Die aktuelle Betroffenheitsdebatte in den Medien finde ich persönlich maßlos übertrieben und tendenziell gesehen eher albern. Man muß doch vollkommen verblödet sein, wenn man tatsächlich davon ausgegangen ist, daß die Testberichte, Automarkenindex, Wiederverkaufswertdiskussionen u.s.w. vom ADAC objektiv sind und waren. Ob das jetzt im Einzelfall geschieht, weil ein einzelner Tester oder Redakteur, ein bestimmtes Fahrzeug an der Cote D'azur testen darf und noch ein paar Wellnesstage im Luxusanwesen inclusive sind oder auch weil es vielleicht gar Leitlinie der kompletten Redaktion ist, daß die deutschen Hersteller zum Schutz der heimischen Wirtschaft pauschal den ein oder anderen Bonuspunkt erhalten. Als normales Mitglied zahlt man einen Beitrag und erhält dafür eine bestimmte Leistung. Das muß halt jeder für sich entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht. Nur weil ich aber ADAC Mitglied bin hießt das doch noch lange nicht, daß ich jeden Mist kaufen muß, der in der Motorwelt beworben wird. Wenn ich bei irgendeiner Versicherung auch nur einen Roller versichert habe, bekomme ich auch regelmässig Werbung für Lebens- oder Krankenversicherung, Bausparverträge oder obsküre Geldanlagen. Schließe ich auch alles nicht ab. Und wie, der ADAC ist nicht der kleine, nette, ehrenamtliche Verein sondern ein Wirtschaftsunternehmen? Ist ja was vollkommen Neues. Das haben die bislang ja auch komplett im verborgenen gehalten, daß da Tausende von Mitarbeitern hauptberuflich tätig sind, daß die eine riesige Fahrzeugflotte unterhalten, diverse Hubschrauber und Learjets, Immobilien u.s.w.. Hat Eure Stammtischtruppe das etwas alles nicht?