Hallo allerseits, nachdem diese Topic schon ein paar Jahre läuft und die Frage, ob und wie man einen vermeintlich "falschen" Vergaser mit ET/FL/FT -Mischrohr / Zerstäuber auf DP oder DQ umrüsten kann, möchte ich das hier mal am Beispiel eines VHSA 32 GS nachholen. Zunächst: die oben erstgenannten Zerstäuber werden in einen anderen eingepressten "Atomiser Bush" eingedreht als die DP/DQ. Links (bzw. Mitte) das für DP/DQ und rechts das alte für die anderen Hier der alte, erkennbar an dem durch den Ansaugkanal sichtbaren Gewinde Weiterhin ist bei den 3 "falschen" ein "Zerstäuberhalter" eingeschraubt, durch den die Zerstäuber geführt werden. Was man nun also tun muss, ist den eingepressten "Atomiser Bush" austauschen, der Zerstäuberhalter entfällt. Er wird aber benötigt, um dem neuen DP oder DQ einen Anschlag zu bieten. Sonst stösst es mit seiner Sechskantaufnahme nur an das nicht mehr benötigte Gewinde des Zerstäuberhalters. An der Stelle muss der Zerstäuber aber von der Wanne gekapselt sein. Zum Auspressen habe ich eine Inbusschraube gekürzt, deren Kopf dann genau in den Beginn des auszupressenden Teiles passt. Dann sollte man den Vergaser erhitzen um das Auspressen zu erleichtern, es muss von unten nach oben gepresst werden. Ich habe das mit einem Schraubstock gemacht. Dann wird das neue Teil angesetzt. Natürlich auf geraden Sitz achten. Öffnung nach hinten zum Motor! Zum wieder Einpressen oder Hämmern eignete sich eine 8-er Nuss mit Verlängerung. Auf jeden Fall darf nicht der Halbkreisring als Auflagepunkt genutzt werden, der ist viel zu weich und geht kaputt Alternativ kann man den alten Zerstäuber, bei mir FL, eindrehen und von oben einen Inbusschlüssel einführen. Auf den kann man dann Druck ausüben. Nun zu dem entstehenden Abdichtungsproblem durch den fehlenden Anschlag. Diesen kann man aus dem, wie gesagt, nicht mehr benötigten Zerstäuberhalter fertigen. Eine Möglichkeit wäre, den Teil mit dem Gewinde abzutrennen und diesen Teil dann in das vorhandene Gewinde einzuschraubenn. Gestaltet sich aber schwierig da ja nichts mehr zum fassen und eindrehen da ist. Daher habe ich von diesem alten Zerstäuberhalter praktisch einen Dichtungsring abgetrennt. Vorteil ist, dass das Material richtig weich ist und sich somit als Dichtung /Anschlag eignet. Was hier so "russisch" aussieht ist natürlich der übriggebliebene und nicht der abgetrennte, benötigte Teil. Dieser ist später mit Dremel und Fächerscheibe sauber und Plan gemacht worden. Sieht aus wie eine 0,5mm starke Unterlegscheibe. Das Ergebnis sieht dann so aus und dichtet den Zerstäuber gegen das Gewinde des alten Zerstäuberhalters ab. Fertig. Sollte jemand das anders gemacht haben oder Verbesserungsvorschläge einbringen - bitte gerne.