Hier herrscht gerade Wildwestromantik - zur Erläuterung: Im Garten steht ein gutbehangener Kirschbaum, der von Tauben zweca Nahrungsaufnahme frequentiert wird. Unser direkter Nachbar kann Tauben aber nicht ausstehen und ballert deswegen fröhlich mit dem Luftgewehr aus dem Dachfenster drauflos. Vor ein paar Monaten (noch ohne reife Kirschen) hat er dann auch tatsächlich Sonntagsmorgens eine erwischt, die dann auf unserer Seite abgestürzt und verreckt ist. Ich habe das zufällig mitbekommen, weil ich zum Rauchen draußen war. Nun ist es so, dass wir 2 kleine Kinder haben und da durchaus ein gewisses Gefahrenpotential gesehen haben. Meine Frau hat dann bei den betreffenden Nachbarn geklingelt, an die Tür kam die Gemahlin des Schützen. War auch ganz einsichtig, sie hätte ihm das ja schon oft gesagt, dass das nicht ginge, aber er höre ja nicht auf sie. Die Leiche hat er aber zügig aus unserem Garten entsorgt. Dann war eine Zeit lang Ruhe, wegen des jetzt wieder erhöhten Taubenaufkommens habe ich heute abend wieder 3x mitbekommen, wie er aus dem Dachfenster geschossen hat. Beim 3. Mal hatte ich die Schnauze voll und ihm aus dem Garten lautstark mitgeteilt, dass er das bleiben lassen soll - auch wenn gerade keine Leute im Garten wären, die er gefährden könnte, wäre das immer noch ein Wohngebiet und nicht der Wilde Westen. Gleichzeitig angekündigt, dass sich beim nächsten Mal die Polizei drum kümmern wird, dann Flinte weg und richtig Ärger an den Hacken. Von seiner Seite keine Reaktion aus dem Dachfenster, nur verschämtes Abducken. Was meint die Gemeinde dazu? Letzte Chance gewähren, oder jetzt schon Ordnungshüter informieren?