Eugen Drewermann (Jürgen heißt der Drews... ) lebt noch, ist aber mitte 70 und seit 10 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Er tritt immer mal wieder auf, hat aber seine Themen eher in Ökologie, Kritik am westlichen Kapitalismus und der westlichen Kriegspolitik verlagert. Seine große Zeit ist aber vorbei - er hat da mehr in die 80er/90er gepasst. Heute will ihn kaum noch jemand hören - auch auf der kritischen Seite. Ich fand ihn immer kaum erträglich, weil er echt alles auf der Psychoschiene eerklärt hat. In Vorträgen war er noch schlimmer. Mit seiner monotonen, immer leisen, leicht beleidigt-trotzigen Stimme seiner verquetschten Körperhaltung und seinen unsäglichen Pullis hat er mich echt aggressiv gemacht. Ich war einmal in einem Vortrag von ihm- als Jungtheologe - weil ich dachte, man müsste ihn erlebt haben. Omann... 90 Minuten ohne Punkt und Komma, ohne Manuskript und total einschläfernd. Wir hatten leider nichts zum Rauchen dabei... Obwohl seine Kritik voll berechtigt war, war sie auch von der linken Fraktion im Fach kaum zu ertragen - durch seinen Stil.einfach.