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Leistungsprüfstand - Wer bastelt mit...


1006 Antworten zu diesem Thema

#41 DieHappy

    sexidol


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Geschrieben: 20. October 2003 - 14:01

Wie groß das massenträgheitsmoment sein soll hängt hauptsächlich davon ab was du noch auf den Pürfstand stellen willst (Leistung) und vom umfang der Trommel.

baue gerade selber an einem Prüfstand (bis 150Ps vorerst) und unsere Rolle hat 4,7kgm².

Wie willst du die auswertung genau bewerkstelligen?

Wir werden wahrscheinlich einen ATMEL-Mikrocontroller nehmen und erst nach dem Prüfstandslauf alles in den PC schicken. Hast du eine bessere Lösung?

Gruss christoph

#42 Sebastian

    sexidol


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Geschrieben: 23. October 2003 - 08:38

Nochmal zur Messung der Beschleunigung:
nen Drehwinkelgeber bzw ne Gabellichtschranke um die Umdrehungen der Rolle zu messen ist zwar naheliegend aber da ich ja sowieso die Drehzahl des Motors messe (um die Leistung üner der Drehzahl anzugeben) kann ich doch auch den Timer für die Beschleunigungsberechnung über den Zündimpuls starten.
(z.B. zwischen 2 Zündungen 10ms -> 100 Zündungen/s -> 6000 Zündungen bzw. Umdrehungen / Minute).
Da ich ja über die Drehzahl bei bekannter Übersetzung und vernachlässigbarem Schlupf auf der Rolle die Geschwindigkeit errechnen kann kann ich aus der ersten Ableitung der Geschwindigkeit die Beschleunigung errechnen und über das Massenträgheitsmoment der Rolle die Leistung.

Sebastian

PS das ganze geht natürlich auch über die Masse des Rollers ohne Rolle auf der Straße. da sollte es natürlich völlig eben sein und kein Wind *g* von daher hat ne Rolle echte Vorteile

PPS.: Noch ne Frage an die Experten: kann ich nen Vergaser auf der Rolle ausreichend genau einstellen? sieht man an der Kurve ob er zu mager oder zu fett ist? Oder dient die Rolle nur zum Schwanz... ähh :rotwerd: , ich meine Leistungsvergleich

#43 StahlFix

    gay-sf-lord


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Geschrieben: 23. October 2003 - 10:39

@sebi: Kannste machen, nur ist dann für jeden Gang eine Umrechnung nötig und für jedes Getriebe/Übersetzung/Reifengrösse brauchst Du die Übersetzungsverhältnisse....ziemlich nervig wenn jeder Gang ne eigene Umrechnung braucht. Da ist es doch sinvoller delta-n der Trommel aufzunehmen....

Das mit Gasereinstellen auf der Rolle ist so eine Sache, meist sind auf der Rolle eingestellte Gaser für die Strasse zu mager. Was gut auf der rolle geht ist das feine ausbügeln von kleinen Löchern die der Popometer nicht erkennt, aber zur Rolleneinstellung ist auch immer der Vergleich auf der Strasse nötig, sonnst ist n Klemmer oä vorprogrammiert.

Greetz,
Armin

Bearbeitet von StahlFix, 23. October 2003 - 10:42,


#44 Millord

    pornstar


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Geschrieben: 24. October 2003 - 14:17

Wer sichs ganz einfach machen will kann auch auf ein fertiges System umsteigen, habe neulich in einem Modellbaulasen einen Pfüfstand für Elektro Modellmotoren gesehen. Das ganze mit PC Schnittstelle und Windows Software. Damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen, ich will jetzt nicht den Rollermotor da draufschrauben, aber die Messung wird da folgenderweise vorgenommen: Eine Aluscheibe mit einem Magnet wird vom Motor in Drehung versetzt und ein Hallsensor mißt die Frequenz. Dann wird mit dem Gerät das drehmoment über die Drehzahl gerechnet. Dieses System könnte man ganz einfach auf unse Anwendung umstricken. So ein e-Motor dreht c.a 3-4 Mal höher als der beste Molossi also müßte die Übersetzung gevietelt werden, kann man einfach realisieren! Das Trägheitsmoment der Scheibe ist viel geringer als das das wir brauchen, aber auch das kann man ja frei wählen. Am schluß muß man halt die "E-Motor" kurve umrechnen in eine Rollermotor kurve! Wer sich mit Software auskennt kann das ja gleich automatisieren! Die Geräte kosten so c.a. 300 Teuro was nicht gerade billig ist, aber funktionieren sollte es einwandfrei!

#45 Millord

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Geschrieben: 24. October 2003 - 14:30

Sieht ungefähr so aus:
Eingefügtes Bild
Die Aluscheibe auf dem Bild stellt hier die Masseträgheit zur verfügung.

#46 Sebastian

    sexidol


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Geschrieben: 24. October 2003 - 16:26

http://www.modellbau...e/shop/c25.html
hier der Link zum Shop....
aber die Preise... ich dachte das man für so einen Preis den kompletten Prüfstand am laufen hat :-D :rotwerd:
Aber mal im Ernst, ich wollte mich wenn ich mal Zeit hab auch mal mit den Atmel's beschäftigen und mal schaun ob man so nen ATMega32 für die Impulsmessung benutzen kann... die Entwicklungsumgebung hab ich hier in der Firma, evtl kann man auch diesen Butterfly modifizieren
Butterfly
die hätte dann gleich ne serielle Schnittstelle und wenn das mal jemand nachbaun möchte muß er nicht erst die komplette Entwicklungsumgebung erstehen...

Sebastian

@DieHappy: könntest du deine Gedankengänge/Platinen/Programme/Skizzen usw. evtl hier uns mitteilen / veröffentlichen?
Ich möchte mich gerne beteiligen :lookaround:

#47 Mixmaster

    expert


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Geschrieben: 5. November 2003 - 18:33

Was sind denn Deine Kriterien um einen Mega 32 zu nehmen? Ich benutz die Atmels (Mega8-Mega128) auf der Arbeit und die sind sauschnell ich denke mal, das man fast jeden dieser Käfer für nen Prüfstand nehmen kann. Mann muss sich halt vorher über die Datenmenge im Klaren sein um dementsprechend den Controller auszuwählen.
Der Siemens C16x ist vielleicht auch noch interessant. Mit seinen 16-Bit hat er deutlich mehr Rechenpower, wen man die Werte nicht nur speichern, sondern auch im Controller ver/bearbeiten will. Ausserdem kann der bis zu 16 Mb adressieren.
Mit nen bisschen Software-Denkarbeit ist auch eine PC lose ausführung denkbar, die direkt einen kleinen Drucker ansteuert...

Gruss T.

#48 karoo

    gay-sf-lord


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Geschrieben: 5. November 2003 - 19:01

Ich würde auf jeden Fall nach einer PC-Anbindung schauen, erst das bringt die Möglichkeit eine ganze Datenbank an Kurven anzulegen und per Überlagerung zu vergleichen!

(Ganz edel und nicht wirklich nötig: Während der Aufzeichnung einer neuen Kurve schon als Hintergrund alte Kurven anzeigen lassen - so sieht man sehr genau wann Motor und Auspuff richtig warm sind. Das sind oft kleine Unterschiede die man an der Kurve allein nicht richtig bemerkt. Aber wie schon gesagt, das wäre ein Luxusfeature das man implementieren kann wenn der Programmierer mal zuviel Zeit hat ;-) )

#49 Sebastian

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Geschrieben: 5. November 2003 - 19:03

Hi,
ich brauche an sich nur nen vernünftigen AD-Wandler (10bit) und nen paar IO-Ports. Da aber die Prozessoren ja spotbillig sind hab ich halt zu dem beim Laden um die Ecke verfügbaren gegriffen.
PC-los ist denke ich nicht unbedingt nötig am einfachsten wäre es die gemessenen Daten entweder gleich online via RS232 an den PC zu übermitteln (also Drehzahl und Drehmoment / Leistung) oder nach dem Lauf per Knopfdruck, nen PC hat hier ja jeder, nur das basteln/Programieren müßte mal von von den tallentierten Elektronikern machen lassen.
Auch die Rolle ist ja nicht wirklich ohne, ich werde demnächst mal mit unseren Technikern reden was die meinen...
Ansonnsten wäre noch zu überlegen ob man ne Bremse (z.B. nen E-Motor/Hydraulikpumpe o.ä.) mit anbaut damit man bei verschiedenen Belastungssituationen messen kann.

Sebastian

#50 karoo

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Geschrieben: 5. November 2003 - 19:16

Ach ja: Amerschläger misst die Drehzahl nicht direkt während dem Prüfstandslauf sondern macht dazu nen eigenen Kalibrierungslauf und ermittelt darin die Gesamtübersetzung des Motors. Während dem eigentlichen Prüfstandslauf wird nur Leistung über Rollengeschwindigkeit gemessen und dann mit dem Übersetzungswert auf die Drehzahl zurückgerechnet wenn gewünscht!

#51 DieHappy

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Geschrieben: 6. November 2003 - 15:44

aha, wie geht das genau?

Dachte immer man nimmt die KW-Drehzahl und Rollendrehzahl ab und weiß daher die ges. Übersetzung.

Zeichen eigentlich alle Prüfstände die Kurve in echtzeit im PC auf?

#52 karoo

    gay-sf-lord


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Geschrieben: 6. November 2003 - 15:51

Bei der alten P4-Software sieht man die Kurve erst nach dem Lauf, bei der neuen Software sieht man schon während dem Lauf die neue Kurve, zeichnet sich schön über den Hintergrund drüber während man beschleunigt.

P4s messen also während dem eigentlichen Prüfstandslauf nur die Rollengeschwindigkeit! Aus der Rollenbeschleunigung errechnet sich dann die abgegebene Leistung und aus der vorher ermittelten Motorübersetzung die dazugehörige Drehzahlskala!

Im Kalibrierungslauf wird der Motor mit wenig Gas über eine bestimmte Drehzahlschwelle beschleunigt (dabei sieht man die aktuelle Drehzahl auf dem Bildschirm!), dann wird das Gas zugemacht und gewartet bis der Motor ein gewisses Maß unter diese Schwelle zurückgefallen ist. Dann hat der Prüfstand die Übersetzung ermittelt... Warum das genau so gemacht wird weiss ich nicht, vielleicht um nicht allzu hohe Drehzahlen abnehmen zu müssen bei denen es Verarbeitungsprobleme gegeben hätte? Oder macht die Abnahme bei hohen Drehzahlen generell Probleme? Oder zünden manche Motoren nicht mehr richtig bei höchsten Drehzahlen wodurch dann das Ende des Diagrammes (der Overrevbereich) nichts mehr wert wäre?

Bearbeitet von karoo, 6. November 2003 - 15:53,


#53 Sebastian

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Geschrieben: 6. November 2003 - 15:56

Ich denke auch das das erfassen des Zündzeitpunktes bei so hohen Drehzahlen zu fehlerträchtig ist und drum nur die Rollerdrehzahl genommen wird.

Sebastian

#54 Mixmaster

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Geschrieben: 6. November 2003 - 17:35

Der Zündzeitpunkt ist nicht problematisch. Mit einem der oben gennanten controller habe ich ne Zeitauflösung von weniger als 2 mikrosekunden. Das macht eine max. Drehzahl von über 30 Millionen pro Minute...
Wie wollt ihr die Rolle eigentlich bremsen...

#55 DieHappy

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Geschrieben: 6. November 2003 - 17:49

scheibenbremesen vom schrotthändler

#56 karoo

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Geschrieben: 6. November 2003 - 17:53

Ist die Verzögerung der Scheibenbremse genau vorhersagbar?
Wie wird die Scheibe gekühlt?

#57 Sebastian

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Geschrieben: 6. November 2003 - 17:59

Ich dachte eher daran das meine Zündspule leider keine TTL-Pegel rausgibt und sicherlich bei hohen RPM's öfter mal nen Zündfunken verschluckt und dann kämen einfach falsche Drehzahlen raus. Mit nem Drehgeber an der Rolle kriegt man einfach bessere Signale.
Als Bremse kann man verschiedene Systeme nehmen je nachdem ob sie nur zum Abbremsen nach dem Lauf gedacht sein soll (Trommel oder Scheibenbremse) oder um verschiedene Lastsituationen nachzubilden. Dann müßte die Energie ja über eine längere Zeit abgeführt werden. Ich hatte überlegt ob man nen E-Motor antreiben kann, der würde zum einen ne träge Masse (dynamische Belastung) haben zum anderen könnte man über elektrische Lasten die Sache abbremsen (statische Belastung). Man könnte auch eine Wasser/Hydrauligpumpe antreiben und Wasser/Öl im Kreis durch eine Drossel (und ggf Kühler) pumpen, so eine Pumpe hat ohne Drossel nur eine sehr kleine Masse und beeinflusst damit die dynamische Rollenmessung nur wenig. Eine Trommel oder Scheibenbremse würde wohl schnell überhitzen schließlich sprechen wir hier davon Leistungen von bis zu 25.000 Watt zu verbraten... (hmmm, nen 25kW E-Motor ist vermutlich ganz schön groß...*kurz geGoogled... 150kg ich denke 25kW kann man nicht nur mit nem Motor wegbremsen, max 2-3 kW evtl...)

Sebastian

#58 DieHappy

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Geschrieben: 6. November 2003 - 18:06

die verzögerungung wird unbestimmt sein.

sie wird entweder per hand oder über einen elektr. hubzylinder (der die Hand ersetzen soll) hydraulisch betätigt.

wird keine innenbelüftete scheibe sein um das ergebniss nicht zu verfälschen.

#59 DieHappy

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Geschrieben: 6. November 2003 - 18:20

asynchronmotoren/genatoren sind am besten geeignet für statische und auch! dynamische Prüfstände. aber leider auch am teuersten.

Da kann man schon richtige Rennstrecken simulieren.


Aber bei meinen Prüfstand dient die Bremse nur zum abbremsen der Rolle nach einem versuch.

aber erweiterung mit einer Wirbelstrombremse werden nicht ausgeschlossen sein.

#60 StahlFix

    gay-sf-lord


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Geschrieben: 7. November 2003 - 07:54

Die Leistungsermittlung beim Dynojet geht über die Drehzahlmessung induktiv (kennet jeder von sein Zündblitzlampe) und delta n der Rolle. Da wird auch das Übersetzungsverhältnis ermittelt....aber eher um irgendwas anzuzeigen..und weil die Umrechnung nicht wirklich schwer ist. Drehzahl und "Geschwindigkeit" wird in Echtzeit angezeigt, die Kurve aber erst nach dem Lauf generiert. Ich denke auch dass es so wesentlich einfacher ist zu programmieren, ein laufendes Diagramm und denn auch noch während der Messung neu skallieren etc.....

Greetz,
Armin





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