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Nachpatinieren


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So, nun auch ein eigenes Topic zur Nachpatinierung.

 

Hier darf und sollt auch ihr eure Erfahrungen und Methoden zeigen.

 

Es tauchen im O-Lack Topic doch immer wieder Fragen dazu auf.

Leider bin ich, was das Nachpatinieren eines kompletten Rahmens angeht

noch nicht so weit.

Da sich meine 1°Serie, nachdem ich alle Teile in Verde 301 gesammelt hatte,

beim Freilegen als Amethystgrau entpuppte war ich nun einige Zeit auf der suche

nach einem O-Lackrahmen in Verde 301. Leider ließ mein Budget einen solchen

Rahmenkauf nicht zu. Nun habe ich einen 1°Rahmen gefunden.

Dieser enthällt leider keinen O-Lack mehr. Auch fehlt noch die linke Backe und

hat sonst noch einige Stellen mit fehlendem Blech. Da muß ich mich erstmal einiger

Schweißorgien hingeben. Danach wird neu lackiert und der komplette Rahmen

Nachpatiniert und dem Patinazustand meiner Verde-Teile angepaßt.

Das dauert aber noch etwas...

 

Für´s erste kann ich die Nachpatinierung meiner Nuova-Nr.-Tafel + Gepäckbrücke

hier nochmal reinpacken.

 

(Den Beitrag von Gattinator und seinen Felgen-Patinieren hab ich leider noch nicht gefunden)

Den würde ich gerne hier in den ersten Post reineditieren...

Hier der Link zur Felge von Gattinator: KLICK

 

 

Nuova-Nr-Tafel:

(Bilder im O-Lacktopic Seite 138-140)

 

Erstmal wurde die Tafel gereinigt. Um den Rost zu erhalten sollte dieser

nicht geschliffen werden.

Dann wurden die rostigen und kleinere blanken Stellen mit Fett eingeschmiert.

Dann wurde Grundiert und Lackiert.

Danach wurde das fett entfernt.

Nun noch etwas angeschliffen...fertig.

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...neu lackiert... :-D ...aber so paßt es besser zum Rest.

 

 

Nuova-Gepäckbrücke:

Sie wurde mit unten angegebenen Dingen behandelt:
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Mein Werkzeug zur Patinierung:
-80er Schleifpapier
-240er Schleifpapier
-mittelgrobe Feile
-großer Schraubendreher
-Metallstück mit unregelmäßiger Spitze

 

 

 

So, nun seid ihr dran....

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Edited by Kebra
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Neue Griffe aus dem Versandhandel. Ein halbes Jahr auf dem Werkstattboden rumgekickt. Dann mit Ommas Fußsalbe einmassiert und zwei Wochen in die Sonne gelegt. Schließlich ein paar mal mit dem Werkstat

So,ich habe meine Felgenbilder mal zusammengesucht und den damaligen Text rauskopiert. Zudem noch das, was ich sonst schon so mit verschiedenen Mittelchen gemacht habe. Zwecks künstlicher Patinierung

Vorher    Nachher   mehr Bilder und Arbeitsschritte gibts hier  Link

Posted Images

Hey Bertram,
super dass du das Thema auch mal aufgreifst! Vielleicht kommt ja ein ähnlich geiles Topic wie das O-Lacktopic zu Stande....
Da Originallackteile immer seltener werden wird das definitiv den ein oder anderen interessieren.

Hab bei meiner halben Vespa den Kotflügel nachpatiniert. Hab ihn in Fahrtrichtung über den Teer gezogen und dann mit Salzwasser 1 Woche im Garten liegen lassen. Passt jetzt ganz gut zum Rest...

Wichtig ist dabei die Fahrtrichtung da ja nur plausible Kratzer gewollt sind. Und wie auch beim Lackieren das Motto -> wenige ist mehr!
War da leider bisschen zu ungeduldig und hab gleich zu viele Kratzer reingemacht. Sollte man besser schrittweise machen.

Als nächstes werd ich den Lenker machen, mal schauen wie das wird.

post-24016-0-41841800-1374332001_thumb.j

Edited by MrBee
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na endlich mit dem TOPIC wurde es Zeit :-D hattest ja schon mal angekündigt sowas zu eröffnen.

Hatte bis jetzt in der Richtung auch nur mal eine Felge als Ersatzrad bearbeitet.

 

Wurde erst lackiert dann wieder unregelmässig mit einem Zimmermannshammer malträtiert, mit einer Feile und grobem Schleifpapier gequält, danach kam die Felge in den Garten wurden gegossen und mit Salz eingesträut 2 Wochen Später war ich mit dem Ergebnis recht zufrieden.

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Wunderbares Topic...da fühl ich mich zuhaus..

Weißt du noch auf welcher Seite du deine Beschreibung der Nachpatinierung deiner Felgen

beschrieben hast?

Ich würde das gerne in den ersten Post mit reinmachen.

Zumindest so eine ca. Seitenzahl...

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@ Torsten Adam, danke für die Blumen.

 

Vielleicht könnte man das Topic noch bisschen erweitern und so RatLook-Lackierungen mit einbeziehen.

Scooter&Service hat da ja schon zwei sehr schöne Vespas in dem Style realisiert.

Find ich passt auch irgendwie in die Patina Geschichte mit rein....

 

https://www.scooter-and-service.de/custom-scooter/1085/rusty-nail?c=308

 

https://www.scooter-and-service.de/custom-scooter/1254/vb1t-221?c=308

 

:cheers:

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Schoenes Ergebniss,gehoert aber tatsächlich

eher ins O-Lacktopic da hier keine künstliche

Patina erstellt wird.

Der Rost auf der Lackseite ist dann aber auch weg!?

So ein Netzteil hat man aber auch nicht zwingend

rumliegen...

Wäre beim Tank entrosten auch nicht uninteressant.

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Aktuell erhältliche Radzierkappe optisch angepasst:

Lackiert, abgeschrabbt, dreckig gemacht, alte patinöse Muttern verwendet und mit Wasserschiebebildern aus irgendwelche Städten versehen.

Bei Bedarf kann ich detaillierte Fotos nachreichen. Rost is nich, weil VA aus Asien. :wacko:

 

Gesamtergebnis soweit zufriedenstellend. Ziel ist eine maximal italienische Karre ohne englischen Einfluss (was bei der Lambretta ansich oft nicht einfach ist)

 

post-2433-0-30868700-1374652474_thumb.jp

Edited by M210
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Schoenes Ergebniss,gehoert aber tatsächlich

eher ins O-Lacktopic da hier keine künstliche

Patina erstellt wird.

Der Rost auf der Lackseite ist dann aber auch weg!?

So ein Netzteil hat man aber auch nicht zwingend

rumliegen...

Wäre beim Tank entrosten auch nicht uninteressant.

 

Weis leider nicht wie man es verschiebt, keine Ahnung von Gombuutern. :rotwerd:

 

Der Rost auf der Lackseite geht auch auch mit weg, ja. Will man ihn wiederhaben muß die Felge zuerst innen lackiert werden. Danach einfach eine Nacht draußen im Regen stehen lassen- der Rost außen ist im Nu wieder da wenn gewünscht.

 

Es muß nicht zwingend so ein Netzteil sein wie abgebildet. Ein stinknormales 12V Ladegerät sollte den gleichen Zweck erfüllen.

 

Es geht auch ganz ohne Strom, dauert halt nur wesentlich länger.

 

PS. kann bitte ein Mod. die Geschichte mit der Felge entsprechend ins O-lacktopic verschieben?

 

 

 

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Ich zitier das hier mal, damit der Zusammenhang der Texte bleibt und verschieb das anschließen da rüber.

 

 

Ist jetzt nicht direkt Nachpatinieren sondern Patina erhalten, ich hoffe es passt hier trotzdem rein.

 

Wer kennt es nicht, die Felge sieht von außen toll aus, super Patina und sonst alles tutti, doch nach der Demontage des Reifens zeigt sich, dass die Felge von innen einfach nur scheiße ist- alles voller Rost. Den Reifen von der Felge zu bekommen ist eine eine Sache von mindestens einer halben Stunde, da millimeter dicker Rost innen. Reifen und Schlauch natürlich Fratze.

 

Aus aktuellen Anlass habe ich eine relativ einfache Methode gefunden, die Patina der Felge zu erhalten und trotzdem den Rost innen ohne Sandstrahlen oder Bohrmaschine mit Drahtbürstenaufsatz zu entfernen. Man nehme eine ausreichend große Waschschüssel und fülle das Teil mit Wasser. Auf 5 Liter Wasser habe ich ca. 150gr. Citronensäurepulver (gibs bei Schlecker, Rossmann etc.) und einen guten Schuß Essigessenz genommen. Darüber hinaus benötigt man ein ausreichend dimensioniertes Netzteil mit Gleichstrom. Den groben Rost habe ich vorher mit einem kleinen Hammer abgeschlagen. Die rostige Felge wird in die Schüssel gelegt, minus vom Netzteil drangelegt, außen irgend ein Teil aus Eisen mit plus verbunden und ab dafür. Der Rost löst sich wunderschön auf ohne den Lack zu beschädigen. Man kann die Felge jetzt innen grundieren und lackieren. Außen wird alles mit den üblichen Mitteln konserviert und gut ist.

 

 

Felge innen millimeterdick mit Rost, kommt auf dem Foto leider nicht rüber

attachicon.gifIMG_5272.JPG

 

Stabilisiertes Netzteil mit 20V Gleichstrom, 5 Ampere max.

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Felge im Citronensäurebad, Felge angeschlossen an minus, alte Zwinge und alter Schraubenschlüssel an plus

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Ergebnis: innen alles rostfrei, fertig zum grundieren, der neue Reifen kann nach dem lackieren bedenkenlos aufgezogen werden

attachicon.gifIMG_5275.JPG

 

der Lack außen bleibt komplett erhalten

attachicon.gifIMG_5276.JPG

 

wenn hier nicht richtig bitte ins O-lack topic verschieben

 

LG der Jörg

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So, nun auch ein eigenes Topic zur Nachpatinierung.

(...)

So, nun seid ihr dran....

 

Und wie es der Zufall wie gab es gestern auf Spiegel Online einen Bericht über eine professionelle "Patiniererin", die sich um die Kostüme in Krimis etc. kümmert. Falls jemand seine brandneue Kutte mit 30-Jahre-Nighter-Spuren versehen will...  :satisfied:

 

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/kurioser-job-beim-film-patiniererin-macht-kostueme-dreckig-a-912452.html

 

Gruß

 

Jochen

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So,ich habe meine Felgenbilder mal zusammengesucht und den damaligen Text rauskopiert.
Zudem noch das, was ich sonst schon so mit verschiedenen Mittelchen gemacht habe.
Zwecks künstlicher Patinierung muss man immer schauen wie der Rest ausschaut und wirkt.
Grundsätzlich darf man nicht zu scheu sein.

Hier mal ein Beispiel einer Felge für meine Hoffmann, die ich mit Nass schleifen freigelegt habe.
Ich hatte nur 2 Felgen, wollte aber eine dritte als Ersatzrad. Die Muttern sind zwar noch falsch, aber egal.
Also habe ich eine andersfarbige 8 Zoll Felge neu gelackt.
Der Grünton ist ein angemischter Autolack aus der Sprühdose. Grundierung war rote Rostschutzgrundierung von Würth oder so.
Als Vergleichsbeispiel hatte ich beide originalen Felgen. Eine war stärker mitgenommen, die andere weniger. Ich wollte optisch dazwischen bleiben.

Inzwischen nach vielen Kilometern und Staub mehr, hat sich das noch besser angepasst.


Mittelchen zum patinieren in diesem Fall war Rostlack, ein grober ausgezupfter Borstenpinsel, feiner Borstenpinsel, etwas Öl/Fett, kleiner spitzer Hammer, Drahtbürste, rotierende Drahtbürste(Messing + Stahl), Feile, Schmiergel,Druckluft,Salzwasser/Salzsäure.Schuhcreme schwarz aus der Dose.

Auf die vorher nackte Felge hatte ich an wenigen Stellen vorsichtig unregelmässig etwas Fett vertupft-mit dem ausgezupften Pinsel.
Dann grundiert und gelackt. Dann mit Druckluft die fettigen Stellen wieder freigelegt...sah dann aus wie abgeblättert.
Mit einem spitzen Hämmerchen (quasi wie ein Nagel von der Spitze) munter, aber locker drauf los gehämmert ohne richtig zu schauen wo. Eben unregelmässig. Die Unregelmässigkeit ist in vielen Fällen finde ich fast das schwierigste. Bei einer Felge jetzt zB kommt man schnell dazu, in einem gewissen gleichmässigen Abstand Macken einzuarbeiten.
Die Hämmerchenspuren sollten Steinschläge im Lack simulieren. Bei einer Felge passt das noch...an einer Backe wäre das too much.
Dann mit den groben Borstenpinseln mal mehr, mal weniger Rostlack aufgetupft. An den Schraubflächen mehr, am Rand nur punktuell, ebenso am Felgenrand.
Dann einfach mal ein wenig mit der rotierenden Drahtbürste und der normalen drauf gewesen. Erhabene Kanten mit Feile und Schmiergel durch und etwas rundlicher geschliffen.
Felgenrand auch einfach mal über den blanken Betonboden des Kellers geschrubbelt.
Dann Salzwasser und Salzsäure aufgesprüht/pinselt. Über einige Tage wiederholen bis Rost da war.
Mit schwarzer Schuhcreme drüber, zusätzlich noch mit Leder Fresh Up (Ledertönung aus dem Lederrestaurationsbereich) drübergewischt.
In den tieferen Stellen setzt sich das leicht ab, erzeugt dann mehr Tiefe. Letztendlich noch Owatrol drüber wie bei den anderen Felgen

Die neue "alte" Felge hatte zwar dadurch mehr Patina ,als die gute Originale, aber ich wollte ja zwischen beide Felgen kommen.

Anbei mal die Bilder.
Zusätzlich hatte ich, weil ich einfach Spaß dran hatte...mir beim senkrecht stehenden E-Rad eine Abdeckplatte gebastelt und patiniert. Gab es so nie...aber wie gesagt..ich hatte Spaß dran.
Das ist eine Messingplatte , bei welcher ich mein selbst gegossenes Hoffmann Zinn-Emblem aufgelötet habe.
Die Platte mit Emblem dann gut entfettet...mit feinster Stahlwolle etwas optisch angerauht und mit Schwefelleber und Zinnpatina farblich patiniert. Schwefelleber färbt Messing innerhalb weniger Sekunden auf alt. Wird einfach in etwas Wasser aufgelöst und schon kann man lospinseln. Die Zinnpatina (meist für Zinnfiguren) gibt es in dunkelgrau, kupferfarbend etc im Bastlerbedarf. Teilweise kann man damit auch das Messing patinieren...muss man testen. Danach mit einem Lappen und Autosol (Chrompolitur) die leicht erhabenen Stellen wieder anpoliert. Erst dadurch, quasi das Helle und Dunkle (ein Fotograf sagt Licht und Schatten) erzeugt man die Tiefe und es wirkt alt. Da gewisse Mittelchen aber auch matt sind, kann man super mit festen Schuhcreme aus der Dose (schwarz,braun) einen speckig alten Glanz erzeugen.

 

Links neu gelackt, mit ersten Kratzspuren, aber noch eindeutig als neu erkennbar. Rechts die gute O-Lack Felge.

 

Die neue Felge nun fertig patiniert. Mehr Gebrauchsspuren als die Originale...aber weniger als die schlechte Originale.

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Die neue Felge vorne fertig montiert, inzwischen auch mit Staub

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Die stark mitgenommene O-Lackfelge als E-Rad mit eigener "Radkappe"
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Da ich neben den Vespas beruflich mit alten Möbelklassikern und derren Restauration zu tun habe, und dort Patina ebenso oft gerne gesehen wird, kann man auch von dort einiges in den Rollerbereich übernehmen.
Dort sind es mitunter Angleichungen, wenn ein Defekt instandgesetzt wird, oder etwas neues eben genauso wie bei einem Roller wie ein Fremdkörper ausschaut.
Das ist jetzt noch nicht mal unbedingt Holz, sondern oft eben auch Metall, bzw lackierte Teile.
Je nach dem Zustand des vorhandenen, muss man sich eben da rantasten.
Bei alten Schreibtischlampen zB...der Chrom, oder besser Nickel ist patiniert und gut in Schuss...., aber in den 70s hat irgendeine Pfeife die Lackteile von Schirm und Fuß eben abgeschliffen und rosa gelackt.
Bei einer Lampe, die mitunter 2000 wert ist, schon blöd. Neu gelackt in schwarz und hochglänzend sieht auch nicht aus.
Ich nehme da zB gerne seidenglänzenden Lack aus der Sprühdose. Der hat keinen 2 K Härter drin, und ist leichter verarbeitbar...hat ja auch nix auszuhalten.
Der frisch gelackte Schirm wird dann mit alten Nassschleifpapier an den Kanten hier und da durchgeschliffen...eben da,

wo im laufe von 70 Jahren zB auch durch anpacken etc der Lack dünn wird.
Feine Kratzer/Absplitterungen kann man mit einem Cutter, das leicht quer geführt wird reinkratzen.., so dass der Lack mehr punktuell abspringt. Durckstellen im Lack kann man mit einem alten Rundeisen, das ungleichmässige Hammerspuren (optisch qausi wie geschmiedet) aufweist erzeugen. Das Eisen wie eine Kuchenrolle über den Lack rollen.
Danach das ganze mit uraltem , ungleichmässigen Nassschleifpapier (schätzungsweise 800-1500er Körnung oder noch feiner) fein schleifen. Danach mit Politur, Lackreiniger und Schleifpaste (muss man testen) per Hand polieren.
Meist ensteht ein glänzend speckiger Glanz...etwas zurückhaltend gegenüber neuen Lacks.
Die hellen, frei geschliffenen Stellen kann man (nach entfetten) super wieder mit Zinnbeize (klappt oft auch bei Eisen, Zink usw) andunkeln, so dass es authentisch wirkt.
Falls etwas dennoch zu sehr glänzt, kann man es mattieren.
Beim schleifen hat man meist die Schleifrichtung im Lack, muss man unregelmässig machen.
Flies geht da mitunter, was ich aber noch lieber nehme ist Scheuerpulver (Ata etc). Das ist recht fein, und man kann es zu einer netten Pampe anrühren. Dann mit den Händen und der Pampe das Ganze schön befingern und massieren...Gegenstand wenden etc... . Zum Schluß, falls wieder zu matt...mit Schuhcreme leicht anpolieren.
Ist immer ein Ausprobieren und man muss sich nur trauen.
Auch Säuren kann man mitunter nehmen...muss man aber aufpassen und sich sicher sein, was man macht. (Gesundheit,Umwelt ,Sicherheit usw).

Um wieder auf den Roller zu kommen, ..wobei das vom Prozedere quasi identisch ist..., ..kann man Spuren im Lack auch mit groben Schmiergel und einem harten Gegenstück erzeugen.
Also je nach Art der Spur das Schmiergel fest auf dem Lack legen und die Rückseite mit dem festen Stück berubbeln.
Ist ähnlich dem Rundeisen mit den Macken, aber hier drückt man punktuell den Schmiergel in den Lack, ohne Schleifspuren.

Um vom Lack auf Chrom zu kommen....passt grad so gut..., hab ich für meine Hoffmann wieder etwas gefummelt.
Mit einem Freund haben wir Radkappen aus Nickel herstellen lassen. Das ist zum einen gelblicher als Chrom, rostet nicht,
und wird im Laufe der Jahre etwas matter. Kann man aber ruckzuck mit Chrompolitur wieder aufpolieren.
Da die hochglänzende Kappe mir für hier gezeigte Hoffmann aber zu sehr glänzte, sie von Werk aus nicht rostete..ging ich auch hier wieder an das patinieren.
Wie so oft kam hier wieder Zinnpatina in Aktion.
Zuerst hatte ich die hochglänzende Kappe mit etwas Stahlwolle und Schleifflies mattiert.
Dann die Zinnpatina auf einem Lappen drübergewischt. Klappt manchmal nicht direkt, weil man die Streifspuren sieht, aber irgendwann hat  man es. Kann man jederzeit mit Autosol wieder runterpolieren..., auch die matte Kappe hätte und könnte ich jederzeit am Schwabbel wieder aufpolieren.
Irgendwann hatte ich so meine Patinarichtung. Da die Lenkerabdeckung (in Chrom) auch Fehlstellen und alte leichte Rostspuren aufweist, musste ich hier mit Rostlack punktuell etwas nachhelfen.
In den Regen gepackt für einige Tage und es passte. Die Roststellen mit Öl etwas nachgedunkelt-fertig.
Hab es noch gar nicht montiert...ggf wird sie stellenweise auch wieder etwas anpoliert..damit es gleich zum Roller aussieht..aber machbar ist ne Menge.
Würde ggf was sein, wenn man alte Sturzbügel oder sonstiges nur vernickelt, anstelle noch nachträglich zu verchromen,

 

Kappe neu

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Kappe neu patiniert und neu

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Kappe neu patiniert

 

 

Gatti :-)


 

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Edited by gattinator
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Wie würdet ihr denn bei der Patinierung eines kompletten Rollers vorgehen? 

 

Ich bin nämlich am überlegen, ob ich nicht meiner VB1 eine eher gebrauchte Optik verpasse. 

Olack ist es leider nichtmehr und der Vorbesitzer hat sie in einem hässlichen dunkelgrün schlecht lackiert. 

Neu lackiert überlebt bei uns ohne Kratzer eh nicht. 

 

Von daher wäre eine ältere Optik gar nicht mal so schlecht.

 

Hat sich jemand schonmal darüber Gedanken gemacht oder kennt im Internet 

eine Dokumentation, wie das bei Autos, Traktoren etc. gemacht wird? 

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