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Der abgetrennte Wirtschaftsteil


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Ich finde diese Kostolany Weisheit derzeit passender:

 

„Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten – oder umgekehrt.“

 

@Rote PV

Das was du meinst ist dieses:

Der Börsenkurs verhält sich zur Wirtschaft wie der Hund zum Spaziergänger. Er läuft voraus und kommt aber immer wieder zurück.

Edited by mintality
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Im Unterschied zu den USA hat aber hier im Lande - derzeit noch - jeder Mensch Zugang zu günstiger bis kostenloser Bildung und Förderung, wenn er es denn möchte. Natürlich ist nicht jeder Mensch

Sehr schöne Seite. Das war früher mal - spätestens in der Berufsschule - Allgemeinbildung. Stimmt, sowas wie eine Wiedereinführung von 10e oder noch früher 7i oder Wohnwertbesteuerung mit Verlu

Tja... Der Erhard.   An Anfang hat er das mit der Sozialen Marktwirtschaft wirklich ernst gemeint, sich dann aber ordentlich verheddert, bevor er sie überhaupt richtig definiert hatte: Das Z

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Irgendwie traurig/schlimm finde ich, dass quasi nur noch (zumindest gefühlt) gezockt wird. Man bekommt den Eindruck, dass wirkliches Anlegen nur eine Nebenrolle spielt. Wenn ich schon das Wort „Finanzprodukt“ höre, wird mir schlecht.

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vor 4 Stunden hat klausio folgendes von sich gegeben:

Irgendwie traurig/schlimm finde ich, dass quasi nur noch (zumindest gefühlt) gezockt wird.

 

Ich glaube Dein "Gefühl" täuscht. In den Zeiten des Neuen Markts haben viel mehr Leute gezockt (mich eingeschlossen) und heute werden sogar vermehrt ETF-Fonds statt gemanagten Fonds gekauft. Oder anders gesagt habe ich den Eindruck, dass es vielen schon zu viel wird die Fonds regelmäßig zu überwachen oder zu tauschen, was bei Index-Fonds und ähnlichem ja mehr oder weniger entfällt. 

 

Was Du aber wohl vermutlich meinst, ist eine sehr kleine Gruppe von hochagilen Zockern, die hier einen solchen Eindruck entstehen lassen.  Davon abgesehen habe ich den Eindruck, dass es mengenmäßig vorwiegend Leute mit "wenig Geld" sind, die in Fonds oder Aktien investieren. Die Betuchteren "sammeln" nach meinem Eindruck gegenwärtig schwerpunktmäßig eher Immobilien, die dann auch gerne mal komplett fremdfinanziert werden bzw. lediglich mit vorhandenem Vermögen abgesichert werden. Sehr beliebt sind ETW mit Hausverwaltung, bei denen der Zeitaufwand auf ein Minimum reduziert ist.

Edited by Rote PV
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Zocker (Wetten auf die Zukunft) sind (nur) in Deutschland nicht gerne gesehen. Das ist historisch bedingt und hat mit Reparationszahlungen der Franzosen zu tun, die plötzlich sehr viel Geld ins frisch gegründete Deutsche Reich spülten und nach einer Spekulationsblase zu einem "Börsenkrach" im Oktober 1873 mit lang anhaltender Wirtschaftskrise führte ... Und bei der Verarbeitung des Ganzen kam man allgemein zu dem Schluß, dass Kopfarbeit nichts zählt, sonder nur ehrliche Arbeit mit den eigenen Händen...

Die wirklichen Zocker/ Short Seller machen heute aber eher Leerverkäufe und das klappt häufig nur, wenn in einem Unternehmen etwas nicht stimmt (zB chnesische Unternehmen an den Börsen der USA mit Phantasiebuchhaltung (wie auch wirecard)). Von daher können sie auch als Indikator dienen.

 

Das mit den immobilien wird für Berlin nicht zutreffen. Seit der Mietpreisbegrenzung - ohne Rücksicht darauf wie der Investor das geliehene Geld zurückzahlen kann und ob ihm eine Rendite bleibt - werden dort immer mehr Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft. Wenn das so weiter geht, dann werden Mieter wohl eher nach einer Eigentumswohnung suchen müssen...

 

p.s.: Der neueste Hit ist die Luxus-Sanierung. Danach darf man den Mietpreis auch völlig legal verdoppeln...

Edited by CDI
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vor 36 Minuten hat CDI folgendes von sich gegeben:

Kopfarbeit

Oooha, sind wir noch bei den Brokern?

vor 37 Minuten hat CDI folgendes von sich gegeben:

Mietpreisbegrenzung

Das ist faktisch nur eine "Erhöhungs-Begrenzung".

 

vor 38 Minuten hat CDI folgendes von sich gegeben:

ohne Rücksicht darauf wie der Investor das geliehene Geld zurückzahlen kann

Das macht mich betroffen, aber ich glaube, Du überschätzt da die Wirkung von solchen Wahlkampf-Manövern.

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Am 14.7.2020 um 22:26 hat CDI folgendes von sich gegeben:

Das mit den immobilien wird für Berlin nicht zutreffen. Seit der Mietpreisbegrenzung - ohne Rücksicht darauf wie der Investor das geliehene Geld zurückzahlen kann und ob ihm eine Rendite bleibt - werden dort immer mehr Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft. 

 

Was beinhaltet hier der Begriff "Rendite"? Gehört hier im Zweifel auch der (steuerfrei) Veräußerungsgewinn dazu, wenn man die Immobilie (nach 10 Jahren) veräußert. 

 

Ich sehe hier ein ganz anderes Problem. Irgendwann werden Mieter nur noch mit Taschenlampe ihre Wohnung verlassen können, weil dann die Vermieter aus Kostengründen wohl nicht mal mehr die Glühbirne im Treppenhaus wechseln lassen. OK., das war jetzt zu negativ gedacht. Vielleicht stellen dann auch einige Vermieter nur Münzautomaten im Treppenhaus auf, wo man für 10-20 Cent das Licht für 3 Minuten einschalten kann ;-)

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Private Vermieter machen das Ganze ja nicht aus Liebhaberei. Ein Grund könnte darin liegen später die Rente etwas aufzubessern (insbesondere wenn der Ehepartner mit der großen Rente zuerst stirbt während der andere Ehepartner "nur Hausfrau" oder "kein Geld (insbesondere als Selbstständiger) zurückgelegt  wurde, weil keines da war". Neben den Krediten muß auch Geld bereit gehalten werden für Hausgeld, überraschende Reparaturen, Modernisierungen (Bleirohre, Satschüssel, Fenster...), Mietausfall (zB wegen Corona oder weil noch kein Nachmieter aufgetrieben werden konnte) ... Private Vermieter haben zB kein eigenes Handwerkerteam, d.h. sie müssen für jede Reperatur teuer einen Handwerker anheuern. Wenn sich private Vermieter das einmal richtig durchrechnen würden, dann wäre bei Einigen die Rendite evtl. schon heute negativ (=Grund für Verkauf). Der Veräußerungsgewinn kann auch dazu gehören, aber zB durch den demogratischen Wandel, weil die Jugend des Ortes regelmäßig weg zieht (dahin wo sie studiert haben), das ganze Wohnviertel etwas heruntergekommen ist, nur noch Beamte größere Kredite bekommen (Corona) oder ein Züchter seine Schweinestelle hinter das Grundstück bauen durfte, kann dieser Gewinn durchaus einmal negativ ausfallen.

 

Das Ganze ist nicht nur eine fixe Idee von mir, sondern auch das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Haus und Grund. Dort wird noch darauf hingewiesen, das dann häufig die Nutzer der Wohnung Eigentümer werden und das diese die Wohnung dann nicht mehr verlassen werden, d.h. zwei oder ein Rentner werden dann später in einer Wohnung leben, die für eine vierköpfige Familie ausgelegt war...

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Es gab ja schon Meldungen, dass es Negativzinsen gibt.

Niemand fühlte sich davon angesprochen, denn wer hat schon 100,000€ oder mehr auf einem Konto. Ein Blick HIER (rechts scrollen) zeigt jedoch, das die Grenze mittlerweile auch schon einmal bei 5.000€ liegt (Raiffeisenbank Augsburger Land West)!

Oder es wird auf das üblicherweise kostenlose Tagesgeldkonto eine monatliche Gebühr von 1 bis 5€ pro Monat erhoben (bei einer "Verzinsung" der Einlage mit 0%)! (Hinweis noch weiter noch unten scrollen.)

 

Das macht das Sparen für schlechte Zeiten ja so richtig attraktiv!

Aber vielleicht kontern bald viele Privatleute mit geplatzten Krediten und Privatinsolvenz ...

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vor 5 Stunden hat CDI folgendes von sich gegeben:

Aber vielleicht kontern bald viele Privatleute mit geplatzten Krediten und Privatinsolvenz

Aus gut unterrichteten Rentnerkreisen hab ich's mir erklären lassen. Schuld ist nur, dass die jungen Leute heute alle so faul sind.. also am Klimawandel jetzt, oder waren's die Staatsschulden oder der Pflegenotstand? Also so ganz allgemein, die jungen Leute sind schuld. Faules Pack, ehrlich jetzt mal.. Also wir damals...

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Ah, wie Greta, die auch abgetaucht zu sein scheint? Und ohne sie hüpfen die Anderen nicht?

Aber vielleicht hilft sie Herrn Drosten ja nur bei der Suche nach seiner nicht verleihbaren Doktorarbeit?

Oder beide bereiten sich gemeinsam für die zweite Welle vor?

 

Interessant werden auch noch die verschobenen Insolvenzen, denn Leute könnten Vorauszahlungen an solche Unternehmen gemacht oder deren Anleihen/ Aktien gekauft haben. Kalkulieren (auch EU-weit betrachtet) kann man aber erst, wenn es geknallt hat, aber der wird immer weiter hinaus geschoben, wohl damit er größer wird? Oder weil man hofft so noch über die nächste Wahl zu kommen?

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vor einer Stunde hat CDI folgendes von sich gegeben:

Interessant werden auch noch die verschobenen Insolvenzen, denn Leute könnten Vorauszahlungen an solche Unternehmen gemacht oder deren Anleihen/ Aktien gekauft haben.

Interessant ist ein schöner Ausdruck dafür. Mr. Spock hätte "faszinierend" gesagt.. Das große Motto hieß ja Schulden machen und von Finanzämtern wurde ja auch gestundet im großen Stil. Nur, dass gestundet nicht verschwunden heißt, wird so Mitte bis Ende nächsten Jahres noch so einigen Unternehmen klar werden..

Aber da ist die Wahl ja hoffentlich schon gelaufen.

Derweil heißt es noch, sich feiern lassen, dafür, dass man den Bürgern weniger gibt, als sie eigentlich nach dem Gesetz bekommen müssten und man ihnen diese Kürzung mit ordentlich Trommelwirbel als großzügige Handlungsstärke verkauft.

Wäre der Lockdown nach Recht und Gesetz durchgeführt worden, hätte es eben nicht nur ein kleines befristetes Bonbon für die Betriebskosten gegeben, sondern die volle Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz. Dann wär in den Landeshaushalten aber endgültig Schicht gewesen. Also lieber auf die Rechtslage pfeifen und das ganze als voll geile Bazooka verkaufen und schon steigt die Stimmung.

Hab mal erlebt, wie ein Beamter des Gesundheitsamts die Betriebsschließung als "freiwillige Pflicht zur Quarantäne" bezeichnet hat, um den Entschädigungsanspruch auszuschließen. Fehlt nur noch, dass es heißt, "Regeln und Gesetze sind nur was für Bürger".

 

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Am 19.7.2020 um 12:29 hat Steuermann folgendes von sich gegeben:

Das große Motto hieß ja Schulden machen und von Finanzämtern wurde ja auch gestundet im großen Stil. Nur, dass gestundet nicht verschwunden heißt, wird so Mitte bis Ende nächsten Jahres noch so einigen Unternehmen klar werden..

 

Jetzt mach Du mich nicht auch noch kirre ;-) Hatte am Freitag einen Banktermin, weil Schuldenmachen doch gerade so in Mode ist und ich insgeheim doch irgendwo darauf wette, dass die Immobilienpreise bald wieder richtig steigen werden. Jedenfalls hat mir der Banker auch etwas ins Gewissen geredet, dass ich im Notfall wenn´s eng wird besser die Investition wieder mit Verlust sausen lassen soll, statt daran zu kleben und das zu gefährden, was ich mir bisher aufgebaut habe. 

 

Das Verrückte in dieser Krise ist aus meiner Sicht, dass sie zwar die ganze Welt betrifft, aber dennoch nicht alle gleich betroffen sind. Das deckt sich leider auch mit Deiner vollkommen berechtigten Kritik, dass diejenigen, die besonders betroffen waren, nicht fair entschädigt wurden. Auch jetzt sind ja von der Prostitution bis zu den Schaustellern und vieles mehr noch viele stark von den Maßnahmen betroffen, während andere Branchen Einschnitte hinnehmen mussten, aber auch bereits wieder Licht am Horizont sehen.

 

Die einen werden also mit Wumms aus der Krise kommen und die anderen durch die Krise ihre Existenz verlieren. Außerdem geht gerade die Angst bei vielen um, weil die Soforthilfen überprüft werden und hier böse Überraschungen lauern. Der § 264 StGB kennt keine strafbefreiende Selbstanzeige, aber wie viele Selbständige haben in ihrer berechtigten Panik den Strohalm gegriffen, der ihnen seinerzeit großzügig gereicht wurde.

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vor 8 Stunden hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

Der § 264 StGB kennt keine strafbefreiende Selbstanzeige

Dreimal wurden in SH und HH die "Förderbedingungen" geändert. Jedesmal wurde der Begriff "Liquiditätsengpass" neu definiert. Wenn selbst Verwaltung und Gesetzgeber nicht mehr wissen, wann die Angaben richtig und wann falsch sind, wie soll es dann der Antragsteller wissen. Dafür hält das StGB eine Lösung bereit..

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vor 2 Stunden hat Steuermann folgendes von sich gegeben:

Wenn selbst Verwaltung und Gesetzgeber nicht mehr wissen, wann die Angaben richtig und wann falsch sind, wie soll es dann der Antragsteller wissen.

 

Die Spielregeln wurden wohl überall mehrfach während des Spiels geändert. Die letzte "stille" Änderung ist wohl die Vorläufigkeit der Zuschüsse innerhalb vieler Bescheide. Aus "nicht rückzahlbar" wurde plötzlich "vorläufig nicht rückzahlbar". Und genau hier setzen jetzt wohl auch die Ermittlungen an.

 

Dennoch dürfte vielen spätestens ab Mai bewusst gewesen sein, dass sie hier ein "Geldgeschenk" in voller Höhe auf ihrem Festgeldkonto geparkt haben, das mit dem Begriff "existenzbedrohend" nicht in Einklang zu bringen war. Ich hatte und habe Verständnis für die schnelle Beantragung innerhalb der panischen Phase, wo keiner wusste, wie lange der Irrsinn dauern wird und ob man diesen Puffer vielleicht noch dringend brauchen würde.

 

Und wir dürften auch nicht vergessen, dass Helge Braun von der CDU die "odre de mufti" verkündete, dass vor dem 20.04. noch nicht mal über Lockerungen diskutiert würde. Dies zu einem Zeitpunkt, wo intelligente Menschen mit Excelkenntnissen bereits wussten, dass die 1. Welle bereits seit dem 4./5. April deutlich abflachte. Unsicherheit ist für die Wirtschaft aber Gift und die Regierung / Kanzlerin hat hier entgegen der öffentlichen Meinung massive Fehler begangen. Dennoch werden es vorwiegend (Ex-)Kleinstunternehmen und Arbeitnehmer sein, die nun diese Fehler ausbaden dürfen.

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Oft sind aber auch die Folgen nicht mittelbar spürbar, sondern kommen mit verspätetem Hammer. 

Dieser wird zum September/Oktober/November kommen.... meine Meinung!

 

Dann bin ich froh, das ich das Geld geparkt habe. Sicherlich gibt es Unternehmen, egal welcher Grösse, die das sofort massivst gespürt haben und damit das Geld sofort benötigt haben. Die werden dann mächtig in die Röhre bzw. immer noch doof schauen müssen wenn das ganze nicht besser wird. 

 

Meine Arbeit hat in der Regel eine Vorlaufzeit von ca 6 Wochen. Das heisst das ich die Ernte nach dieser Zeit einstreichen kann. So kam es bei mir erst im Juni zu ersten grösseren Einbußen. Jetzt im Juli ist Katastrophe... klar kommt auch noch die Ferienzeit usw. dazu, aber wenn ich das Vorjahr betrachte, waren Juli/August letztes Jahr eine meiner besten Monate....da war die Ferienzeit ja ähnlich. 

 

Mal sehen was der August bringt....

 

 

 

 

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vor 13 Stunden hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

 

Jetzt mach Du mich nicht auch noch kirre ;-) Hatte am Freitag einen Banktermin, weil Schuldenmachen doch gerade so in Mode ist und ich insgeheim doch irgendwo darauf wette, dass die Immobilienpreise bald wieder richtig steigen werden. Jedenfalls hat mir der Banker auch etwas ins Gewissen geredet, dass ich im Notfall wenn´s eng wird besser die Investition wieder mit Verlust sausen lassen soll, statt daran zu kleben und das zu gefährden, was ich mir bisher aufgebaut habe. 

 


Du meinst es macht jetzt Sinn was zu kaufen?

Ich sehe ehrlich gesagt nicht das irgendwas passiert in Richtung günstig.

Bin auf der Suche nach einem deutschen Sportwagen aus den 80ern und einer 2Zi Eigentumswohnung: nur erkenne gegenüber vor der Krise keine preislichen Veränderungen 

Ich glaube das kommt noch

 

Muss allerdings zugeben dass bei dem Sportwagen schon viel angeboten wird: das war letztes Jahr nicht so

Aber preislich sind sie gleich geblieben 

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@Rote PV: Natürlich hat sich die Bundesregierung erst mit einer gewissen Latenzzeit an die Konsolidierung der Marktwirtschaft rangemacht. Anfang April war noch gar nichts klar, ich erinnere hier mal z.B. an einige Deiner Kommentare im C.-Topic. Von intelligenten (oder überhaupt seriösen) Excel-Prognosen war da nichts zu lesen, dafür einiges anderes.

 

Insgesamt vermisse ich bei der ganzen Diskussion die Forderung nach Flexibilität in der Wirtschaft. Die allgemein propagierte Meinung scheint zu sein, dass es Aufgabe des Staates ist, die Verhältnisse von 2019 wieder herzustellen. Ich halte diesen Anspruch für extrem überzogen! Und alles, was nicht in diese Richtung geht am liebsten direkt der Merkel in die Schuhe zu schieben (wie oben geschehen) ist, ehrlich gesagt, 'ne ziemlich billige Nummer. Insgesamt (nicht nur hier) scheinen ja gerade die glühendsten Verfechter der selbstregulierenden Marktkräfte in der Krise am meisten auf den versagenden Staat zu schimpfen. 2008 revisited. Nur wen's wirklich betrifft: Ihr kotzt mich an.

 

Die deutsche Wirtschaft steht am Scheideweg. Betriebe, die schlecht aufgestellt sind, werden sich auch mit weiteren Schulden nicht stärken, da sind wir uns alle einig, die werden als erstes wegbrechen und wohl noch einiges mitreissen. Die bequemen Zeiten sind vorbei, und es wird m.M.n. noch viel unbequemer werden. Vielleicht eine Zeit der 16-Stunden-Tage für Gewerbetreibende, Gesundschrumpfung, sowie der zweiten und dritten Standbeine, aber auch der Anpassung durch Kreativität, unternehmerischem Mut und spitzem Bleistift. Wo sind die stark zukunftsgerichteten Start-Ups (nein, nicht der FinTech-Bullshit, sondern handfeste Wachstumsbranchen)?

 

Aber einfach motzen, dass die Bundesregierung, möglichst noch auf Kosten der Ur-Urenkel (s. USA), gefälligst 2019 wiederbringt ist doch aus vielerlei Hinsicht, mit Verlaub, hirnrissig. 

 

Für Privatanleger würde ich, neben Investitionen in innovative Startups abseits der Börse (z.B. über Crowdfunding-Portale), z. Zt. den Blick auf Silber empfehlen. Das "Gold für Arme" hat (aus vielen guten Gründen) ordentlich Potential und regt sich langsam. Denke, da geht noch einiges, zumindest solange keine wesentliche globale Entspannung in Sicht ist. Und die sehe wohl nicht nur ich gerade nicht.

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vor 4 Stunden hat zimbo folgendes von sich gegeben:

So kam es bei mir erst im Juni zu ersten grösseren Einbußen. Jetzt im Juli ist Katastrophe... klar kommt auch noch die Ferienzeit usw. dazu, aber wenn ich das Vorjahr betrachte, waren Juli/August letztes Jahr eine meiner besten Monate....da war die Ferienzeit ja ähnlich. 

 

Sieht bei mir ähnlich aus, aber das habe ich auch gar nicht anders erwartet. Meine "besten" Monate sind zum Glück eher in den ersten Monaten des Jahres, so dass mich das ganze jetzt noch nicht völlig aus der Bahn wirft. 

 

vor 2 Stunden hat Crank-Hank folgendes von sich gegeben:

Bin auf der Suche nach einem deutschen Sportwagen aus den 80ern und einer 2Zi Eigentumswohnung: nur erkenne gegenüber vor der Krise keine preislichen Veränderungen 

Ich glaube das kommt noch

 

Bezüglich Sportwagenpreise habe ich nicht den Schimmer einer Ahnung. Da bei uns aber völlig außerplanmäßig ein neuer Zweitwagen fällig wurde, haben wir zu einer Tageszulassung gegriffen, denn auch mich konnten die Gebrauchtwagenpreise nicht wirklich überzeugen. Davon abgesehen kann ich aktuell keine ungeplanten Reparaturkosten brauchen, weshalb mir feste monatliche Raten und Garantie lieber sind.

 

Wegen der Immobilien gehe ich auch davon aus, dass die Preise noch fallen werden, bevor sie dann wieder richtig steigen. Im Moment wird wenig angeboten, aber auch etwas weniger nachgefragt. Die Verkäufer wissen nicht was sie mit dem Geld tun sollen und viele Käufer haben Angst vor der Zukunft. Tendenziell ist aperiodisches Handeln sehr riskant, aber sinnvoll. Wenn die Unsicherheit wegfällt, werden plötzlich viele Investitionen nachholen wollen, die sie aktuell aufgeschoben haben. Immobilien wachsen aber nicht auf den Bäumen und ich fürchte, dass ich in dieser Phase keine Chance mehr gehabt hätte mit Besserverdienern preislich mitzuhalten. Daher lieber jetzt das Risiko etwas mehr bezahlt zu haben, als später den Zug ganz zu verpassen, wenn dieser dann wieder richtig losrollt.

 

Normalerweise hätten ja die Preise aktuell er fallen müssen, weil wohl viele auch finanziell Probleme bekommen haben, aber hier sieht man dann auch, dass es doch eine nicht unbeachtliche Anzahl von Leuten gibt, die aktuell noch ihr Geld in Sicherheit bringen wollten. Jedenfalls war es fast ein Kampf überhaupt etwas zu finden und da der eigentliche Termin noch bevorsteht, muss ich hoffen, dass jetzt endlich alles wie geplant verläuft. Oder anders gesagt scheint gerade bereits eine kleine Zwischenphase entstanden zu sein, wo die Zahl der potentiellen Käufer wieder zugenommen hat. Das wird sich wohl im Herbst wieder ändern, aber aktuell haben wohl gerade vorübergehend die Verkäufer wieder etwas Oberwasser.

 

Den besten Zeitpunkt für einen Kauf ist übrigens eher eine theoretische Illusion. VWL-Bücher liefern Erklärungsansätze wie den Fisher-Effekt und ähnliches, aber in der Praxis warten die anderen nicht, bis man für sich selbst den richtigen Zeitpunkt gefunden hat. 

 

 

 

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  • 1 month later...
Am 25.7.2020 um 23:08 hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

Hatte am Freitag einen Banktermin, weil Schuldenmachen doch gerade so in Mode ist und ich insgeheim doch irgendwo darauf wette, dass die Immobilienpreise bald wieder richtig steigen werden.

 

Da empfehle ich aber nochmal einen Blick ins Lexikon. VERschuldung ist der Modetrend. Alle die sich das jedoch leider nicht leisten bzw. aussuchen können, müssen sich halt zwangsläufig ÜBERschulden. Die gehen aber auch nicht nach Immobilienpreisen sondern nach Existenzsicherung. Da hört der Spaß dann nur leider auf. 

 

Und bevor jemand meckert: Ja, da gibts einen Unterschied ;) : https://www.schuldnerberatungen.org/ueberschuldung/#3_Abgrenzung_Verschuldung_und_Ueberschuldung

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Am 27.8.2020 um 13:01 hat Repsev folgendes von sich gegeben:

Und bevor jemand meckert: Ja, da gibts einen Unterschied ;) 

 

Ein Berufskollege bzw. Verwandter sagte mal zu mir: "Lieber Schulden als gar kein Geld." Erst musste er hier selbst fast lachen, aber das Lachen blieb ihm dann im Hals stecken. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihn bereits eine beträchtliche Fehlinvestition sein gesamtes Vermögen und am Ende sogar seine berufliche Existenz gekostet. 

 

VERschulden ist aktuell extrem billig und die Banken vergeben auch gegenwärtig an solvente Kunden gerne Kredite. Das Problem ist aber immer der Leverage-Effekt. Investiere ich in eine Sache, die sich finanziell rechnet, profitiere ich von den Schulden. Nehme ich für etwas Schulden auf, was sich nicht rechnet, geht es noch schneller und mit noch mehr Schulden in die Insolvenz.

 

Dem Thema ÜBERschuldung würde ich heute nicht mehr Bedeutung zumessen als vor Corona. Die Banken wollen im Gegensatz zur Regierung kein Geld verschenken, weshalb die Kreditvergabe hier eher restriktiv gehandhabt wird. Um sich aber ÜBERschulden zu können, braucht man eine Bank, die einem mehr Kredit einräumt als man Aktiva besitzt bzw. muss hier auch der Schuldendienst die vorhandene finanziellen Möglichkeiten überschreiten. 

 

Natürlich können hier Kurzarbeit oder "faktische" Berufsverbote eine ÜBERschuldung auslösen. So hart es aber ist, dürften die meisten nach dem Verkauf des Eigenheims, des geliebten Autos oder was auch immer sogar tendenziell eher noch Geld übrig haben, statt auf etwaigen Restschulden sitzen zu bleiben.

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Am 28.8.2020 um 16:09 hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

Um sich aber ÜBERschulden zu können, braucht man eine Bank, die einem mehr Kredit einräumt als man Aktiva besitzt bzw. muss hier auch der Schuldendienst die vorhandene finanziellen Möglichkeiten überschreiten.

Naja, oder man kann den Kredit durch Verdienstausfall plötzlich nicht mehr tilgen. Ich glaube man ist das schneller in einer Abwärtsspirale drin als man denkt.

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Am 2.9.2020 um 16:38 hat Repsev folgendes von sich gegeben:

Naja, oder man kann den Kredit durch Verdienstausfall plötzlich nicht mehr tilgen. Ich glaube man ist das schneller in einer Abwärtsspirale drin als man denkt.

 

Die Fälle wird es kaum geben, weil die Banken die "Sicherheiten verwerten" werden. Mit anderen Worten werden viele Träume grausam platzen, aber nur selten wird es zu Überschuldung kommen.

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Da muss das dicke Ende noch kommen: wie viele Leute mir erzählen wie problemlos sich Mieten und Autokredite Stunden/Verschieben ließen 

 

Die sind jetzt alle glücklich und fühlen Cash in der Tasche

Irgendwann kommen aber Nachfrage zu den 3x 1.500€ Miete und 5x 500€ Autokredit

Wenn man das über einen Kredit dann abgestottert kriegt ist man wohl mit blauem Auge davon gekommen 

 

Was habe ich gerade gehört: man kann für seinen Familienurlaub relativ leicht Kredite von 5.000-10.000€ bekommen Und wie viele das machen

Crank sowas

Edited by Crank-Hank
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