gesehen ist und was nicht, geht nur über die Definition der Gefährte. Menschen lassen sich nicht definieren. Letzlich muss jeder wissen, mit was für einer Kiste er beim Anrollern aufschlägt.
Das Problem, welches sich speziell im letzten Jahr ergeben hat, ist, dass die Veranstaltung durch die Überfrachtung mit "Nichtblech" und einer gewissen Anzahl von über 10-Zoll Rädern so aus dem Ruder gelaufen ist, dass es in der Form fast nicht mehr durchführbar ist. Wir bewegen uns auf dünnem Eis und irgendwann könnte das Pendel mal ganz gewaltig zurück schlagen. Dann ist vermutlich Sense oder es finden sich ein paar andere "Idioten", die sich den "Kram" an tun wollen. Die jetzt involvierten Charaktere sind totale Überzeugungstäter und machen es gerne, weil ein jeder von denen sehr viel Spass daran hat, wenn der Laden am Ende läuft und das Happening friedlich und erfolgreich über die Bühne geht.
In diesem Sinne: Let`s roll....
Aloha
jhw
P.S. Es gibt einen Unterschied zwischen "gut bekannt" und "bekannt gut".