1. Keine Ahnung 2. Es ist IMMER der Fahrer schuld ("wirklich" unvorhersehbahre technische Defekte mal ausgeschlossen) 3. Nein Ich kenne da zwei, drei Leute, die sich bis heute nicht ernsthaft weggepackt haben. Und die fahren auch schon 15 Jahre. Das bedeutet natürlich nicht, das die sich wie Götter über'n Asphalt bewegen, sondern die sind eher so die Tourenfahrer mit 300 Meter Sicherheitsreserve. Da die Leute aber Tausende Kilometer im Jahr schrubben, sind die erstmal keine Sonntagsfahrer, auch wenn sie die Geräte teilweise sehr zurückhaltend bewegen. Ich kenne da so acht, neun Leute, die sich mehrfach total sinnfrei weggepackt haben. Die fahren mit Köttel in der Buchse im zweiten Gang Standgas auf einen Schotterparkplatz und werfen dann noch nen Anker, aus Angst sie könnten hinfallen und, natürlich, fallen sie hin. Die haben soviel Gefühl und Verständnis für das Zweirad - Zehnzollkozept wie eine Kuh für das Schlittschuhlaufen. Aber weil man ja fahren muß/will/soll/es alle anderen machen, machen sie, bis die Karre oder ihr Ego aufgibt. Dann ist es der Roller schuld, weil der so kleine Räder hat. Oder die Anderen, weil die immer so schnell fahren. Oder der Schotter, weil der da überraschend rumlag. Oder der Partner, weil der ja unbedingt im Geschwaderflug fahren mochte anstelle hintendrauf jemanden sitzen zu haben. Ich habe das so oft gesehen, erlebt und daneben gestanden wenn wegen sowas Freundschaften und Beziehungen in Schieflage geraten sind, ich könnte ein Buch darüber schreiben. Meine Schwester möge da als exemplarisches Beispiel für "geht garnicht" dienen und meine Mutter als bestes Beispiel für "geht auch noch mit Ü40" (fahren lernen jetzt)... Und nein, das ist kein Frauenproblem, tritt da aber gehäuft auf (subjektive Wahrnehmung). Und nein, ich habe zwei Roller platt gemacht bis ich gelernt hatte worauf es ankommt. Es kommt nicht auf die Geschwindigkeit, Leistung, Reifen, Bremsen, Auspuff oder sonst irgendeine Fickscheiße an, sondern auf die Wahrnehmung. Wenn du die Kiste wahrnimmst, ihre Reaktionen, deine Aktionen (denn du steuerst das Ding und sonst niemand), den Verkehr um dich herum (die ganzen Penner, die dich abschießen könnten), die Straßenverhältnisse, den Straßenverlauf, die Belagsänderung, Schlaglöcher, Wind, Regen, Sonne, wenn du diese ganze Scheiße wahrnehmen kannst weil du nicht mehr krampfhaft darüber nachdenken mußt, wo die Kupplung war und ob du jetzt 50 oder 70 fahren kannst/darfst/sollst oder ob deine Scheißsegeltuchschuhe dreckig werden oder nicht, dann fährste sicher und hast Spaß. Bis dahin muß die Bedienung vom Gerät und die Wahrnehmung geschult werden, das dauert je nach Typ und Veranlagung halt mehr oder weniger lange. Bis dato kann man so ein Gerät auch mal wegwerfen, oder dreimal, oder auch garnicht, weil man vorsichtiger ist. Der Typ, der das Ding aber dreimal wegwirft und bewußt damit umgeht, was dabei passiert ist, wird potentiell sicherer fahren als der, der die Grenze nie ausgelotet hat. Der weiß nämlich nie, wie nah er an dieser ist. Habe ich auch schon von gehört, da gäbe es bei euch einen. Macht nen schlanken Fuß, der Typ.