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Zündung sporadisch defekt

Featured Replies

Geschrieben

Liebe Foristi,

 

neulich bin ich ca 2km zum Einkaufen gefahren. Als ich wieder zurückfahren wollte starb der Motor kurz nach den Anfahren unvermittelt ab.
Vorort habe ich festgestellt, dass kein Zündfunke da ist. Als ich zurückschieben wollte, habe ich auf einer Gefällstrecke noch mal eingekuppelt ( die Hoffnung stirbt zuletzt) und siehe da der Motor sprang an und ich konnte mich nach hause retten. Heute morgen habe ich zur Probe gekickt und der Motor sprang nach dem ersten Kick an.  Jedoch ging er einige Sekunden später wieder aus und springt nun nicht mehr an.

Verdacht ist nun CDI oder Hallgeber

Kann das jemand bestätigen.

Wie kann ich die Vermutung weiter absichern?

Kabelbrüche oder Kontakte-korrosion ist augenscheinlich nicht zu erkennen. 

 

Gruss

 

Gioi 

 

 

Geschrieben

"Augenscheinlich" ist immer wenig zielführend.

 

Ausprobieren ist das Gebot der Stunde! ;-)

 

Taste dich doch als erste Maßnahme mal mit Prüfung(!!!)/Tausch/Ersatz in der Reihenfolge 

 

Sitz Kerzenstecker auf der Kerze - Abziehen des grünen Killkabels von der CDI in den Rahmen - Sitz des schwarzen Zündkerzenkabels in Stecker und CDI - Kabel(-schuhe) rot/weiss/grün aus der Lichtmaschine in die CDI - Kerze - Kerzenstecker

 

vor. Zwischen den Punkten Ankicken versuchen, klar. Dort können allein schon diverse Schäden/Wackelkontakte in Form von gebrochenen Leitungen, die nur noch in der Isolierung hängen oder Korrosion an Steckern/Buchsen bis hin zu nem defekten Kerzenstecker bzw. defekte Kerze versteckt liegen.

 

Wenn du das belastbar beantworten kannst und es brachte nix, kann man immer noch Sachen wie die CDI tauschen anpacken.

 

:-)

 

d.

 

Geschrieben

Ein Klassiker ist das grüne Kabel zur CDI (Erregerstrom der Lima). Bei vielen alten Motoren hält das nur noch durch die brüchige Isolierung zusammen. Zieht man vorsichtig am Stecker des Kabelschuhs der in die CDI geht ist das Kabel meist schon in zwei Teilen.

Geschrieben

War bei mir bei einer ähnlichen Symptomatik ein defekter Pickup in der Zündgrundplatte.

Geschrieben
  • Autor

Dann werde ich mal das Polrad abnehmen und schaun wies dem Zündgeber geht.

Grünes Kabel zum Killschalter Abziehen hat nicht gebracht,

Sekundärwicklung der Spule hat 5,3 Ohm ( Zwischen Zündkabel und Masse gemessen)

Zwischen Rot und weiß sinds 0,5 Ohm, das könnte der Primärkreis sein. 

 

Geschrieben

PickUp messen und dabei mit Heißluft erwärmen. 

Geschrieben
  • Autor
vor 18 Stunden schrieb Angeldust:

Ein Klassiker ist das grüne Kabel zur CDI (Erregerstrom der Lima). Bei vielen alten Motoren hält das nur noch durch die brüchige Isolierung zusammen. Zieht man vorsichtig am Stecker des Kabelschuhs der in die CDI geht ist das Kabel meist schon in zwei Teilen.

 Ich meine die PX80 hat einen permanenten Magneten und keine Erregerspule die bestromt werden muß.  Sonst wären da ja noch irgenwo Schleifkohlen. Ich denke Du meinst den Zündgeber, diesen Pick-Up,  der den Tyrystor in der CDI schaltet, oder?

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Gioi Gioielli:

 Ich meine die PX80 hat einen permanenten Magneten und keine Erregerspule die bestromt werden muß.  Sonst wären da ja noch irgenwo Schleifkohlen. Ich denke Du meinst den Zündgeber, diesen Pick-Up,  der den Tyrystor in der CDI schaltet, oder?


Rotor (Polrad) mit seinen Magneten erzeugt über die dedizierte Spule zur Speisung der CDI die Spannung. Der PickUp gibt den Schaltimpuls.

 

 

Geschrieben

Schau mal nach deiner Lichtmaschine. Nicht das sich die Schrauben gelockert haben und der ZZP nicht mehr stimmt. Man(n) sollte nix ausschließen.

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Gioi Gioielli:

Hab jetz mal eine neue CDI bestellt....wenn die da ist, gibts ein Update.

....

 

die ist es halt im wenigsten Fall der Fälle. Kabel oder Pickup auf der Zündgrundplatte sind meistens die Problemstellen. 

Geschrieben

Bei meiner (nun ehemaligen) PX125 Lusso hatte sich die Isolierung der Kabel zwischen Zündgrundplatte und Kabelkästchen ausgelöst und war zu einer kneteartigen Masse geworden, was entsprechend zu Kurzschlüssen führte. Das Bösartige daran war, dass man das von außen gar nicht sehen konnte, erst nach Ausbau der Zündgrundplatte

Geschrieben
  • Autor

Ich habt recht, es verdichtet sich, dass es die Zündgrundplatte ist .

Wie atimoc beschrieben hatte,  haben sich auch bei mir die Kabel an der Zündankerplatte wundgescheuert. 

Ich dachte erst das sei der Fehler und habe die Verkabelung neu isoliert. Aber das wars nicht. 

 

Beim Durchmessen der vier Lichtspulen und des Pickups konnte ich plausible Widerstände ermitteln. Leider konnte ich keinen Wert an der Erregerspuler ( Die ummantelte)  der Zündung messen. Kein Durchgang. Ich habe an den Kontaktstellen A und B gemessen. B ist mit Masse  A mit der CDI verbunden. 

 

Also muss ich nun davon ausgehen, dass diese Spule defekt ist. Das führt zum Austausch der gesamten Platte

 

Aber: Wer misst misst Mist. 

Vielleicht könnt Ihr mal schauen, ob ich diese Spule so richtig gemessen habe

 

 

Erregerspule Zündung 1.jpg

Erregerspule Zündung.jpg

Geschrieben

Die Spule geht so gut wie nie kaputt. Aber die Kabel sind Kernschrott.

Neu machen und gut.

Geschrieben
  • Autor

Die Kabel habe ich schon neu isoliert und durchgemessen, die sind erstmal ok.

Nur diese feine Erreger Spule liefert keinen Widerstandswert.

Kabelneu alt.jpg

Kabelneu.jpg

Geschrieben

Ich bin das ja aus dem Job gewohnt…daher wiederhole ich mich mal, mach was daraus oder lass es, ich schreibs auch garantiert nur noch einmal und halte dann still, weil Du es ja scheinbar besser weißt.

 

Die Leitungen sind durch ständige Kurzschlüsse so gebraten, wie man es sonst immer bei den defekten Kill Kabeln sieht. Sowas führt auch gerne zur langsamen Zersetzung der Lötverbindung.


Wenn Du die Spule sauber messen willst, entlöte die Kabelanschlüsse um erstens die Kabel selbst und zweitens sogenannte kalte Lötstellen (Google hilft, kann dir aber auch meine Ausarbeitung aus den 90ern zur Ausbildereignungsprüfung, Thema Löten schicken) auszuschließen und messe dann wieder. Ich hatte in über 30 Jahren Rollerschrauberei noch keine kaputte Spule. 
 

Kabeläste in Defekt kannste aber bei nahezu jeder gebrauchten Zündspule finden, mal mehr mal weniger, mal gerade noch funktionierend mit nur defekter Isolierung, mal komplett kaputt und mal mit sporadischen Ausfällen.

 

Also nochmal:

vor einer Stunde schrieb MyS11:

Die Spule geht so gut wie nie kaputt. Aber die Kabel sind Kernschrott.

Neu machen und gut.

Geschrieben

Ich habe tatsächlich schon defekte Erregerspulen gehabt , aber ich würde hier auch ganz klar erstmal die Kabel erneuern.

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb timo123:

Ich habe tatsächlich schon defekte Erregerspulen gehabt , aber ich würde hier auch ganz klar erstmal die Kabel erneuern.

Ich selber noch nicht, aber ja, kann passieren, ist aber in meiner eigenen Statistik noch nicht drin. 
Lichtspulen gegrillt weil am Kabelbaum was verklemmt wurde hab ich auch schon gelesen, aber ebenfalls selbst nie gehabt. 
 

Ich würde aber ne Kiste Bier als Wetteinsatz riskieren, dass bei angelöteten Kabeln die Spule selbst wieder ordentliche Messwerte liefert.

Geschrieben
  • Autor

also , wenn ich direkt zwischen Spulenende und Spulenanfang messe ( siehe Foto, oben) ,  sollte eine plausibler Ohm-Wert, unabhängig vom desolaten Kabelzustand erscheinen oder irre ich mich ? Ich meine es waren bei den Lichtspulen ca 100 Ohm. Bei der Zündungsspule unendlich . also Wicklungsbruch.

...

 

Bitte die Kiste Augustiner an mich senden, alle Kabel sind sauber angelötet.

 

Und Widerstand ist unendlich.

 

Wie auch immer,  die Grundplatten( 150 D-Mark) mit Kabel, Spulen und  Pickups sind beim SC bestellt .

 

Wenns da ist geb ich Bescheid, was rausgekommen ist.  

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

ZGP tauschen behebt den Fehler so oder so. Hättest mir auch die fehlerhafte schicken können. Wäre günstiger gekommen, ob mit oder ohne Spulentausch. SC liefert Samstag, logisch, wenn’s drei oder vier Tage  Zeit gehabt hätte, hätte ich drüber geguckt.

 

Am verlöteten Spulenende messen bei kalter Lötstelle bringt nur was, wenn Du gesichert den blanken Spulendraht am Eingang und Ausgang messen konntest.

 

Wenn das nachweislich so ist, geb ich mich auch geschlagen.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb MyS11:

Wenn das nachweislich so ist, geb ich mich auch geschlagen.

Du hast alles gegeben:satisfied: Er wusste es halt schon alles und hat trotzdem gefragt:sigh:

 

 

und dem Rest war klar, dass man so ne scheiße an Kabeln nicht wieder einbaut...

SC freut sich auf die paar Mark

 

Geschrieben
  • Autor

Ciao a Tutti, 

 

Das Wichtigste zuerst: Vespa läuft wieder.

 

Wie erwartet hat der Austausch der Zündgrundplatte den Zündfunken zurückgebracht.

 

Die neue Erregerspule habe ich im noch nicht montierten Zustand im Vergleich gemessen . War etwas merkwürdig. Das Multimeter zeigt kurz einen Widerstandswert an, um dann unmittelbar wieder auf 0-Durchgang zu gehen,

als ob eine Kapazität oder Selbstinduktion, oder was auch immer* irgendwo mitspielen würde.

( *Hab schon gewußt warum ich nicht Etechnik studiert habe :whistling:)

Egal, Vespa läuft wieder.

 

Falls jemand die defekte Grundplatte  zur genaueren Analyse und gegen nachfolgender Aufschlauung aller hier im Thread haben möchte, kann ich sie gerne zuschicken. (Adresse über PM.)

 

Vielen Dank für Eure Hinweise

( Wenn sie auch manchmal etwas sanfter formuliert werden könnten :inlove:

 

Cordiali Saluti

 

Gioi

 

 

 

Bearbeitet von Gioi Gioielli

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Gioi Gioielli:

Die neue Eregerspule habe ich im noch nicht montierten Zustand im Vergleich gemessen . War etwas merkwürdig. Das Multimeter zeigt kurz einen Widerstandswert an, um dann unmittelbar wieder auf 0-Durchgang zu gehen,

als ob eine Kapazität oder Selbstinduktion, oder was auch immer* irgendwo mitspielen würde.

( *Hab schon gewußt warum ich nicht Etechnik studiert habe :whistling:)

Beim Messen mit einem herkömmlichen Multimeter (Gleichspannung) entsteht keine Induktion, dazu braucht es eine Flussänderung durch Wechselspannung oder Änderung eines Magnetfeldes (Polrad). 

Mit einem Multimeter kannst du nur den Ohmschen Widerstand (Widerstand des Drahtes) messen. Also ob die Spule unterbrochen oder kurzgeschlossen ist. 

Geschrieben
  • Autor

Ist mir alles bekannt, erklärt aber nicht warum das Multimeter kurz einen Widerstand der Erregerspule anzeigt ( also = alles gut) und dann unmittelbar 0-Durchgang ( = alles schlecht)

 

Sowas kenn ich nur vom Kondensator. Aber auch nur theoretisch. Habe noch keinen gemessen. 

 

Bearbeitet von Gioi Gioielli

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Gioi Gioielli:

Ist mir alles bekannt, erklärt aber nicht warum das Multimeter kurz einen Widerstand der Eregerspule anzeigt ( also = alles gut) und dann unmittelbar 0-Durchgang ( = alles schlecht)

Bin keine Elektrofachkraft, aber die Antwort von chatgpt klingt für mich Laien gar nicht so daneben.

 

"1. Induktives Verhalten der Spule (Magnetfeld-Aufbau)

Die Erregerspule ist eine Drahtwicklung mit sehr feinem Kupferdraht.

Beim Messen mit einem Digitalmultimeter legt dieses eine kleine Gleichspannung an, um den Stromfluss zu prüfen.

Beim ersten Kontakt fließt kurz Strom, das Magnetfeld der Spule baut sich auf – der Widerstand wird kurz angezeigt.

Danach fließt kein Strom mehr (da das Feld steht) → das Multimeter zeigt OL oder "∞".

Das ist normal bei induktiven Lasten"

 

Vorschläge von der KI:

"Multimeter auf festen Ohm-Bereich stellen (kein Auto-Ranging). / analoges Multimeter versuchen"

 

Geschrieben

Demnächst in diesem Kino:

“Hey Siri, stell mir den Vergaser ein, Cortana und Alexa haben es nicht drauf!“

 

IMG_5257.thumb.jpeg.e06af28ef228fd21742a0d092261fe58.jpeg

Geschrieben

Sag mir bescheid wenn Alexa mein Moped einstellt. :-D

Mein 10€ Multimeter zeigt mir auch 514 Ohm an.

Das von Gioi beschriebene Verhalten, erst Messwert dann Ol, kriege ich nur hin wenn ich den Messbereich zu klein wähle. Was dann natürlich auch wieder logisch ist.:sigh:

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