Der Dopplereffekt beschreibt definitionsgemäß die Wellenlängenänderung bei einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Sender und Empfänger. Einfachstes Beispiel ist ein Rettungswagen, der auf einen zufährt, sich kurzzeitig natürlich auf gleicher Höhe befindet, um sich dann wieder von einem zu entfernen. Der Fahrer im Inneren (mitbewegt!) hört die Sirene die ganze Zeit mit gleicher Wellenlänge rumlärmen, solange er sich langsamer als der Schall bewegt. Der Passant am Straßenrand hört die Sirene mit höherer Frequenz (kürzere Wellenlänge), weil die Schallwellen ja gestaucht werden, ist die Kiste auf gleicher Höhe, bemerkt man die wohlbekannte plötzliche Tonänderung, bewegt sich der Karren vom Passanten weg, verkürzt sich die Frequenz, die Wellenlänge nimmt zu, weil die Schallwellen auseinander gezogen werden. Bis hier hin ist ja alles ein alter Hut und 100% Doppler. Beim Überschallknall interessiert ja die Frequenzänderung so nicht, allerdings passiert ja das gleiche, vor der bewegten Quelle werden die Wellen gestaucht, dahinter auseinander gezogen, bis sich eben bei v = vs die Schallwellen vor der Quelle genau so weit ausbreiten, wie die Quelle sich im gleichen Zeitraum vorwärts bewegt hat. Es kommt zur Ausbildung der Verdichtungsfront, auch Schallmauer genannt. Manchmal knallen hier noch ein paar Militärjets mit Überschall durch die Gegend, aber eher selten, vllt so 2 oder 3 mal im Jahr, dann aber auch richtig tief und mit ordentlich mehr als Mach1, das scheppert mal so richtig, aber ich habe noch nie gehört, dass irgendwo irgendwas kaputt gegangen sei. Bei der Concorde sieht das ja etwas anders aus, das Ding ist ja regelmäßig zivil geflogen, da hätte ich als Anwohner auch keinen Bock auf flugplanmäßige Druckbeschallung, zumal das Ding ja so oder so schon unglaublich laut war.