Moin zusammen, da hab ich den Mund wohl etwas voll genommen. An Pfingsten will ich wieder von Kiel an den Bodensee fahren, wenn die Technik und das Wetter halten gehts sogar noch weiter nach Mantova auf die Vespa World Days. Doch ich hab nix wirklich Fahrbares... denn der Aufwand der nötig wäre um meine Spezial wieder tourentauglich zu machen, ist so groß, dass ich gleich ne neue Karre bauen kann. Und weil ich schon die Dosenrostlackgaylord-meinAluminiumLenker-rostet-Fraktion des Öfteren verspottet habe, muss ich zeigen wie das richtig geht. Rostlack ist wie n 13-jähriger der sich nen Bart anklebt um alt und weise wie sein Opa zu wirken... however, hier das Konzept: das Teil wird die Krätze, eine optisch-akkustische Menschenrechtsverletzung aus Rost, der von ranzigem Öl und schwarzer Magie zusammengehalten wird. Eine Vespa mit Seele, mit rabenschwarzer Seele Der Motor ist die blanke Wut, Kurbelwelle, Getriebe, Kolben, alle versuchen sich gewaltvoll aus ihrem Gefängnis zu befreien. Man kann nur hoffen, dass dies nie der Fall sein wird. Ein Hauch von Brunox und Goldlack kaschieren die Kampfspuren und den radikalen Lebenswandel. Vor etlichen Jahren zu Schrott gefahren, der Verrottung auf der Deponie überlassen, fanden Jugendliche (aus denen eh nie was wurde) die Vespa und misshandelten sie aufs Übelste. In einer Einrichtung für Schwererziehbare wurde der beschränkten Kreativität im Zuge einer Beschäftigungstherapie freier Lauf gelassen. Verstümmelt, besprüht und mit unnützen Teilen vollgeschweisst, fristete die Vespa ihren vermeintlichen Lebensabend in einer Ecke im Freien hinter der Einrichtung, sterbend, darauf wartend, dass der Regen ihr in langsamer Agonie das Dasein beendenden würde. Einzig und allein der Hass hielt sie lange genug am Leben bis endlich Rettung in Sicht war! Mit geschnorrter Flex, Polizeibesuch "uns wurde hier ein Diebstahl gemeldet", und dem Versprechen, den Schrott sachgemäß zu entsorgen, fand das Skelett einer ehemals strahlenden Erscheinung den Weg in meinen Keller. Da sollte der Rahmen auch erstmal 5 Jahre liegen, 3 Umzüge und mehr als 1000 Kilometer Transport mitmachen. Doch nun ist die Zeit reif für Gottes Werk und Teufels Beitrag! Bis Pfingsten muss der Hobel fahrtüchtig sein!
Fundort: geplantes Setup: - abgerauchter Quattrini m1. aber noch genug voodoo drin um schneller zu fahren als der schutzengel fliegen kann - 2.56er primär mit repkit. zahn um zahn, auge um auge - frivole schamlippenwelle - blankgewixter pm40. "wenn man dir die linke backe abflext, halte noch die rechte hin" (Matthäus 5;39) - die rechte backe wird gecuttet fürn großen vergaser auf gedrehtem membranstutzen. luft und sprit rein, dampf raus. baumelt im freien. frisst Kleintiere. - PIS Mitteltank a la SS
So bringt man ne Gabel zur Post...
Aktueller Stand:
Rahmen, Lenker und Pk Gabel sind beim Schweißen, Motor liegt auf dem Küchentisch und wartet auf Zuwendung...
Soweit erstmal.
Grüße!