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Grübeln statt googlen - Kirmes im Kopf

Featured Replies

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb M210:

Wie zieht Hechtsuppe?

 

So eine Frage stellt nur, wer nicht auf der Brennsuppe daher geschwommen kommt. 

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Geschrieben

Meines Wissens ist eine "Brennsuppe" eine ganz einfache, "eingebrannte" Suppe mit so gut wie keinen Zutaten. 

 

Ich gehe davon aus, dass die Hechtsuppe ziemlich ähnlich ist. 

 

Ist Hecht überhaupt ein essbarer Fisch? 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Beo:

 

Ist Hecht überhaupt ein essbarer Fisch? 

Ja

 

Wo wir schon bei Sprichworten sind: “war dein Vater Glaser?“

 

Ich verstehe das Sprichwort nicht.

Wer kann es erklären?

Geschrieben
  • Autor
vor 12 Minuten schrieb PK-HD:

Ja

 

Wo wir schon bei Sprichworten sind: “war dein Vater Glaser?“

 

Ich verstehe das Sprichwort nicht.

Wer kann es erklären?

 

Kenne das Sprichwort, aber mir fällt die Gelegenheit nicht ein, in der man es nutzt!?

Geschrieben

Wenn einer sich zwischen Sofa und Fernseher stellt und nicht rafft, dass er anderen die Sicht versperrt.
Unterschwellig steckt in dem Spruch also die Annahme, ein Kind sei durchsichtig, wenn der Vater Glaser ist.

Geschrieben

Das sagt man meist, wenn sich der dröge Teenager auf sein Smartphone starrend direkt in den Kaiserblick auf das Heidelberger Schloss stellt, ohne wahrzunehmen, dass er damit den zahlenden Gästen den Ausblick ruiniert.

 

Es soll wohl implizieren, dass ein Glaser die Eigenschaften seiner Produkte genetisch auf seine Kinder überträgt, was natürlich völliger Blödsinn ist.

 

:-D

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Skawoogie:

das haste gegoogelt!

ja, und auch noch schlecht. Gibt nämlich keinen schriftlichen Beleg für hech soppa oder hech supha. Klassisches Beispiel für sich immer wieder selbst zitierendes Internet ohne Angabe von Quellen.

Geschrieben

Nix gegugelt. Hab vor einiger Zeit mal einen anderen Begriff gesucht und da war in der Liste auch die Hechtsuppe.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb pötpöt:

 (....)hech soppa oder hech supha. (...)

Scheisse, mein Sermon ist perdu...

 

weisst Du um die Bedeutung der o.g. Begriffe?

Haben die überhaupt irgendwas mit dem Fisch und der Flüssignahrung zu tun?

 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Lambrookee:

Scheisse, mein Sermon ist perdu...

 

weisst Du um die Bedeutung der o.g. Begriffe?

Haben die überhaupt irgendwas mit dem Fisch und der Flüssignahrung zu tun?

 

Nee, eben nicht! Die beiden Begriffe finden sich in keinem mir bekanntem Wörterbuch. Es scheint sogar so zu sein, dass es keine Wörter jiddischen Ursprungs sind. Problem ist dabei natürlich auch, dass kein Mensch weiss, wie man es schreibt. Jiddisch wird mit dem hebräischen Alphabet geschrieben. Das in lateinische Schrift zu übertragen, geht nicht eins zu eins. Es fehlen z.B. die Vokale, die aus dem Wort und Satzkontext erschlossen werden müssen. Das ch könnte ein Chet oder ein aspiriertes Khaf sein. Das a am Ende gibt es eigentlich nicht. Könnte also ein he sein, oder ein ayin, oder ein alef (die aber eigentlich keine Vokale, sondern stimmlose Gutturale sind).

Nix Genaues weiss man nicht, weswegen seriöse Jiddisch-Kenner  wie Salcia Landmann meinen,  Hechtsuppe - hech soppa sei eine Volksetymologie also eine plausible, aber nicht reale Deutung einer Wortherkunft. Man ist also so schlau wie vorher.

 

Ähnlich übrigens wie bei "Guten Rutsch" - was aus dem Jiddischen "Gut Rosch" kommen soll, weil rosch ha schana der erste Tag des Jahres ist (Rosch heißt Kopf, Dach, Anführer). Problem: Kein jiddisch sprechender Jude wünscht einem anderen einen Guten Rosch, sondern wünscht ein gutes Jahr (towa schana) Auch hier: völlig plausibel erscheinende Erklärung - aber leider wahrscheinlich falsch.

Bearbeitet von pötpöt

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb pötpöt:

 

Ähnlich übrigens wie bei "Guten Rutsch" - was aus dem Jiddischen "Gut Rosch" kommen soll, weil rosch ha schana der erste Tag des Jahres ist (Rosch heißt Kopf, Dach, Anführer). Auch hier: völlig plausibel erscheinende Erklärung - aber leider wahrscheinlich falsch.

I believe me kicks a horse!

Genau das habe ich jahrzehntelang geglaubt und bin also einer dreckigen, falschen, gemeinen Lüge aufgesessen!

 

Vielleicht ist die Erklärung für den Wunsch zu Silvester schlicht darin zu sehen, dass man dem anderen wünscht, er möge gut ins neue Jahr kommen bzw. gut ins neue Jahr "hinübergleiten", also umgangssprachlich gut "reinrutschen". Und weil das auch noch für solche Miststücke wie mich eine sexuelle Konnotation hat und viele andere Menschen auch solche Miststücke sind, hat sich der Wunsch "Guten Rutsch" in den Köpfen verfestigt.

Bearbeitet von Dirk Diggler

Geschrieben
  • Autor

Habe noch niemals einen Guten Rutsch gewünscht, sondern ein Gutes Jahr.

Ebensowenig wie ich viel Glück wünsche. Ich wünsche stets viel Erfolg.

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb M210:

Habe noch niemals einen Guten Rutsch gewünscht, sondern ein Gutes Jahr.

Ebensowenig wie ich viel Glück wünsche. Ich wünsche stets viel Erfolg.

Aha

Geschrieben
  • Autor
vor 53 Minuten schrieb wolei:

Aha

Ja. Bin zwar dumm wie Bohnenstroh - denke aber entsprechend meinen arg minderen Möglichkeiten doch (un-)verhältnismäßig viel über dies und das nach. Daher das Topic. ;-)

Geschrieben

es hat den Anschein, dass Du grüblen lässt. Öfter mal.

DAS ist schlau.

Bearbeitet von Lambrookee

Geschrieben

Habe nochmal im Gesenius geblättert:

 

Im Hebräischen gibt es ein Wort für Orkan, das heißt SuFaH.

"Wie ein Orkan" heißt: Ke SuFaH.

 

Aber:

Eben im (biblischen) Hebräischen - nicht im Jiddischen!

Die Wort-Ähnlichkeit ist nicht gerade überwältigend

Der Hechtsuppen-Zug ist nicht orkanartig, sondern beständig penetrant.

 

Das ist schon fast so weit weg, als wenn man bei dem Wort "Mama" vier Buchstaben verändert und es kommt "Bier" raus...

 

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb pötpöt:

Nee, eben nicht! Die beiden Begriffe finden sich in keinem mir bekanntem Wörterbuch. Es scheint sogar so zu sein, dass es keine Wörter jiddischen Ursprungs sind. Problem ist dabei natürlich auch, dass kein Mensch weiss, wie man es schreibt. Jiddisch wird mit dem hebräischen Alphabet geschrieben. Das in lateinische Schrift zu übertragen, geht nicht eins zu eins. Es fehlen z.B. die Vokale, die aus dem Wort und Satzkontext erschlossen werden müssen. Das ch könnte ein Chet oder ein aspiriertes Khaf sein. Das a am Ende gibt es eigentlich nicht. Könnte also ein he sein, oder ein ayin, oder ein alef (die aber eigentlich keine Vokale, sondern stimmlose Gutturale sind).

Nix Genaues weiss man nicht, weswegen seriöse Jiddisch-Kenner  wie Salcia Landmann meinen,  Hechtsuppe - hech soppa sei eine Volksetymologie also eine plausible, aber nicht reale Deutung einer Wortherkunft. Man ist also so schlau wie vorher.

 

Ähnlich übrigens wie bei "Guten Rutsch" - was aus dem Jiddischen "Gut Rosch" kommen soll, weil rosch ha schana der erste Tag des Jahres ist (Rosch heißt Kopf, Dach, Anführer). Problem: Kein jiddisch sprechender Jude wünscht einem anderen einen Guten Rosch, sondern wünscht ein gutes Jahr (towa schana) Auch hier: völlig plausibel erscheinende Erklärung - aber leider wahrscheinlich falsch.

 

 

vor 33 Minuten schrieb pötpöt:

Habe nochmal im Gesenius geblättert:

 

Im Hebräischen gibt es ein Wort für Orkan, das heißt SuFaH.

"Wie ein Orkan" heißt: Ke SuFaH.

 

Aber:

Eben im (biblischen) Hebräischen - nicht im Jiddischen!

Die Wort-Ähnlichkeit ist nicht gerade überwältigend

Der Hechtsuppen-Zug ist nicht orkanartig, sondern beständig penetrant.

 

Das ist schon fast so weit weg, als wenn man bei dem Wort "Mama" vier Buchstaben verändert und es kommt "Bier" raus...

 


:muah:

 

Geils sind leider alle. 

Wenn Du mit der Nummer mal live auftrittst, sag Bescheid. Ich komm auf jeden Fall.

Sonntag morgens ist aber ein anderes Programm, oder?
 

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb pötpöt:

Das ist schon fast so weit weg, als wenn man bei dem Wort "Mama" vier Buchstaben verändert und es kommt "Bier" raus...

 

Boah, wer hat dir denn das verklickert? :wow:

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb PK-HD:

Boah, wer hat dir denn das verklickert? :wow:

N Profi. Kennt sich bei beidem top aus!

Geschrieben

Weil es gerad noch passt, was ist "Jiddsich" für eine Sprache? Eine Art Alltags-Hebräisch, welches von den in der westlichen Welt lebende Juden gesprochen wird/wurde? 

Geschrieben
Am ‎03‎.‎04‎.‎2017 um 09:37 schrieb Blue Baron:

Weil es gerad noch passt, was ist "Jiddsich" für eine Sprache? Eine Art Alltags-Hebräisch, welches von den in der westlichen Welt lebende Juden gesprochen wird/wurde? 

Soweit ich weiß, ist Jiddisch ein Mix aus deutschen, slawischen und hebräischen (ggf. noch weiteren?) Wörtern und Begriffen und wird mit hebräischen Schriftzeichen geschrieben.

Geschrieben
Am 30.3.2017 um 13:09 schrieb M210:

Wie zieht Hechtsuppe?

Zieht gar nicht. Kommt vermutlich von "hech sopa", ist jiddisch und heißt soviel wie starker Wind. Also irgendwie ziehts doch, aber nicht so.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb skinglouie:

Zieht gar nicht. Kommt vermutlich von "hech sopa", ist jiddisch und heißt soviel wie starker Wind. Also irgendwie ziehts doch, aber nicht so.

Aha.

Galileo?

Geschrieben
Am 31.3.2017 um 07:39 schrieb pötpöt:

Nee, eben nicht! Die beiden Begriffe finden sich in keinem mir bekanntem Wörterbuch. Es scheint sogar so zu sein, dass es keine Wörter jiddischen Ursprungs sind. Problem ist dabei natürlich auch, dass kein Mensch weiss, wie man es schreibt. Jiddisch wird mit dem hebräischen Alphabet geschrieben. Das in lateinische Schrift zu übertragen, geht nicht eins zu eins. Es fehlen z.B. die Vokale, die aus dem Wort und Satzkontext erschlossen werden müssen. Das ch könnte ein Chet oder ein aspiriertes Khaf sein. Das a am Ende gibt es eigentlich nicht. Könnte also ein he sein, oder ein ayin, oder ein alef (die aber eigentlich keine Vokale, sondern stimmlose Gutturale sind).

Nix Genaues weiss man nicht, weswegen seriöse Jiddisch-Kenner  wie Salcia Landmann meinen,  Hechtsuppe - hech soppa sei eine Volksetymologie also eine plausible, aber nicht reale Deutung einer Wortherkunft. Man ist also so schlau wie vorher.

 

Ähnlich übrigens wie bei "Guten Rutsch" - was aus dem Jiddischen "Gut Rosch" kommen soll, weil rosch ha schana der erste Tag des Jahres ist (Rosch heißt Kopf, Dach, Anführer). Problem: Kein jiddisch sprechender Jude wünscht einem anderen einen Guten Rosch, sondern wünscht ein gutes Jahr (towa schana) Auch hier: völlig plausibel erscheinende Erklärung - aber leider wahrscheinlich falsch.

 

Am 31.3.2017 um 15:43 schrieb pötpöt:

Habe nochmal im Gesenius geblättert:

 

Im Hebräischen gibt es ein Wort für Orkan, das heißt SuFaH.

"Wie ein Orkan" heißt: Ke SuFaH.

 

Aber:

Eben im (biblischen) Hebräischen - nicht im Jiddischen!

Die Wort-Ähnlichkeit ist nicht gerade überwältigend

Der Hechtsuppen-Zug ist nicht orkanartig, sondern beständig penetrant.

 

Das ist schon fast so weit weg, als wenn man bei dem Wort "Mama" vier Buchstaben verändert und es kommt "Bier" raus...

 

 

vor 13 Stunden schrieb skinglouie:

Zieht gar nicht. Kommt vermutlich von "hech sopa", ist jiddisch und heißt soviel wie starker Wind. Also irgendwie ziehts doch, aber nicht so.

 

vor 22 Minuten schrieb skinglouie:

Nope. Hatte mal ein Wörterbuch, hat sich eingebrannt. Genauso wie "Schlumperiche" für Nutte...

 

:gsf_chips:

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb skinglouie:

 Genauso wie "Schlumperiche" für Nutte...

Führt das dann wiederum zur Schlumpel?

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