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125 TS Scheunenfund - einfaches Projekt?

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Geschrieben

Die Aussparung bekommst du mit dem Dremel doch gut hin.

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  • nevertoolate
    nevertoolate

    Hier ist mein Fazit zu dem inzwischen abgeschlossenen Projekt. Der Roller fährt wirklich gut (GPS 97 km/h, zieht sauber und gleichmäßig aus dem Stand durch, dreht bis > 7.000). Die Ganganschlüsse

  • TonyMontana
    TonyMontana

    Zuerst freut es mich, dass eine weitere orange ts aus der Schweiz existiert, die Farbe scheint recht selten zu sein.   Habe drei ts von denen bislang 2 auf der Straße sind. Einmal orange mit

  • Geil, da wird mit der Zündungskanone auf Original-Spatzen geschossen  

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Geschrieben

Sprint & Co.-Kupplung ist eigentlich schmaler. Aber vielleicht ist das bei dir auch ein komischer Mix - auch mit der Getrenntschmierung in dem alten Motor.

Nachdem es jetzt funktioniert ist das aber ja schonmal super und du weißt, in welche Richtung du basteln musst...

Geschrieben
  • Autor

Heute hat die TS im ersten Anlauf die HU bestanden! Übermorgen geht's zur Zulassungsstelle. Online anmelden geht leider nicht, weil die FIN nicht akzeptiert wird.

Der Roller fährt richtig gut, selbst mit dem Originalauspuff (für den TÜV) und der relativ langen Übersetzung ist ordentlich Schub vorhanden. Der indische Billigtacho zeigt relativ schnell 100 an, es fühlt sich aber eher an wie 80. Ich bin dann auch erst bei 4700/min. Für mehr hatte ich noch keine Gelegenheit.

Leider gibt es noch einige Rätsel, wegen derer ich am Wochenende wohl den Motor nochmal spalte.

  1. Die Kiste qualmt und der Qualm riecht nicht nach 2-Takt-Öl. Auch wenn der Motor top läuft inkl. sauberem Leerlauf, und das Getriebeöl nicht nach Sprit riecht, irgend etwas muss da undicht sein.

  2. Ich kriege die Mutter der Hauptwelle nicht weit genug drauf, um den Splint durchzustecken, es fehlt ein halber mm. Ist die PX 200 alt Hauptwelle mit der 125 t.s Bremstrommel eventuell inkompatibel? Schalten tut es jedenfalls perfekt. Dünnere Scheibe unterlegen?

  3. Ich werde die Getrenntschmierung stilllegen. Ich habe sie nochmal zerlegt und festgestellt, dass innen Schleifspuren sind. Außerdem gibt es die Dichtung nicht mehr zu kaufen. Ich werde daher das Zahnrad mit der Schnecke rausnehmen und das Loch im Vergaser verschließen. Ich vertraue dem alten Teil nicht.

Geschrieben
  • Autor

Jetzt ist die TS auch zugelassen! Ganz ohne Stress, obwohl sie seit 1985 abgemeldet war, dank vollständiger Papiere.

Die erste kleine Probefahrt war herrlich! Mit original Zylinder, Vergaser und Auspuff bin ich bis 91 km/h (GPS) gekommen, da geht auch noch mehr. Leise, ohne Vibrationen, ohne Klappern - das bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Ich glaube, den Motor lasse ich erstmal so, wie er ist.

Geschrieben
  • Autor

Ein Problem gibt es aber: Sobald man das Gas wegnimmt, hört man ein intermittierendes Schleifgeräusch. Unabhängig davon, ob die Kupplung gezogen ist oder nicht.

Am 23.3.2026 um 21:54 schrieb nevertoolate:

Am 23.3.2026 um 21:54 schrieb nevertoolate:

Ein Problem gibt es aber: Sobald man das Gas wegnimmt, hört man ein intermittierendes Schleifgeräusch. Unabhängig davon, ob die Kupplung gezogen ist oder nicht.

Ich habe den Grund für das Schleifgeräusch gefunden. Die Nieten der Cosa 2 Kupplung berühren den Ausrückhebel. Das Geräusch wurde immer leiser - kein Wunder.

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Geschrieben
  • Autor

So wie der Benzinhahn. Warum ich das 49 Jahre alte Teil nicht erneuert habe, ist mir schleierhaft. Jedenfalls ist mir vorhin der Tank ausgelaufen, ungefähr ein halber Liter, bis ich ihn inkl. Öltank draußen hatte. Zum Glück ist das zu Hause passiert und nicht irgendwo in der Stadt. Und zum Glück hatte ich einen halb leeren Benzinkanister in Griffweite. Und ganz viele Lappen... Na ja, selber Schuld.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hier ist mein Fazit zu dem inzwischen abgeschlossenen Projekt.

Der Roller fährt wirklich gut (GPS 97 km/h, zieht sauber und gleichmäßig aus dem Stand durch, dreht bis > 7.000). Die Ganganschlüsse passen super trotz der etwas langen Übersetzung (PX 200 alt Getriebe, 21/65 Primär), der erste Gang ist vielleicht etwas lang.

Die Getrenntschmierung funktioniert, nachdem ich alles nochmal ordentlich abgedichtet habe. Ich fahre jetzt die erste Tankfüllung ohne Öl - bisher keine Probleme.

Die Elektrik funktioniert einwandfrei, außer dass die Schalterstellungen am Lichtschalter spiegelverkehrt sind. Egal.

Ganz perfekt ist das Ganze aber nicht. Die Kurbelwelle wandert beim Ziehen der Kupplung etwas. Ich kenne das von anderen Vespas, wo es unproblematisch war, auch nach vielen Tausend km. Ich hoffe, dass es bei meiner TS auch ohne Folgen bleibt.

Das zweite Problem: Blowback führt zu Stottern im Teillastbereich. Ich habe das heute endlich einigermaßen in den Griff bekommen, indem ich einen T5 Luftfilter eingebaut und den Vergaserwannendeckel weggelassen habe. Jetzt stottert es nur noch bei unter 3000/min mit ganz wenig Gas und konstanter Geschwindigkeit.

Das dritte Problem ist ein Klackern, wenn ich am Hinterrad wackle. Das Rad sitzt bombenfest, die Bremstrommel hat kein Spiel, das große Lager der Antriebswelle auch nicht, in keine Richtung. Könnte von der Schaltraste oder dem Nadellager kommen. Oder ich habe schlecht ausdistanziert.

Ich werde demnächst eine große Tour mit der TS machen und hoffe, dass diese Problemstellen keinen Ärger machen und keine neuen dazu kommen. Ich bin jetzt ca. 600 km gefahren - bisher keine Probleme. Drückt mir die Daumen!

Auf den Fotos ist der Roller im Reiseoutfit zu sehen.

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Bearbeitet von nevertoolate

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Ich bin jetzt innerhalb von 8 Tagen knapp 1.800 km durch die nördlichen Bundesländer gefahren. 2 1/2 Tage davon im Harz, wo ich die TS manchmal bis zum Anschlag gequält habe, um die Steigungen hoch zu kommen. Ein ganz dummes Problem hatte ich schon am zweiten Tag - beim Düsen wechseln ist mir die Spiralfeder der Standgasschraube verloren gegangen. Bei jedem Gasstoß hat die Schraube sich durch die Vibrationen weiter rein gedreht. Eine Ersatzfeder aus dem Baumarkt hat dann einigermaßen geholfen.

Das Standgas habe ich bis zum Schluss nicht in den Griff bekommen. Da ich von Falschluft ausgegangen bin, habe ich nochmal fetter bedüst.

Ab dem 4. Tag lief der Motor nicht mehr ganz so kräftig und es war ein leises Ticken bzw. Rasseln zu hören. Ich habe beschlossen, den Verlauf der Route zu ändern und einen Sicherheitscheck bei einem spontan übers Internet gefundenen Vespaschrauber (danke nochmal!) zu machen. Den Zylinder abnehmen wollte ich nicht, da dann das Risiko bestanden hätte, dass ich mangels Ersatz nicht hätte weiterfahren können. Ein Blick in den Zylinder mit dem Endoskop war aber unauffällig. Zündung noch abgeblitzt (passte), Vergaser gecheckt und weiter ging es mit mal zu hohem, mal nicht vorhandenem Standgas, aber ansonsten ohne Probleme.

Am Wochenende nach der Tour habe ich dann den Zylinder gezogen. Das Bild vom Kolben sagt wohl alles. Der Zylinder sieht spannenderweise noch aus wie neu. Dazu ist das Massekabel, das von der CDI zum Rahmen führt, offenbar kurz vor Schluss durchgeschmort - ohne spürbare Auswirkungen. Die Falschluft kam möglicherweise von einer undichten Stelle der Gehäusedichtung unterhalb des Zylinderfußes. Dort ist frisches Öl, der Fuß selbst war aber dicht.

Hier noch ein paar Infos:

Vmax: 101 km/h

Reisetempo: 55 bis 85 km/h

Angenehmster Drehzahlbereich: 4800 bis 5500/min

Durchschnittsverbrauch: etwas über 3 Liter/100 km

Ölverbrauch: schwer zu messen, aber eher weniger als 1:50

Getriebe, Schaltung, Kupplung, Züge, Reifen, Bremsen sowie alle Anbauteile haben gehalten.

Die mit einem Stück Yogamatte optimierte Nachbau-Rallysitzbank war okay, aber nach 1.000 km etwas verformt und zum Ende hin unbequem.

1x Wildwechsel (rechtzeitig gesehen)

1x Vollbremsung, weil mir jemand (mit Augenkontakt) die Vorfahrt genommen hat.

1x knapp am LKW vorbei geschrammt, weil ich die Lücke falsch eingeschätzt habe.

Was ich gelernt habe: Originalzylinder sind unkaputtbar, die Kolben aber nicht, wenn man ihnen zuviel zumutet. Und auch eine winzige Feder kann einem die Tour vermiesen.

Was ich das nächste Mal anders machen werde: beim Motor weniger ans Limit gehen.

Und als nächstes? Motor spalten und auf Überraschungen gefasst sein.

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Bearbeitet von nevertoolate

Geschrieben

Hast du das Ringstoßspiel vor dem Einbau vermessen? Vielleicht war das einfach zu wenig für die mörderischen Geschwindigkeiten und dann hat sich der Ring verabschiedet. Oder war die Falschluft eindeutig?

Geschrieben
  • Autor

Der Zylinder und der Kolben waren so original, allzu viel gelaufen hatte der Roller nicht. Allerdings habe ich die Verdichtung ein bisschen erhöht (Kopf und Zylinder oben um wenige Zehntel geplant) und den Auslass um je knapp 1 mm nach oben und seitlich erweitert. Dazu den Einlass aufgemacht und die Überströmer etwas erweitert. Dadurch dreht der Motor deutlich höher - wahrscheinlich zuviel des Guten. Quetschkante war aber immer noch > 2 mm.

Ich habe den Motor aber auch extrem gequält - im 2. und 3. Gang mehrere Minuten lang steile Anstiege hoch bei hohen Drehzahlen.

Geschrieben
  • Autor

Ja, Falschluft war vorhanden. Wie stark kann ich nicht sagen. Ich habe eine 110er Hauptdüse (statt 102) eingebaut und der Motor drehte immer noch sehr weit aus - ich habe das Limit nicht ausgetestet. Außerdem der instabile Leerlauf zwischen 2500 und 1300/min, darunter ging er dann direkt aus. Kann aber auch am kaputten Kolben gelegen haben.

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb nevertoolate:

Ja, Falschluft war vorhanden. Wie stark kann ich nicht sagen. Ich habe eine 110er Hauptdüse (statt 102) eingebaut und der Motor drehte immer noch sehr weit aus - ich habe das Limit nicht ausgetestet. Außerdem der instabile Leerlauf zwischen 2500 und 1300/min, darunter ging er dann direkt aus. Kann aber auch am kaputten Kolben gelegen haben.

Ich bin jetzt nicht so sehr der Zylinderbearbeiter daher meine Unwissenheit...aber verstehe ich es richtig, dass du durch das Fräsen soviel mehr an Drehzahl/ Leistung rausgeholt hast, dass der originale dicke Kolbenring gebrochen ist? Oder hat sich der pin verabschiedet?

So wie ich es verstanden habe waren ja deswegen die GS Ringe bei z.b. dem 133er polini so geil weil dünner und besseres Material. Und hier war's dann zu dick für den breiteren Auslass?

Die echten 101 sind ja schon ne ordentliche Hausnummer mit dem originalen Zylinder

Geschrieben

Nein, das sollte durch die Auslassbearbeitung nicht passieren können. Zum einen sind die die Pins normalerweise nicht auf der Auslassseite, zum anderen kannst du die Breite und Form des Auslasses bei einem stark getunten 133er nicht mit der eines Originalzylinders vergleichen. Wenn man den Auslass schön oval macht, passiert da auch nichts mit Originalkolben, erst recht nicht wenn man nur 1mm wegnimmt.

Geschrieben

Der Schaden liegt sicherlich nicht an der entstandenen Mehrleistung oder am Quälen, das muss das Ding schon aushalten. Vielleicht war der Pin einfach Werksmäßig nicht richtig fest. Wichtig ist das die Kanten vom Auslass nicht scharfkantig sind. Neuen Kolben rein und weiterhin Gas geben.

Geschrieben
  • Autor
vor 1 Stunde schrieb timo123:

Neuen Kolben rein und weiterhin Gas geben.

Das ist seit gestern der Fall. Jetzt hat der Motor wieder spürbar mehr Druck - bestimmt ein ganzes PS! 😄

Allerdings habe ich einen Kolben für die PX 125 eingebaut. Der ist von Vertex und hat oben einen L-Ring und einen stärker gewölbten Kolbenboden. Um nichts zu riskieren, habe ich eine 1 mm Zylinderkopfdichtung eingebaut und die Taillierung des Zylinders am oberen Ende (durch die alten Kolbenringe) mit 1200er Schmirgelpapier geglättet. Die ersten 30 km hat er schon hinter sich, aber ich hab ihn noch nicht höher als 5000 gedreht.

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