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Frage zum Vermessen der Lagergasse und Zylinderdichtfläche

Featured Replies

Geschrieben

Grüß Euch!

Ich hätte da mal eine Frage an die Spezialisten hier zum Thema Lagergasse vermessen.

Da ich einen kleinen Maschinenpark in der Werkstatt habe, möchte ich für meine zukünftigen Motoren möglichst alles was so "relativ einfach" geht vermessen.

Dabei wäre mir die Lagergasse schon ein wichtiger Punkt. Leider bin ich mir mit dem Messaufbau, den Messstrecken und was alles da wie gemessen werden soll alles andere als sicher.

Hilfsmittel:

Lagerdummys (saugend, schmatzend) und eine geschliffene Welle, am besten links und rechts aus dem Gehäuse ragend. ca die Länge der Zylinderdichtfläche.

Aufspannen:

Der Einfachheit halber direkt auf der Zylinderdichtfläche. Wenn das nicht geht eine Halterung die am Lagersitz der Hauptwelle ansetzt basteln.

Das ich mit der Lagersitzlösung ziemlich sicher einen Winkelfehler einbaue ist mir klar. Da aber die beiden Achsen gegeneinander verglichen werden, wäre das ja zu vernachlässigen.

Messen:

Die Messuhr zuerst über die Zylinderdichtfläche führen und die Abweichung bestimmen.

Dann über die Wellenenden in der Lagergasse (Messstrecke gleich Dichtfläche) und hoffentlich gleiche Abweichung bekommen.

Vermesst ihr die Lagergasse auch noch in eine andere Richtung und wenn ja, was nehmt ihr dabei als Referenz?

Ist das was ich da vorhabe überhaupt brauchbar, oder muss ich das ganze anders angehen?

Hab mir zur Verbildlichung ein Foto von @Dullbohrer ausgeborgt

82abe94b-35ce-475a-a001-ee821d578b78.jpeg

Gruß Gonzo

Geschrieben

Lagerdummies würd ich nie machen. Ich würd mit nen abgesetzten Dorn drehen, der auf Lagerdurchmesser (.00) geht. Die funktionsflächen in einer Aufspannung, mit Prisma und messuhr auf höhenschlag checken.

Den Dorn dann mittels Backofen ein- und ausbauen.

Geschrieben
  • Autor

Hmmm, der Dorn würde es für mich wieder etwas verkomplizieren.

Zumal ich erst schauen muss, wo ich das entsprechende Material herbekomme.

Verstehe aber den Ansatz.

Geschrieben

Willst du messen oder schätzen?

Geschrieben
  • Autor

Messen wäre schon OK.

Darf aber durchaus überschaubar bleiben vom Aufwand. Zumal wir da von so ca. 3-5 Motoren reden ;-)

Meine Fräse ist wahrscheinlich auch min. eine Nummer zu klein, dass ich das Gehäuse dann auch selber Planen kann. Von daher ist das für mich ein "nice to have" und keine Notwendigkeit.

Die Motoren laufen ja alle und das seit mehreren tkm. Aber ich bin halt ein Freund davon, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Gewissheit zu haben.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb gonzo0815:

Grüß Euch!

Ich hätte da mal eine Frage an die Spezialisten hier zum Thema Lagergasse vermessen.

Da ich einen kleinen Maschinenpark in der Werkstatt habe, möchte ich für meine zukünftigen Motoren möglichst alles was so "relativ einfach" geht vermessen.

Dabei wäre mir die Lagergasse schon ein wichtiger Punkt. Leider bin ich mir mit dem Messaufbau, den Messstrecken und was alles da wie gemessen werden soll alles andere als sicher.

Hilfsmittel:

Lagerdummys (saugend, schmatzend) und eine geschliffene Welle, am besten links und rechts aus dem Gehäuse ragend. ca die Länge der Zylinderdichtfläche.

Aufspannen:

Der Einfachheit halber direkt auf der Zylinderdichtfläche. Wenn das nicht geht eine Halterung die am Lagersitz der Hauptwelle ansetzt basteln.

Das ich mit der Lagersitzlösung ziemlich sicher einen Winkelfehler einbaue ist mir klar. Da aber die beiden Achsen gegeneinander verglichen werden, wäre das ja zu vernachlässigen.

Messen:

Die Messuhr zuerst über die Zylinderdichtfläche führen und die Abweichung bestimmen.

Dann über die Wellenenden in der Lagergasse (Messstrecke gleich Dichtfläche) und hoffentlich gleiche Abweichung bekommen.

Vermesst ihr die Lagergasse auch noch in eine andere Richtung und wenn ja, was nehmt ihr dabei als Referenz?

Ist das was ich da vorhabe überhaupt brauchbar, oder muss ich das ganze anders angehen?

Hab mir zur Verbildlichung ein Foto von @Dullbohrer ausgeborgt

82abe94b-35ce-475a-a001-ee821d578b78.jpeg

Gruß Gonzo

Messsäule allein reinschieben, selbst wenn diese abgesetzt ist wie @Tim Ey vorschlägt reicht nicht.

Du weist ja nicht ob bereits ein Fluchtungsfehler der HL- Sitze vor liegt!???

Erstens prüfen ob die Ø der Passstifte bzw. Passhülsen zu den Bohrungs Ø stimmig sind.

Dann wird die Blockhälfte an der die Gewinde für die Blockverschraubung vorhanden sind als untere Hälfte auf dem Maschinentisch horizontal auf 1/100mm genau ausgerichtet und festgepratzt.

Man muss sich beim aufspannen des Blocks im klaren sein, welche Bohrungen, welche Koordinaten bzw. Flächen zueoinander ausgerichtet, masslich aufgenommen und notfalls später zerspanend bearbeitet werden sollen!

Nun wird von dieser Blockhälfte der HL- Sitz zentrisch aufgenommen, Maschine "genullt."

Nun wird die andere Blockhälfte vorsichtig aufgesetzt und mit "einigen" Gehäuseschrauben verschraubt.

Nun wird mit passendem Messzeug, ich mach's mit dem Centrikator, der HL- Sitz der oberen Gehäusehälfte radial abgefahren.

Für den Centrikator gibt es so nach innen abgewinkelte Messeinsätze wo man wunderbar unterhalb des Wedibundes anfahren kann.inlove

Falls hier eine Abweichung von mehr als 2/100mm vorliegt muss hier zerspanend agiert und "gebuchst" werden.

In gleicher Aufspannung wird der HL- Sitz der oberen Hälfte um das Maß der Buchse grösser gespindelt.

Dann sollte man auch versuchen die Zylifussdichtfläche in dieser Aufspannung mit der Messuhr abzufahren,

notfalls dann auch zu planen.

Wie Eingangs erwähnt, die Gehäusezentrierung über die Buchsen oder Passstifte muss stimmen,

sonst wird der Aufwand um einiges grösser.

Ich hoffe ja nicht, mit meinem Beitrag schon wieder in der Grauzone der "Schleichwerbung" zu agieren, wie in letzter Zeit von einigen Usern behauptet wird!

Zum Schluss, dann kommt überhaupt die Frage auf, ist dies bei "unseren Bauern- Motoren" überhaupt nötig????

Hat ja der @Yamawudri ganz andere Ansichten zu diesem Thema.;-)

Ich find's jedenfall's ganz toll @gonzo0815 das dich diese Thematik interessiert.thumbsup

Gruß

Geschrieben

nein das sieht nicht nach schleichwerbung aus, den lustigen Seitenhieb kannst du dir sparen.;-)

das ist genau so ein Beitrag wie ich ihn mir von dir öfter wünschen würde.

Hier erkennt man den techniker mit jahrelanger erfahrung.

Danke dafür. sehr spannend und interessant.

Geschrieben
  • Autor

@powerracer Danke für den Beitrag!

Ganz neuer Input auf den ich bis jetzt noch gar nicht gekommen bin. Eigentlich so genial wie einfach mit dem Centrikator thumbsup

Den hab ich sogar schon im Sortiment und das Spannen wäre mit der Methode um einiges einfacher auf meiner Fräse.

Nur das Abfahren der Zylinderdichtfläche ist mir dabei nicht ganz klar. Was ist da dann die Referenz?

Oder gehst du einfach von der horizontalen Ausrichtung aus und darauf beziehend muss die Zylinderdichtfläche dann auch auf 0 laufen vertikal?

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb gonzo0815:

@powerracer Danke für den Beitrag!

Ganz neuer Input auf den ich bis jetzt noch gar nicht gekommen bin. Eigentlich so genial wie einfach mit dem Centrikator thumbsup

Den hab ich sogar schon im Sortiment und das Spannen wäre mit der Methode um einiges einfacher auf meiner Fräse.

Nur das Abfahren der Zylinderdichtfläche ist mir dabei nicht ganz klar. Was ist da dann die Referenz?

Oder gehst du einfach von der horizontalen Ausrichtung aus und darauf beziehend muss die Zylinderdichtfläche dann auch auf 0 laufen vertikal?

Hallo Gonzo,

Du musst ja deine als unterst gepratzte Gehäusehälfte an irgend einer "bearbeitender Fläche als "Referenzstrecke" mit der Messuhr (MU) ausrichten.

Selbst wenn diese Fläche, die Zylifussdichtfläche "nicht winklig zur Lagergasse wäre, schleichen sich keine Fehler beim abfahren mit der MU ein.

Denn, Du fährst ja immer auf gleicher Achsenposition ab.

Falls die Zentrierpassungen nicht stimmen würden, Bohrung zu gross, Hülsen zu klein usw., musst Du hier penibelst ausrichten.

Ich würde mit dem Fühlerhebelmessgerät (Puppitast) ganz knapp an der Trennfläche der Hälften abfahren.

Notfalls musst ja auch an der anderen Hälfte bei den Passhülsen beigegegangen werden,

viel Erfolg,

@heizer Du weisst doch, betreffend Seitenhieb, was sich neckt das liebt sichcheers

Geschrieben
  • Autor

Ok, dann will ich das für mich mal zusammenfassen.

  1. Lima Hälfte mit Schnecke auf den Frästisch gepratzt und an der bearbeiteten Dichtfläche der Hälfte ausrichten.

  2. Mit Centrikator genau zentrisch zum HL Sitz ausrichten.

    Andere Hälfte montieren und messen ob der andere HL Sitz ebenfalls zentrisch ist. +/-2/100 wären in der Toleranz

  3. In dieser Aufspannung dann auch die Zylinderdichtfläche abfahren, weil diese wenn richtig gefertigt gleich der ausgerichteten Z-Achse der HL-Sitze ist.

Was wäre den eine akzeptable Toleranz für die Winkeligkeit der Zylinderdichtfläche?

LG Gonzo

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb gonzo0815:

Ok, dann will ich das für mich mal zusammenfassen.

  1. Lima Hälfte mit Schnecke auf den Frästisch gepratzt und an der bearbeiteten Dichtfläche der Hälfte ausrichten.

  2. Mit Centrikator genau zentrisch zum HL Sitz ausrichten.

    Andere Hälfte montieren und messen ob der andere HL Sitz ebenfalls zentrisch ist. +/-2/100 wären in der Toleranz

  3. In dieser Aufspannung dann auch die Zylinderdichtfläche abfahren, weil diese wenn richtig gefertigt gleich der ausgerichteten Z-Achse der HL-Sitze ist.

Was wäre den eine akzeptable Toleranz für die Winkeligkeit der Zylinderdichtfläche?

LG Gonzo

Hab kürzlich bei einem Pinasco Block mit 3/100mm Abweichung auf die Dichtflächenbreite des Zylis für als gut befunden.

Ab 5/100mm würde ich tätig werdenthumbsup

Geschrieben

@powerracer

Helmut Du kannst gerne in noch so vielen Threads wie Du willst mir das Wort im Mund verdrehen (es kann ja gerne jeder nachlesen was exakt meine Meinung dazu ist und dem.habe ich nichts beizufügen).

1. Habe ich nie etwas bzgl "Bauern Motor" gesagt welches anscheinend Deine durchaus interessante Projektion auf Dir nicht entsprechende Meinungen ist, und ich mag es daher auch nicht das meine Aussagen aus dem Rahmen gerissen werden und finde so etwas auch in keinster Weise erheiternd oder lustig. Desweiteren finde ich es sehr unelegant mich in anderen Threads ohne mein Wissen falsch zu zitieren!

Und 2. Habe ich mehrmals festgestellt dass es durchaus eine gute Idee ist wenn man es net Kosten und zeitaufwendig von Anderen durchführen lassen muß und stattdessen, wie oftmals gesehen andere mM nach wichtigere Sachen vernachlässigt werden.

Dazu ist noch zu sagen das fachliche Diskussionen, bei denen man einen für Dich nicht genehmen standpunkt vertritt, mit Dir mEa offensichtlich (uUst net nur für mich) sehr ermüdend sein können, auch aufgrund der Art und Weise wie mit Andersdenkenden umgegangen wird.

Zeitweise frage ich mich ob Du nur so ein überborderndes Geltungsgsbedürfnis hast das Du so oft Andere desavouieren, abwerten oder als semi-blöd hinstellen musst oder aber ganz simpel gesagt die Meinung Andersdenkender uUst wenig bis nichts zählt bei Dir wenn sie Dir nicht passt?

Mit Deiner Erfahrung sollte Du das eigentlich net notwendig haben, aber, mein Gott. jeder kann sich die Welt widdewiddewit so machen wie er will.

Gruß

Christian

Bearbeitet von Yamawudri

Geschrieben

Thema trifft sich gut - weil aktuell auch Bedarf und Interesse dran.

Wie könnte man dies in der Kellerwerkstatt, auf der Werkbank OHNE Maschinenpark machen? @BerntStein schlägt ne Dummiwelle vor....

Ich stell mir das dann so vor, dass man sich ne Welle anfertigt (meinetwegen 300 mm Gesamtlänge) - mittig 47 mm (z.B. für SF Lagersitz), und jeweils ein ~25mm dicker Dorn, der links und rechts ausm geschlossenen Gehäuse rausschaut. (Ich nehme an, so hats @Tim Ey oben auch beschrieben?) Dann würde sich von der Zylinderfußplanfläche mittels Messuhr und geeignetem Halter die jeweilige Tiefe zum rausragenden Dorn ermitteln lassen. Links und rechts versteht sich - das Differenzmaß über die Messpunktentfernung gibt dann ja Aufschluß über die Parellität der Lagergassenachse zur Zylinderplanfläche.

Klar, damit hat man dann erstmal herausgefunden, obs parallel oder eben nicht parallel is. Aber zumindest erkennt man, ob man an dem Scheissding weiterarbeiten kann, oder zu jemandem mit geeignetem Maschinenpark bringen soll.

So n Ding mein ich.. wäre das geeignet?

VEVOR Messuhr mit Metallsockel, 0,03 mm Genauigkeit, 0–25,4 mm Bereich, gut lesbares Zifferblatt, Profi für Messungen in engen Bereichen, industrielle Bearbeitung & Inspektion, Präzisionsprüfung

hier noch der Link dazu

@blutoniumboy hats hier mal ansatzweise dargestellt.

Sorry, hab mir ein Foto von dir geliehen

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Edit fragt sich grad, aus welchem Material die Dummiwelle sein sollte... und ist ein Drehteil geeignet genug, oder muss das geschliffen sein.

Und Edits hässliche Schwester meint, man soll sich doch einfach nen 3D-Koordinatenmesstaster besorgen.... sly Aber wir wollen doch keine Raketen bauen!

Bearbeitet von RobKBoh

Geschrieben

@RobKBoh

Das war eine Welle zum Abdrücken des Gehäuses. Die dichtet zu den SiRis ab.

Das war der einzige zweck ;-)

Fürn die Lagergasse kommt immer eine 20mm geschliffene Welle zum einsatz und Lagerdummies passend zum entsprechenden Gehäuse gefertigt.

Dabei werden die Paarungen immer auf Konzentrität und Spiel überprüft.

Welle zu Dunmi, Dummie zu Gehäuse,....

Ich glaube im Hobbykeller wird das schwer werden

Geschrieben

Also passige Dummies kriegen wir hin. Und n Stück 20er Wellenstahl geschliffen ist kaufbar.

Tiefenmesser hätt ich. Endmaßkasten auch....

Eventuell wäre ein perfekter Rechteckstab noch gut

Bearbeitet von BerntStein

Geschrieben

Man kann doch überhaupt nicht einschätzen ob sich ein Block mit Prüfwelle bestückt, leicht, weniger leicht oder stramm zusammen schrauben lässt.

Hier spielt dies auch keine Rolle ob die Prüfwelle in einem Stück oder über Lagerdummys zentriert wird.

Es ist immer ein ungewisser Faktor im Spiel, bei dem es sich locker um mehrere hunderstel Millimeter handeln kann.

Um dies ausschliessen zu können geht es ohne einen gewissen Maschinenpark leider nicht.

Wenn man die Kosten gegenüberstellt,

bei Gewissheit beide Hälften sind betreffend Lagergasse stimmig und prüft bzw. bearbeitet gleich eine unstimmige Zylifussdichtfläche ist dies für mich eine Milchmädchen Rechnung.

Eingeschlossen der Gewissheit, das wie schon angesprochen die Zentrierhülsen passend sind.

Wenn ich die Prüfwelle in den Block vergewaltige, kann ich ganz klar mit wenigen technischen Hilfsmitteln, wie @BerntStein schreibt den Abstand beidseitig der Dichtfläche zur Prüfwelle messen.

Aber für mich ein NoGo.;-)

Halt wie überall, soll sich jeder sein Ergebnis "schön" messen.

pr

Geschrieben

Na ja, dann kann man sich das mit diversen Dummies und Welle auch sparen. Da bleibt dann eigentlich nur noch Blockhälften einzeln in die Messmaschien und basierend auf den Werten den Schiefstand bestimmen.

Da wäre ich dann aber, ob wohl ich das immer sehr genau prüfen zu versuche, auch raus. Wenn kein Zugang zu sowas, wirds teuer.

I bin schon davon überzeugt, dass man mit vernüntigen Dummies das ausmessen kann.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb blutoniumboy:

Na ja, dann kann man sich das mit diversen Dummies und Welle auch sparen. Da bleibt dann eigentlich nur noch Blockhälften einzeln in die Messmaschien und basierend auf den Werten den Schiefstand bestimmen.

Da wäre ich dann aber, ob wohl ich das immer sehr genau prüfen zu versuche, auch raus. Wenn kein Zugang zu sowas, wirds teuer.

I bin schon davon überzeugt, dass man mit vernüntigen Dummies das ausmessen kann.

Für mich sind das alles ungewisse Schätzungen ein Tipp aus meinem Freundeskreis, fass dich kurz.;-)

Wenn die Werkzeugfräsmaschine in der "Z" Achse keine Abweichung aufweist und die Blocktrennfläche ist auf 1/100mm horizontal ausgerichtet was soll da nicht stimmig.

Unterster Lagersitz der einen Hälfte so es gut geht mit Centrikator oder 3D Taster "nullen, obere Hälfte verschrauben und in der "Z" Achse verfahren und 2. Lagersitz radial abfahren.

Hier hab ich halt den riesen Vorteil, wenn die Lagersitze stimmig sind und bei richtigem rüsten und aufspannen der Hälften bei Unstimmigkeit der Zylifussfläche zerspanend dies in einem Aufwasch zu erledigen.

Gilt natürlich auch für den Lagersitz der oberen Hälfte, wenn dieser nicht zum unteren Lagersitz fluchtet und dann gebuchst werden muss.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb powerracer:

Für mich sind das alles ungewisse Schätzungen ein Tipp aus meinem Freundeskreis, fass dich kurz.;-)

Wenn die Werkzeugfräsmaschine in der "Z" Achse keine Abweichung aufweist und die Blocktrennfläche ist auf 1/100mm horizontal ausgerichtet was soll da nicht stimmig.

Unterster Lagersitz der einen Hälfte so es gut geht mit Centrikator oder 3D Taster "nullen, obere Hälfte verschrauben und in der "Z" Achse verfahren und 2. Lagersitz radial abfahren.

Hier hab ich halt den riesen Vorteil, wenn die Lagersitze stimmig sind und bei richtigem rüsten und aufspannen der Hälften bei Unstimmigkeit der Zylifussfläche zerspanend dies in einem Aufwasch zu erledigen.

Gilt natürlich auch für den Lagersitz der oberen Hälfte, wenn dieser nicht zum unteren Lagersitz fluchtet und dann gebuchst werden muss.

Ach ja, Dirk Raudies Zitat, es kommt nicht drauf an was Du machst, sondern "wie Du es machst!"

Passt eigentlich überall, danke Dirkcheers

Geschrieben

@powerracer

Ganz verstehe ich das nicht mehr das man nun nicht mit messdorn und lagerdummies messen kann?

Im andere Threads hast Du doch selber Fotos davon in der vertikalen Aufspannung auf der Deckel gezeigt.

Kannst das bitte näher erörtern, vielen Dank

Rlg

Christian

Bearbeitet von Yamawudri

Geschrieben

Jetzt rennt das hier auch schon wieder aus dem Ruder …

Der @gonzo0815 hat gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, mit wenigen Hilfsmitteln und ohne Maschienenpark, festzustellen, ob etwas im Argen liegt!

Klare Antwort: JA!

So wie beim letzten Malossi VR Gehäuse bei mir, könnte man die 0,12mm sogar mit einer Schublehre ermitteln!

Die 0,12mm müssen ja nicht 100%ig stimmen, man weiß dann aber, dass man das Ganze besser zum Maschinenbauer zur genaueren Kontrolle und ggf. Überarbeitung schicken sollte!

Genau darum geht es und dazu reichen 2 gute Lagerdummys und eine passende gerade (geschliffene) Welle!

Alles andere würde m.M.n auch zu sehr ins Detail gehen in diesem Topic, denn da könnte ich, wie @powerracer schon erwähnt hat, mit den Zentrierungen anfangen und bei nicht spannungsfrei getemperten Gussrohlingen und den Rattenschweif an Problemen die dadurch entstehen, aufhören!

Für mich habe ich festgestellt, dass ich keinen Vespa Motor mehr ohne Drehbank, Fräse, WIG, …, mit gutem Gewissen zusammen bauen könnte!

Das macht mich einerseits traurig, andererseits habe ich Arbeit ohne Ende!

Muss halt jeder selbst entscheiden, ob er lieber dem Glücksspiel frönt, oder lieber doch, soweit es geht, auf Nummer sicher geht!

Eines weiß ich aus vielfacher Erfahrung, Lehrgeld kommt immer teurer!

Geschrieben
  • Autor

Aus dem Ruder laufen würde ich jetzt nicht behaupten.

Man muss halt die verschiedenen Ansprüche einzelner Personen im Hinterkopf behalten.

Das ein Powerracer da einen anderen Zugang hat als der gemeine Schrauber im heimischen Keller, liegt auf der Hand.

Mir ging es in erster Line darum ob ich mit meinen limitierten Mitteln auch was vernünftiges zusammenbringen kann, bzw. wie ich es "richtig" mache. Wenn ich mir den Schuh schon anziehe.

Wie sich herausgestellt hat, gibt es mehrere Wege zum Glück thumbsup

Die Wahrheit liegt für mich auch irgendwo dazwischen.

Sicher ist kann alles bis aufs letzte 1/1000 vermessen und alleine dafür schon hunderte € ausgeben. Oder ich versuche mit Sorgfalt und den gegebenen Möglichkeiten das beste daraus zu machen. Ich sag mal mit zweiterem fahre ich jetzt seit ca. 40tkm auf 3 Motoren recht gut. Meine Motoren halten in der Regel ohne größere Wehwehchen, außer wenn wieder irgendwo das Material aufgibt.

Bei mir wird halt alles vorher vermessen und geschaut ob alles gerade läuft. Hatte auch schon etliche Diskussionen mit anderen Schraubern, die 20 Jahre+ schrauben und nur den Kopf schütteln. Deren Motoren laufen aber auch.

Beim nächsten Motor der drankommt werd ich sicher mal die Lagergasse vermessen. Sollte auch mit meiner kleinen Fräse gut machbar sein.

Danke an alle die sich hier eingebracht haben, wieder einiges dazugelernt!

LG Gonzo

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb powerracer:

Wenn die Werkzeugfräsmaschine in der "Z" Achse keine Abweichung aufweist und die Blocktrennfläche ist auf 1/100mm horizontal ausgerichtet was soll da nicht stimmig.

Unterster Lagersitz der einen Hälfte so es gut geht mit Centrikator oder 3D Taster "nullen, obere Hälfte verschrauben und in der "Z" Achse verfahren und 2. Lagersitz radial abfahren.

Ich hätte da Bedenken, dass sich der Block beim Verschrauben verformt.

Das Gehäuse ist ja alles andere als symmetrisch, geschweige denn wirklich steif.

Gerade wenn hier von solchen geringen Toleranzen geschrieben wird.

Ich für meinen Teil bin ja eher in der Fraktion "der Bauernmotor wird schon laufen" - aber ich bewege mich aber aktuell auch ausschließlich in Minderleistungsbereichen mit Originalgehäusen.

Trotzdem ein spannendes Thema. thumbsup

Geschrieben
Am 2.4.2026 um 07:43 schrieb AAAB507:

Ich hätte da Bedenken, dass sich der Block beim Verschrauben verformt.

Das Gehäuse ist ja alles andere als symmetrisch, geschweige denn wirklich steif.

Gerade wenn hier von solchen geringen Toleranzen geschrieben wird.

Ich für meinen Teil bin ja eher in der Fraktion "der Bauernmotor wird schon laufen" - aber ich bewege mich aber aktuell auch ausschließlich in Minderleistungsbereichen mit Originalgehäusen.

Trotzdem ein spannendes Thema. thumbsup

Bevor es zu wissenschaftlich wird.;-)

Klar hat ein Motorblock "horizontal" geteilt Vorteile betreffend Zentrierung auch hauptsächlich schon durch die HL, aber leider eben nicht an den verschiedensten Vespa Modellen, bei Lambretta dagegen sieht es anders aus.

Wenn es sich um Verzug beim verschrauben der zweiten Gehäusehälfte handelt, dann wirklich im mµ Bereich, vor allem wenn ohne Zwischendichtung gearbeitet wird.

Diesen Verzug, wenn Du das als bedenklich hälst, hättest Du ja aber auch bei der Motormontage.

Dann, wie sieht das bei betriebswarmem Motorblock aus,

also heisst dass, die Kirche im Dorf lassen!-)

Vorausgesetzt alle Dichtflächen sind Grat, Mackenfrei und frei von jeglichen Dichtmasseresten.

Daher behilft man sich erfolgreich seit ewigen Zeiten mit grösserer Lagerluft der HL.

Mit Zwischendichtung mag der Verzug etwas grösser ausfallen, aber meiner Meinung nach auch nicht sooo bedenklich.

Was mir da eher Sorgen bereitet, ist ein Verzug bis runter in die Lagergasse bei unrunden Zylindern.

H. Hütten beschreibt das ja in "Schnelle Motoren seziert und frisiert".

Ein unrunder Zylinder kann einen Verzug bis in die Lagergasse nach sich ziehen.

Dies zeigt sich dann aber auch in "unrunden" HL- Sitzen usw.

Man könnte aber beim vermessen der Lagergasse hier mit "Vorspannplatten" an der Zylifussdichtfläche arbeiten um zu sehen was Sache ist.,

Aber das würde jetzt schon zu extrem in den Bereich von Top- Rennmotoren gehen.inlove

Also belass ich das jetzt hier.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb powerracer:

Diesen Verzug, wenn Du das als bedenklich hälst, hättest Du ja aber auch bei der Motormontage.

Jap.

Aber gemessen / genullt für die Prüfung der Lager gegeneinander hast du ja ohne Verschraubung.

vor 5 Minuten schrieb powerracer:

Dann, wie sieht das bei betriebswarmem Motorblock aus,

also heisst dass, die Kirche im Dorf lassen!-)

Ich denke, die Kirche hast du schon ziemlich weit in die Pampa gestellt.

Ich habe nur Bedenken zur Vorgehensweise geäußert.

Ich bin ja sowieso mehr im Lager Bauernmotor als Saturn 5...

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb powerracer:

Bevor es zu wissenschaftlich wird.;-)

Klar hat ein Motorblock "horizontal" geteilt Vorteile betreffend Zentrierung auch hauptsächlich schon durch die HL, aber leider eben nicht an den verschiedensten Vespa Modellen, bei Lambretta dagegen sieht es anders aus.

Wenn es sich um Verzug beim verschrauben der zweiten Gehäusehälfte handelt, dann wirklich im mµ Bereich, vor allem wenn ohne Zwischendichtung gearbeitet wird.

Diesen Verzug, wenn Du das als bedenklich hälst, hättest Du ja aber auch bei der Motormontage.

Dann, wie sieht das bei betriebswarmem Motorblock aus,

also heisst dass, die Kirche im Dorf lassen!-)

Vorausgesetzt alle Dichtflächen sind Grat, Mackenfrei und frei von jeglichen Dichtmasseresten.

Daher behilft man sich erfolgreich seit ewigen Zeiten mit grösserer Lagerluft der HL.

Mit Zwischendichtung mag der Verzug etwas grösser ausfallen, aber meiner Meinung nach auch nicht sooo bedenklich.

Was mir da eher Sorgen bereitet, ist ein Verzug bis runter in die Lagergasse bei unrunden Zylindern.

H. Hütten beschreibt das ja in "Schnelle Motoren seziert und frisiert".

Ein unrunder Zylinder kann einen Verzug bis in die Lagergasse nach sich ziehen.

Dies zeigt sich dann aber auch in "unrunden" HL- Sitzen usw.

Man könnte aber beim vermessen der Lagergasse hier mit "Vorspannplatten" an der Zylifussdichtfläche arbeiten um zu sehen was Sache ist.,

Aber das würde jetzt schon zu extrem in den Bereich von Top- Rennmotoren gehen.inlove

Also belass ich das jetzt hier.

Bei einem Punkt muss ich mich berichtigen.

Im Hütten heisst es, im Thema, "Dichtungen- so dünn wie möglich, so dick wie nötig."

"selbst eine leicht verspannte "Kurbelwellenlagergasse" bewirkt Zylinderverzug.

Also ein Grund mehr, hier besondere Sorgfalt walten zu lassen thumbsup

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb powerracer:

Bei einem Punkt muss ich mich berichtigen.

Im Hütten heisst es, im Thema, "Dichtungen- so dünn wie möglich, so dick wie nötig."

"selbst eine leicht verspannte "Kurbelwellenlagergasse" bewirkt Zylinderverzug.

Also ein Grund mehr, hier besondere Sorgfalt walten zu lassen thumbsup

@powerracer

Hallo Helmut,

Ohne schlaumeiern zu wollen und eigentlich nur zur Transparenz des zitierten Statements.

So weit ich mich erinnern kann ist diese Aussage im Hütten in Hinsicht insb. auf 4T-Mehrzylindermotore gemeint und dh. nur bedingt auf unsere Motore interpretierbar.

(Deswegen gibt es ja von Hunger, Sunnen, etc lagergassenspindelmaschinen für hauptlagergassen als auch Nockenwellenlagergassen)

Jetzt wieder On topic.

Rlg

Christian

Bearbeitet von Yamawudri

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Yamawudri:

@powerracer

Hallo Helmut,

Ohne schlaumeiern zu wollen und eigentlich nur zur Transparenz des zitierten Statements.

So weit ich mich erinnern kann ist diese Aussage im Hütten in Hinsicht insb. auf 4T-Mehrzylindermotore gemeint und dh. nur bedingt auf unsere Motore interpretierbar.

(Deswegen gibt es ja von Hunger, Sunnen, etc lagergassenspindelmaschinen für hauptlagergassen als auch Nockenwellenlagergassen)

Jetzt wieder On topic.

Rlg

Christian

aber Christian,

scheinbar doch bissi Schlaumeierei;-)

Das Zitat ist vielleicht aus dem kplt. Zusammenhang gerissen, da muss ich dir recht geben.thumbsup

Aber in Bild 7.11 in der 6. völlig neubearbeiteten Auflage auf Seite 191 heisst es.

Moderne "Mantellinien- Meßgeräte" verwandeln "glatte" Oberflächen mit 1000facher Vergrösserung in ein Gebirgspanorama.

"Hier ist wiederum die Zylindergeometrie ermittelt, nachdem die v i e r Stehbolzen mit 5 mkp angezogen wurden :

einmal 5 mm unter der Zylinderoberkante, dann 20mm darunter.

Da hier von vierfacher Verschraubung die Rede ist, die Abbildung zeigt dies eindeutig, geh ich mal davon aus das es sich um einen einzeln verschraubten Zyli handelt.

Ob der "Einzelzyli" auf einem Einzelnen oder Mehrzylinderblock montiert wird und sich so gravierend auswirkt kann man nicht rauslesen.

Aber Ungenauigkeiten in der Lagergasse haben Einfluss auf alles was darüber montiert wird.

Dir und all den anderen Usern frohe Ostern

Gruß

Geschrieben

@powerracer

Hallo Helmut

Um hoffentlich, für meinen Teil nur kurz OT, abzuschweifen sondern der "Fakten Transparenz" wegen.

Nein, eigentlich net (hatte für viele Jahre den Hütten am nachtkästchen wobei auch im Hütten des öfteren net alles stimmt) weil sich das 2te von Dir zitierte Statements auf die Zylinderkopfdichting bezieht und nicht auf die lagergasse!

Nun on topic:

Die Stehbolzen Verschraubung wie von Dir beschrieben hätte uUSt Auswirkungen wenn die Zylinderstehbolzen wie bei einigen Speedwaymotoren durch das gehäuse entlang der lagergasse gingen und von der Motoren Unterseite verschraubt wären bzw in unmittelbarer Nähe lagergasse, und sich der Zylinder dadurch verspannt, was bei Vespamotoren mEa net der Fall ist.

Wenn dann ist allenfalls die Zylinderauflagefläche und deren Parallelität zu den hauptlagern zu beurteilen, da bei unparalleler Auflagefläche in Konsequenz auch der Zylinder net rechtwinklig zur KW steht.

Auch von mir frohe Ostern und Gute Entspannung an Alle

Christian

PS: Exkurs: Aufgrund der von Hütten zitierten Verspannungen sind bei US V8 Rennmotoren die Hauptagerportale besonders steifer dimensioniert und mit bis zu 4 Stehbolzen ua. die Spannkraft homogener zu verteilen.

Bearbeitet von Yamawudri

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb AAAB507:

Jap.

Aber gemessen / genullt für die Prüfung der Lager gegeneinander hast du ja ohne Verschraubung.

Ich denke, die Kirche hast du schon ziemlich weit in die Pampa gestellt.

Ich habe nur Bedenken zur Vorgehensweise geäußert.

Ich bin ja sowieso mehr im Lager Bauernmotor als Saturn 5...

Wir haben da aneinander vorbeigeredet, oder ich mich nicht klar ausgedrückt.;-)

Das hat mit Saturn 5 wirklich rein gar nicht's zu tun.

Die untere Hälfte wird am Maschinentisch fest gepratzt, dann der HL- Sitz der "unteren" Hälfte radial aufgenommen und genullt.

Dann wird die Maschine nach oben weggefahren.

Nun wird die obere Motorhälfte mit den Gehäuseschrauben verschraubt.

Dann wird mit einem abgewinkelten Einsatz am Centrikator unterhalb des Wedisitzes der HL- Sitz der oberen Hälfte radial ausgerichtet.

Falls man keinen solchen Einsatz hat, die Wedisitze werden in der Regel in der gleichen Aufspannung zerspant.

Nach "Nullung" des Centrikators seh ich an der Y und X Achse die Abweichung zum unteren Lagersitz.

Gruß

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