Ich versuche es evolutions-wissenschaftlich sowie religiös-philosophisch zu erklären, soweit mir das gelingt. Es gibt Mann und Frau bzw. männlich und weiblich, weil sich die Evolution bei vielen Lebewesen für diese Form der Existenz, damit der Form der Fortpflanzung und damit für die Aufzucht und Erhaltung der Art/Arten "entschieden" hat. Es hat sich offenbar als nützlich erwiesen, auch wenn dies nicht die einzig funktionierende Fortpflanzungsmethode ist, die existiert. Mit der Entstehung des Homo sapiens sapiens (man spricht schon lange in der Evolutionswissenschaft und der Anthropologie vom "wissenden wissenden Mensch") haben sich zum einen unterschiedliche Sozialistionsstrukturen bei Mann und Frau (aufgrund unterschiedlichster Gründe) herausgebildet und zum anderen tatsächlich auch genetische Spezifikationen - auch im Hinblick auf das Denken und den Aktivitäten verschiedener Hirnregionen - entwickelt, die u.a. Mann und Frau, neben Körperbau, Aussehen, Geschlechtsorgane (ich liebe dieses Wort!) etc. unterscheiden. Dies alles bedingt unterschiedliches Handeln, Denken, Emotionen und manches mehr. So viel zur Evolution, auch wenn dies nur ein stümperhafter Abriß ist. Wenn wir es philospohisch betrachten und unterstellen, es gibt einen Gott oder sagen wir "eine Transzendenz", die in irgendeiner Form schöpferisch tätig war und den Anstoß zur Entstehung von allem was im Universum existiert gegeben hat, so wäre alles (jeder Stein, jeder Baum, jeder Strauch, jedes Atom etc.) "göttlichen" Ursprungs. Damit könnte man sagen, Gott hat letzten Endes auch Mann und Frau so geschaffen, wie sie sind. Eben gleich und doch auch unterschiedlich. Und wenn Gott es so gestaltet haben sollte, dann glaube ich nicht an Zynismus in diesem Zusammenhang. Dadurch, dass zwei Wesen so gleich und doch so anders sind, liegt doch auch die Spannung und liegt auch die Herausforderung. Nur in einem Spannungsfeld von "schwierig und leicht", von "Freude und Leid", von "Hoch und Tiefs" (nicht nur meteorlogisch) kann letztlich der Mensch existieren bzw. ist er in der Lage, das Eine wie das Andere überhaupt zu erfahren. Ohne Ying, kein Yang und umgekehrt. Also letztlich gäbe es vielleicht auch keine Liebe, wenn Mann und Frau vollkommen gleich und nicht unterschiedlich wären. Es wäre zwar manchmal regelrecht praktisch, wenn alle genau gleich ticken (und ficken) würden, aber es wäre auf die Dauer unendlich langweilig. Und um den Bogen zur Evolution zurückzuschlagen. Auf Dauer hätte niemand Bock, mit jemandem zu ficken (und damit die Art zu erhalten), wenn der/diejenige genau gleich wäre, genau gleich denken würde, genau gleich handeln würde, genau gleich gleich wäre. Kurzzeitig wunderbar, auf das Leben hin gesehen fürchterlich lahm. Das (große) Glück im Leben ist es, jemanden zu finden, der einem gleicht (nicht äußerlich) und ähnlich in den wichtigen Dingen des Lebens tickt und trotzdem so anders und spannend für einen bleibt (und man selber für ihn), so dass man diesen Anderen liebt und immer wieder neu zu entdecken in der Lage ist. Das produziert einen Gleichklang und gleichzeitig Spannung. Danke wem auch immer dafür, dass alles so ist wie es ist und falls Du Gott, Schöpfer, Transzendenz im Laufe deines Lebens (oder später) treffen solltest, bestelle "ihm" einen Gruß von mir und richte "ihm" bitte aus, dass "er" es gut gemacht hat. Und bitte sage ihm auch, dass ich noch einen Fragenkatalog hätte, der länger wäre, als so mancher Schwanz auf Erden (und ich denke da an "Long Dong Silver").Triffst du niemanden, dann hat sich das Universum von alleine erschaffen und prima entwickelt.