So Kollegen,
damit man mal den Zusammenhang sieht und wie ich das um 38 mm axial verschobene Sekundärgetriebe der PK 50 Automatik mit einer selber konstruierten Wandlerwelle und einem Massenwandler aus den italienischen Scootern verbinde und abdichte:
Meine selber gemachte Wandlerwelle mit Bronzelager, Laufring für die Dichtlippe des Wedis, Zentrierhülse, Distanzscheiben zum Ausrichten, Paßfedernut und Paßfeder, damit der von seinen Lagern befreite Wandler verdrehfest ist. Im Hintergrund der lagerfreie Wandler mit eingeklebten Hülsen:
Die Scooter-Kupplungslocke (ausgedreht) mit selbergedrehtem Adapetring verschweißt:
Das Eingangsrad der PK Automatik mit verschraubter Kupplungsglocke auf die neue Wandlerwelle gesteckt:
Jetzt sieht man den Zweck für meinen Einleger in das Eingangsrad. Es stellt den Aufnahmedurchmesser des Wedis her:
Dazu den auf die Wandlerwelle gesteckten Innenring für die Dichtlippe:
Und der Wedi, nur aufgelegt, nicht eingepreßt:
Wandler ohne Gegendruckfeder und beweglicher Scheibe mal aufgesteckt und Muuter angelegt (übrigens habe ich da das gleiche Gewinde draufgeschnitten wie das an der KW). Man sieht schön, wie die Fliehkraftkupplung in der Glocke positioniert ist:
Ja und hier dann mal mein Konstrukt von der Getriebeseite aus gesehen. Der Kenner sieht, daß das Eingangsrad exakt so im Gehäuse gelagert werden wird, wie im Original. Nur halt bei mit axial an anderer Stelle.
Sollte jemand mal irgendwo einen Optimisten schreiben haben sehen, daß er überlegt, in seine PK Automatik Variomatik-Komponenten aus modernen Scootern bauen zu wollen und sich gewundert hat, warum da nie ein Ergebnis berichtet wurde, der versteht das vielleicht jetzt.
Ihr erinnert euch, der Sache ging voraus, daß ein 135 mm großes Loch 4 cm tief in das Getriebe gespindelt werden muß, eine große Aluglocke eingeschweißt und alle Zahnräder innerhalb um das Maß verschoben werden müssen.
Ein bißchen weiter oben habe ich mein Polradbau und den Varioadapter beschrieben und bebildert.
Dieses Gesamtpaket ist notwendig, um moderne Scooterteile in einer PK Automatik zu fahren. Es bleibt einfach kein Stein auf dem anderen. Es ist ein komplett durchgeknallter Aufwand.
Ganz zu Beginn bin ich nach meiner Anmeldung bei euch lieben Kollegen damit eingestiegen, daß ich die Anpassung eines 51 mm Kanghubzylinders aus einer Schalt-SF auf das Kurbelgehäuse einer PK Automatik für das kleinste Problem halte.
Ich hoffe ich bringe langsam rüber, was ich damit gemeint habe. Einen Polini 130 oder DR 130 auf das Kurbelgehäuse einer PK Automatik zu bringen heißt ein bißchen Schweißen, bißchen Fräsen, bißchen Ausspindeln. Mehr nicht. 2-3 Samstage gemütliche Arbeit. Punkt.
Der Spaß kommt erst im Anschluß.
Genau deshalb würde es mich so brennend interessieren, wie der ursprüngliche Umbau dieses Themas den weiter gegangen ist, wenn er anscheinend zu Ende gebaut worden ist und seit mehreren Jahren fährt.
Auf die eine oder andere Schwierigkeit stößt man da, selbst wenn man die originalen Variokomponenten weiter fährt (bei der Ersatzteilsituation ohnehin gewagt...), wenn man sie wegen zu großer Überströmtaschen axial nach außen schieben muß. Selbst bei so einer Minimallösung stößt man auf ähnliche Schwierigkeiten, daß man einiges auf den Kopf stellen muß.
Von der Unterbringung eines größeren Zylinders ohne das Anpassen an eine Ori-Haube der PK 125 Automatik in der verdammt engen Karosse mal ganz zu schweigen.
Aber egal, ich hoffe, es macht euch Freude, meine Beiträge zu lesen und meine Bilder zu betrachten. Völlig kranker Aufwand, aber macht tierisch Spaß, so ein Unikat zu bauen...:-)
Liebe Grüße,
Paddy.