Sorry liebe Schwalbenschrauber, aber exakt genau so habe ich mir ein Simson-Treffen vorgestellt
Wobei weite Teile der Old- und Youngtimer-Szene meiner persönlichen Erfahrung nach ein Problem mit rechts haben. Nur, dass es in aller Regel nicht so heftig ist und nicht so asozial ausgelebt wird.
Da wird die Zeit, aus der die eigene Karre kommt, gerne mal zu einer Art goldenen Epoche verklärt. Dass - zum Beispiel - die 90er Jahre geprägt von Arbeitslosigkeit waren, es viel mehr Gewalt gab, und beinahe jede Großstadt eine offene Drogenszene hatte, lässt man gerne mal unter den Tisch fallen. Stattdessen schwärmt man vom "besseren Früher" und nölt voller Lamoryanz über eine Politik, die lieber Transsexuellengesetze reformiert, anstatt "Asylbetrüger konsequent abzuschieben".
Nein, längst nicht alle Oldtimerfahrer sind so, aber viel zu viele. Und das ist auch nichts, was nur irgendwelche Stammtischbrüder betrifft, sondern große der Teile der Community. Die Oldtimer-Markt hat wirklich sehr lange gebraucht, um herauszufinden, dass "Negerkeks" kein taugliches Synonym für eine CSD-Scheibe ist. Die Zeitschrift "Classic Motorrad" hatte jahrelang einen Chefredakteur, der die Rubrik Vorwort lieber dazu genutzt hat, Migrationskritik zu üben, anstatt über das Kernthema seines Heftes zu schreiben.
Ich bin selber ziemlich konservativ, und es fällt mir eigentlich nicht schwer, über grenzwertige Äußerungen hinwegzusehen. Aber die Art und Weise, wie einem mancherorts die politische Meinung unter die Nase gerieben wird, und die Selbstverständlichkeit, mit der angenommen wird, dass man sie teilt, nerven einfach total.