Das Einkanal ABS hat hinten keinen Radsensor, das macht das System deutlich einfacher. Da die Radgeschwindigkeit nicht mit einer zweiten Sensor plausibilisiert werden kann, blinkt bei diesen Anlagen allerdings dann systembedingt im Stillstand die Warnlampe, wenn die Zündung an ist. Der ein oder andere wird das schon mal bei den aktuellen kleinen Vespamodellen gesehen haben.
So ein System kann man nur mit Insiderwissen anpassen, also applizieren/parametrisieren. Habe das Gerät auch wegen der Diskussion beim TÜV original gelassen. Allerdings ist es dann sehr wichtig, möglichst geringe Abweichungen zu Spenderfahrzeug zu haben (Zähnezahl, Abrollumfang, Bremssattel, Sensorart, Radstand, Gewicht etc.), sonst kann es zu diversen Problemen kommen.
Man kann grundsätzlich das ABS an vielen Stellen verbauen, der eleganteste und kürzeste Weg ist natürlich an der Gabel. Auch das hat allerdings Nachteile, da die Anlage dann im Spritzwasserbereich liegt und hier auch ein paar Dinge u beachten sind. Am Ende muss man schauen, wo man es am Besten unterbekommt. Es gibt Herstellervorschriften, in welcher Ausrichtung die Anlage montiert werden darf. Bei größerer Leitungslänge empfiehlt es sich, auf Metallleitungen zu gehen und nur die Teile, die beweglich sein müssen, mit Flexschläuchen auszuführen. Dadurch wird das Hebelgefühl direkter, da die Volumenaufnahme vom System kleiner ist.
Da die Lami den feststehenden Kotflügel hat, habe ich im direkten Gabelbereich keinen Platz gefunden. Deswegen ist die Minimab auf Höhe des Bremspedals auf die linke Seite unter das Beinschild gewandert. Hier hängt es an einem Eigenbauhalter mit verbauten 4,75er Kunifer- Metallbremsleitungen.
Grüße
Volker