Wer der Volkswirtschaft mutwillig und grob schadet, gehört gesellschaftlich geächtet. Bei Nichtgefallen bitte ins Ausland verpieseln... @Swiss: nicht alles, was im gesetzlichen Rahmen passiert, ist auch moralisch vertretbar. So, wie es sich mir darstellt, sind alle am Jammern: Die Täter (Bürger), weil sie zur Rechenschaft gezogen werden sollen, die Opfer (Bürger), weil das nicht zur Genüge geschieht, und der Staat, weil die Bürger jammern. Ich frag mal blauäugig aus meinem langjährigen Exil heraus: Man hat doch als Teil einer Gemeinschaft eine Verantwortung, die über das Einstehen für eigene Interessen hinausgeht. Fehlt dieser Horizont? Empfindet eigentlich überhaupt noch jemand den Staat als Identifikationsmoment? Oder ist er wirklich nur noch der Gegner, gegen den man sich behaupten muss? Dann kann man das Ehrhard'sche Experiment "Soziale Marktwirtschaft in Deutschland nach 1949" wohl nur noch als gescheitert betrachten. Wäre sehr schade, finde ich... Anbei ein Beispiel, wie transparent hier mit persönlichen Finanzdaten umgegangen wird, bei Gesellschaften ist es ähnlich wie im 2. Absatz: http://de.wikipedia.org/wiki/Skattelister Da kann man sehen, ob der Nachbar, im gesetzlichen Rahmen, kaum Steuern trotz Einkommen zahlt, also gesellschaftlich gesehen ein Arsch ist und deswegen beim Grillen nicht dabei. Sowas ist möglich wegen absoluter Chancengleichheit, Einkommens-Neid ist kein Thema. Eine weitere Funktion der Transparenz: der Kollege bekommt für gleiche Arbeit ein anderes Gehalt. Also einer von beiden hin zum Chef. Fertig. Die Superreichen haben keinen Sonderstatus, sondern müssen sich regelmäßig kritischen Fragen stellen, ansonsten droht gesellschaftliche Ächtung oder gar Boykott. Und das, obwohl es keine nennenswerte Armut gibt...