Für Mattes: Donnerstag, vier Stunden Freizeit. Meine Beteiligung am Dive ist dank Hickhack auf der Arbeit immer noch unklar. Egal, erstmal schrauben, Rest klärt sich später. Karre macht seid dem Rückweg von Venlo komische Dinge. Unter anderem so Sprotzen nach dem Peak wenn die mal 10-15 Kilometer hinter sich hat. "Halbwarm" macht die das nicht. Da ich mit dem 34er PHBE noch ein, zwei andere Dinge auf dem Zettel habe ist klar, der muß erstmal runter. Da ich den uralten Fippe Ansauger (für 32er Gaser) schonmal umgebraten habe auf 34er ist die Entscheidung schnell gefällt, Flex, ab, anderen Schnorchel zerflexen, MAG Bude an und draufgebraten. Prima. Kurz ins Regenfass gehalten, eben eingespannt und eine M6er Schraube in das Ding gedreht, hohlgebohrt und das Gewinde runtergefeilt. Wird der neue Unterdruckanschluß. Nochmal mit dem Dremel durchgehuscht und kurz im Regenfass den Dreck rausgewaschen, Dirko drauf, montiert. Den flammneuen 30 VHSH auf das Ding gesteckt, Antritt. Alles viel zu fett. Hauptdüse runter, Nadel fetter, Nebendüse 60... äh, blöd. Die Düsen in den VHSHs sind länger als die normalen mit 5er Gewinde. Kaka. Gießkanne ins Regenfaß, erstmal die Blumen gießen. Nach kurzer Internetkonferenz der Tipp: die Durchgangsbohrungen sind ident, die Länge ist nur different. Solange Schwimmerstand hoch genug, kackegal. Gut, montiere ich erstmal ne 50er Nebendüse. Karre an, zu fett. Nadel okay, Hauptdüse nochmal runter, Nebendüse unendlich zu fett. Gut ist ne 50er, drehste halt mal an der Luftschraube rum. Gedreht bis nix mehr geht, immer noch zu fett. Rumgekramt, 46er Nebendüse gefunden, rein. Immer noch dasselbe... äh okay?! Nadel und Nebendüse nochmal umgehuddelt, Karre läuft ab 1/8 Schieberhub gut und feuerfest. Okay, scheiß drauf, arbeiten. Nach der Arbeit kurz nach Hause geknallt und nochmal Nadel fetter Hauptdüse runter. Luftschraube bis Gewinde Ende gedreht... nix. Fotzefotzefotze. Es ist 03:00 Uhr, gegen 07:00 Uhr ist Treffen an der Halle. Mittlerweile hatte ich eine Vertretung organisiert. Gut, 3 Stunden in die Poofe. 06:15 Uhr, Wecker geht. Schokobrötchen geschmiert, Druck auf dem primären Abgassystem verspürt. Schokobrötchen auf Seite gelegt, auf den Thron gesetzt. -Sprooooooartz- Oha, Spritzepup. Nicht so geil... irgendwas vertrage ich wohl nicht. Nachdem das Schlimmste durch war, kam das Zweitschlimmste und ich danach irgendwann wieder in die Küche, ans Schokobrötchen. Präsi ruft an, wo ich denn stecke. Jaja, keine Hektik, bin auf dem Weg. Brosi war schon im Forum, der wird wohl auch jeden Moment da sein. Ich noch schnell ein Päckchen feuchte Tücher in die Jackentasche gesteckt und die Lopedium akut, man weiß ja nie... Auf dem Weg nach unten kurz gefurzt. Mein Gott, das stinkt so dermaßen, das könnte die Marmortreppe verätzen. Am Roller nochmal gefurzt und dann direkt die Erkenntnis, der Enddarm kann gas- oder flüssig förmlich nicht auseinander halten. Geschurzt! Also nochmal hoch, einmal feucht durchwischen, Höschen wechseln. Komm, dann noch direkt in die Garagenhose wechseln, dann ist es nicht schlimm wenn die unterwegs im Müll landet. Abfahrt. An der Halle schon die zweite Erkenntis: der Bock läuft so scheiße, stop and go geht garnicht... außerdem rappelt die Kiste, wenn sie in Reso freibrennt ziemlich. Das lockert den Schließmuskel und fördert die Darmperistaltik. In der Halle in den Gulli kacken habe ich keinen Bock drauf, die jetzt schon offenen Institutstoiletten sind mir auch zu wieder. Ich mache den Jedi und kneife ab. Brosi kommt. Aber zu Fuß. Mofa abgeraucht. Loch im Block oder so, halt das übliche bei zuviel Leistung. Loch im Bauch habe ich auch gleich... Alder. Nachdem ich die ersten Schüttelkrämpfe überwunden und meinen Körper bezwungen habe gehts ans Verladen. Roller Präsi raus, Bier rein. Noch mehr Bier rein. Kurz absetzen und durchatmen, fast in die Hose gekackt. Noch mehr Bier rein. Hagen kommt auch, noch mehr Bier rein. Gepäck rein. Kurze Lagebesprechung. Hier nochmal der Hinweis wo ich kacken gehen könnte, ich entschließe mich aber zum abkneifen und dann kurze Telefonkonferenz wie watt und wo ist Stiffe. Wir einigen uns kurz auf Überlandfahrt nach Raffis Navi. Meine Idee war ja, südlich aus der Stadt raus und über die Eifel/Nideggen nach Düren. Von dort aus auf die 56 Richtung Euskirchen und später Bonn. Abgelehnt, das Navi gibt den Ton an. Wir fahren eh erstmal nach Zülpich zu irgendeiner Aral und treffen Stiffe. Ja aber liegt doch auf der Strecke äh... egal, Abfahrt. Stop an go aus der Stadt raus, wir verlassen diese in nördlicher Richtung und gondeln mit gefühlt vierhunderdreiundfünzig Ampeln (alle rot) Richtung Haaren / Broichweiden die Stadt. Ich muß die Karre mit Halblast an der Ampel freikotzen oder einfach drehen lassen, sonst verfettet die und ist aus. Anfahren auch nur mit Halblast und alles Kaka. Egal, wir fahren, kann nur besser werden. Als ich die Bude das zweite Mal abwürge habe ich meinen ersten Schreikrampf. Beim zweiten Ankicken muß ich kurz an mich halten, sonst scheiße ich mir in die Hose. Als ich meinen Anus wieder im Griff habe schreit ein Autofahrer nach Schlägen. Die Spießersau hat Glück, wenn ich jetzt aufstehe ist die Hose voll, also Abfahrt. Wir gondeln durch Eschweiler Stadt, hinten raus und endlich Überlandfahrt. Sobald ich mal ein viertel Last machen kann, rennt die Bude. Volllast geht auch unbegrenzt, der Motor läuft wirklich gut... so lange der Schieber nicht unter 1/4 kommt. Also immer am Kabel ziehen und drehen lassen. Alles geil. Bis auf den Druck an der Torpedorampe. Wir eiern nach Zülpich und so... 5 Kilometer vor dem Treffpunkt geht meine Karre mitten auf der Landstraße aus... Das schlimmste befürchtend gucken mich alle an, ich wußte aber schon was los ist. Erstmal den Kanister los und die Bude auftanken. Furztrocken der Tank. Bei der Gelegenheit muß ich sehen wie unter meinem Polrad ein wenig Rauch aufsteigt. Okay, ist heiß die Bude, aber so heiß? Egal, ich mache den Kanister wieder fest, reiße an den Stuhl und Abfahrt. Danach erstmal fest gestellt das die Karre ab Reso sprotzt. Ja wie... das hatte ich mit dem 34er doch auch. Großartig, ist wahrscheinlich die Zündung. Gut, die kaspert erst ab Reso und Hagen gibt ja mit der Lambretta Tempo vor, da kann mir das egal sein. Wir gondeln nach Zülpich. Im Dorf macht Brosi den Navigationskasper und hält an irgendeinem Blumenladen. Das Gegondel davor hat meine Karre wieder anfetten lassen, ich reiße ab und an den Hahn im Zweiten mal auf. Die Anwohner freuen sich. Auf die Frage watt denn jetzt da Tacho ist kam die Auskunft dass das Navi ein Hurensohn ist und die Blumenbude wohl kurz nach der Wende mal eine Aral Tanke war. Aha, prima. Wo zum Geier ist Stiffe jetzt und viel wichtiger, wo ist die Tanke. Nach kontroverser Diskussion wurde beschlossen wir fahren einfach weiter. Besser ist das, stehen tut meinem Schließmuskel nicht gut, ich kneife wieder ab. Ich will den Bürgersteig runter und es macht -knirsch- und ich stehe. Der Kantstein hatte zuviel Höhe für meinen Spoiler. Die Kiste steht auf dem Ding, das Vorderrad in der Luft und das Hinterrad kurz über die Gehwegplatten drehend. Egal, kurz runterheben den Stuhl und dabei schon wieder abkneifend. Der Krampf schüttelt mich so das ich ausversehen vom Ersten in den Leerlauf schalte. Den aufblinkenden Autofahrer nehme ich nur am Rande wahr. Die sengende Hitze an der Innenseite meines Arschloches treibt mir kurz die Tränen in die Augen. Weiter, weiter, weiter! schreit mein Körper. Wir fahren dreiundzwölfizich Runden durch den Kreisverkehr, fahren wir auf altem Kurs durch dieses Dorf und siehe da: eine flammneue riesig große Aral. Rechts ran und volllaufen lassen die Buden. Kurze Pause, wir besprechen kurz den Plan, ich werfe nochmal die 56 in den Ring, das Navi gewinnt aber wieder. Von Stiffe kommt die Rückmeldung: Alles Scheiße, fahrt weiter. Oha. Soviel zu Mottes Gebastel. Hier kamen von Doktor Brosi nochmal Anweisungen bezüglich Stuhlgang und freirotzen, auf der Landstraße mache er nochmal Gas und ich könnte ja hier. Schande, genau jetzt ist Ladehemmung. Zuviel gekniffen. Nee, ich lehne ab, Abfahrt. Meine Bude an, Gasstoß, Gasstoß, was ist denn da hinten schon wieder... Hagens Lambretta macht Warmstartkasper. Gut, nachdem ich einen Liter nur in Gasstößen rausgehauen habe läuft die Lammi, wir fahren. Brosi machts wahr und ich kann unterwegs mal drehen lassen. Nanu, nun auch im Vierten eine kleine Unpässlichkeit mit Sprotzen... ficken, die Zündung wird schlechter. Egal, wir fahren ja noch. Wir fahren aber durch vierunddreißig Dörfer mit Ampeln, 30 Zonen, Hippies in Autos und was weiß ich. Ich rotze die Karre immer wieder frei, im Stand geht jetzt nichts mehr. Geil. Ich rotze und fluche und rotze und fluche und... bekomme an der zweiten Baustellenampel meinen zweiten Schreikrampf. Wir kommen ungefähr fünf Mal quer über die Bundesstraße 56 die uns Ampelfrei mit Dauertempo 80+ nach Bonn geführt hätte... aber fahren weiter nach Navi. Irgendwann das ersehnte Zeichen: Bonn. Kurz hinter dem Ortseingangsschild kamen wir am Ende der B 56 vorbei... Wir also in die Stadt. War so ungefähr halb elf als wir reinkamen. An jeder Ampel bekommt Präsi den aufwärtsgerichteten Abgasstrahl in den Helm. Ich mache mir kurz Sorgen er könnte ohnmächtig werden, da obsiegt der Schabernack und ich lasse mal ordentlich drehen. Die blaue Wolke vernebelt die halbe Kreuzung, Präsi kommt kopfschüttelnd nach vorne... hält man wohl nicht aus. Fünfunddreißig Ampeln, vier Liter Sprit, und drei Schreikrämpfe später machts -Pöff- und die Karre ist aus. Hoppla. Natürlich wußte ich es schon bevor die Karre ausgerollt ist, die Kerze ist hin. Das die liebe kleine NGK überhaupt bis hierhin das Massaker überlebt hat zollt mir Respekt ab. Ich also auf eine Bushaltestelle, Raffi und Hagen auch. Brosi parkt Präsis Caddy mit Warnblinke am Ende der Bushaltestelle auf der Straße. Mitten drauf. Ist jetzt eine einspurige Straße. Raffi bedeutet durch umfangreiches gestikulieren und hantieren dem Brosi doch den Caddy einfach in den Grünstreifen zu stellen. Brosi lehnt als verantwortlicher Fahrzeugführer mit bestimmten Gesten ab. Ich schnalle derweil den Kanister ab um ans Werkzeug und die dort befindlichen Kerzen in der Kiste darunter zu gelangen. Nun passiert zweierlei: Ein Streifenwagen kommt vorbei und guckt sich Brosis Straßensperre und meine Kiste auf dem Bushaltestellendings an. Ich derweil kramend und schwitzend wie ein Schwein in meiner dicken Protektorjacke lasse die Werkeugkiste entgleiten und der Inhalt purzelt auf den Boden bis an den Kantstein. Ich stoße mir beim hinterherbücken die Birne am Lenker, kacke mir fast in die Hose durch die schnelle "vorne runter hinten hoch" Bewegung die meine Peristaltik im Glauben ließ, es ginge endlich los, die Schleusen öffnen sich... Ich bekomme meinen fünfunddrölfzichsten Fluchschreischimpfkreischanfall und beiß mir direkt auf die Zunge als ich aufsehe und in das Fahrerfenster des vorbeirollenden Polentenpassats in ein interessiertes Beamtengesicht schaue. Ficken. Das ist einer jener Momente... Der Polizeiwagen dreht um den Kreisverkehr. Ich sammel mein Werkzeug, packe die neue Kerze rein, entsorge die Alte fachgerecht und fange direkt an: tanken mit Kanister. Fast leer nur durch Bonn. Der Typ hält mit seinem Kirmesauto an und gibt sachdienliche Hinweise bzgl. Brosis Parktalent. Dieser stellt aber schon unter Raffis Anweisungen den Karren in den Grünstreifen. Halb zumindest. Nun das Erstaunliche: wir waren kurz vor der Panne schon an drei Herren in Uniform und Polizeiauto vorbeigerollt. Allerdings in der 70 Zone und ich glaube keiner fuhr 70 oder wenigstens angemessen, ging ja bergab. Ich rechnete jeden Moment mit dem Schlimmsten als dieser Freund und Helfer den Hagen einfach nur fragte ob er helfen könne. Hagen lehnte dankend ab und nach kurzem Blabla ging die Reise auch schon weiter. Wir hatten Bonn endlich hinter uns und jetzt kam der witzige Teil der Fahrt mit viel bergauf, bergab und geilem Kurvengeballer. Tja, meine Zündung entschied sich langsam zu sterben und so schaltete ich nun im Dritten in Vorreso und landete im Vierten im Resoloch. So kam es dann das meine Karre bergauf von der Lammi stehengelassen wurde. Kurz danach kam eine Aral, wir ließen volllaufen und der Torpedoraum meldete Gefechtsbereitschaft. Ich also die Klamotten an die Karre geknallt und rein in die Toilette. Erstes Scheißhaus war für Normalsterbliche. Vollgeschissen. Au Huur. Zweites und letztes Scheißhaus, mit Helmablage. Ging gerade noch so. Siebenunddreißig Lagen Klopapier in aller Hast gestapelt, schnell noch die Buxe runter und -Sproooooartz- ab ging die wilde Fahrt. Nach drei erlösenden Stößen flammender Tod und Verwesung ergießt sich eine Wolke von Pestilenz in solch abstoßender olfaktorischer Bandbreite durch den Toilettenraum das ein pinkelnder Handwerker würgend und fluchend den Raum verlässt. Junge. Ich habe Tränen der Erleichterung in den Augen. Der Lack der Toilettentüre kräuselt sich vor meinen Augen. Der Toilettendeckel schmilzt partiell ein. Die Keramik reisst im Mikrobereich. Meine Schleimhäute trocknen schlagartig aus. Es ist mir egal, es ist raus! Schön nachgewischt mit 60er Körnung und dann abgezogen. Natürlich, die Sauce steht bis an den Deckel, nix geht mehr. Scheiß drauf, ist ja nicht mein Laden. Und Tschüss... Nach kurzer Fachsimpelei über Rasthoftoiletten und Brosis Fahrbier gings dann weiter. Wir krampften also so die Pampa und ich kam endlich mal dazu mir die Landschaft anzuschauen. Unterbrochen wurde das nur von asozialen Einheimischen die dich, mit 90 durch die 70 Zone orgelnd, noch überholen müssen. Mit gefühlt 120 durch den Gegenverkehr und total schmerzfrei. Alter Vatter. Naja, wir kommen irgendwann, irgendwie mit Tempo 70 (mein nutzbares Drehzahlband wird immer kleiner) in Dreisbach an. Wir orientierten uns kurz und stellten fest, die Veranstalter haben ungefähr kein Schild aufgestellt. Machte aber auch nix, Hagens Lammi stellte unvermittelt den Dienst ein. Kerze abgeraucht? Bißchen fett lief die auf Teillast schon... Nach Fachsimpelei und Kerzenwechsel ist klar, Zündung hin. Ja geil, schon die Zweite in der Runde. Ich hatte mich derweil mit den Einheimischen angefreundet und den Weg erfragt. Wir mussten die Straße hoch, einmal rechts und wären da gewesen. Knapp 1000 Meter oder so. Noier Plan war dann das Präsi die Lammi mit Fuß auf dem Nummernschild den Berg rauf schiebt. Ich schleppte meine Karre dann aus eigener Kraft ins Ziel, Brosi den Caddy. An der Kasse dann rauschte ich erstmal durch um mich auf den für Camping gesperrten Fußballplatz in den Tagesschatten zu stellen und latschte nach kurzer Siegesfeier mit Energy, einem Telefonat, einem Facebookpost und Pissen zurück zur Kasse. Brosi hatte eingeparkt, Raffi kam gerade angedüst und Hagen stand am Horizont mit der Lammi. Ich glaube das mit dem Schieben hat nicht so funktioniert. So mein Froind, ich schreibe die Tage mehr. Jetzt hast du aber mal einen Überblick wie die Hinfahrt aus meiner Sicht war. Der Run war ne Klasse für sich, soviel ist jetzt schon klar.