Nur zur Ergänzung: Notarsvertrag nochmal vom Anwalt gegenchecken lassen. Zur Bausubstanz: ich kann dem bisherigen Anraten, einen erfahrenen Hausbesitzer, oder noch besser einen Architekten oder erfahrenen Handwerker mitzunehmen, der die neuesten Auflagen kennt (und evtl. auch mal für kleines Geld 'nen Infrarot-Photo macht), nur Nachdruck verleihen. Makler braucht es m.E. nicht, wenn Du nicht etwas ganz Besonderes suchst. (In Sachen Finanzierung kennt sich der Bänker besser aus, in Vertragsangelegenheiten der Notar bzw. Anwalt, hinsichtlich der Beurteilung eines in Frage kommenden Objekts der Architekt, und nach einem halben Jahr Suche, weißt Du auch ungefähr, was Du willst bzw. was Du definitiv nicht willst. Ist meist alles zusammen immernoch billiger und besser als jeder noch so gute Makler.) Zur Frage nach den Vor- und Nachteilen: Am vorteilhaftesten ist Mieten, wenn man nicht gerade in einem der Orte wohnt, wo der Immobilienmarkt gemessen am Mietmarkt "unterbewertet" ist. Mit Eigentum zahlst auf lange Sicht drauf. Dafür haste "psychologisch" Ruhe. Das macht schon auch Lebensqualität aus. Das vorneweg. Wir haben uns letztlich nach einem Jahr Suche auf allen Ebenen (Einzelhaus, Eckhaus, Reihenhaus, 4- bis 5-Zimmerwohnung in unterschiedlichen Lagen) gegen ein Haus entschieden. Eine Eigentumswohnung hat letztlich den Vorteil, daß bestimmte "Ausfallrisiken" auf die Eigentümergemeinschaft verteilt sind. Ebenso wie Standardwartung, Öltankbefüllung etc. Ein Haus hat dagegen - je nach Baujahr und Substanz - durchaus schon Hobby-Charakter und fordert mehr Eigeninitiative, etwa den Tankbefüllungstermin mit den Nachbarn abzustimmen, um die Anfahrtskosten zu sparen. Und signifikant billiger ist es bei den Grundkosten verglichen mit dem Wohngeld auch nicht. Dafür ist - mal Nachbarsterror beiseite - Deine Entscheidungsfreiheit größer, wenn Du irgendetwas anbauen/verändern magst. Wenn der Nachbar Fassade streichen mag, mußt Du da noch lange nicht mitmachen usw. usf. Hier in München ist allerdings ein Haus mit hinreichendem Potential für "Entscheidungsfreiheit" (also nicht der Klassiker a la "Wo ist das Gästeklo? Danke jetzt kenn ich den Grundriß.") in infrastrukturell angemessener Lage (ÖNV, Kindergärten, Schulen etc.) z.B. gemessen an dem m²-Preis, den man dafür ablatzt, fast schon uninteressant (kommt nochmal auf das Finanzierungsmodell an bzw. auf die exakte Lage). Und zum Scheidungsthema: hängt vom Ehevertragsmodell ab, würde ich meinen. Der, der aus Arschbrands Nachbarszelle ein grenzdebiles "Hallo, Herr Kaiser!" krächzt.