Die Meinung kann ich, obwohl weit verbreitet, nicht (vollständig) teilen. Dass der relative Zeitquerschnitt bei Hubvergrößerung (bei unverändertem Kanal sowie gleicher Steuerzeit, korrigiert durch Kodi/Fudi!) kleiner wird ist klar. Nicht jedoch der absolute Zeitquerschnitt, oder bildhaft ausgedrückt die absolute Strömungskapazität dieses Kanals in diesem Motor. Ergo: real geht mehr durch obwohl der Kanal einen geringeren relativen Zeitquerschnitt (als grundsätzlich einzig sinnvoller Vergleichswert unterschiedlicher Motoren) aufweist. Daher Daumen hoch für mehr Hub solange man sich dadurch keine anderen relevanten Nachteile einhandelt (Kolbengeschwindigkeit, Gehäusebearbeitung, ...). Kurze näherungsweise Rechnung eines 68,5x57 bzw. 68,5x60 Motors mit hypothetisch angenommenen 128° Überströmzeit bei 12mm Kanalhöhe und 24,5mm Kanalbreite (Sehnenmaß) ergibt dabei für den 60er Hub einen um 2,76% geringeren relativen Zeitquerschnitt, der absolute Zeitquerschnitt (und damit die theoretische Leistungsfähigkeit dieses Kanals) steigt dabei aber um 2,35%. Fazit meinerseits: Der Hubraum steigt zwar um 5,26%, die Leistungsfähigkeit aber nur um 2,35% - bei identischen Steuerzeiten und Kanalhöhen. Das ist praktisch aber unmöglich da sich ÜS und A aufgrund des sinusartigen Zusammenhangs unterschiedlich ändern - Auslass muss hochgefräst werden für gleiche Steuerzeit. Folge: Der langhubigere Motor hat einen höheren Auslasskanal was den Zeitquerschnitt wiederum erhöht. Also eigentlich noch ein Punkt auf der Habenseite bei Langhub - sofern die Peripherie das auch nutzen kann. Ob diese 2,35% den Aufwand wert sind muss jeder selbst entscheiden. kurzes Fazit meinerseits: Bei gleichem Hubraum wähle ich immer die langhubigere Konfiguration (wenn diese praxisgerecht ist!). Hilft hier aber nicht viel, da es ja um 210 vs 221 vs 228 cm³ geht...