Na gut, ich bin vielleicht neu. Aber hat den keiner im oben genannten Text die Lyrik und tiefenpsychologische Botschaft erkannt, die hinter diesen von KC gemalten Worten steckt? Das ist doch Charles Bukowski, Vater Abraham und Schillers "Räuber" in einem. Schon im ersten Satz ist das Spannungsfeld erkennbar, in welchem sich KC bewegt. Hin und hergerissen zwischen der schwäbischen Seele, den Tag nicht zu vergeuden und mit harter Arbeit früh morgens sein Tagwerk bis in die späten Abenstunden zu vollbringen bis einem das Blut unter den Fingernägeln hervor-s-prützt und gleichzeitig vom Müsiggang umschlungen sich im Bette noch mal umzudrehen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Welch eine innere Qual, die da an ihm zerrt! Dann weiter im zweiten Satz der flüchtige, fast zufällige und fröhlich anmutende Hinweis darauf, dass er keine Pflicht verspürt, seine "Likes" auf facebook schon morgens zählen und sich nur so körperlichen Dingen wie Schokomüsli und Kaffee für den Bluzucker widmen zu müssen. Er wirft das so hin, wie manch großer Maler ein paar Pinselstriche auf die Leinwand und vor einem entstehen Kornblumenfelder und in der gleißenden Sonne der Provence. Welch eine Lebensfreude, die da in ihm steckt! Dann wird er ernst und spricht durchaus auch mit einer gewissen inneren Ungewissheit von den Schlachten, die vor ihm liegen und die er schlagen muss. Er verlässt dafür Frau und Kind und tut das, was ein MANN tun muss. Welche eine Kraft und welch ein Mut, der ihn ihm steckt! Um dann den Kreis zu schließen, den Bogen zu schlagen und beispielhaft anhand seiner Samensfrucht auf das Elend der Zeit zu kommen, wie schnell sie gefühlt für den Menschen vergeht und wie man es daran erkennt, wenn man anderen Menschen (seinem Kinde) beim Älterwerden zusieht. Welch eine Weisheit, die ihn ihm steckt! Und ganz am Schluss uns noch ein humvorvolles Etwas zurücklässt mit dem Hinweis auf einen neuerlichen Urlaub und einen Ort namens Butterberg, welcher auch noch tief tief tief im Osten der Republik zu suchen ist, womöglich in den Weiten der Mark Brandenburg. Welch ein humoristisches Gemüt, dass in ihm steckt! @KC Das ist ganz ganz großartige Literatur! :wacko: :wacko: :-)