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Einschätzung Rostbefall PX / pulverbeschichteter Rahmen

Featured Replies

Geschrieben

Moin zusammen,

ich habe den Rahmen meiner PX vor gut 12 Jahren Sandstrahlen und Pulverbeschichten lassen. Nun sah ich im Sommer erste kleine Roststellen, die ich schon angefangen habe zu bearbeiten und auch zu grundieren, nix Großes an sich.

Beim Entfernen des Tanks stellte ich dann jedoch fest, dass das Blech der hinteren Stoßdämpferaufnahme arg gammelt, von oben und von unten. Da hängt ja nun der Motor dran...

Außerdem kam mir zwischen den Falzen eine Sammlung von Strahlgut, Dichtmasse und Rost entgegen. Am hinteren Kotflügelblech platzt tankseitig die Beschichtung ab, darunter isses auch braun.

Beinschild und Tunnel sehen gut aus, aber am Hinterteil muss ich wohl die Stoßdämpferaufnahme vom Karobauer schweißen lassen (habe keine Kenntnisse und Erfahrung damit). Und um anschließend strahlen und neu lackieren komme ich wohl vermutlich auch nicht rum. Pulverbeschichtung beilackieren stell ich mir jedenfalls schwierig vor...

Ich frage mich ob das noch lohnt? Hat jemand evtl. ne ähnliche Situation gehabt? Kennt jemand evtl. nen guten Schweißer oder Karobauer in Bremen Nord oder Bremerhaven? Die ersten zwei, die ich angefragt habe, wollten da leider nicht ran. Zu fummelig und sicherheitsrelevant aus deren Sicht.

Danke für eine Einschätzung!

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Bearbeitet von Alfred

Geschrieben

Im Prinzip kann man auch eine Pulverbeschichtung ausbessern. Meist sind das ja RAL-Lacke. Das heißt, das passt auch von der Farbe her. Zwar nicht perfekt, weil sich der Farbton beim Einbrennvorgang häufig etwas verändert. Aber das geht meist schon.

Dass die Beschichtung unterrostet, kann vorkommen, wenn der Sandmann schlampig arbeitet, wenn der blanke Rahmen einige Zeit liegen bleibt, ehe er beschichtet wird, oder wenn Macken in der Beschichtung bis aufs Blech durchgehen. Das alles kommt aber bei einer Lackierung genauso vor. ;-)

Ob sich ein Reparatur lohnt, muss die jemand sagen, der besser mit Blech kann, als ich. Aber die Stelle gehört ja zu den typischen Schwachpunkten, da gibt's sicher reichlich Erfahrungswerte.

Geschrieben

Ich hatte vor kurzem ein ähnliches Problem an der hinteren Dämpferaufnahme. Eh ein Klassiker.

Mir hat das der @Blechmann74 perfekt repariert. Besser geht es eigentlich nicht.

Bei mir war allerdings die komplette Aufnahme weggebrochen. vermutlich durch einen losen Dämpfer und Zweimannbetrieb.

Geschrieben

Pulvern und Pulvern ist nicht das gleiche.

Allerdings ist Strahlen bei Lack meist einfacher als bei Pulver, und chemisch entlacken birgt Risiken durch verbleibende Chemie in Falzen.

Ich würde mich da bei der Entscheidung schwer tun.

  • 2 Monate später...
Geschrieben
  • Autor

Danke nochmal für die Rückmeldungen.

Hatte jetzt endlich mal Zeit was an der Stelle zu machen. Letztlich habe ich mich dazu entschlossen rund um die großen Blasen ein Rechteck rauszuflexen. Das rausgeflexte Stück war dann auch schon ziemlich mürbe.

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Jetzt muss ich noch jemanden finden, der mir da ein Blech drüberbraten kann.

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Geschrieben
  • Autor

Danke nochmal für die Tips. Vielleicht interessiert ja den einen oder anderen was draus geworden ist. Ich hab jetzt einfach mal einen Lackierbetrieb in der Nähe gefragt. Die haben auch zwei Karobauer im Team, die zufälligerweise Simson- und Vespafans sind. Einer der beiden hat mir zwei Bleche mit jeweils 0,8 mm Stärke eingeschweißt. Erst gepunktet und dann noch Nähte gezogen. Erst eins von unten und dann ein zweites

von oben - wir auch immer er da rangekommen ist.

Sieht ganz gut aus find ich und der Spalt ist groß genug, dass ich noch Fluidfilm o.ä. dazwischenkriege

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Geschrieben

Moinoin @Alfred , das sieht prima aus. Ich würde dir empfehlen nicht nur mit Fluidfilm zu arbeiten. Das Fluid F. ist super, im Spritzwasserbereich würde ich die Fugen und Falze mit zusätzlich mit Sikaflex abdichten. Dann hast du langfristig Ruhe....

Geschrieben

Ich würde vor allem dort wo eventuell mal noch geschweisst werden muss nicht mit Wachs arbeiten! Wenn das warm wird gast das aus und es wird sehr schwierig da ein ordentliches Ergebnis abzuliefern! Das gibt Blasen und Spritzer, da kotzt jeder Karosseriebauer. Komplett mit Wachs eingesaute Karosserien bearbeite ich an den Falzbereichen (wo die Durchrostungen ja meistens auftreten) darum nicht mehr.

Falze konserviere ich immer mit OxyBlock N, das ist je nach Temperatur mehrere Tage aktiv und zieht komplett durch. Wird im Gegensatz zu Wachsen aber fest.

Muss man in dem Bereich dann doch mal schweissen ist es auch nicht ganz optimal, aber besser als Wachs. Ausserdem ist Oxyblock überlackierbar und Dichtmasse hält darauf

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Pholgix:

Ich würde vor allem dort wo eventuell mal noch geschweisst werden muss nicht mit Wachs arbeiten!

Das wurde doch jetzt geschweißt und sollte damit erledigt sein.

Selbst bei nem Alltagsroller sehe ich da eigentlich wenig Probleme für die nächste 30 Jahre...

Geschrieben

Es ging mir eher um die anderen typischen Problemstellen. Wollte damit nur sagen, dass man da überlegt vorgehen sollte. Oder denkst du, dass das die einzige Stelle war? Wenn dort schon so viel Korrosion vorhanden ist, ist es nach meiner Erfahrung an anderen Stellen nicht besser.

Das darunterliegende Stehblech mit den fünf Sicken, das an die Aussenhaut gepunktet ist z. B. (im ersten Bild). Oder die beiden "Flügel" rechts und links. Da ist zwar äusserlich alles blank, aber zwischen Aussenhaut und diesem Formblech sitzt meistens trotzdem ordentlich Rost. Ebenso bei den Flügeln. Man kann es von aussen ja meist gut beurteilen.

Genauso dort abwärts wo normalerweise die Tunnel-Plastikabdeckung sitzt. Da sind so viele Blechdoppelungen, die würde ich mir vorher genau anschauen bevor ich das alles mit Wachs einsaue.

Bearbeitet von Pholgix

Geschrieben
Am 24.11.2025 um 10:39 schrieb kuchenfreund:

Im Prinzip kann man auch eine Pulverbeschichtung ausbessern. Meist sind das ja RAL-Lacke. Das heißt, das passt auch von der Farbe her. Zwar nicht perfekt, weil sich der Farbton beim Einbrennvorgang häufig etwas verändert. Aber das geht meist schon.

Diesen Punkt hätte ich gern nachvollziehbarer erklärt bekommen: Ausbessern einer Pulverbeschichtung zu einem ansehnlichen und haltbaren Ergrbnis hin. Der Farbton spiele dabei erst einmal keine Rolle. Danke vorab.

Geschrieben
  • Autor

Der Rahmen sieht ansonsten tatsächlich noch ganz gut aus, soweit ich das sehen kann, auch am und im Tunnel, das wundert mich eigentlich auch.

An der Aufnahme vom rechten Blinkerkontakt war rundum etwas Korrision. Da kann ich mir aber an die eigene Nase fassen, hatte die Beschichtung beim Eintreiben des Kontakts vor fünf Jahren leicht angedengelt.-(

Ich werde es glaube ich erstmal mal mit Beilackieren versuchen, die Beschichtung ist ja ein matter RAL Ton. Die beschichtete Oberfläche sieht ohnehin nicht so dolle aus. Eher wie ne Mischung aus Küchenfliese und Muttis Orangenhaut. Der Beschichter hatte damals aber auch gar nix anderes versprochen.

Da muss es dann nicht perfekt werden. Wenn das Ergebnis totaler Mist wird, kann ich den Rahmen immer noch neu lackieren lassen. Das ist ja aber auch nicht mehr so ganz billig. Strahlen, Grundieren und Beschichten waren damals nur 400 Euro weiß ich noch...

Aus den Falzen kommt 12 Jahre nach dem Beschichten noch immer Strahlgut rausgerieselt. Ob ich die nochmal abdichte weiß ich nicht. Die Falze, die ich nach dem Beschichten damals nicht abgedichtet hatte, sehen heute besser aus als die abgedichteten.

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