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Das große allumfassende E-Auto Topic

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb PK-HD:

Aktuell deutet nichts daraufhin, dass die Batterien nicht 15 Jahre halten sollen. 

Wie kommst du darauf? 

 

Grundsätzlich ist das ja wie beim Verbrenner. Die Nutzung macht den Verschleiß hauptsächlich aus. Und was diese Lebensdauer angeht haben die Batterien ja jetzt schon jedem Verbrenner was voraus. 

 

Naja, wenn ich bedenke, dass bei Handy oder Laptop der Akku oftmals nach zwei Jahren schon ein gutes Stück seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt hat, kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass ein E-Auto 15 Jahre lang sinnvoll zu nutzen ist. Ob ich mit dieser Einschätzung daneben liege, muss die Zukunft zeigen. Hierfür braucht es echte Langzeit-Erfahrungen aus der Praxis. Den Versprechen der Hersteller mag ich jedenfalls nicht so recht glauben. Vor allem ein gewisses amerikanisches Unternehmen ist ja nicht gerade schüchtern damit, die Tauglichkeit seiner Produkte anzupreisen. Zu wieviel Prozent das dann in der Realität stimmt, ist die andere Frage. 

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vor einer Stunde schrieb kuchenfreund:

 

Naja, wenn ich bedenke, dass bei Handy oder Laptop der Akku oftmals nach zwei Jahren schon ein gutes Stück seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt hat, kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass ein E-Auto 15 Jahre lang sinnvoll zu nutzen ist. Ob ich mit dieser Einschätzung daneben liege, muss die Zukunft zeigen. Hierfür braucht es echte Langzeit-Erfahrungen aus der Praxis. Den Versprechen der Hersteller mag ich jedenfalls nicht so recht glauben. Vor allem ein gewisses amerikanisches Unternehmen ist ja nicht gerade schüchtern damit, die Tauglichkeit seiner Produkte anzupreisen. Zu wieviel Prozent das dann in der Realität stimmt, ist die andere Frage. 

Thema Degradation ist eigentlich ziemlich erforscht. 

Wie gesagt, die reine zeitliche Lebensdauer ist nicht das (große) Problem. Die Anzahl der Ladezyklen ist ein Thema. 

Und da sprechen wir aktuell von zu erwartenden 2000 bis 4000 Zyklen. Allerdings nicht bis der Akku kaputt ist, sondern bis eine Degradation von 20 bis 30 % vorhanden ist. Heißt es bleibt eine Restkapazität von 70 bis 80 %. Theoretisch kann man weiterfahren. Oder eben den Akku instand setzen lassen oder einen neuen (instand gesetzten) verbauen. 

Rechenbeispiel für ein großes E-Auto à la BMW und Co: 100 kWh Akku, 2000 Ladezyklen, Verbrauch von 25 kWh/100 km. Reichweite mit einem Ladezyklus also 400 km. 400 km mal 2000 Zyklen macht rund 800.000 km. 

Und selbst wenn es nur 600.000 km wären, weil man extrem pessimistisch ist und das unbedingt schlecht sehen will. 

Oder meinetwegen geht man von nur 400.000 km aus, weil man der E-Mobilitåts-Endgegner ist. Bei einer Fahrleistung von 30.000 km im Jahr wären das dann über 13 Jahre, in denen man das Auto antriebswartungsfrei nutzt. 

Meine Meinung: der, mir regelmäßig zugetragene, Pessimismus war bei Einführung des ersten serienmäßigen und alltagstauglichen E-Autos wahrscheinlich angebracht. Und ja, da gab es offenbar tatsächlich Weiterentwicklungspotential. Aber das ist 11 Jahre her und seitdem wurde da einiges auf den Kopf gestellt und verändert. 

Aber das dauert verständlicherweise auch, bis es bei den Leuten ankommt. 

Bearbeitet von PK-HD

Geschrieben

Was kostet ein neues Akku für einen (beispielsweise) ID3 oder vergleichbare Kfz?

Am Anfang war ja von € 13.000,- für einen Renault Zoe die Rede.

Oder alternativ eine mtl. Batteriemiete, die allein so hoch war wie das kpl. Leasing für einen Verbrenner.

Wie ist die Situation heute?

€ 4.000,- würde ich für eine neue 50Kwh Batterie akzeptieren, mehr aber nicht.

Aktuell haben E-Autos gigantische Wertverluste, weil kein Gebrauchtkäufer sich dieses Risiko antun möchte. Entsprechend sind auch die Leasingraten/ Finanzierungsraten recht hoch.

Einen MG3 Verbrenner kann man in Karlsruhe derzeit für 105,- € leasen - ohne Anzahlung, zwei Jahre / 20.000 km.

Bearbeitet von pehaa

Geschrieben

Toyota bringt anscheinend in 2 Jahren Feststoffbatterieen.  Die sollen nicht brennen, leichter sein und wesentlich schneller laden und massig km schaffen. BEK Tests sind es 1800km. Die ist dann so stabil dass sie auch als Versteifung  dienen kann beim Fzg Bau.   
 

wenn sowas kommt ist dass das Ende der Verbrenner denk ich.  

Geschrieben

Seit über 100 Jahren gibt es Elektroautos warum soll von jetzt auf gleich ein Technologie Quantensprung passieren.. .

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb pv211:

Toyota bringt anscheinend in 2 Jahren Feststoffbatterieen.  [...]

 

Das wäre ein guter Schritt nach vorne, sagt aber nix über die Kosten aus.

Vor Jahren gab es die Prognose, dass parallel zur größeren Verbreitung von E-Autos auch Firmen aus dem Boden schießen werden wie die Pilze, die sich um die Reparatur und Erneuerung von Akkus kümmern werden. Wie ist da der Stand inzwischen?

Geschrieben
  • Autor
vor einer Stunde schrieb pehaa:

Was kostet ein neues Akku für einen (beispielsweise) ID3 oder vergleichbare Kfz?

 

vor 53 Minuten schrieb pehaa:

Wie ist da der Stand inzwischen?

Die Firmen gibt es bereits. 

Dazu gibt es auch massig Videos auf Youtube. 

Was ein neuer Akku bei diversen Herstellern kostet kann ich nicht sagen. Allerdings muss man bedenken, dass bei einem Schaden selten der gesamte Akku defekt ist. Meist ist es nur eine oder ein paar wenige Zellen. Die sind relativ leicht zu tauschen. Habe ich mal an einem Peugeot-Akku gemacht im Rahmen meines HV 3S Lehrgangs. 

Je mehr Azubis in Richtung HV-Technik gehen (aktuell kann man sich ja im Kfz-Bereich zwischen den Schwerpunkten Zeiradtechnik, PKW-Technik, Nfz-Technik und Hochvolt entscheiden), und das werden von Jahr zu Jahr mehr (die Klassen platzen aus allen Nähten), und je mehr Alte Schrauber in Ruhestand gehen umso mehr Potential für die Erneuerung der Akkus befindet sich am Markt. Klar, nicht jeder, der HV-Kompetenz auf seinem Gesellenbrief stehen hat beherrscht tatsächlich den Umgang damit. Aber so wie es aktuell die Fachleute für das Honen von Laufbahnen, das Vermessen von Nockenwellen, das Reparieren von DSG-Getrieben gibt, so gibt es in absehbarer Zeit die Fachleute für Diagnose und Instandsetzung von Batterien.

Für die Leute, die damit aufgewachsen sind, dass man als Nutzer selbstverständlich den Elektrodenabstand der Zündkerzen in regelmäßigen Abständen kontrolliert, ist das genauso Raketentechnik und weit weg vom Lebensalltag wie das Internet für meine Oma. 

Aber die nächste Generation wird seit 2013 ausgebildet, seit 2017 noch intensiver. Und vielleicht ist ja der ein oder andere Altschrauber auch so wissbegierig sich in der neuen Technologie fortzubilden. Habe ich alles schon erlebt. 

Bearbeitet von PK-HD

Geschrieben

Und nun zu etwas völlig anderem:

 

Wie ist das aktuell steuerlich:

wird auf Strom, der zum Vortrieb von Kraftfahrzeugen verbraucht wird, eine besondere Steuer erhoben (neben den bereits vorhandenen Stromnebenkosten)??

Ich frage für einen Freund.

Denn irgendwann wird "der Staat" (Hallo Champ) ja merken, dass die Mineralölsteuereinnahmen immer weniger werden,

und Steuerausfälle kann sich Deutschland immer weniger leisten.

Er muss also Strategien entwickeln, wie diese Einnahmen weiterhin von der breiten Masse eingetrieben werden können.

 

Soll ich mal im Finanzministerium nachfragen, ob da was geplant ist?

 

Geschrieben
  • Autor
vor 34 Minuten schrieb skrotum:

wird auf Strom, der zum Vortrieb von Kraftfahrzeugen verbraucht wird, eine besondere Steuer erhoben

Nein, das geht ja auch gar nicht, da du ja an jeder Schuko Läden kannst. Somit ist das überhaupt nicht trennbar und nicht nachvollziehbar für was der Strom verwendet wird. 

Geschrieben

Irgendwann wird vermutlich die Kfz-Steuer angepasst werden.

Aber bei aktuell

Geschrieben
Am 5.9.2025 um 09:39 schrieb skrotum:

Denn irgendwann wird "der Staat" (Hallo Champ) ja merken, dass die Mineralölsteuereinnahmen immer weniger werden,

und Steuerausfälle kann sich Deutschland immer weniger leisten.

Man muss sich sicher über vieles Sorgen machen, aber ganz sicher nicht darüber, wie der Staat drohende Mineralölsteuerverluste mittelfristig kompensieren wird.

 

Man kann sich hier - und das ist nicht ironisch gemeint - mehr als darauf verlassen, dass im Rahmen einer neu zu schaffenden oder der Erhöhung einer bereits bestehenden Steuer, die Mindereinnahmen aus der Mineralölsteuer wieder herein geholt werden.

Bearbeitet von Dirk Diggler

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