Gibt es eigentlich einen Paketdienst, mit dem man keine Probleme hat? Ich weiß nicht, irgendwie hakt es überall. DHL: So rein gefühlsmäßig ist die Zahl der Post-Filialen im selben Maß zurück gegangen, in dem die Anzahl der zu befördernden Pakete zugenommen hat. Bei uns im Ort gibt es nur noch eine, und da wird hart gearbeitet. Es stinkt nach Schweiß, das Personal ist völlig überfordert und wenn viel los ist, reicht die Warteschlange bis zur Tür, wenn RICHTIG viel los ist, bis auf den Parkplatz. Das der DHL-Mann, als meine Nachbarin mein Paket nicht annehmen wollte, es mit dem Vermerk "Annahme verweigert" zurück an den Absender geschickt hat, fand ich auch nicht ganz so lustig. Seitdem ich mich deswegen beschwert habe, grüßt er mich nicht mehr. Immerhin der schnellste Versender. Hermes: Bei uns müssen die Pakete in einem Fahrradladen abgegeben werden. Ich vermute, Herr Hermes persönlich droht dem Inhaber desselben, seine Katze zu vergiften, sein Haus anzuzünden und seinen Sohn zu vergewaltigen, wenn er seine Mitarbeit kündigen sollte. Jedenfalls sind die Leute da mega-unfreundlich, wenn man kein Fahrrad kaufen, sondern ein Paket loswerden will. Außerdem ist das Tracking völlig für'n Arsch, was ziemlich scheiße ist, wenn man was verkauft hat, und der Käufer sich informieren will, wo sein Paket bleibt. Dafür sehr günstig. DPD: Selten genutzt. Bisschen lahm, aber dafür ist die Fahrerin sehr freundlich und sieht sogar gut aus Allerdings hat ein Kumpel von mir als Student mal in nem DPD-Depot gearbeitet. Er meinte, für viele dort war es ein Riesen-Spaß, die LKWs so zu packen, das demjenigen, der sie öffnet, alles entgegen fällt. Und so Aufdrucke wie "Vorsicht" oder "Bitte nicht werfen" bewirkten eher das Gegenteil. Naja, abgesehen von so'n paar Ex-Knackis, die auf dem normalen Arbeitsmarkt chancenlos waren, war da wohl kaum wer, der sonderlich an seinem Job hing. Die meisten machten es nur solange - die Kombination aus niedrigem Stundenlohn, beschissenen Arbeitszeiten und körperlicher Belastung sei dank - bis sie einen vernünftigen Job gefunden hatten. GLS: Wird ein Paket bei den Nachbarn oder im Shop abgegeben, wirft der GLS-Mann meistens keine Benachrichtigungskarte ein. Und das ist natürlich scheiße, denn das Tracking ist ähnlich "zuverlässig" wie bei Herpes. Früher hat bei uns so'n dreckiger kleiner Fotoladen den GLS-Kram gemacht, ich vermute mal, er stand dabei unter ähnlichem Zwang wie der Hermes-Fahrradladen, denn er war ähnlich scheiße, vielleicht sogar noch ein bisschen scheißer. Als die sich mal geweigert hatten, mir mein Paket auszuhändigen, weil mein Perso seit 3 Monaten abgelaufen war, hab ich beschlossen, Online-Shops, die mit GLS versenden, zu meiden. Inzwischen macht es aber wer anders. Liebe Paketdienste, nehmt euch ruhig die Zeit die ihr braucht, ich erwarte nicht, dass mein Amazon-Paket schon am nächsten Tag auf meinem Schreibtisch liegt, und damit bin ich garantiert nicht der einzige. Und verlangt ruhig einen Euro mehr pro Paket, und gebt den für glückliches Personal aus, oder so. Der in Italien bestellte DR-Zylinder ist so der so viel billiger, als ein Teil, das beim Piaggio-Vertragshändler im Nachbarort gekauft wurde, da kommts auf das bisschen Geld echt nicht mehr drauf an. Aber egbt euch verdammt nochmal mehr Mühe, echt jetzt!