@Pamcakes, hallo, möchte auf keinen Fall zu "Schulmeisterisch" rüberkommen, aber bei Bohrungen, sowie die Maßhaltigkeit bei Bohrungen, wie diese fachgerecht benannt wird, wird hier im Topic einiges durcheinander geworfen. 1. Einbauspiel ist nicht Laufspiel, wurde ja schon richtiggestellt In einem Punkt hat der gute Mann aus der Wzg.-Ausgabe recht. Das eine Bohrung, mit Subito gemessen und danach gefertigt, sich beim GLD (Grenzlehrdorn) die Ausschussseite stecken lässt. Bei einer Messung mit 3 Punkt Messgerät, erfassen die Messschnäbel "nicht" den Ø der größten, "ovalen" Stelle, da die Messschnäbel nicht gegenüber angeordnet sind. Den Ø kann ich mit 3 Punkt sehr genau messen, wobei ich da auch an mehreren Stellen messen sollte! Mit dem 2 Punkt-Innenmessgerät, kann ich nur das Maß, sowie die Ovalität messen. Zylindrizität, wird mit dem jeweilig geeigneten Messmittel oben, mitte und unten gemessen. Die "Rundheit", muss ich mit einem "Mantellinien-Messgerät messen. (in der Fachsprache wird eine Bohrung als Mantel bezeichnet), dieser Mantel wird abgefahren und eine Linie aufgezeichnet, daher Mantellinie. Den Ø der Bohrung, kann ich ich bei dieser Messung nicht erfassen! Das Werkstück mit der Bohrung wird aufgespannt, auf ca. 0,01mm Rundlauf ausgerichtet, ein Taststift liegt an der Wandung an, dann dreht sich das Werkstück (in dem Fall der Zyli) ganz langsam, nach bisschen mehr wie 360° Umdrehung, stoppt das Messgerät, dann kann die Auswertung, mit Ausdruck, oder an PC übermittelt werden. So eine Messung mit ausrichten des Zyli, dauert ca. 30min. Werkstücke mit Ø von ca.10mm, dauern etwa 10min, wobei das ausrichten, den Hauptanteil ausmacht. Richtet man zu grob aus, verkleinern sich die auf dem Ausdruck sichtbaren Linien zu stark! Hier mal eine Zyli-Messung an mehreren Abständen, von oben, von Mahle, Zyli verschraubt! Auszug aus Helmut Hütten, "Schnelle Motoren seziert und frisiert" ISBN 3-87708-060-10 - 6. Auflage 1977- Seite 191 Hier wird auch veranschaulicht, woher die sogenannten "Stehbolzen-Klemmer" kommen! Gruß