Bevor es mit den Anbauteilen, Elektrik, Motor etc. weiter geht erst noch ein paar Bilder vom Tank. Hier ließ sich der blaue Lack einfach abwischen und siehe da. Ein ganz passables „äußeres“ Ergebnis. Der Tank wurde die letzten Jahrzehnte etwas vernachlässigt und dementsprechend sah das Innere auch aus. Tankrestauration Da der Tank am Ende doch einiges an Arbeit abverlangte, möchte ich hier nun meine Erfahrungen mit der Tanksanierung schildern. Nach ein bisschen einlesen in die Möglichkeiten der Tanksanierung mit Hilfe von Elektrolyse, Zitronensäure, Glasscherben oder Schrauben im Betonmischer, habe ich mich am Ende für ein Komplettset vom Korrossionsschutzdepot entschieden. Eine Versiegelung des Tanks war mir einfach wichtig um dem Rost hier keine weitere Chance zu geben (wenn der Rest der VNA schon stark leiden musste ). Das Set besteht aus Reiniger, Entroster und der Versiegelung: Folgende Tools sind ebenfalls hilfreich: Kann jedem empfehlen sich vor Beginn ordentliche Gummistopfen zum verschließen der beiden Öffnungen zu besorgen. Die Größe für die Tankdeckelöffnung ist leider nicht ganz so einfach aufzutreiben und auch nicht ganz billig. Im Weinbauhandel bin ich aber schließlich fündig geworden nachdem die ersten Tests mit Pazertape oder Korken gescheitert sind den Verschluss ordentlich abzudichten. Korkstopfen haben relativ viele Unebenheiten bei gegebenem Umfang so dass meistens eine Stelle der Auflagefläche nicht absolut dicht anliegt. Womit man es am Ende auch verschließt, wichtig ist dass es absolut dicht ist damit der Reiniger keine Chance hat auf den Lack zu sickern und anzuätzen bzw. zu verfärben. Das Zeug ist recht aggresiv. Siehe Bild Dem Set liegt eine ordentliche Gebrauchsanleitung bei und viel mehr benötigt man eigentlich auch nicht. Als erstes einmal ein Bild vom Ursprungszustand wie der Tank nach erster Begutachtung aussah. Die Reinigung Da sich mit der Zeit eine recht dickflüssige bis verharzte Schmutzschicht angesammelt hat, kamen beim ersten Reinigungsgang ein paar alte Schrauben mit in den Tank. Durch abwechselndes Schütteln und einwirken lassen hat sich der Dreck ganz gut gelöst. Vom Reiniger habe ich relativ wenig verwendet weil die Flasche Aquaklean selbst mit Wasser 1:1 vermischt nicht ausreicht um den Tank aufzufüllen. Aus diesem Grund (und weil die Tankreinigung nebenbei gelaufen ist) wurde der Tank eben immer wieder einmal in eine andere Position gelegt und geschüttelt. Das hier kam dabei sprichwörtlich heraus: Und so sah der Tank danach aus Nach dem ersten Reinigen: Zur Sicherheit wurde dann noch einmal mit Aquaklean ein zweiter Reinigungsgang eingelegt… Das Spülen des Tanks ist eigentlich keine schwierige oder erwähnenswerte Angelegenheit. Hauptsache es sind keine dreckigen Bestandteile und lose Roststückchen mehr erkennbar. Als nächstes wurde dann zum Entrosten übergegangen. Die Entrostung Das Rust Blast gibt man unverdünnt in den Tank und lässt es einige Zeit einwirken abhängig von der Stärke des Rostbefalls. Nach ca. 10 – 15 Minuten sieht man schon erste Ergebnisse. Schütteln hilft nicht viel weil die Oberfläche zu groß ist und deshalb muss der Tank immer wieder einmal in eine andere Position gedreht werden. Um evtl. gelösten Blattrost auszuschwemmen muss der Tank nach entsprechender Einwirkzeit wieder mit Wasser gespült werden. Weil die Tankoberfläche nach dem Reinigen für meinen Geschmack aber einen nicht überzeugend „sauberen“ und glatten Eindruck machte, wurde in einem zweiten Entrostungsgang noch einmal Schrauben mit in den Tank geworfen und nebenbei immer wieder einmal geschüttelt. Bei starkem Rost kann ich diese Methode empfehlen weil man doch ein paar stärkere Rostschichten im Tank hat, die der Entroster nicht ganz durchdringen kann. Ob der Entroster überall gewirkt hat kann man gut durch leichte Verfärbungen des Metalls erkennen. Nach dem zweiten Spülgang muss der Tank direkt trocken geblasen und mit der Versiegelung behandelt werden um das Wieder-Anrosten direkt zu verhindern. Die Anleitung gibt hier den Tip den Tank erst mit Ausblaspistole trocken zu blasen und dann 12 Stunden warm zu lagern um die Restfeuchtigkeit aus dem Tank zu bekommen. Bei mir hat es ein einfacher Haushaltsfön getan und die Sache war in 20 Minuten trocken. Das Versiegeln Als Versiegelung für den Tank liegt in den Sanierungsset eine Dose bei, die gefühlt dreifach gegen Eindringen von Luft gesichert ist. Hintergrund ist, dass es eine Einkomponentenversiegelung ist, die unter Sauerstoffzufuhr aushärtet. Das Zeug riecht nicht wirklich nach etwas und kann problemlos in geschlossenenen Räumen verwendet werden. Was mich ein wenig verwirrt hat, war dass sich beim Aufrühren der Versiegleung in der Verseigelung selbst immer wieder ein schwarzer Schleier gebildet hat . Es sich also nicht komplett homogen vermischen ließ. Scheint jedoch normal zu sein. Von der benötigten Menge reichen für einen Largeframe Tank im Nachhinein betrachtet etwa 50-70ml. Da Pfützenbildung vermieden werden soll um zu große Spannungen beim Trocknen zu vermeiden lieber etwas weniger in den Tank geben um sich das Aufsaugen von zu viel Versiegelung mit Küchentüchern im Tank zu sparen. Und man sollte etwas unter die Öffnung stellen oder legen um während der Trocknung auslaufende Versiegelung aufzufangen. Das Zeug klebt wie Hölle und lässt sich so schnell nicht mehr entfernen. Bin dann wieder der Anleitung gefolgt und habe den Tank ein paar Tage zum vollständigen Aushärten gegeben bis es dann an den Tausch des Benzinhahns ging. Nachfolgend ein paar Bilder vom versiegelten Tank: Durch den Wechsel auf einen Fastflow Benzinhahn musste ich nach der Beschichtung noch einmal das grobe Werkzeug bemühen: Mir ist schon beim Entfernen des alten Benzinhahns aufgefallen, dass mit einem normalen Benzinhahnschlüssel die Überwurfmutter nicht leicht lösbar war weil sie kleiner als normal ist. Dass das Loch im Tank entsprechend auch kleiner ist, habe ich damals nicht bedacht. Somit musste eben das Loch auf 24mm erweitert werden. Die Beschichtung hat sich an der Stelle kein Stück gelöst. Scheint echt gut zu sein. Der Tank ist somit schon einmal fertig und wartet auf den Einbau