Machen wir uns doch nichts vor, bei den im Raum stehenden Fahrverboten für Dieselfahrzeuge geht es nicht um Umweltschutz. Genau wie bei der Abwrackprämie, Umweltzonen, u.s.w.. Im Endeffekt geht es immer nur um Wirtschaftsförderung. Unser Wirtschaftssystem hat lange den Punkt überschritten, bis zu dem es darum ging Bedarf zu decken. Also muß künstlich Bedarf geschaffen werden. Da die Produktion aber immer effektiver wird, die Gewinne permanent steigen müssen, funktioniert es aber nur noch, indem Produkte in immer kürzer werdenden Intervallen ausgetauscht werden. Da die vorhandenen Produkte aber nicht verbraucht / kaputt oder sonstwie unbrauchbar sind, muß man sie halt anderweitig künstlich "kaputt" schreiben.
Speerspitze dieser Idiotie sind so Klamottenläden wie Pri....k. Billigst produzieren, einmal anziehen und statt zu waschen wird weggeschmissen und neugekauft. Die Automobilindustrie versucht das halt auch. Man könnte ja auch das Waschen von Autos verbieten, weil diese Autowaschanlagen ja total umweltschädigend sind und ganz doll viel Energie verbrauchen. Statt Autos zu waschen einfach ausrangieren, wenn sie dreckig sind und durch Neufahrzeuge ersetzen.
Dieser momentane Hype um Elektroautos ist da auch nicht besser. Wenn man es mit Umweltschutz wirklich ernst meinte, müßte man:
- Für jedes Fahrzeug eine Umweltbilanz erstellen, bei der von Produktion bis Verschrottung (Recycling) alles mit einbezogen ist (da sähen Elektroautos gar nicht mehr so gut aus wie aktuell gerne dargestellt)
- Grenzwerte von Schadstoffen ausschließlich in absoluten Werten angeben, nicht mehr in Prozent
- den Handel mit Schadstoffzertifikaten etc. komplett abschaffen, das ist ungefähr genauso seriös wie der Ablashandel der katholischen Kirche im Mittelalter. Ein LKW fährt "klimaneutral" durch Deutschland, weil die Spedition einem Bio-Bauer in Burkina Faso einen Solarkocher sponsort, ja ne ist klar (alternativ könnte man das allerdings auch einfach für Privatleute ausweiten, wer seinen Sommerurlaub auf einem Bio-Bauernhof verbringt darf im Gegenzug eine gewisse Anzahl an Tagen mit seinem Diesel in die Innenstadt fahren...)
- diese Energieeffizienzklasse für PKW, bei der als Bezuggröße das Gewicht des Fahrzeug herangezogen wird ist ebenso verlogen. Das hat nichts mit Effizienz zu tun, wenn z.B. ein Sportwagen für 2 Personen und ohne nenneswerten Kofferraum mehr wiegt als ein Familien Mini Van und deswegen trotz höherem Verbrauch eine bessere Energieeffiziensklasse verpasst bekommt