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Zündung sporadisch defekt

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Geschrieben
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Liebe Wissenden,

bitte lasst mich nicht dumm sterben.

Warum sollte ein hoher Meßbereich dieses Phänomen nicht zeigen? 

 

Grazie 1000

 

Gioi

 

Geschrieben

Warum gibt es Meßbereiche?

Nehmen wir als Meßgerät für (Gleich-) Strom und (Gleich-) Spannung ein altes Drehspulmeßinstrument.

Ist die Spannung zu hoch, dann blitzt und funkt es im Meßinstrument und es wird zerstört. Also schaltet man pro Meßbereich einen Widerstand bekannter Größe vor das Drehspulmeßinstrument. So wird pro Widerstand die Spannung herabgesetzt. Strom ist egal, da das Meßinstrument zur Spannungsmessung sehr große Widerstandswerte hat, denn der Strom soll ja durch das zu mesende Bauteil fließen und nicht durch das Meßinstrument. Deshalb wird das Meßinstrument auch immer parallel zum Bauteil/ Schaltungsabschnitt, bei dem man den Spannungsabfall messen möchte, angelegt.

Ist der Strom zu groß, dann schmilzt die Spule des Drehspulmeßinstruments. Also schaltet man pro Meßbereich einen Widerstand bekannter Größe vor das Drehspulmeßinstrument. So wird die Stromstärke gesenkt und die Spannung - der Spannungsabfall am Meßinstrument - bleibt konstant unberührt, da das Meßinstrument einen sehr geringen Widerstand hat. Deshalb wird das Meßinstrument immer in Serie ("als Leiterbahn") in einer Schaltung angeschlossen.

Den Widerstand kann man nur indirekt und zumindest am einseitig ausgelöteten Bauteil messen. Oftmals mißt man den Strom. Berühren sich beide Meßspitzen, dann fließt der meiste Strom. Deshalb ist bei den Drehspulmeßinstrumenten oftmals eine Skala von zB 0- 100 für Strom oder Spannung und die Skala für den Widerstand genau gegensätzlich (100-0), weil halt beim "Kurzschluß" durch Berührung der Meßspitzen der meiste Strom = 0 Ohm fließt. Weil U (von der Batterie des Meßgerätes) bekannt und "fest" ist und R = U / I ist, weiß man, dass mit sinkendem Strom I der Widerstand R proportional zunimmt. Der Rest ist Skala. Und die ist bei Vollausschlag am genausten...

Wenn Strom in einen Draht fließt, dann freut er sich, dass er wieder nach Hause kann. Dabei entwickelt er um jeden Leiter ein Magnetfeld. Ist der Draht eng gewickelt, dann bündeln sich alle Magnetfelder zu einem stärkeren Magnetfeld. Dieses wirkt dem Stromfluß entgegen (zB Drossel in alten Leuchtstofflampen). Das mit dem Magnetfeld dauert aber immer etwas und deshalb haben Zweitakter (Zündzahl = Umdrehungszahl) selbst beim Trabant eine Zündspule pro Zylinder. Wenn du also einen starken Strom (wenig Vorwiderstände) in deine Zündspule schickst, dann baut sich sofort ein Magnetfeld auf, das dem Strom entgegen wirkt. Nach kurzer Zeit beruhigt sich die Lage wieder und aus der induzierten (Gegen-)Spannung wird ein konstantes Magnetfeld aus einem langen Kabel. Schickst du einen schwachen Strom (viele Vorwiderstände) in eine Zündspule, dann sieht der Strom die Spule eher als langes Kabel an und es gab fast keine induzierte Gegenspannung.

 

Also weniger Strom = weniger Magnetfeld = weniger kurzfristiger (Schein-) Widerstand.

 

Bearbeitet von CDI

Geschrieben
  • Autor
Am 11.10.2025 um 00:23 schrieb CDI:

Warum gibt es Meßbereiche?

Nehmen wir als Meßgerät für (Gleich-) Strom und (Gleich-) Spannung ein altes Drehspulmeßinstrument.

Ist die Spannung zu hoch, dann blitzt und funkt es im Meßinstrument und es wird zerstört. Also schaltet man pro Meßbereich einen Widerstand bekannter Größe vor das Drehspulmeßinstrument. So wird pro Widerstand die Spannung herabgesetzt. Strom ist egal, da das Meßinstrument zur Spannungsmessung sehr große Widerstandswerte hat, denn der Strom soll ja durch das zu mesende Bauteil fließen und nicht durch das Meßinstrument. Deshalb wird das Meßinstrument auch immer parallel zum Bauteil/ Schaltungsabschnitt, bei dem man den Spannungsabfall messen möchte, angelegt.

Ist der Strom zu groß, dann schmilzt die Spule des Drehspulmeßinstruments. Also schaltet man pro Meßbereich einen Widerstand bekannter Größe vor das Drehspulmeßinstrument. So wird die Stromstärke gesenkt und die Spannung - der Spannungsabfall am Meßinstrument - bleibt konstant unberührt, da das Meßinstrument einen sehr geringen Widerstand hat. Deshalb wird das Meßinstrument immer in Serie ("als Leiterbahn") in einer Schaltung angeschlossen.

Den Widerstand kann man nur indirekt und zumindest am einseitig ausgelöteten Bauteil messen. Oftmals mißt man den Strom. Berühren sich beide Meßspitzen, dann fließt der meiste Strom. Deshalb ist bei den Drehspulmeßinstrumenten oftmals eine Skala von zB 0- 100 für Strom oder Spannung und die Skala für den Widerstand genau gegensätzlich (100-0), weil halt beim "Kurzschluß" durch Berührung der Meßspitzen der meiste Strom = 0 Ohm fließt. Weil U (von der Batterie des Meßgerätes) bekannt und "fest" ist und R = U / I ist, weiß man, dass mit sinkendem Strom I der Widerstand R proportional zunimmt. Der Rest ist Skala. Und die ist bei Vollausschlag am genausten...

Wenn Strom in einen Draht fließt, dann freut er sich, dass er wieder nach Hause kann. Dabei entwickelt er um jeden Leiter ein Magnetfeld. Ist der Draht eng gewickelt, dann bündeln sich alle Magnetfelder zu einem stärkeren Magnetfeld. Dieses wirkt dem Stromfluß entgegen (zB Drossel in alten Leuchtstofflampen). Das mit dem Magnetfeld dauert aber immer etwas und deshalb haben Zweitakter (Zündzahl = Umdrehungszahl) selbst beim Trabant eine Zündspule pro Zylinder. Wenn du also einen starken Strom (wenig Vorwiderstände) in deine Zündspule schickst, dann baut sich sofort ein Magnetfeld auf, das dem Strom entgegen wirkt. Nach kurzer Zeit beruhigt sich die Lage wieder und aus der induzierten (Gegen-)Spannung wird ein konstantes Magnetfeld aus einem langen Kabel. Schickst du einen schwachen Strom (viele Vorwiderstände) in eine Zündspule, dann sieht der Strom die Spule eher als langes Kabel an und es gab fast keine induzierte Gegenspannung.

 

Also weniger Strom = weniger Magnetfeld = weniger kurzfristiger (Schein-) Widerstand.

 

Am 11.10.2025 um 00:23 schrieb CDI:

Ich hab nach Wissenden gefragt, nicht nach Allwissenden ;-)

 

 

Bearbeitet von Gioi Gioielli

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