Ja, prinzipiell mit Ausnahmen (Service wie Ölwechsel z.B.) schon - oder nen Meister auf 400,- Eurobasis unter Vertrag... Finde mal eben so nen Zweiradmeister, der seinen Namen gibt bzw. zahl mal jeden Monat einfach so 400,-, wenn Du einen hast... Die 400,- mußte ja auch erst mal reinspielen und dann haste noch nüscht gefressen, deinen Laden noch nicht bezahlt und nüschte... Andere Möglichkeit: Du schraubst nachweislich seit ich glaube mindestens sechs Jahren ERFOLGREICH gegen Kohle selbstständig (also quasi geduldeter Meister h.c.), dann kannste Dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und wirst rechtlich wie ein Handwerksmeister behandelt, darfst aber nicht ausbilden, wenn Du keinen AEVO-Schein (Ausbilderschein, kosten n Dusi ungefähr und ist Teil vier der Meisterprüfung im Handwerk) hast. Hast Du den AEVO-Schein, darfste dann auch z.B. Zweiradmechaniker ausbilden. Du hast natürlich auch die Möglichkeit, als gelernter Kaufmann Deinen Zweiradmechanikermeister zu machen, wenn Du nachweislich seit drei Jahren als hauptberuflicher Schrauber arbeitest. Dann kannste Dich auch zu den vier Meisterprüfungen anmelden (Fachtheorie, Fachpraxis, kaufmännischer Teil und Ausbildereigungsprüfung.) Wir hatten genau das Thema damals mal im Unterricht, was eine (Mopped-)Werkstatt reinspielen muß, damit der Chef und ein Geselle ein Auskommen haben (bei sehr niedrigem Einkommen des Gesellen und auch des Chefs) - das waren monatlich etwa 15.000,- ohne Umsatzsteuer inkl. Rücklagen fürn Winter, solten keine Custombikes reinkommen, damit der Laden sich trägt und dann hat Cheffe noch keine dicke Marie auf Tasche, sondern kann einfach nur seinen laden und den Mechaniker bezahlen und sich selbst ein halbwegs menschenwürdiges Gehalt zahlen.. Übrigens, bei der Rechnung ging es nicht um Chinaroller, die noch weniger Kohle bringen als neu aufgebaute Vespas, sondern um Harleys und Triumphs, wo wenigstens ETWAS Kohle hängen bleibt. Bei den fuffzehn Mill kannste davon ausgehen, dass die Hälfte einfach mal stumpf Personalkosten für zwei Leute (Geselle und zusätzlich SCHRAUBENDER Geschäftsführer) sind, dann noch mal sagen wir eins-fünf Ladenmiete inkl, Nebenkosten, Fünfhundert der Firmentransporter inkl. möglicher Reparaturen. Bleiben noch etwa fünfeinhalb Mill monatlich über für Rücklagen,.ständig zu erneuernde Werkstatteinrichtung, Gewinn etc. - ist nicht wirklich viel. Sprich: So ein Laden MUSS bei angenommenen 50,- netto Stundensatz 200 bezahlte Stunden im Monat aufs Jahr gerechnet abwerfen und zusätzlich noch ca, fünf Mille netto Teileertrag im Monat. Das spiel erst mal ein, dann kannste Dir über einen Roller- und Motorradladen Gedanken machen, wenn der nicht nach kürzester Zeit wieder dicht machen soll. Außerdem noch ne extrem wichtige Sache: finde mal nen Vermieter, der an ne Moppedwerkstatt vermietet. Wird schwer, wenns nicht auf der grünen Wiese, sondern z.B. mittenmang in Connewitz werden soll (gilt auch für z.B. Kreuzberg o.ä. angesagte Bezirke in Deutschen Großstädten). Dann haste schnell das Ordnungsamt am hacken und andere Schwacheimer, die zwar "so ne süße Vespa" fahren, aber doch bitte keine solche Werkstatt im eigenen Viertel haben wollen, die machen ja Dreck/Krach beim Probelauf/Gestank etc. Also: wird schwer und ohne dicke Marie (oder viel schrauberisches Können und gute Connex) in der Hinterhand sollte man so ein Abenteuer nicht wagen.