Zusammenfassung:
1. BFA 306ccm Zylinder + Kolben
2. BFA Kurbelwelle
3. BFA Auspuff
4. BFA Ansaugstutzen und Membran + EigenbauAnsaugstutzen
5. BFA Gehäuse
6. BFA Kupplung
1. BFA 306 ccm Zylinder
Aluminium Zylinder mit NiKasilbeschichtung
Zylinderbohrung 78mm Durchmesser
Portmap:
Steurzeiten:
Auslass ca. 180°
Überströme ca. 125°
Vorauslass ca. 27,5°
(Mit der BFA Welle 64mm Hub, 135mm Pleuel ohne Dichtungen gemessen)
Sehnenmaß Hauptauslass: 55%
Quetschkante:
1,5 mm
Vollumen Zylinderkopf bei 1,5 QK = ca. 24,85 ccm
Quetschfläche:
50,3%
Verdichtung:
13 : 1
Einströmwinkel:
Boostport ca. 37° (reltiv Steil)
Obere Übersröhme ca. 12°
Untere Überströhme ca. 20°
Der Kolben ist ein Wössner Kolben mit einem Ring und Flachen Kopf
Der Kolben wiegt mit Kolbenbolzen und Lager ca. 360 g. und ist wohl standartmäßig in der KTM SX360 verbaut.
Allgemein sind die Kühlrippen doch recht klein wie ich finde…
Dafür passt aber die orginal PX Lufthutze drüber.
Der Guss der Kanäle von Auslass und Überströhme ist auch etwas rauer wie gewohnt und ist dem Sandguss geschuldet.
es sind zwei Dichtungen mit dabei mit 0,25mm und 0,10mm
2. BFA Kurbelwelle
Die Kurbelwelle hat 64mm Hub und das Pleuel ist 135mm lang.
Die Welle wiegt 3,66 kg und ist somit fast doppelt so schwer wie eine normale PX Welle.
Wangenbreite beträgt 23mm und die gesamte Breite der Wangen ist 55mm.
Der Wangendurchmesser ist 102mm.
Der Wuchtfaktur in Verbindung mit dem BFA Kolben usw. beträgt ganze 75%.
12 Uhrstellung ist ja kein Thema…
Nur mal als Vergleich bezüglich Wuchtfaktor:
Bei den Drehschieberwelle bin ich meistens grade mal auf 40-45% gekommen und eine gute Membranwelle auf 50-55%.
Der Optimalwert laut meinen Infos liegt bei 50-75%.
3. BFA Auspuff
Der Krümmer hat einen Durchmesser von 43mm am Zylinderanschluß und geht sofort, relativ steil, mit über 2°, in den Diffusor über (kein Parallelkrümerstück)
Dadurch sollte die Vorresoleistung relativ gering ausfallen… was aber bei den 300ccm nicht wirklich auffallen sollte…
Der Diffusor geht dann in konstanten schritten vom Winkel weiter auf 2,4° / 3,2° / 4,8° / 5,7° / 7,2° und ist im Verhältnis also gar nicht mal so Steil.
Die Leistungsstarken Anlagen auf MHR haben z.B. einen Diffusorwinkel von bis zu 9°.
Der Belly hat einen Druchemesser von 150mm und ist nur 80mm lang.
Das ist schon ein ganz schöner Oschi.
Normale sind eher um die 110-120mm
Der Gegenkonus ist 240mm lang und verjungt sich mit 14° auf 28mm Auslassdurchmesser.
Das ist wiederum reltiv kurz und Steil. Nach meinen Erfahrungen ist aber dadurch ein Sanfter Resoanstig zu erwarten, was ja durchaus sinn machen würde.
Die Gesamtlänge vom Kolbenhemd bis Gegenkonusende beträgt ca. 980mm.
Durch die Steurzeiten von 180/125 vom Zylinder und der länge des Auspuffs, erschließt sich einen Nendrehzahl bzw. die Pikeleistung bei ca. 8500 U/min, was dann doch wieder ziehmlich hoch ist.
Das Vollumen liegt bei 6,7 Liter was schon echt viel ist.
Die normalen PX Anlagen haben meist um die 4,5 - 5,0 Liter.
Wenn man das aber wieder auf die Zylinder ccm umrechnet passt das wieder.
Also alles im Allem ist das doch ganz gut durchdacht, aber schon sehr sportlich ausgelegt bei doch sehr hoher Drehzahl wie ich finde. Ich bin gespannt.
Der Dämpfer ist eigentlich ein absoluter Witz. Durchmesser 65mm, länge Absorber 200mm, Inndurchmesser Speibrohr 27mm
Würd mich mal interessieren was der BFA Auspuff auf meinem MHR mach mit 196 Auslasszeit.
Da sollte mit dem Auspuff die Pikeleistung bei 9200 U/min anstehen.
Den werde ich wohl früher oder später mal da draufbasteln….
PS: ein Box Auspuff sowie ein Auspuff der mehr auf Vorreso (tourentauglicher) ausgelegt ist, ist in Arbeit....
4. BFA Ansaugstutzen und Membran
Der Ansaugstutzen ist aus Aluguss mit integrierten Stuffer.
Der Innendurchmesser beträgt 39mm und die Anschlußweite ist 45mm.
Bei dem Stuffer fällt auf das er sich eher erweitert als verjüngt.
Nach meinen Wissen wäre es besser den „Todraum“ besser auszufüllen und sogar vom Querschnitt ein wenig runter zu gehen (Stichwort Venturi).
Zudem ist die Oberfläche wieder sehr rau.
Was mich aber am meisten Stört, ist, dass der Vergaser mit dem Ansaugstutzen ca. 30-35° Schräg steht. Bei meiner Vespa, die hinten etwas Tiefergelegt ist, sind es sogar 40°
Ein Dollorto kann das vielleicht grad noch ab.
Ein Mikuni wird z.B. aber die maximale Neigung nach vorne/hinten mit 20° angegeben, Seitlich sind es 15°.
Da muss ich mir wohl doch selber nochmal was Basteln.
Die Membran an sich ist eigentlich „baugleich“ zur CR250 Membran, nur ist die BFA Membran Außen abgefräst wie man auf den Bildern erkennen kann.
Ich hab noch eine V-Force zuhause für die CR250 die also auch da rein passt wenn ich die Außenkanten abfräse. Zudem hat die V-Force schon einen Stuffer integriert.
So wie es also ausschaut werde ich wohl dann die V-Force drauf machen und den Ansaugstutzen selber bauen um da auf einen Besseren Winkel (Vergaserstellung) zu kommen.
Verbaut wird ein 38er Mikuni TMX.
Eigenbauansaugstutzen mit selbst geschnitzeten Stuffer für optimale Ströhmung mit V-Force3 Membran:
5. BFA Gehäuse
Das Gehäuse ist wirklich sehr massiv.
Durch die breitere Kurbelwelle und den großen Zylinder sowie der Membran die Quer direkt vor den Zylinderfuß sitzt ist das alles sehr groß dimensioniert… da passt schon ordentlich was durch.
Vor allem an den Lagern, Nebenwelle Aufnahme, Kupplung,- und Kurbelwellengehäuse… eigentlich ist Alles einfach um einiges stärke ausgeführt.
Die Kickstarteraufnahme macht da keine Ausnahme, die dazu noch mit einem Nadellager versehen ist.
Was mir auch sehr gut gefällt, ist das viel größere Limalager. Endlich mal ein vernünftiges Motoradlager.
Das Motorgehäuse wird durch M8 Schrauben verschraubt und ist schon mit allen Lager und Dichtringen bestückt.
Einzige Ausnahme ist dar Wellendichring zur Bremstrommel bzw. Hauptwelle, der ist nicht dabei.
Wohl wegen den unterschiedlichen Bremstrommel (Durchmesser Wellendichtring)
Aber, sogar die Silentgummis sind schon mit dabei.
Für die Unterdruck-Benzinpumpe ist auch schon ein Anschluss vorhanden.
Die Halterungen für die Bowdenzug-Verschraubungen sind auch ganz nett gemacht.
Bis auf den ein oder andren Gußgrat ist Verarbeitung top…„tutto bene“ wie man so schön sagt.
PS: ich hab da natürlich den Fräser ansetzten müssen.... dabei hab ich aber eigentlich nur alle Kanten und Stolperfallen weg gemacht.
6. BFA Kupplung
Die BFA Kupplung besteht aus einen Alukorb mit 5 Kupplungsbeläge und 6 Federn.
Es können wohl noch 6 kleine zusätzliche Federn verbaut werden.
Durchmesser ist 116,5. Die Kupplung hat 23 Zähne (Primät 64)
Die Kupplungsbeläge lassen sich auch im eingebauten Zustand wechseln.
Die Kupplung wird über eine Verzahnung mit Kurbelwelle verschraubt.
Die Andruckplatte ist Kugelgelagert und lässt sich mittels zwei Kuppferscheiben nochmal in der Höhe zum Kupplungsdeckel anpassen.
Das Gewicht beträgt ca. 1,050 kg und ist dadurch um ca. 200 g. leichter als z.B. die Superstrongkupplung mit Honda Belägen.