Wenn Glaswolle, dann bitte Isover SSP2 oder Rockwool RAF-SE nehmen. Diese Schallschluckplatten haben eine schwarze Flieskaschierung und werden für den Akustikbau in Tonstudios (Raum im Raum bzw. abgehängte Decken und Wände) verwendet. Davor verwendet der Akustiker gerne Lochplatten mit rückseitigem Vlies wie z.B. Knauf Cleaneo Akustik-Plattendecken. Wenn's eher billig sein soll, kann man auch mit Heraklith® BM Holzwolleplatten arbeiten. Bisher habe ich keine Spektralanalyse von dem Geknatter in Prüfstandsräumen gemacht, wenn es sowas gäbe, könnte man sich mal anschauen, um welche Frequenzen es hauptsächlich geht und zielgerichteter akustische Maßnahmen vorschlagen. Normalerweise strebt man einen maßgeschneiderten Mix aus Absorption und Diffusion an.
Der Pyramidenschaumstoff bringt wenig, plane Platten genügen und sind günstiger. Strukturplatten bringen nur wenige Vorteile, die die Mehrkosten nicht rechtfertigen. Basotect (alle Varianten haben lt. Datenblatt die gleichen akustischen Eigenschaften und haben Brandschutzklasse B1) kann man z.B. recht günstig von den Convertern der BASF beziehen, ich hatte zuletzt von der Fa. Setaplast günstige Angebote für Basotect UF, allerdings hatten wir auch einen ganzen Block abgenommen. Noch bessere akustische Eigenschaften hat Aixfoam, ist in diversen Farben erhältlich, hat eine wesentlich bessere/schönere Oberflächenqualität, hat auch B1 und kann mit Selbstklebeausrüstung bestellt werden (sonst tut's auch Silikon aus der Spritze, punktförmig verkleben, oder mit Stiften arbeiten, falls es reversibel sein soll). Poröse Absober wie Akustikschaumstoff sollten mind. 40mm dick sein, drunter bringt's nicht. Generell sollte hochabsorbierendes Material nicht großflächig, sondern wirkungsvoll angebracht werden. Um die Nachhallzeit positiv zu beeinflussen, kann man in Höhe der emittierenden Quellen einen Wechsel aus Absorption und Diffusion mit Streifen aus Akustikschaumstoff, z. B. in der Strukturperiode (30 cm Absoption, 20 cm Reflektion, 20 cm Absoption, 15 cm Reflektion, 10 cm Absoption, 10 cm Reflektion usw.) anbringen. Oder man kauft sich die teuren industriellen Diffusoren, die auf bestimmten Zahlentheorien basieren.
Ist leider immer sehr fallspezifisch, was not tut und was wirklich was bringt, daher sorry für die etwas allgemeinen Aussagen.