Könne scho, aber das ist mit dem höheren Rückstau nicht die coolste Idee, dünkt mir.
Um meine wilden Versprechungen so halbwegs einzulösen, ein kleiner Bericht zur Messung an meiner Prollini-PK (was das Ansauggayräusch via Drehschieber und TMX30 betrifft, das lasse ich einfach mal unter'n Tisch fallen, OK?). Die Topchecker erkennen gleich: Der zuvor gezeigte ANALyzer ist eher für Masteringgayschichten gedacht und war für diesen Zweck nicht so richtig cool, deswegen habe ich 'nen anderen benutzt.
Hammerzombie v1-Analyse
rot = Messung Standgas
grün = Messung leicht erhöhtes Standgas
lila = hohe Drehzahl
Maxima bzw. Oktavband sind/ist π*Daumen:
43 - 258 Hz (172 peak), 258 - 431 (345 peak),
431 - 775 (517/689 peak), 775 - 947 (861 peak),
947 - 2239 (1034/1378/1593/1723/1852/2067 peak),
2239 - 2713 (peak 2455/2584),
2713 - 4393 (peak 2885/3273/3445/3618/3790/39624221)
4393 - 5426 (peak 4479/4823/5125)
5426 - 7967 … halte ich für wurscht
Alle Angaben in Hertz, sofern nicht anders angaygayben.
Die oberen Anteile (ab ca. 3k) des Frequenzspektrums sind der Körperschall der angeregten Metallteile bzw. deren Resonanzfrequenzen und allgemeine mechanische Geräusche. Der durch die Verbrennung erzeugte Schall liegt deutlich tiefer, wenn wir die Transienten der Einfachheit halber außen vor lassen. Dieser Bereich sollte ohne Auspuffband dominanter sein, je nach Form/Masse/Aufhängung des Auspuffkorpus kann dieser Bereich in Amplitude und den Peaks/Harmonischen variieren. Der Bereich von 43 - 2024 erscheint für die Absenkung der Emissionen relevant. Der erste große Peak, ich nenn diesen mal Primärfrequenz, liegt bei 172, da ist es am lautesten, alle weiteren Peaks sind die Harmonischen der Primärfrequenz (ganzzahlige Vielfache). 172 Hz ergeben übrigens eine Wellenlänge von 1,99m. Hobbyphilosophysisch konkludiert – das wird die Auspuffspezis nicht überraschen – sind demnach große Lochblechdurchmesser erstrebenswert und eine Erhöhung der Masse (des gesamten Auspuffs) verschiebt den Körperschall und das Absorptionsmaximum in die tieferen Frequenzbereiche, was für uns angenehmer und leiser klingt. Mit dem Dämpferhülseninnen-Ø lässt sich bei einem Absorptionsdämpfer – vereinfacht gaysagt – vermutlich auch die Dämpfung der Primärfrequenz und deren Harmonischen beeinflussen. Wenn so ein Auspuff nicht bloß so heiß würde, könnte man mit Armaflex oder mittelschweren Bitumenmatten oder kalten Wadenwickeln die Einkopplung beeinflussen. Die Einkopplung vom Auspuffsystem an sich und die anderen Bauteil-Resonanzen zu verhindern, ist vielleicht keine schlechte Idee, aber was das für Auswirkungen auf die Saug- /Ladeleistung eines Resopuffs hat … you tell me. Das Dämmmaterial im Dämpfer sollte also einen hohen Absorptionsgrad im Frequenzbereich 43 - 2024 aufweisen, was unter den Bedingungen Hitze, Kondensat, Ölschlonz leider nicht zu den im Akustikbau bewährten Materialien führt.
Die Erkenntnis, dass Reflexionsschalldämpfer (gut für tiefe Frequenzen, also perfekt eigentlich, wenn da nicht das Rückstauproblem wäre) und Absorptionsschalldämpfer (arbeiten besser im höherfrequenten Bereich, also ein wenig an unseren Anforderungen vorbei) idealerweise zu kombinieren sind, ist nicht neu, aber belegt sich wieder. Nicht, dass es dessen bedürft hätte, das ist ja nur eine Spielerei und keine ernstzunehmende Empirie. Wäre mal spannend rauszufinden, was ein gleichlanger, aber im Ø größerer Dämpfer innen mit ca. 5cm Isover SSP oder so was für einen Unterschied macht. In eine Smallframebacke passt so was eher nicht mehr, glaube ich. Was man aber machen könnte, wären Helmholtz-Resonatoren-mäßige Kammern in den Dämpfer zu integrieren, die den Absorptionsdämpfer unterteilen und gaynau auf die Frequenzbereiche mit den größten Amplituden abgaystimmt sind. Das blöde ist nur, dass sich die Maxima der Amplituden nach Drehzahl verschieben, da müsste man sich auf irgendwas festlegen oder irgendein gayler GaySF-Hecht kombiniert eine Steuerung für verstellbare Ansaugstutzen mit einem verstellbaren Dämpfersystem oder so was. Na ja, oder auch nicht. Oder man flanscht eine Resonatorkammer boost bottle mäßig am kleinen Ende des Gegenkonus an, was vermutlich wieder irgendwelche unerwünschten Effekte auf die Lade-/Saugwirkung von so ner Resotröte hat. Tja.
Die Kammern in den Bananenpüffen und Brotkasten-O-Püffen sind vergleichbar mit Helmholtz-Resonatoren, haben dadurch aber entsprechend Rückstau und von der Form her keine bis kaum Lade-/Saugwirkung. Wie gut hingegen die ETS-Banane auf dem gleichen Motor die tieferen Frequenzbereiche dämpft, kann man hier sehen:
rot = Messung Standgas
grün = Messung leicht erhöhtes Standgas
lila = hohe Drehzahl
Was ich jetzt nicht gaytan habe, ist ein Vergleich der unterschiedlichen Lochblechlochdurchmesser der Flöten. Sorry Fox Wenn ich meinen Schlonz noch mal lese, glaube ich mir sicher zu sein, dass man da nicht so viel Zeit reinstecken brauch und so'n ausgebufftes Reso-/Absorbo-Mehrkammersystem the way to go ist. Große Lochdurchmesser und um die Flöte herum ganz locker langfaserige Stahlwolle legen, damit's die Dämmwolle nicht so schnell rausbläst; mehr, glaube ich, ist da bei unseren konventionellen Dämpfern nicht dahinter, im Vergleich zum Design des Dämpfers an sich.
Leider habe ich keine anderen Tröten rumliegen, sonst hätte man vielleicht noch ein paar Gedanken mehr in petto. Sorry dafür.