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Kurze Fragen zum Reisen mit Roller


Rote PV
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Welche Tagesstrecke sind mit einer originalen 125´er realistisch? Ich bin früher nur mit 50ccm verreist und damals waren so 150-200 km pro Tag die Schmerzgrenze, wenn man mehrere Tage unterwegs war. 

 

Gibt es im EU-Ausland eine Chance auf "Pannenhilfe" durch versierte Schrauber, die sich noch wirklich mit den alten Vespas auskennen oder musste schon mal jemand seine geliebte Vespa durch die gelben Engel zurückbringen lassen. 

 

Ich spiele derzeit damit einen Jugendtraum nachzuholen und grüble jetzt, ob ich und meine Vespa einer Tour von rund 2 tkm noch gewachsen wären. 

 

 

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bei 2tkm bist ja nicht weit von daheim.

Ich hab meine PX nach defekt easy 500 km heimgeholt mit Auto, weil ADAC 4 Wochen oder so gedauert hätte.

Dann spannen die den Lenker evtl eh kaputt....

einfach mitm Zug heim. Frühs 8 ins Auto, um 22.30 wieder daheim. Sprit usw. zahlt ADAC. Hätt ich gleich machen sollen, statt 2 Tage im Hotel auf die Werkstatt warten, dass die mich nehmen oder nicht.

 

Geh mal von 30-50 km/h Schnitt aus.

200 km am Tag wär mir zu wenig.

8-10 Std im Sattel = Muss man aber mögen.

Wenn Du kleine, touristische Strassen fährst eher 30km/h.

Ich hab n Formtief um 14.30

Da dürfen es gerne bequeme Bundesstrassen sein (easy kilometer !)

Routenplanung:

inverses Autobahnnetz = Wegpunkte mitten in die Maschen, wo keine  Autobahn ist. so umgehst Du Stress und Ampeln easy.

 

einfach mal machen.

Ein liegengebliebener Roller gehört mal dazu und ist nicht immer ne Katastrophe, sondern kann auch lustig sein. fifty fifty Katstrophe/fun bei mir.

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Ich bin grad zurück von einer 4tkm Tour (Österreich, Deutschland, Dänemark, Schweden und wieder retour).

16 Tage, bin weder beim ADAC noch ÖAMTC Mitglied ;-)

Tachowelle gerissen und am letzten Tag hats den Zündkerzenstecker zerlegt. Ein paar Standartersatzteile sollte man schon mithaben (ich fahr jetzt aber nicht mit nem Ersatzzylinder oder Kupplung spazieren).

 

Meine persönliche Bestleistung sind 1200km in 2 Tagen (mit ~10h reiner Fahrzeit pro Tag), das macht aber keinen Spaß mehr.

 

Vor allem macht es keinen Sinn nach Kilometern zu planen, viel besser planst du nach Stunden. Ich persönlich finde das es >5h zäh wird.

Das mit dem Formtief um 14:30 kann ich bestätigen, da gehts mir genauso...

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Mit 177er Zylindern fahren wir unsere langen Touren immer bei einem Schnitt von 50 kmh zwischen 250 und 300 km am Tag. Mit originalem 125er würde ich eher mit 40kmh rechnen, 6 Std. reine Fahrzeit wären dann 240 km. Wenn man unterwegssein von 9-17 Uhr plant, gehen von den 8 Stunden bestimmt 2 Stunden für Tanken, Mittagessen und sonstige Pausenstopps drauf. Klar kann man auch 500 km fahren, aber mit Urlaub und Spaß hat das im Gegensatz zu BerntStein bei mir dann nichts mehr zu tun.

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Dank Euch allen fürs Feedback. Als ich vor zwei Jahren mal bei Rita wegen einer TÜV-Geschichte war, bin ich hier an einem Tag rund etwas über 300 km gefahren und fand das auch schon etwas anstrengend. 

 

Mir ist auch selbst schon aufgefallen, dass es "easy Kilometer" gibt bzw. es auf der Autobahn deutlich schneller geht, als wenn man durch jede Ortschaft kurvt. Bei dem Plan, den ich im Hinterkopf habe, würde ich die 1 tkm Hin- und Rückweg gerne möglichst schnell hinter mich bringen, um dann mehr Zeit am Ziel zu haben bzw. um mich dort mit Freunden zu treffen. Ich würde hier also tendenziell sogar Autobahnfahren, obwohl das ja auch oft eine Zitterpartie werden kann.

 

Neben dem Formtief habe ich vor allem Respekt davor, wie sich der Rücken oder auch mein etwas etwas lädiertes Knie nach einer längeren Strecke anfühlen wird. Vorallem, wenn man hier mehrere Tage hintereinander Strecke macht. Meine neue Sitzbank steckt auch noch irgendwo in Italien fest und ich weiß daher noch nicht, ob die wirklich bequemer sein wird als meine jetzige, die mir dreißig Jahr gute Dienste gleistet hat.

 

Bezüglich Ersatzeile wird es schwierig sein mehr als ein paar Seilzüge, Birnchen und Draht + Klebeband zu verstauen, wenn man noch Platz für Werkzeug und das eigene Gepäck haben möchte. Im Gegensatz zu früher würde ich aber auf einen Campingkocher + Blechgeschirr verzichten bzw. lieber irgendwo günstig essen gehen.

 

@thisnotes4u

Der Hinweis mit dem Tanken ist auch sehr hilfreich. Selbst bei kurzen Touren von hundert Kilometern kann es am Ende zum Nervenkitzel werden, wenn man nicht weiß, ob der Sprit noch bis zur nächsten Tankstelle reicht. Reservekanister sind praktisch, aber wohl auch etwas gefährlich und eine kleine Notfallreserveflasche kann je nach Tankstellennetz schnell zu klein werden. 

 

@G0dl1ke

Was war das mit Deinem Zündkerzenstecker? Normalerweise habe ich keinen Ersatzstecker im Handschuhfach. Und Tachowelle hört sich ja erst Mal harmlos an, aber woher weiß man dann, wo man den nächsten Tankstopp einlegen muss.

 

@BerntStein

Das mit dem inversen Autobahnnetz sagt mir offengesagt nichts. Ich bin jemand, der sich sogar mit Navi noch verfährt und gestehe, dass ich das Navi sogar auf der Vespa nutze. Bedeutet dies aber im Grunde, dass Du dort fährt, wo weit und breit keine Autobahn und dafür ein gutes Netz mit Bundesstraßen verfügbar ist.

 

 

 

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500+ sind normal kein Spaß, auch wenn man gern lang fährt.

Wenn die Konzentration nachlässt, ists es ja auch gefährlich.

Das ist nicht immer planbar.

 

aber 350 für nen normalen Reisetag finde ich schon passend.

fürn Start 240 ist nicht doof - man kann wie gesagt dann allmählich steigern.

Im schönsten Gebiet also eher 240. Mit z.b. einem Transferstück, wo man flott durchzieht ( Poebene, Gegend um Ljubljana, andere Großtadtgebiete usw. )

wird es etwas mehr.

Und dann bei der 3ten oder 4ten Start/Endetappe durchs gleiche, bekannte, Gebiet wird man ja evtl. eh flottere Wege wählen.

Und wenn der Urlaub kurz ist, fährt man sowieso vom Zielgebiet nach Hause in einem Rutsch. 

Da gehen dann 5-6-700 oder etwas mehr km mit der PX und Autobahn.

( Bei Fernreisen ist nicht schon jeder Meter bis hin/zurück touristisch fahrbar. Da muss mal ne flotte Strecke rein )

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Spätestens wenn ich merke, dass in die Kurve legen koordinativ nicht mehr flüssig läuft, habe ich genug…. … und das ist so zwischen 250 und300km. Kommt aber auch auf die Vibrationsintenstät der Rakete an.

 

Und Schutzbrief brauche ich mittlerweilen allein vom Kopf her. 

Edited by knudda
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man darf auch nicht vergessen, das "Über Land fahren" nicht überall gleich gut läuft. Hat man da Feld und Wiese um sich rum, gehen sicherlich auch mal 70km in der Stunde....bei "normaler Bebauung" landet man aber schnell bei rund 50km, egal ob man auf der freien Fläche mit 100 durch die Landschaft juckelt.

 

Zur simplen Orientierung einfach mal bei google maps ne Strecke von grob 250 - 300km eingeben und dann sagen "Autobahnen vermeiden" sagen....man wundert sich was da bei raus kommt....stimmt aber leider fast immer :-D

Edited by dorkisbored
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vor einer Stunde hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

Was war das mit Deinem Zündkerzenstecker? Normalerweise habe ich keinen Ersatzstecker im Handschuhfach. Und Tachowelle hört sich ja erst Mal harmlos an, aber woher weiß man dann, wo man den nächsten Tankstopp einlegen muss.

Den Stecker hat es in Einzelteile zerlegt (siehe hier). Da die Plastik NGKs bekannt dafür sind hatte ich Ersatz dabei, hätte aber sonst auch einen MacGyver mit Draht und Klebeband probieren können.

 

Zur Tachowelle: mit etwas Glück liegt irgendein Oldiedealer auf deinem Weg. Nachdem mir das noch in Österreich passiert ist bin ich einen kleinen Umweg über den Stoffi (Stoffis Garage) gefahren und hab dort am Parkplatz eine neue Welle eingebaut. Mein Problem war eher das ich keine Ahnung hatte wie schnell ich fahre.

 

Und bezüglich Ersatzteile, ich hatte mit:

Zündkerzen, Zündkerzenstecker, kompletten Satz Innenzüge, Schraubnippel, einige M7 Muttern, Hauptdüsensatz, Kupplungsdruckpilz, Ersatzbirnen, Schrauberhandschuhe, Isolierband, Draht und Schleifpapier. Das braucht alles sehr wenig Platz.

Die großen Teile hab ich zwischen Tank und Rahmen versteckt: Zündgrundplatte, CDI und Drehmomentschlüssel

 

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inverses Autobahnnetz:

A9 A6 und A7 + A8 bilden ein Viereck.

Du klickst mittig zwischen die Autobahnen ins leere deinen Zielpunkt : Sagen wir Döckingen. voila: allen Stress umgangen.

automatisch immer weit weg von Großstadt und Autobahnscheiss.

Alternativ Papierkarten 1:250.000 von Marco Polo oder Freytag u Berndt. Hier die grün markierten Strecken nehmen. DAS geht leicht und gibt gute Routen !

 

3ltr Kanister ist schon fein.

 

Sitzbank: alles mit Federn werde ich nicht mehr fahren. Schaumbank von Nisa rules ! gibs für PV. musst evtl problemlos bei den Italienern ordern.

 

Auf der PV ists mit 180cm etwas anstrengend nach 6-8Std

Sitzposition durchwechseln hilft bissl (gaaanz vor z.b.)

auf der Pv vorne etwas Last beruhigt die Karre. (nur mit PK Gabel gemacht)

25kg eher nicht. so 5 ohne Wind. bei Brise und auf BAB mehr !

 

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@BerntStein

Das mit den 500-700 km auf der Autobahn macht mir Mut. Vielleicht kann ich ja dann doch innerhalb von zwei Tagen bis in die Bretagne düsen. Vorher muss ich aber wohl auch schauen, wie das jetzt mit der Crit´Air läuft bzw. ob die Francilienne hier auch betroffen ist und ein Umweg nötig wird.

 

Und ja, etwas über 180cm und PV können im Rücken unangenehm werden. Früher hatte ich sogar Fahrradpacktaschen fürs Gepäck über die Sitzbank gezurrt und damit noch weniger Platz zum sitzen. Die neue Sitzbank ist aber leider schon bestellt und nur noch nicht geliefert worden. Ich hoffe aber, dass sie bequemer ist als meine durchgesessene alte Sitzbank.

 

@knudda

Meine Vespa vibriert, ist aber keine Rakete. Der Tacho läuft aktuell bis ca. 90 km/h, was dann wohl rund 80 km/h sein dürften.

 

@dorkisbored

Ich hasse vorallem Fahrten durch Dörfer mit Ampel oder Blitzern, die auch von hinten fotografieren ;-) Bis zu einem Besuch bei Rita war ich früher nie Autobahn gefahren. Jetzt habe ich aber festgestellt, dass man viel schneller von A nach B kommt, wenn man hier ohne Ortsdurchfahrten richtig Strecke machen kann. Dennoch fehlt mir noch immer jedes Gefühl dafür, wie lange ich für eine Strecke x tatsächlich brauche und auch die Zeiten von Routenplanern sind nach meinem Eindruck in der Realität oft schneller zu schaffen.

 

@G0dl1ke

Ich habe aktuell auch einen Zündkerzenstecker von NGK aus Plastik drauf. Dann sollte ich hier wohl auch dringend einen in Reserve immer dabei haben. Bei den Ersatzteilen sind wir hier wohl tendenziell ähnlich ausgerüstet, aber ich nehme gewöhnlich keine Hauptdüse mit und auch keinen Kupplungspilz, den ich eh nicht selbst einbauen könnte. Auch eine Zündgrundplatte habe ich nicht mal in Reserve dabei bzw. CDI gibt bei mir ja auch gar nicht. Ich vermute, dass dies bei Dir mit der elektronischen Zündung zusammen hängt.

 

Eine kaputte Tachowelle hatte ich auch schon, aber zum Glück noch nie auf einer längeren Ausfahrt. Geschwindigkeit ist doch aber einfach. Vollgas sind rund 80 und wenn nicht geblitzt wird, ist der Rest eh Nebensache *** duck weg ***

 

 

 

 

 

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Wow, so viele Feedback hätte ich gar nicht erwartet. Ich bin wie schon angedeutet noch in der "Prüfungsphase", ob ich hier meinen unerfüllten Jugendtraum nachhole. Seinerzeit boten mir meine Eltern einen beträchtlichen Reisekassenzuschuss unter der Bedingung die Vespa mit dem Bahn in die Bretagne verschicken zu lassen. Dort bin ich dann "nur" etwas über tausend Kilometer mit dem damals noch eingebauten 50ccm Motor herumgefahren. Seit fast 25 Jahren habe ich jetzt aber bereits den 121ccm Motor in meiner Vespa und damit sollte es doch wirklich gefahrloser möglich sein, in die Bretagne damit zu gelangen.

 

@Albert Preslar

Ich hatte mir bereits vor ein paar Wochen schon wegen meiner kleinen Schwarzwaldtouren einen kleinen 2 Literkanister besorgt. Noch weiß ich nicht, wo ich den festzurren werde, aber tendenziell werde ich mir wohl eine Alukiste besorgen und dort Ösen einschrauben, weil ich mir meine Vespa mit Topcase irgendwie nicht so recht vorstellen kann.

 

@BerntStein

Ich bin ja auch schon oft mit 5 Liter-Kanister bei kleinen Touren unterwegs gewesen. Das spart sehr viel Zeit, aber irgendwo sitzt hier dann auch die Angst im Nacken, wenn von hinten einer drängelt.

 

@G0dl1ke

In Bezug auf Frankreich habe ich jetzt sogar mit Schrecken gelesen, dass ich Reflektoren am Helm haben muss, Handschuhe mit CE-Zeichen tragen muss und vermutlich die Warnweste ständig tragen sollte. Ich fahre regelmäßig eine kleine Tour von rund 80 km ins benachbarte Elsass und war neulich total entsetzt, dass ich hier wohl ständig hätte Gefahr laufen können eine "amende" zu kassieren.

 

Wie lange ich ohne Familie hier einen Solourlaub planen würde, steht aktuell noch in den Sternen. Meine Frau bestärkt mich in meinem Vorhaben, weil sie selbst bis zu ihrem schweren Motorradunfall auch längere Touren gefahren war. Umgekehrt bin ich auch selbständig und würde daher versuchen den Sonderurlaub auf etwas über eine Woche zu begrenzen. Ich will aber auch genügend Zeit für meine Freunde in der Bretagne haben, was auch der Grund ist, warum ich schnell hin- und auch wieder zurück fahren möchte bzw. lieber dort in der Bretagne gerne mehr Zeit verbringen möchte.

 

@knudda

Dein Einwand mit der Autobahn kann ich gut verstehen. Vor ein paar Wochen haben sich drei Autofahrer ein kleines Rennen geliefert und mich dabei auf der rechten Spur glatt übersehen, so dass ich in letzter Sekunde auf den Standstreifen flüchten musste, um nicht vom zweiten Raser weggefegt zu werden. Aber in Frankreich sind ja tendenziell nur 130 km/h erlaubt bzw. gilt ja dort sogar nur eine Mindestgeschwindigkeit von 40 km/h, weshalb es ja dort doch schon meist etwas "gemütlicher" zugeht. Oder hast Du hier auf dem Zweirad bereits andere Erfahrungen gemacht.

 

Jedenfalls hätte ich den Plan, dass ich mich an die Versen eines LKW´s heften würde und versuchen würde in dessen Windschatten zu bleiben. Einen LKW übersehen ja die wenigsten und ich müsste nur schauen, dass ich genauso schnell fahre wie so ein LKW.

 

 

 

 

 

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vor 10 Stunden hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

 

@knudda

Meine Vespa vibriert, ist aber keine Rakete. Der Tacho läuft aktuell bis ca. 90 km/h, was dann wohl rund 80 km/h sein dürften.

 

@dorkisbored

Ich hasse vorallem Fahrten durch Dörfer mit Ampel oder Blitzern, die auch von hinten fotografieren ;-) Bis zu einem Besuch bei Rita war ich früher nie Autobahn gefahren. Jetzt habe ich aber festgestellt, dass man viel schneller von A nach B kommt, wenn man hier ohne Ortsdurchfahrten richtig Strecke machen kann. Dennoch fehlt mir noch immer jedes Gefühl dafür, wie lange ich für eine Strecke x tatsächlich brauche und auch die Zeiten von Routenplanern sind nach meinem Eindruck in der Realität oft schneller zu schaffen.

 

 

 

Tschuldige, willst Du Urlaub machen oder ein Rennen gewinnen? 

Ich bin ja schon echt viel mit so ner Karre in der Gegend rum gefahren....die deutlich schneller als 80-90km/h kann.

Da is nix mit "gegen das Navi gewinnen". Egal ob auf der Bahn oder über Land. Vergiss das mal ganz schnell wieder.

Allein die Tankstops versauen Dir jedes "Rennen" gegen die Zeit.

 

Ganz davon abgesehen hätte ich da auch gar keinen Bock drauf, auf so ne Hetzerei.  Bevor ich da jetzt Ü-1000km mit 80-90 Sachen (was mir wieder zu langsam/gefährlich wäre)  stumpf auf der Bahn geradeaus fahre, such ich mir doch ne nette Route und genieß so ne Sache... Aber jeder wie er mag :cheers:

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vor einer Stunde hat dorkisbored folgendes von sich gegeben:

 

Tschuldige, willst Du Urlaub machen oder ein Rennen gewinnen? 

 

 

Hier hast Du vollkommen Recht. Und ich gestehe ein, dass ich jemand bin, der am liebsten immer den Gasgriff bis zum Anschlag dreht, was bei meiner Vespa dann gemütliche 80 Sachen sind.

 

Bist Du aber schon mal mit der Vespa in der Bretagne die Küste entlang gefahren oder durch die hübschen Dörfer gedüst? Das macht mir definitiv mehr Spaß als die lange Anfahrt dorthin. Mir geht es also weniger um ein Rennen gegen die Zeit, sondern eher um den Versuch möglichst mehr Urlaubszeit in der Bretagne selbst verbringen zu können. 

 

Davon abgesehen ist es noch nicht lange her, wo meine Vespa beim kleinsten Gegenwind nicht mehr als 75 km/h oder sogar weniger auf den Tacho bekam. Ich genieße daher auch noch den kleinen Zugewinn von etwas mehr Endgeschwindigkeit in vollen Zügen. 

 

Mein Plan wäre ohnehin keine starre Etappenplanung, sondern ich würde eher versuchen mir jeweils kurzfristig eine Unterkunft zu suchen, wenn die Puste raus ich und ich keine Lust mehr auf Fahren habe. So gesehen geht es mir eigentlich mehr um eine grobe Planung, wie viel Zeit ich für so eine Tour einplanen müsste. Und egal wie viele Tage es am Ende dann tatsächlich in der Bretagne selbst würden, kommt dann am Ende der Satz "Il faut que je m'en aille" (Ich muss los...).

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@Rote PV Du machst das schon genau richtig: Autobahn rules. Vor allem sonntags ein Traum. Völlig entspanntes Dahingleiten ohne jedweden Stress. 

 

Ich fahre mit ein paar Jungs jedes Jahr eine große Tour. Da wir am Zielort immer zwei Tage lang nette Touren auf prächtigen Landstraße fahren, legen wir die Hin- und Rückfahrt meist zu 90 % auf der Autobahn zurück. Schwächster Motor war oft ein 135er DR. Mit dem lassen sich gerade so noch LKW überholen. Ich denke, das wir bei Dir eher nichts. Du wirst halt hinter den LKW her fahren. Was auch kein Drama ist. Nur das Überholt-Werden von großen LKW nervt.

 

Meine bislang längste Fahrt waren 10 Stunden an einem Tag. Inkl. Tankpausen und einer längeren Mittagspause. Ja, die letzte Stunde war dann echt kein Spaß mehr, aber mit dem Ziel vor Augen geht das schon. 

 

Ich habe mehrere Sitzbänke hier und schon einiges ausprobiert. Schaumstoff finde ich angenehmer als Federn, aber zu weich sollte es auch nicht sein. Wichtig ist mir, dass ich während einer langen Fahrt die Sitzposition variieren kann. Ein Schwingsattel käme für mich nie infrage. Probleme macht bei mir eher selten der Rücken, meist schmerzt der Nacken am Ende des Tages. Das ist aber oft am nächsten Tag vergessen. ;-)

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vor 4 Minuten hat Rote PV folgendes von sich gegeben:

 

Bist Du aber schon mal mit der Vespa in der Bretagne die Küste entlang gefahren oder durch die hübschen Dörfer gedüst?

 

langt Dir der Gardasee oder Strecken in Österreich?

 

Du wirst in 6h auf der Bahn grob 400km schaffen.....wahrscheinlich weniger.... rechne Dir halt aus  wann Du wo bist. 

80km in der Stunde sind 400km in 5 Stunden....ohne Pipi, Kacken, Tanken, Stau und ohne Berg, wo Dein Rennmoped dann keine 80 sondern vielleicht nur noch 75 oder 70 fährt.... das versaut den Schnitt.... 


Das ist jetzt alles kein Hexenwerk um heraus zu finden, wie lange man wohin braucht. Faustformel: Es dauert eh länger als geplant :-D

 

Mir wäre diese Geschwindigkeit übrigens immer noch zu heikel auf der Bahn, gerade auf so langer Strecke

 

 

 

 

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Also ich bin Fronleichnam 2016 mal 450km Autobahn am Stück gefahren, um so schnell wie möglich in den Süden zu kommen.

An dem Feiertag war LKW Fahrverbot, da war das wirklich kein Problem, Gasgriff immer auf Anschlag.

Allerdings habe ich am Hockenheimring und später vor Stuttgart am Leonberger Dreieck mit heftigen Rückenschmerzen jeweils ne längere Pause machen müssen.

 

Nochmal tät ich das nicht machen. 

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Moin, 

also ich würde auch so gut 300-400km pro Tag einplanen. 

Ich bin zu Beginn meiner letzten beiden Touren jeweils am ersten Tag einmal 700 und einmal 600km gefahren, dann biste aber abends komplett bedient. Wollte halt ganz schnell weg vom  Schei..wetter, würde ich aber nie wieder machen. Ok, war ne Largeframe und fast nur Autobahn....

 

Thema Sitzbank, hatte die Tsr drauf, gibt's ja auch für Smallframes, relativ hart aber ging. 

 

 

 

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Zuerst möchte ich nochmals für das ganze Feedback danken, dass ich hier bekomme. Aktuell bin ich noch immer "nur" in der Vorplanungsphase, aber je mehr ich von Euch an Tipps bekomme, desto mehr kribbelt es mir schon in den Händen, diese Tour zu realisieren. Vorher muss ich aber erst noch meinen gewaltigen Arbeitsrückstand aufarbeiten und dann versuchen, dass ich ca. Juni oder Juli 2022 etwas Luft habe, um dann vielleicht endlich loszudüsen. Umgekehrt motiviert mich aber der Gedanke an eine solche Tour auch gewaltig, was dann das Arbeiten auch leichter macht.

 

In Bezug auf die Sitzbank hatte mir vor ein paar Wochen diese bestellt, die in den nächsten Tagen bei mir eintreffen wird: https://www.lambretta-teile.de/Sitzbank-standard-mit-Piaggio-Schriftzug-Vespa-PV-ET3

 

Aus früheren Zeiten erinnere ich mich aber auch noch schmerzhaft daran, dass es nach längeren Fahrten (6-8 Stunden) erst schmerzhaft wurde oder sich auch dann wieder fast taub angefühlt hat. Meine jetzt durchgesessene Sitzbank tut mir bereits nach zwei Stunden weh, weshalb ich mir hier eine deutliche Verbesserung erhoffe.

 

Das Thema Autobahn ist wohl tatsächlich ein zweischneidige Schwert. Einerseits gefährlich und öde, aber dafür schneller. Außerdem werden in Frankreich auch noch Autobahngebühren fällig. Es gibt eine Route südlich von Paris, die auch Franzosen nutzen, um die Autobahn zu umfahren. Der Nachteil sind einige Ortsdurchfahrten, wo man früher mit französischem Kennzeichen meist auch mit etwas über 60 Sachen nicht angehalten wurde. Ich muss da mal mit meinem ehemaligen Austauschschüler in der Bretagne telefonieren, welche Strecke der mir empfehlen würde.

 

Ein anderes Problem wird wohl auch das Thema Crit´Air sein bzw. muss ich mal in der Waze-App schauen, was dort für Paris angezeigt wird (Waze hat Crit`Air und Verkehrsstörungen sowie auch Blitzerhinweise integriert).

Edited by Rote PV
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Fahr die neue Bank auf jeden Fall Probe (einfach mal nen Tagestrip damit unternehmen, nicht nur 1h zur Eisdiele ;-)). Dann bekommst du schonmal ein Gefühl dafür ob die zu deinem Hintern passt oder nicht bzw. wie lange du entspannt darauf sitzen kannst.

Kannst nach der Probefahrt überlegen ob dir die Federn (die großen in der Mitte) zusagen oder ob du auf die hacki'sche Poolnudel umbaust.

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Ich kenne jetzt nicht deine konkrete Strecke durch F, aber generell sind ja auch gerade die Routes Nationales als Alternative zu den Autobahnen gut ausgebaut und auch zum Überbrücken weiterer Distanzen gut geeignet.

 

Vieles wurde ja schon geschrieben. So aus dem Kopf noch meine Tipps/Erfahrungen:

  • 50 km/h Schnitt (im gemischten Verkehr ohne Autobahn) ist ein guter Wert zum Orientieren, das passte eigentlich ganz gut, wenn es jetzt nicht gerade die ganze Zeit die Mini-Küstenstraße oder Alpinstraße ist.
  • 1-2 l Ersatzkanister ist echt wichtig und sinnvoll! Zweitaktöl auch! (Am besten auch mal grob hochrechnen und mitführen, evtl. für die Rückreise die Menge an nen Bekannten vor Ort vor schicken, dann musst du weniger mitschleppen.)
  • Ein paar elementare Werkzeuge und Ersatzteile sollte man auch immer dabei haben, gibt auch extra Topic dazu (ist auch immer abhängig davon, was man machen kann und will unterwegs).
  • Sinnvolle Aufteilung der Etappen. Ich persönlich finde bei der PX (alle 150 km tanken) den Rhythmus "75 km fahren - kurze Pause an einer netten Stelle unterwegs mit Beine vertreten - 75 km fahren - Tanken mit kurzer Pause an der Tanke (Trinken/Essen) - 75 km fahren - ..." recht angenehm und auch länger machbar. Deutlich angenehmer als zu lange am Stück abreissen und im Laufe des Tages wirds dann immer unangenehmer.
    350-400 km pro Tag halte ich persönlich auch für maximal sinnvoll und halbwegs mit Freude fahrbar am Tag. Sind ja dann netto 7-8 Stunden auf dem Bock plus die von mir empfohlenen geplanten Pausen, also schon 10 Stunden unterwegs in Summe.
  • Essen morgens sinnvolles Frühstück, über den Tag eher kleinere Sachen, denn nach einem üppigen Mittagessen unterwegs macht mir zumindest das Weiterfahren dann wenig Spaß, dann lieber Abends noch was Ordentliches.
  • Lieber früh starten und dann Nachmittags/Abends Luft haben zum Essen suchen oder Schlafplatz o. ä. als dann am Ende des Tages unter Zugzwang zu sein.
  • Poolnudel-Tuning für Sitzbank ist top! :cool:
  • Schau, dass du für den Fall der Fälle Offline-Karte der entsprechenden Länder/Regionen dabei hast auf dem Handy. Zusätzlich auch ausreichend Powerbanks/Lademöglichkeiten.
Edited by Marty McFly
Ergänzungen
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