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Lambretta-Vergaserabstimmung mit Breitband(lambda)sonde

Featured Replies

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb BaziLuder:

Ich habe eine Vape mit 110 Watt und den SIP Performance AC/DC Spannungsregler verbaut.

Bordspannung läuft weiter auf AC, SIP-Tacho und Lambda hängen an der  5 AH-Batterie.

[...]

Allerdings muss ich ergänzen, zur EL in Frankreich ging mir die Batterie nach 2-3h leer, weil ich Licht an hatte und Handynavi  an der USB-Ladebuchse.

Jetzt in Schottland hatte ich das Handy an einer Powerbank und das Licht hatte ich am Roller aus gelassen.

Soweit der Stand.

Würde das System aber gerne nachträglich bekommen bzw. dass ich bei Dreckwetter aus Sicherheitsgründen auch mit Licht fahren kann.

 

Auf DC umstellen mit Vollwellenregler sollte was bringen.

Insgesamt soll die Vape 110 W liefern - davon sollten auf den AC-Ausgang 70W fallen.

So viel brauchst du aber vermutlich nicht, wenn da nur Licht drauf hängt.

Auf komplett DC bleibt mehr übrig...

 

Dass das einen Unterschied macht, ob du mit Licht an fährst ist interessant. "Sollte" theoretisch ja keine Differenz sein. Allenfalls, weil der Regler Insgesamt drosselt, da er zu warm wird. Vielleicht reicht es auch schon, wenn du das Ding besser kühlst.

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  • Habe mir da was zusammen gebaut bzw. zusammengestellt um die Lambdasonde schnell aufbauen zu können. Habe gummierte Neodym Magnete genommen mit Innengewinde darauf Kabelhalterungen geschraubt.

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Veröffentlichte Bilder

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb AAAB507:

 

Auf DC umstellen mit Vollwellenregler sollte was bringen.

Insgesamt soll die Vape 110 W liefern - davon sollten auf den AC-Ausgang 70W fallen.

So viel brauchst du aber vermutlich nicht, wenn da nur Licht drauf hängt.

Auf komplett DC bleibt mehr übrig...

 

Dass das einen Unterschied macht, ob du mit Licht an fährst ist interessant. "Sollte" theoretisch ja keine Differenz sein. Allenfalls, weil der Regler Insgesamt drosselt, da er zu warm wird. Vielleicht reicht es auch schon, wenn du das Ding besser kühlst.

Da ich Elektronik-Laie bin klingt das interessant und werde mal schauen ob ich im Winter nicht komplett auf DC umbauen kann... :withstupid:
Wenn die Vape mit 110 Watt angegeben ist und der Spannungsregler SIP Performance  mit 70W, siehe Beschreibung Sip, dann gehen 40 Watt in die Zündung, oder!?:withstupid:

Zum Licht, warum macht das keinen Unterschied ob die Frontlampe mit 35 Watt Birne und die Heckleuchte mit ?10-15 Watt ? an ist oder nicht? Wenn an verbrauche ich ja zusätzlich Leistung.
Ich meine gelesen zu haben, daß die Lambda-Sonde auf 700°C heizt, d.h. im deutlich kälterem Abgass. 490-650° müsste die ja ständig zuheizen, habe allerdings keine Vorstellung davon wieviel Watt-Leistung die dann im Heizbetrieb aus dem System abzieht.:withstupid:

Bearbeitet von BaziLuder

Geschrieben
vor 41 Minuten schrieb BaziLuder:

Wenn die Vape mit 110 Watt angegeben ist und der Spannungsregler SIP Performance  mit 70W, siehe Beschreibung Sip, dann gehen 40 Watt in die Zündung, oder!?:withstupid:

 

Nene - die Zündung ist immer getrennt zu sehen.

Die Vape sollte 110 W an Generatorleistung liefern.

Der Spannungsregler ist mit 70W (bzw. 80W, je nachdem, wo im SIP-Text man liest :-D) AC-Leistung angegeben.

Zur DC-Leistung schweigt man sich aus.

Aber es bleiben ja rechnerisch nur 30 bzw. 40W übrig. :whistling:

 

 

vor 41 Minuten schrieb BaziLuder:

Zum Licht, warum macht das keinen Unterschied ob die Frontlampe mit 35 Watt Birne und die Heckleuchte mit ?10-15 Watt ? an ist oder nicht? Wenn an verbrauche ich ja zusätzlich Leistung.

Aber nur auf dem AC-Kreis. Der DC-Kreis, der die Batterie läd und den Lambda-Controller versorgt, ist unabhängig davon.

Und du brauchst ja keine 70W sondern nur +/-50W - daher verpufft das dann ungenutzt. 

 

Es ist eben die Frage, wieviel die DC-Leistung dieses Reglers überhaupt ist.

Da habe ich nichts ergoogelt.

Vielleicht weiß z.B. @Ewald-R was?

 

Ein reiner DC-Regler sollte mehr oder weniger die vollen 110W in DC umwandeln. Und die nutzt du dann komplett für alles (und die Batterie puffert).

Geschrieben

TOP !!!! :cheers: Ich danke Dir für dieses Backgroundwissen. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:
Hätte ich vor zwei Jahren wissen müssen, als ich den Kabelbaum an dem Bock neu gemacht habe...:rotwerd::rotwerd::rotwerd:

 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb light:

ja ich nehme mein PLX auch nur sporadisch her. aber auch da: du musst halt dann immer die handy halterung auch an den roller schrauben. ausser natürlich, die ist dort eh vorhanden. beim PLX muss ich am Handy auch noch den Sperrbildschirm ausschalten und die PLX App lässt sich nicht drehen. Also quasi:

handyhalter waagerecht stellen. handy rein. roller anwerfen, plx anwerfen, handy umstellen auf "dauer", app öffnen, taste zum verbinden drücken (dazu handschuhe wieder aus), losfahren. 

 

 

Heisst das, man muss bei PLX in der App jedes Mal das Handy neu verbinden/koppeln mit dem BT Adapter? Oder was meinst du genau mit "Taste zum Verbinden drücken"? 

 

Reicht es nicht wenn du die PLX App öffnest, dass das System dann gleich einsatzbereit ist? 

 

Wie hast du die Spannungsversorgung gelöst? 

Direkt an Fahrzeugbatterie dann oder über nen externen kleinen Akku (wenn ja welcher? Lipo-Akku oder was)? 

 

Ein paar Bilder von dem ganzen wäre toll. 

 

Danke 

Bearbeitet von dolittle

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb BaziLuder:

TOP !!!! :cheers: Ich danke Dir für dieses Backgroundwissen. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:
Hätte ich vor zwei Jahren wissen müssen, als ich den Kabelbaum an dem Bock neu gemacht habe...:rotwerd::rotwerd::rotwerd:

 

Meld dich falls du im Winter Elektronikerhilfe brauchst 😁

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb dolittle:

 

Ein paar Bilder von dem ganzen wäre toll. 

 

Danke 

Hi

Ja, beim PLX musst du immer erst einen button zum verbinden drücken.

So sieht das aus:

IMG_2897.thumb.png.f7d449a9b12bdcb2945aea093e7fba62.png

 

Mein Setup wird anstelle von meinem Zusatztank an den Ersatzradhalter geschraubt. Mit eigenem Akku. Quasi eine Insellösung.

IMG_2898.thumb.jpeg.bf01567d913b811bf517ecd4f6cfec84.jpeg

Geschrieben

Watt Angaben für diverse Spannungs, Laderegler sind technisch eher sinnlos! Am wichtigsten ist dort die Qualität und Stromfestigkeit der integrierten Halbleiter und gute Ableitfähigkeiten der entstehenden Wärmeverluste. Wenn ein Brückengleichrichter bei 10 Ampere Längsstrom auf über 1,2 Volt Flußspannung pro Gleichrichterdiode ansteigt, dann muss man dringend für ausreichend Kühlung sorgen. Denn wenn 2 Dioden bei 10 Ampere Strom leitend sind, beträgt deren thermische Verlustleistung schon stattliche 25 Watt! Fließen stattdessen nur 5 Ampere Strom dann sinkt auch die Flußspannung an den Gleichrichterdioden, wodurch sich die thermische Verlustleistung auf ca. 5 Watt verringert. Ganz wichtig ist auch die Qualität der kurzschließenden Thyristoren, weil der Kurzschlußstrom vom Generatorstrang auch bestimmte Flußspannung erzeugt welche wiederum stark heizen kann.

 

Kombinierte AC/DC Einpuls Spannungs/Laderegler haben in dieser Disziplin eindeutig die Nase vorn, weil sie im schlimmsten Fall nur eine komplett kurzgeschlossene Halbwelle verbraten müssen. Dabei zählt aber keinesfalls die höchstmögliche Generatorleistung, sondern nur der Spannungsabfall (Flußspannung) vom durchgeschalteten Thyristor und das bei max. 50% Einschaltdauer der Perioden. Das wären dann bei 10 Ampere AC und ausgeschalteten elektrischen Verbrauchern ca. 1 Volt Flußspannung über die kurzgeschlossenen negativen Halbwellen, beispielsweise 5 Watt thermische Verlustleistung. Wird stattdessen das AC Bordnetz mit 5 Ampere Strom belastet, dann muss der AC-Spannungbegrenzer nur noch durchschnittlich 5 Ampere niederprügeln, was ungefähr 1,25 Watt thermischer Verlustleistung entsprechen würde!

Geschrieben

Was sagt uns das jetzt alles was du da schreibst@Ewald-R?

 

Wir können ja nicht in den verwendeten Regler hinein schauen welche Bauteile da verwendet worden sind.... 

 

Bei einen Produkt von VAPE, sollte man davon ausgehen das nicht die billigsten Bauteile verwendung finden... Denke nicht da die in China produziert werden... 

Geschrieben

Besonders hochwertig produziert Vape wiederum auch nicht, aber um festzustellen wie diverse Schaltungen in vergossenen Brocken realisiert wurden, führt leider kein Weg an Leichenöffnungen von defekten Komponenten vorbei!

Geschrieben

An welcher Stelle würde man bei solch einem Auspuff am besten die Lambdasonde montieren? 

Vorne in den ca. 350mm langen Krümmer mit nur 25mm Durchmesser oder eher in den ersten Konus (200mm Länge) 

 

Ich tendiere dazu, platztechnisch, die Sonde kurz vorm Konus zu verbauen. 

 

Spricht was dagegen? 

 

Wäre eigentlich genug Abstand dann, damit Frischgase nicht beeinflussen. 

 

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Bearbeitet von dolittle

Geschrieben

So ganz schlau werd ich aus der AFR Geschichte nicht..

Wenn ich mit relativ wenig Schieberstellung bei AFR 12 und um die 120gps im Reso die Geschwindigkeit halten will klettert mein EGT auf 650 rauf.. bin dann vom Gas.

Bei Vollgas was gefühlt noch zu fett ist steht im Reso von 10,8 bis ins overrev 13,5+ alles da.. EGT sagt bei V-Max auch 600+ und im Vorreso gerne auch 15-16 im 4. Gang beim Bergauf beschleunigen...

 

Wie sind da eure Erfahrungen ? Mein Setup ist M200 mit 120/123-184 mit Falkr Touring und PWK38 50/BGN 5.Clip/170, Zündung steht noch save, wär jetzt nochmal am Schaft der Nadel fetter gegangen und werd nochmal abblitzen und vmtl. Zündung vorstellen, sollte ja EGT runterbringen ? 

 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb zowizo:

So ganz schlau werd ich aus der AFR Geschichte nicht..

Wenn ich mit relativ wenig Schieberstellung bei AFR 12 und um die 120gps im Reso die Geschwindigkeit halten will klettert mein EGT auf 650 rauf.. bin dann vom Gas.

Bei Vollgas was gefühlt noch zu fett ist steht im Reso von 10,8 bis ins overrev 13,5+ alles da.. EGT sagt bei V-Max auch 600+ und im Vorreso gerne auch 15-16 im 4. Gang beim Bergauf beschleunigen...

 

Wie sind da eure Erfahrungen ? Mein Setup ist M200 mit 120/123-184 mit Falkr Touring und PWK38 50/BGN 5.Clip/170, Zündung steht noch save, wär jetzt nochmal am Schaft der Nadel fetter gegangen und werd nochmal abblitzen und vmtl. Zündung vorstellen, sollte ja EGT runterbringen ? 

 

Grundsätzlich: Wie lange stehen die Lambdawerte bei definierter und gehaltener Schieberstellung stabil vor dem ablesen? "Relativ wenig Schieberstellung" und "Vorreso bergauf im Vierten" sind ziemlich vage Angaben. Meiner Erfahrung nach hilft es, ausschließlich jede einstellbare Schieberstellung (LL, 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 und 4/4) präzise bis zum jeweiligen stabilen Drehzahlmaximum(vonmiraus auch nur im Dritten) zu halten, dann den Lambdawert abzulesen und entsprechend des Hauptwirkungsbereichs die entsprechenden Abstimmungskomponenten (LLG, ND, Schieber, (MR), Nadel, HD) anzupassen.

Schieberstellungen dazwischen sind, da schwer zuordenbar, irrelevant. Genauso wie nicht stabile Lambdawerte bei Drehzahländerung. 3-4 Sekunden lang sollten sich Drehzahl und Lambdawert schon stabilisiert haben vor dem ablesen.

 

EGT würde ich persönlich beim Abstimmen erstmal weglassen und erst bei fertig abgestimmtem Vergaser bei 4/4 Schieberstellung Vorreso und Reso (zur Sicherheit?!) ablesen.

 

Ausserdem:  (Zu) Große Vergaser reagieren ziemlich empfindlich auf ungute Auspuffvorresoeinflüsse. Der im "Resoloch" gebremste Luftdurchsatz resultiert in einem verminderten Druckdelta im Venturi, was zu einem Abmagern Vorreso führt. Siehe ("im Vorreso gerne auch 15-16 im 4.Gang beim Bergauf beschleunigen").

Sowas macht man bei nem Resomotor eigentlich eh nicht, wofür fährt man denn SCHALTroller:-D?. Die Leistung folgt der Gemischbildung, diese dem Druckdelta, und dieses folgt dem Luftdurchsatz bei Schieberstellung XY (oder dem Vergaserdurchmesser bei 4/4). Ein Keihin PWK38 hat 1134mm² Querschnittsfläche im Venturi, ein PWK33 855mm² und ein PHB30 706mm². Sprich, ein kleinerer Vergaser sollte auch unempfindlicher auf Vorresoeinflüsse reagieren, da die Strömungsgeschwindigkeit bei gleichem Luftdurchsatz und damit das Druckdelta höher bleibt. Die Gemischbildung ist damit konstanter bei Störeinflüssen.

Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb skinglouie:

EGT würde ich persönlich beim Abstimmen erstmal weglassen und erst bei fertig abgestimmtem Vergaser bei 4/4 Schieberstellung Vorreso und Reso (zur Sicherheit?!) ablesen.

 

das klingt spannend. obwohl AFR bei mir immer tendenziell sicher ist, breche ich immer bei einer bestimmten EGT temp ab (geh vom gas).

ich trau der sache einfach nicht.. :-D 

manchmal ist es vielleicht besser, garnicht zu wissen wie heiß die sache schon ist.. 

 

Geschrieben

So gehts mir auch.. nach Arsch abgestimmt würd ich vorallem auf der HD und Nadelclip noch runtergehen, AFR liest auch nach 10 sekunden selbe Schieberstellung stabile 12, aber 650 EGT ist mir zu heiß.

Makierungen hab ich an dem Roller keine, weil der Gasgriff eh Progressiv ist und ich zu faul bin das auszumessen, wollte eigl. bloß hören obs ähnliche Erfahrungen gibt.:cheers:

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb dolittle:

An welcher Stelle würde man bei solch einem Auspuff am besten die Lambdasonde montieren? 

Vorne in den ca. 350mm langen Krümmer mit nur 25mm Durchmesser oder eher in den ersten Konus (200mm Länge) 

 

Ich tendiere dazu, platztechnisch, die Sonde kurz vorm Konus zu verbauen. 

 

Spricht was dagegen? 

 

Wäre eigentlich genug Abstand dann, damit Frischgase nicht beeinflussen. 

 

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:lookaround:

Ist fürn Ciao Moped mit Malossi One 4P komplett Motor mit allen pipapo

Bearbeitet von dolittle

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb zowizo:

AFR liest auch nach 10 sekunden selbe Schieberstellung stabile 12, aber 650 EGT ist mir zu heiß.

 

Mein Gedanke dazu:

ein zu fettes Gemisch verbrennt noch im Auspuff weiter - genauso eine zu späte Zündung.  Feuersteg Auslaßseitig sieht noch gut aus?

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb skinglouie:

Grundsätzlich: Wie lange stehen die Lambdawerte bei definierter und gehaltener Schieberstellung stabil vor dem ablesen? "Relativ wenig Schieberstellung" und "Vorreso bergauf im Vierten" sind ziemlich vage Angaben. Meiner Erfahrung nach hilft es, ausschließlich jede einstellbare Schieberstellung (LL, 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 und 4/4) präzise bis zum jeweiligen stabilen Drehzahlmaximum(vonmiraus auch nur im Dritten) zu halten, dann den Lambdawert abzulesen und entsprechend des Hauptwirkungsbereichs die entsprechenden Abstimmungskomponenten (LLG, ND, Schieber, (MR), Nadel, HD) anzupassen.

Schieberstellungen dazwischen sind, da schwer zuordenbar, irrelevant. Genauso wie nicht stabile Lambdawerte bei Drehzahländerung. 3-4 Sekunden lang sollten sich Drehzahl und Lambdawert schon stabilisiert haben vor dem ablesen.

 

EGT würde ich persönlich beim Abstimmen erstmal weglassen und erst bei fertig abgestimmtem Vergaser bei 4/4 Schieberstellung Vorreso und Reso (zur Sicherheit?!) ablesen.

 

Ausserdem:  (Zu) Große Vergaser reagieren ziemlich empfindlich auf ungute Auspuffvorresoeinflüsse. Der im "Resoloch" gebremste Luftdurchsatz resultiert in einem verminderten Druckdelta im Venturi, was zu einem Abmagern Vorreso führt. Siehe ("im Vorreso gerne auch 15-16 im 4.Gang beim Bergauf beschleunigen").

Sowas macht man bei nem Resomotor eigentlich eh nicht, wofür fährt man denn SCHALTroller:-D?. Die Leistung folgt der Gemischbildung, diese dem Druckdelta, und dieses folgt dem Luftdurchsatz bei Schieberstellung XY (oder dem Vergaserdurchmesser bei 4/4). Ein Keihin PWK38 hat 1134mm² Querschnittsfläche im Venturi, ein PWK33 855mm² und ein PHB30 706mm². Sprich, ein kleinerer Vergaser sollte auch unempfindlicher auf Vorresoeinflüsse reagieren, da die Strömungsgeschwindigkeit bei gleichem Luftdurchsatz und damit das Druckdelta höher bleibt. Die Gemischbildung ist damit konstanter bei Störeinflüssen.

Würde dir prinzipiell zustimmen. Das Problem ist jedoch, daß man bei schnellem cruisen auf einer Bundesstraße den Schieber relativ weit zu machen kann bzw muss um nicht weiter zu beschleunigen. Dann kanns schnell heiss werden, obwohl AFR bei 12 steht. Ich denke der Gemischdurchsatz bei 1/4 Gas und hohen Drehzahlen ist zu gering. 

Ich fahre zB 100km/h bei 6k und kenne das Problem sehr gut. Am Ende muss man sich für ein Setting entscheiden. Würde aber in diesem Fall fetter auf dem Schaft fahren.

Geschrieben

100-105 kmh auf der autobahn bin ich bei 530 grad und afr nicht höher als 13,5.

 

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb ace:

Würde dir prinzipiell zustimmen. Das Problem ist jedoch, daß man bei schnellem cruisen auf einer Bundesstraße den Schieber relativ weit zu machen kann bzw muss um nicht weiter zu beschleunigen. Dann kanns schnell heiss werden, obwohl AFR bei 12 steht. Ich denke der Gemischdurchsatz bei 1/4 Gas und hohen Drehzahlen ist zu gering. 

Ich fahre zB 100km/h bei 6k und kenne das Problem sehr gut. Am Ende muss man sich für ein Setting entscheiden. Würde aber in diesem Fall fetter auf dem Schaft fahren.

Ich weiss ja nicht um was für ein Motorkonzept es bei dir geht (Largeframe, Smallframe, Reso oder nicht), aber ich würde mal grundlegend das Getriebe bei nem schnellen Cruiseroller so abstimmen, daß ich bei 100 auf der Landstraße auf keinen Fall drehzahlmässig im schwer abstimmbaren Vorresobereich lande. 

 

Sollten bei "relativ weit zu" die 6000 bei dir nicht im Vorreso liegen - am Luftdurchsatz kanns nicht liegen! Der reicht ja aus, um bei entsprechender Spritbeimengung genügend Leistung zu generieren und damit 100km/h zu halten. Damit sollte das auch an dieser definierten Schieberstellung Richtung 0.9 oder 0.85 abstimmbar sein. Lambda 0.81 oder AFR12 zu Kühlungszwecken macht in diesem Fall, nämlich weit weg von der thermischen Maximalbelastung, eigentlich noch keinen Sinn. Ab Lambda 0.85 oder AFR 12,5 verzögert sich die Durchbrenngeschwindigkeit bereits wieder, was dann wiederum mehr Temperatur Richtung EGT-Sonde schickt. Dafür bekommst du dann bei gleichbleibendem ZZP den Verbrennungsdruck später auf den Kolben und effektiv weniger Leistung gratis.

Anders siehts bei nem Resomotor aus - Killerkombi ist hier ein zu großer Vergaser auf einem Motor mit für diesen Drehzahlbereich eigentlich zu hohem Vorauslaß am Zylinder. 

 

Geschrieben

Bei 6k bin ich schon voll im Resobereich. Ich hab da auch schon vieles ausprobiert, wenn ich magerer fahre bekomme ich mehr Temperatur am EGT. Mit dem aktuellen Setting fahre ich 620Grad stabil. Der Sensor ist in der Mitte, 125mm vom Hemd entfernt. Die oben genannten 5XX Grad kommen sicher mit einer anderen Sensorposition zu Stande.

Geschrieben

hier mal ein Video, kommt zwar ausm RC Bereich, lässt sich aber sicherlich auch auf unsere Motoren übertragen bzw. umgekehrt (fahre selber Verbrenner Buggy, da hat mir das Vespa Zeug geholfen zu verstehen wie das laufen soll)

Da wird zwar viel mit Gehör gearbeitet, funktioniert aber in der Basis auch bei unseren Vespa Motoren (oder allg. 2-T) auch.

 

Schaut euch das an, adaptiert das auf die Vergaser von uns und vieles wird für den einen oder anderen klarer!

 

 

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb ace:

Bei 6k bin ich schon voll im Resobereich. Ich hab da auch schon vieles ausprobiert, wenn ich magerer fahre bekomme ich mehr Temperatur am EGT. Mit dem aktuellen Setting fahre ich 620Grad stabil. Der Sensor ist in der Mitte, 125mm vom Hemd entfernt. Die oben genannten 5XX Grad kommen sicher mit einer anderen Sensorposition zu Stande.

In konkret welchem Schieberbereich bei welchem Vergaser und restlichen Setup ist das denn so?

Edit: Besonders ND, Schieber und Nadel/(MR) würden mich interessieren.

Bearbeitet von skinglouie

Geschrieben

Keihin PWK28, ND 50, JJH Mitte, HD142.

Quattrini M210 mit Voyager. Schieberhub bei um 1/4 bis 1/3.

Auf dem Monza zeigt sich ein recht ähnliches Verhalten. Selber Auspuff und Vergaser. Nadel JJH einen Clip fetter.

Bearbeitet von ace

Geschrieben
Am 18.8.2025 um 10:04 schrieb skinglouie:

  Am 18.8.2025 um 10:04 schrieb skinglouie:
Grundsätzlich: Wie lange stehen die Lambdawerte bei definierter und gehaltener Schieberstellung stabil vor dem ablesen? "Relativ wenig Schieberstellung" und "Vorreso bergauf im Vierten" sind ziemlich vage Angaben. Meiner Erfahrung nach hilft es, ausschließlich jede einstellbare Schieberstellung (LL, 1/8, 1/4, 1/2, 3/4 und 4/4) präzise bis zum jeweiligen stabilen Drehzahlmaximum(vonmiraus auch nur im Dritten) zu halten, dann den Lambdawert abzulesen und entsprechend des Hauptwirkungsbereichs die entsprechenden Abstimmungskomponenten (LLG, ND, Schieber, (MR), Nadel, HD) anzupassen.

Schieberstellungen dazwischen sind, da schwer zuordenbar, irrelevant. Genauso wie nicht stabile Lambdawerte bei Drehzahländerung. 3-4 Sekunden lang sollten sich Drehzahl und Lambdawert schon stabilisiert haben vor dem ablesen.

 

EGT würde ich persönlich beim Abstimmen erstmal weglassen und erst bei fertig abgestimmtem Vergaser bei 4/4 Schieberstellung Vorreso und Reso (zur Sicherheit?!) ablesen.

 

Ausserdem:  (Zu) Große Vergaser reagieren ziemlich empfindlich auf ungute Auspuffvorresoeinflüsse. Der im "Resoloch" gebremste Luftdurchsatz resultiert in einem verminderten Druckdelta im Venturi, was zu einem Abmagern Vorreso führt. Siehe ("im Vorreso gerne auch 15-16 im 4.Gang beim Bergauf beschleunigen").

Sowas macht man bei nem Resomotor eigentlich eh nicht, wofür fährt man denn SCHALTroller:-D?. Die Leistung folgt der Gemischbildung, diese dem Druckdelta, und dieses folgt dem Luftdurchsatz bei Schieberstellung XY (oder dem Vergaserdurchmesser bei 4/4). Ein Keihin PWK38 hat 1134mm² Querschnittsfläche im Venturi, ein PWK33 855mm² und ein PHB30 706mm². Sprich, ein kleinerer Vergaser sollte auch unempfindlicher auf Vorresoeinflüsse reagieren, da die Strömungsgeschwindigkeit bei gleichem Luftdurchsatz und damit das Druckdelta höher bleibt. Die Gemischbildung ist damit konstanter bei Störeinflüssen.

 

Bis etwa 60 % Schieberöffnung verhält sich ein 38er wie ein 33er. Damit sind Teillast, Cruising und Beschleunigung komplett abgedeckt.

Ab 50 % Gas kenne ich nur noch ein digitales Aufziehen auf Vollgas, weil der Motor direkt in den Reso geht und ohne Zwischenschritt durchzieht.

3/4 Schieberstellung brauche ich eher selten, gelegentlich auf der Autobahn oder bei langen Steigungen unter gleichmäßiger Last.

Abstimmungsprobleme im Teillastbereich treten bei mir sowohl mit großen als auch mit kleinen Vergasern auf. Das Verhalten unterscheidet sich dabei kaum.

Das Hauptelement in der Abstimmung ist für mich die Nadel. Mit der passenden Nadel lässt sich ein kompletter Motor einstellen, sogar ohne Haupt- oder Nebendüse. Das habe ich vor einer Woche mit einer Eigenbau-Nadel in einem 35er Mikuni auf einem 136er Grauguss ausprobiert.

 

Die Hauptdüse war entfernt, die Nebendüse mit einer Madenschraube verschlossen – und der Motor lief über den gesamten Bereich ausschließlich auf der Nadel sauber durch.

Die Nadelkontur hab ich vom vorhandenen Düsen Setup abgeleitet.

In die Nadel habe ich etwa 2h Zeit investiert. Dann lief der Motor bereits besser wie mit den verbauten Kaufteilen.

Hauptproblem vorher war der Bereich 1/4-1/2.

 

Bearbeitet von Polinizei

Geschrieben
Am 17.8.2025 um 18:23 schrieb dolittle:

An welcher Stelle würde man bei solch einem Auspuff am besten die Lambdasonde montieren? 

Vorne in den ca. 350mm langen Krümmer mit nur 25mm Durchmesser oder eher in den ersten Konus (200mm Länge) 

 

Ich tendiere dazu, platztechnisch, die Sonde kurz vorm Konus zu verbauen. 

 

Spricht was dagegen? 

 

Wäre eigentlich genug Abstand dann, damit Frischgase nicht beeinflussen. 

 

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Keine damit Erfahrung oder einen Tipp? 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Polinizei:

 

 

Die Hauptdüse war entfernt, die Nebendüse mit einer Madenschraube verschlossen – und der Motor lief über den gesamten Bereich ausschließlich auf der Nadel sauber durch.

 

 

 

Du hast dir nen Lectron gebaut :-D

Geschrieben
Am 17.8.2025 um 18:23 schrieb dolittle:

An welcher Stelle würde man bei solch einem Auspuff am besten die Lambdasonde montieren? 

Vorne in den ca. 350mm langen Krümmer mit nur 25mm Durchmesser oder eher in den ersten Konus (200mm Länge) 

 

Ich tendiere dazu, platztechnisch, die Sonde kurz vorm Konus zu verbauen. 

 

Spricht was dagegen? 

 

Wäre eigentlich genug Abstand dann, damit Frischgase nicht beeinflussen. 

 

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Hat jetzt echt KEINER eine Meinung dazu? 

 

Es heisst ja, zumindest beim KOSO Wideband AFR ca. 200-250mm vom Zylinderflansch, sollte man die Lambdasonde montieren. 

 

Hat jemand andere Vorgaben von seinem Controller bzw. Hersteller?

 

Danke

Bearbeitet von dolittle

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