Ansgar ist ein Männername, wobei damit jetzt auch keine schwulen Pärchen gemeint sind, ich wohn im Oldenburger Münsterland, ich glaube, Homosexualität gibts hier gar nicht alles streng katholisch. Bis ich hierher gezogen bin, hab ich niemanden gekannt, der Ludger oder Ansgar hieß, hier sind diese Namen allerdings so gängig wie anderswo Sebastian oder Thomas. Der typische Ludger oder Ansgar ist zwei Meter groß, arbeitet in der Firma seines Vaters und verträgt locker zehn Bier, trinkt aber mehr so das Doppelte, wenn er mit den Jungs aus dem Schützenverein oder der Feuerwehr mal wieder ein bisschen feiern geht. Berlin kennt Ludger/Ansgar höchstens von irgendnem Junggesellenabschied, da wollte man mal ganz was Wildes machen, und ist in die Hauptstadt gefahren. Mit dem Zug natürlich, denn dann kann man ja unterwegs schon saufen und saufen, möglichst bis zum Filmriss, ist für Ludger/Ansgar unendlich lässig, so'n bisschen verwegen und voll crazy. Deswegen macht mans auch so oft. Zum Beispiel wenn der Kumpel Geburtstag hat, wenn der Bruder vom Kumpel Geburtstag hat, wenn der Friseur vom Bruder des Kumpels Geburtstag hat, beim Junggesellenabschied, wenn die Feuerwehr nen neuen Schlauch bekommen hat, beim Schützenfest, bei der alljährlichen Kneipentour, beim Kohlgang, beim Boßeln, beim Karneval, der hier oben durchaus gefeiert wird, und aus gefühlt 1000 anderen guten Gründen mehr. Naja, soviel zum Thema "Stereotype jenseits von Björn und Silke"...