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Grübeln statt googlen - Kirmes im Kopf

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Geschrieben

Früher hat man ja Löcher in Disketten gestanzt, um ihre Speicherkapazität zu erhöhen. Also die Methode war irgendwie absolut gängig, sogar ich kenne das, und dabei hatte ich damals noch nicht mal einen Computer. Aber wie hat das eigentlich funktioniert? Dass die Diskette nicht besser wurde, weil da plötzlich ein zusätzliches Loch im Gehäuse war, ist ja klar. Was hat das genau gebracht? alien

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Geschrieben

Die Nummer geht auf eine Kerbe auf einer Seite der Diskette als Kopierschutz zurück:

keine Kerbe - Kopierschutz aktiv

eine Kerbe - kein Kopierschutz

Fügt man eine zweite Kerbe auf der Seite hinzu, auf der vorher keine war, kann man die Diskette auch auf der Ruckseite beschreiben.

Edith: durch die zweite Kerbe lies sich die Diskette auch verkehrt herum einlegen und beschreiben...

Bearbeitet von freibier

Geschrieben

Das Diskettenlaufwerk hat damit erkannt ob eine 720kB oder eine 1,44MB Diskette eingelegt war und die Diskette dementsprechend formatiert (so wie auch der Schreibschutz erkannt wurde). Die offizielle Aussage war dass die teureren 1,44MB Disketten ein besseres Material hatten und deshalb mit der doppelten Datenmenge beschrieben werden konnten, aber irgendwie ließen sich die 720er mit zusätzlichem Loch problemlos mit 1,44 beschreiben.

Geschrieben

Das mit dem Kochen/Stanzen einer zweiten Kopierschutzkerbe war für 5 1/4 " Disketten. Da konnte man dann die Rückseite beschreiben.

720kb auf 1.4mb, das waren 3.5 " Disketten. Aber was da der Trick war weiß ich nicht mehr. Bestimmt nicht lochen.

Geschrieben

Es gab im Verkauf einseitige (eine Kerbe) und zweiseitige (2 Kerben) 5 1/4- Zoll Disketten.

Reines Marketing, die innere Scheibe war stets die gleiche, beidseitig beschreibbar, da von der gleichen Fertigungsmaschine.

Über die Kerbe erkannte das Laufwerk, ob diese Seite beschreibbar oder nicht, erinnerlich konnte der Knebel bei der Baureihe 1541 von Commodore bei der Seite ohne Kerbe nicht verriegelt werden.

Ist hier noch alles kpl. funktionstüchtig vorhanden.

Bearbeitet von schindol broer

Geschrieben

doch, doch. konnte natürlich verriegelt werden. sonst hättest du ja auch keine diskette mit schreibschutz (keine kerbe bzw. kerbe zugeklebt) einlesen können.

die innere scheibe war nicht immer gleich auf beiden seiten. die rückseite von einseitigen disketten war fehleranfälliger. zumindest zu meinen C64 zeiten, wenn ich mich richtig erinnere. beim umstieg auf amiga gab's keine probleme mehr. vielleicht war aber auch einfach das externe 5 1/4 laufwerk * für den amiga ausgereifter.

*edit schiebt noch hinterher, daß ich gar nicht mehr weißt, ob ich das eigentliche 5 1/4" LW für den amiga hatte oder doch noch das 1541. alle geräte sind zwar noch vorhanden, aber eingelagert.

Bearbeitet von benji

Geschrieben

Soweit ich weiß wurde durch die nicht vorhandene Kerbe eine Lichtschranke blockiert. Mechanische hatte die Kerbe zumindest bei den großen Disketten keine Bewandtnis.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb benji:

doch, doch. konnte natürlich verriegelt werden. sonst hättest du ja auch keine diskette mit schreibschutz (keine kerbe bzw. kerbe zugeklebt) einlesen können.

die innere scheibe war nicht immer gleich auf beiden seiten. die rückseite von einseitigen disketten war fehleranfälliger. zumindest zu meinen C64 zeiten, wenn ich mich richtig erinnere. beim umstieg auf amiga gab's keine probleme mehr. vielleicht war aber auch einfach das externe 5 1/4 laufwerk * für den amiga ausgereifter.

*edit schiebt noch hinterher, daß ich gar nicht mehr weißt, ob ich das eigentliche 5 1/4" LW für den amiga hatte oder doch noch das 1541. alle geräte sind zwar noch vorhanden, aber eingelagert.

Bei dem Knebel war ich mir nicht mehr sicher, macht Sinn, was Du sagst.

Nur die Mär der einseitig besseren Scheibe kann ich nicht bestätigen, habe seinerzeit aus Budgetgründen stets die billigsten "einseitigen" gekauft, zu Beginn noch mit der Schere, später dann mit Stanze zu zweiseitigen gemacht.

Hat immer funktioniert. Wenn Disk Qualiprobleme hatte, dann beidseitig und wurde dann sofort entsorgt.

Alles bezogen auf C64 als Brotkasten in der neueren Farbgebung mit 1541-II Floppy- LW, vorher noch Datasette.

Geschrieben

der Knebel (oder bei alten Geräten die Klappe) war nur zum Zumachen, der Mitnehmer vom Antrieb und der Lesekopf wurde abgesenkt.

Die Kerbe war der Schreibschutz, aber andersrum wie bei der Musikcassette: Kerbe da=Schreiben möglich, Kerbe abgeklebt bzw nicht da=kein Schreiben, nur Lesen. Wurde mittels Lichtschranke gemessen und geschaltet.

Die ganz alten Disketten waren SSDD = Single Sided, Double Density. Da garantierte der Hersteller nur Datensicherheit auf der einen Seite. Trotzdem waren beide Seiten beschichtet und meist auch OK. Also Kerbe rein, mit Schere oder Locher oder Diskettenlocher, und man konnte die Diskette umdrehen und die Rückseite nutzen. Das kleine Indexloch wurde bei den alten Geräten eh nicht genutzt.

DD Double Density waren 40 Spuren. Spätere Disketten waren HD High Density, da waren 80 Spuren drauf, also nur halb so breite Tracks, und der Kopf hat weniger stark magnetisiert. Damit konnte die magnetische Schicht dünner werden (die haben damals auch schon gespart wo es geht). Machte man die in DD Laufwerke, war die Magnetisierung zu "stark" für die dünne Beschichtung und der breite Spurkopf "überschrieb" (überbelichtete wie zu helles Licht) die Nachbarspuren.

3,5" Disketten hatten statt der Kerbe einen kleinen Schieber. Auch da gab es DD Disketten (720K) und später HD 1,44MB.

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