Guten Morgen zusammen,
am Wochenende habe ich jetzt mal den neuen Gasbrenner und auch die anderen Methoden zum „befeuern“ getestet… hier meine kurzen Eindrücke (ich will da jetzt gar keine Wissenschaft draus machen, aber interessiert hats mich ja selber). Getestet wurde alles bei ca. 7 Grad Außentemperatur.
Gasmodul:
Idiotensicher zu montieren und meiner Meinung nach auch idiotensicher in der Anwendung. Feuerkorb hinten raus, Abzugsrohr bleibt und Deckel vorne weg… und dann Vollgas: Nach 5 Minuten war der Ofen bei 170 Grad, nach 10 Minuten bei 340 Grad und nach knapp 20 Minuten bei 413 Grad. Das Gasmodul hat laut Beschreibung eine stufenlose Flammenregulierung, im Internet schreiben viele, dass das nicht stimmt und entweder Vollgas oder Sparflamme machbar sind. Kann ich nicht ganz bestätigen… man kann das Flammenbild schon ein wenig kontrollieren. Bei Vollgas kommt die Flamme echt bis ganz nach vorne und zieht dann aber zuverlässig über das Abzugsrohr ab. Die erste Pizza bei knapp 400 Grad auf Vollgas ist mir gnadenlos verbrannt… da muss ich noch etwas rumprobieren. Bei der zweiten Pizza hab ich dann den Stein nochmal voll aufgeheizt, die Pizza eingeschoben und die Flamme zur Hälfte nach unten reguliert. Das Ergebnis war dann richtig geil. Ich glaub mit dem Gasmodul wird’s drauf rauslaufen, dass zwischen der Backzeit die Flamme auf Vollgas ist um die Temperatur im Ofen zu halten und während des Backens einfach etwas zu regulieren.
Holzkohle und Buchenholzstücke:
Ja, Holzkohle halt… 2 Anzünder rein, Holzkohle drüber und dann mal aufheizen lassen. Hier hab ich nach knappen 30 Minuten ca. 280 Grad an der Mitte vom Stein gehabt. Vorm einschieben der ersten Pizza dann 2 kleine Buchenholzstücke auf die glühenden Kohle gelegt und kurz gewartet bis die Feuer gefangen haben. Oberhitze durch die Flammenbildung war dann eigentlich gar nicht so schlecht aber das Ergebnis an sich war irgendwie für mein Empfinden solala… ich glaub der Stein hätte hier noch mehr Hitze vertragen.
Briketts und Buchenholzstücke:
Im Grunde das gleiche wie mit Holzkohle. Briketts rein, durchglühen und den Ofen auf Temperatur kommen lassen und dann vor dem Einschieben der Pizza 2 kleine Holzstücke oben drauf und auf die Flammen warten. Hier hätte ich mir gedacht, dass die Briketts länger durchhalten als die Holzkohle… aber war nicht so. Durch den ständigen „Zug“ haben die Dinger doch auch relativ schnell die Grätsche gemacht… der Stein kam auch etwas weniger Temperatur als wie mit den Holzkohlen und das Ergebnis dann war ebenfalls solala.
Nur Buchenholzstücke:
Wurde hier ja schon eine Menge darüber geschrieben, brauch ich glaub ich nicht mehr erwähnen.
Mein Fazit und persönliche Empfindung:
Ich selbst bin halt ein alter Feuerteufel und probiere halt einfach gerne mit Holz rum. Für ein paar Pizzen mal schnell nach der Arbeit kann das aber schon auch mal etwas stressig werden. Holz und Zeit muss da schon vorhanden sein.
Wenns absolut stressfrei gehen soll, dann ist hier glaub ich die Gasvariante echt unschlagbar. Man heizt den Ofen an und dann während der Aufheizphase kann man drinnen schon mal die ersten Pizzen vorbeireiten. Hitze ist gleichmäßig und eigentlich immer vorhanden. Mein insgeheimer Wunsch war ja immer, dass ich da etwas „Holzaroma“ an die Pizza bring… aber bei knapp 500 Grad ist da glaub ich die Pizza zu schnell fertig als dass die da etwas den Geschmack von Holz aufnehmen kann. Auch hab ich bei der Pizza die mit Gas gemacht wurde eigentlich keinen Unterschied zu der „Holzpizza“ gemerkt.
@weissbierjojo Ich hab das Abzugsrohr vor dem ersten Betrieb mit Gas mit dem Gartenschlauch mal "saubergespritzt". Mit der Gasvariante (siehe Bild) gibts da absolut überhaupt keinen Ruß mehr. Ich hab das Blatt einmal gleich am Anfang und dann wo er auf Temperatur war hingehalten. 0 Anzeichen von Ruß oder ähnlichem
Bilder hab ich jetzt mal nur am Anfang bei den ersten Versuchen mit Gas gemacht... ich hoffe dem einen oder anderen hilfts!!!