Ich wäre auch dafür, dieses Diskussion aus dem Topic auszulagern. Die Moderatoren sind aber hier keine Dienstleister deren Pflicht das ist, sondern eher Ehrenamtliche. Deswegen darf man schon Bitte sagen. Also: Bitte verschieben. Meiner Meinung nach muss man klar zwischen der Zeitquerschnittsgeschichte und der Auspuffberechnerei trennen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was der rasputin meint. Ich beziehe sein Posting trotzdem einfach mal nur auf die Geschichte mit den Zeitquerschnitten. Vor allem, weil das der einzige Teil ist, den ich glaube durchschaut zu haben. 1. Klar sind die Formeln gültig. Ist ja einfache Mathematik und die dazu ist eher so seit hunderten von Jahren bekannt. Das ist doch genaugenommen einfache Geometrie. 2. Die Richtwerte haben auch nach wie vor eine gewisse Gültigkeit. Denn sie basieren auf realen Motoren. Man muss nur ihre Aussagekraft richtig verstehen. Die Aussage lautet nämlich nicht: Das sind die idealen Werte, die nach der Physik die maximalen Leistungen versprechen. Sondern: Diese Werte entsprechen dem Mittel der zur Zeit ihrer Ermittlung erhältlichen Motoren. Wenn man einen Motor hat, der nicht radikal von den Motoren dieser Zeit abweicht, wird er mit den errechneten Zeitquerschnitten mit hoher wahrscheinlichkeit den eingegebenen Mitteldruck erreichen können. Also auch für uns praktisch, wenn man den Zylinder durch höher oder tieferlegen auf die Steuerzeiten bringt und den Auslass so befräst, dass er diese Zeitquerschnitte hat, dann wird er mit hoher wahrscheinlichkeit den gewünschten Mitteldruck (also die gewünschte Leistung bei der gewünschten Drehzahl) erreichen können. Wenn man sich die den Formeln zugrunde liegenden Diagramme mal ansieht, wird einem aber schnell klar, dass einzelne sehr deutliche Abweichungen nach oben und unten gibt. Das bedeutet eben das diese Formeln immer schon dieselbe gültigkeit hatten und nie mehr oder weniger. Es bedeutet, dass es immer schon Motoren gab, die mit den gleichen Zeitquerschnitten deutlich weniger und deutlich mehr Leistung hatten als durch die Formeln vorhergesagt. Das wären dann die Punkte wo so Sachen wie Auspuff, Verdichtung, Vorverdichtung, Kanaldesign, usw., usw.) ins Spiel kommen. Fazit für Powerracer: Die Blair Formeln sind genaugenommen die gesammelten Erfahrungswerte der 1000den Tests von hunderten Tunern. Dadurch, wie sie entstanden sind, sind sie allerdings nicht auf die absolute Spitze, sondern auf einen gesunden Mittelwert ausgelegt. Fazit für alle anderen: Die Rechnerei hat ihre Berechtigung. Wenn man auf die im GSF gesammelten Erfahrungswerte zurückgreift, macht man im Grunde nichts anderes. Auch diese Bedeuten nur, dass man zB mit 198/132 auf einem 160ccm Falc und auspuff XY 45PS erreichen kann. Sie bedeuten nicht, dass man nur damit 45PS auf dem 160ccm Falc erreichen kann. Und schon garnicht, dass damit am meisten Band und Leistung rauskommt. Und sogar noch weniger bedeuten sie, dass jeder damit 45PS erreicht.