Stimme zu. So zynisch das für manchen klingen mag, Deutschland braucht die AfD. 10-12% der Gesellschaft verschaffen sich dadurch das Gefühl, gehört zu werden und vertreten zu sein. Als Auffangbecken und Bindeglied zwischen dem alten rechten Flügel der CDU und der alten NPD positioniert, haben sie sich nach Merkels "Linksruck in der konservativen Partei" eine neue politische Heimat geschaffen.
In einer anderen Gesellschaft wäre das anders, aber dieses "Haltungsproblem" ist nunmal bei einem Teil so stark ausgeprägt, dass es dieses Ventils bedarf. Finde es immer noch besser, als wenn sie sich total ausklinken und sich gar nicht mehr mit irgendwelchen Strukturen im Land identifizieren, so, wie die Total-Abgeschmierten oben. Die sind einfach nur noch ein Totalverlust für den modernen (?) Staatsbetrieb.
Ausbau der sozialen Gerechtigkeit, auch und gerade in der Bildungspolitik, wäre vielleicht das richtige Mittel, um dem Bedarf für die AfD langfristig entgegenzutreten. Und wenn sie den rechten Arm heben, einfach weiterhin wieder runterdrücken. Sie werden mit den Jahren von selbst ruhiger werden, wenn sie in den Rathäusern und Landeshauptstädten erstmal an der realen Macht geleckt haben und merken: Wer f*cken will, muss freundlich sein. Irgendwann wird sich die CDU dann mal mit denen zusammensetzen, um zu sehen, was man zusammen tun könnte, wenn man wollte, ohne die CDU-Wähler zu verprellen.
Das schöne ist doch aber gerade, dass Deutschland allgemein politisch sehr gesetzt ist, da gibt es einfach keine plötzlichen grossen Wellen. Auch die Querdenker waren nur eine zwischenzeitliche Manifestierung des bereits Vorhandenen, von vornherein mit beschränktem Wachstumspotential und eingebautem Implosionsmechanismus.
Sehe die ausgeklinkten Reichskasper also erstmal als das akutere Problem, da werden schnell Lösungen gefunden werden müssen. Wenn so systematisch zu Zersetzung, Mord und Totschlag aufgerufen wird, dann ist der nächste Innenminister gefragt. Man darf gespannt sein....!