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BaziLuder

Das Pupertier

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Ich weiß nicht ob´s hier richtig untergebracht ist, aber meiner Meinung nach schon, weil hier normale Leute unterwegs sind die es ab und zu krachen lassen ansonsten Ihr Leben aber absolut im Griff haben und über einschlägige Erfahrung aus Ihrer Jugend verfügen und trotzdem die Kurve gekriegt haben. Außerdem kenne ich viele Leute, auch gute Freunde, die es damals Ihren Eltern echt schwer gemacht haben und, sagen wir es mal gelinde ausgedrückt, eine "sehr bewegte Jugend" mit vielen Genußmitteln hatten die das Partyleben so mit sich bringt.

Aber nun erst mal ein kleines Vorwort zu uns Eltern.

Wir sind bereits seit längerem Eltern und viele von Euch kennen uns und zum Teil sogar unser derzeitiges "Problem" persönlich.

Durch die eigene Jugend, die Erzählungen von Freunden und Bekannten, weiß ein jeder hier, dass die Mähr vom braven Kind, das immer ordentlich und diszipliniert ist, anständig, immer alle Pflichten erfüllt und dabei die Finger von Drogen, sei es Alkohol öä. ist, eine (vermeintliche) Idealvorstellung ist.

Meiner Meinung nach gehören Ausrutscher und Exzesse zum Leben dazu, weil sie lustige Anekdoten liefern, wichtige Erfahrungen bringen, einem den Horizont über das Leben erweitern und einem im fortgeschrittenem Alter zufriedener machen, weil man dann nicht das Gefühl hat was verpasst zu haben. Meiner Meinung nach die beste Midlife-Krisis-Präventation überhaupt und das beste ist, mit den hier in der Szene gebotenen Runs kann man ab und zu immer wieder mal, das eigene Alter vergessen, die Sau raus lassen, sich neue Anekdoten generieren, angestauten Frust wegfeiern und die "Festplatte resetten".

Kurzum, wir sind Vertreter einer ausgewogenen Work-Live-Balance aus Familie, Arbeit, Alltag, Sport und gelegentlichem exzessiven Feiern.

Im Umkehrschluß heißt das für uns, man kann ab und zu auch mal ordentlich einen durch den Tisch treten und über die Stränge schlagen, solang alles andere auf die Reihe gebracht wird und niemand dadurch geschädigt oder in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ich gebe zu, das dieser Lebensstil einem einiges an Selbstdisziplin und "sich selbst in den Arsch treten" abverlangt aber im Großen und Ganzen sind wir dadurch recht zufrieden und ausgeglichen.

 

Und jetzt zum Problem:

 

Unser Großer befindet sich schon seit geraumer Zeit in der Pubertät und er hat sich schon einige Eier gelegt und aktuell ist mal wieder mehrfach die Kacke am Dampfen und wir, also meine Regierung und ich, rätseln darüber wie man den Kerl am besten packt, ohne mit Lehrstock und Heiligenschein daher zu kommen, schließlich waren wir auch mal jung, siehe oben. (nur bei weitem nicht "so" unterwegs)

Ich würde uns, was Erziehung angeht, als sehr tolerant ansehen, zumal die Diskussion "Rauch(K)" vs. Alk schon bis zum Erbrechen geführt wurde und wir schon so einiges toleriert haben teilweise auch in unserer Gegenwart, Stichwort, "wir waren auch mal jung".

Der große Unterschied zu damals liegt aber darin, dass unsere Eltern so spießig waren, das sie nicht dahin gingen wo man selber hingeht und somit vieles nicht mit bekamen und man dadurch die Gelegenheit hatte das mit sich selbst aus zu machen, ohne Stress und Gezeter von den Eltern. Still nach dem Motto " Was die nicht wissen, macht sie nicht heiß"

Also bekommen wir, durch unser tolerantes Verhalten, einiges brühwarm von ihm selbst erzählt (wo man sich denkt, "Autsch, das geht mal gar nicht" oder bekommen es teilweise live mit.

So werden wir immer wieder vor die Situation gestellt, dass das gehörte/gesehene eigentlich eine Einschreitung oder eine Ahndung von uns als Erziehenden erfordert, doch halt, da war doch was, ach ja, wir waren ja selbst mal jung und so viele Leute in gesetztem Alter und geordneten Alter die man kennt tun das doch auch, also warum jetzt bestrafen oder verbieten.

Ganz einfach, die im gesetzten Alter in geordneten Verhältnissen haben Ihre Mitte gefunden und sind weder zum frustrierten Spießer noch zum drogenabhängigen Junkie mutiert, also müssen wir nur dafür sorge tragen, dass er diesen schmalen Grat nicht verläßt und alles wird gut. Das ist aber ein verdammt schwerer Job bei einem pubertierendem Jugendlichen dem man mit Vernunft nicht kommen braucht, geschweige den mit Ratio oder Tatsachen.

Und so ist die Verhältniskurve zur Zeit ein ständiges auf und ab und nach einem kurzen Zwischenhoch ist heute mal wieder ein Tief eingekehrt, durch das ich mich zu diesem Post habe hinreißen lassen.

 

Zufällig ist meine Frau heut um 5:30 aufgewacht und siehe da, da kam Junior nach Hause geschneit von dem wir dachten er wäre zu Hause. Offensichtlich hat er gewartet bis wir eingeschlafen waren und hat sich dann vom Acker gemacht um zu K****n.

Okay, uns war sofort klar das er "Rauchen" war, für mich insofern ein rotes Tuch, weil es unter der Woche war und für meinen Geschmack zu häufig.

Um das Verhalten auch nicht noch mit "Blau machen" zu belohnen, hab ich ihn aus dem Bett geworfen. Er war so verpeilt, dass er ein T-Shirt durch den Halsausschnitt als Hose angezogen hat und dann ins Bad ist. Von früheren Vorkommnissen wusste ich, dass der wieder im Bett landet, also nach 5 Minuten wieder rauf aber er war weder im Bett noch im Bad. Ich hab ihn dann im Bett vom Bruder gefunden, also wieder raus gescheucht, diesmal wollte der dann auf den Balkon raus, anstatt ins Bad. Wieder fünf Minuten später lag er wieder im eigenenen Bett. Ich bin dann bei ihm geblieben bis er fertig war und ihn letztendlich zum Bus gebracht.

Stimmung ist mal wieder am Tiefpunkt und ich schiebe es diesem Scheiß k****n in die Schuhe dass er so ist wie er ist. Zimmer sieht aus wie Sau und man kriegt ihn auch nicht gepackt, weil im alles Wurscht is und wenn es mal wieder zu einer Konfrontation kommt, schaltet er, Dank Pubertät, voll auf Gegenkurs, koste es was es wolle.

 

Fazit:

Wir sind grad etwas Orientierungslos, machen wir die Hardliner, mit Sanktionen, Umgangsverboten und Bestrafungen treiben wir ihn unserer Meinung nach geradewegs ins Off, da dann die alte Rollenverteilung von blöden spießigen Eltern eintreten wird und der Kontakt zwischen uns brechen wird.

 

Will man nicht sanktionieren, schaffe wir das nur indem wir das Geschehene nicht wissen wollen, weil wir können nicht Dinge gut heißen die wir Scheiße finden. Lassen wir also alles durchgehen, heißt es am Ende, "ich war Euch doch egal" und es geht genauso den Bach runter.

 

Jetzt könnte man sagen, "laßt ihn springen", solang er Schule, Körperhygiene und Zimmer in Ordnung halten auf die Kette kriegt aber genau da liegt der Hund ja begraben. Man kann ihn tausendmal dazu auffordern aber es passiert nix, also kommen wir wieder zurück in den Sanktionsmodus. Ergebnis, dicke Luft und es werden 10% der geforderten Dinge erledigt und morgen sieht´s wieder genauso aus wie voher.

Dann denkt man sich, o.K. man versucht´s mit Angeboten, wie Enduro fahren, Rollerszene aber die Dinge zünden nicht wirklich zumindest nicht so dass sie ihn aus dem anderen Sumpf raus ziehen.

 

Dies soll jetzt kein Notruf sein, dazu ist das Ganze noch nicht weit genug fortgeschritten und deshalb die Bitte um Eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema.

Wie verhält man sich, richtig ????

...und vor allem wie kriegt man so jemanden bzw. mit welchen Kniffen haben Euch Eure Eltern damals eingefangen???

 

 

PS.: Sollte man das Topic wegen Big Brother wieder schließen bitte Bescheid geben, bin mir ja selbst nicht sicher ob´s hier der richtige Ort ist.....:???:

Edited by BaziLuder
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Hi B.,

 

ich schreib mal was dazu, da ich aus eigener Erfahrung berichten kann. War zwar nicht mein Erziehungsauftrag, spielt aber keine Rolle.

Die Situation damals war recht ähnlich damals, nicht beherrschbar / kontrollierbar. Ebenso haben Sanktionen, etc. nicht geholfen, wurden schlicht und einfach nicht befolgt. Im Endeffekt hat nur eine Schocktherapie die 180° Wende gebracht (Details hierzu besser persönlich).

 

Habt ihr daher mal über freiwillige Sozialstunden bei einer Drogentherapie, Klinik, etc nachgedacht? Also nicht als Teilnehmer selbst, sondern entsprechend als Beobachter / BUFTI, etc. Ob man ihn dazu bewegen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

 

 

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vor 10 Minuten schrieb Stampede:

Hi B.,

 

ich schreib mal was dazu, da ich aus eigener Erfahrung berichten kann. War zwar nicht mein Erziehungsauftrag, spielt aber keine Rolle.

Die Situation damals war recht ähnlich damals, nicht beherrschbar / kontrollierbar. => Soweit isses noch lange nicht.

Ebenso haben Sanktionen, etc. nicht geholfen, wurden schlicht und einfach nicht befolgt. Im Endeffekt hat nur eine Schocktherapie die 180° Wende gebracht (Details hierzu besser persönlich). => Gerne

 

Habt ihr daher mal über freiwillige Sozialstunden bei einer Drogentherapie, Klinik, etc nachgedacht? Also nicht als Teilnehmer selbst, sondern entsprechend als Beobachter / BUFTI, etc. Ob man ihn dazu bewegen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

=> Ich denke so drastisch ist es noch lange nicht, es bewegt sich noch in einem händelbarem Rahmen aber wir wollen steuerend eingreifen damit´s nicht schlimmer wird, bis dann irgendwann die Reife einsetzt.

 

 

 

Edited by BaziLuder
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der Klassiker ...
Ich habe mittlerweile 2 Jungs durch die Pubertät gebracht, die Tochter ist mit dem Gröbsten durch und der "Kleine" mit 14 gerade mittendrin. Ich kenne das Gefühl nur zu gut. Auch meine Jungs haben selten eine Gelegenheit ausgelassen, mich auf die Palme zu bringen, aber letztendlich hilft nur Geduld und Spucke. Ich habe immer klar gemacht, was ich vom K****n im jugendlichen Alter halte, bewege mich aber auf dünnem Eis, da ich auch mal jung war (und immer noch bin ;-)). Das Problem ist ja tatsächlich, dass Kiffen in dem Alter gefährlich ist. Exessives Kiffen in der Pubertät macht auf Dauer dumm. Und genau damit habe ich auch nicht hinterm Berg gehalten. Rückblickend bin ich mir nicht ganz sicher, ob es etwas bewirkt hat, aber zumindest konnte ich auf diesem Niveau immer mal wieder ein vernünftiges Gespräch führen, bei dem es nicht um Strafen oder Represalien ging, sondern um die Sorge, dass die Kifferei Auswirkungen auf das weitere Leben hat. Ich denke schon, dass davon etwas hängen geblieben ist.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an unordentliche Zimmer, das geht spätestens vorbei, wenn sie ausziehen :-D Auch alle anderen typischen Verhaltensweisen gehen ja wieder vorbei. Und auch aus mir ist ja etwas geworden. Wichtig ist, dass man als Eltern nicht aufgibt oder gar die Hoffnung verliert. Auch dieses wird vorüber gehen, glaub mir!
Ihr macht das schon richtig. Und den Bub in die Schule zu zwingen geht komplett klar, da halte ich es mit dem alten Spruch "wer feiern kann, kann auch morgens raus"

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mein vater hat mich mal 3 wochen ,in den sommerferien, auf den bau geschickt ( maurer) ,

meine feierwut  ging ganz schnell richtung null nach einer woche,

er hat mich jeden morgen vor der firma abgesetzt und abgeholt,

im regen schallungen auseinanderklopfen hat schon jedem gut getan.

ich war schnell wieder in der realität angekommen, und abends hatte ich nichmal mehr die kraft die fresse groß aufzureißen.

nach 2 jahre terror die ich meinen eltern angetan hatte, war wohl das das erlebnis was mich kuriert hatte .

kurz drauf bin ich ausgezogen , habe eine lehre gemacht , wo ich jeden morgen 10 km mit fahrrad hin radeln mußte .

manchmal so einfach ...

ich bin gespannt was auf mich zukommt. ich drücke euch die daumen .

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@Skawoogie

Glaub mir, wir drücken bei vielem ein Auge zu und vermeiden Sanktionen und wir versuchen auch immer wieder mit offenen Gesprächen die Themen zu beackern.
 

Manchmal stoßen wir auf Zustimmung, manchmal auf Gegenwind.

Aber "K****n" sei ja viel unschädlicher als Alkohol, das ist so verdammt in seiner Birne fixiert, das gibt´s gar nicht. :wallbash::wallbash::wallbash:

Den Medien sei Dank. :devil::devil::devil:

 

Das bittere daran ist, dass er so viele Offerten von uns ausschlägt...

(ich will´s echt nicht sagen aber sonst platzt ich, "wenn ich so einen Vater wie mich selbst gehabt hätte", ich würde durchdrehen vor Freude..)

Edited by BaziLuder

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vor 1 Minute schrieb BaziLuder:

 

Aber "K****n" sei ja viel unschädlicher als Alkohol, das ist so verdammt in seiner Birne fixiert, das gibt´s gar nicht. :wallbash::wallbash::wallbash:

Den Medien sei Dank. :devil::devil::devil:

 

 

Wenn du auf die Diskussionsschiene einsteigen willst, zu dem Thema gibt es Studien.

Ja, Alkohol tötet nun mal mehr Menschen im Jahr als THC, aber zu den Langzeitschäden gibt es ja durchaus wissenschaftliches Material.

Da wird es aber nicht mit 15 Minuten Recherche getan sein.

Wichtig wäre da dann, den Kurs zu halten nicht oberlehrerhaft zu kommen sondern das offene Gespräch zu suchen.

;-)

Schätze dich so ein, wollte aber dennoch drauf hinweisen.

 

Am Ende des Tages kann es auch helfen, wenn jemand von außen das Gespräch mal in die Hand nimmt.

Distanz zum Geschehen und so.

 

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Gerade eben schrieb BaziLuder:

@All:

Ist "hart Arbeiten lassen" immer die Königslösung ????

 

Nein.

Nur wenn man sich drauf einlässt.

 

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Ich hatte sehr tolerante Eltern, aber mein Vater hat vor Kurzem mal gesagt, dass er noch heute traumatisiert ist von meinen Eskapaden in der Pubertät...
Das ist ja genau das Problem mit uns. Wir haben auch alles gemacht in unserer Jugend, da kann uns so ein Rotzlöffel ja nichts vormachen. Aber die Rebellion gegen die Eltern ist nun mal genetisch verankert, da können die nichts für. Je toleranter wir Eltern sind, um so extremer muss das Pubertier reagieren. Ich sage immer spöttisch, dass unsere Kinder schon BWL studieren müssen und mit Anzug und Aktenköfferchen gegen die coolen Eltern losziehen werden...

Ich würde an Deiner Stelle auf die Geschichte mit der Gefährlichkeit des Kiffens in der Pubertät fokussieren. Irgendwann bleibt da was hängen.

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eben, man muss sich drauf einlassen.

wie gesagt , man muss ihm alternativen bieten, so wie ihr es auch macht .

es ist schwierig, er muss eingentlich selber drauf kommen, ihr könnt nur den impuls dazu geben, der rest liegt in seiner hand .

je  mehr man sie zwingt umso weniger machen sie , mein eindruck.

ich hatte damals keine wahl , der hat mich einfach ins auto gesetzt und dort abgeworfen.

mein vater hat damals auch nicht mehr mit mir gesprochen oder verhandelt.

ein gescheites mädel in die er sich verliebt wäre auch nicht schlecht .

 

 

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vor 1 Minute schrieb dreckige13:

 

Wenn du auf die Diskussionsschiene einsteigen willst, zu dem Thema gibt es Studien.

=> Sorry, aber wenn ich den Satz "es gibt Studien..." höre, muss ich :repuke:, das ist genau der Passus auf dem er immer rumreitet. Ich will es ja nicht abstreiten, das Alk bei exessivem Mißbrauch mehr Menschen tötet aber ich denke im Kleinen. Beispiel unser Run, da habe ich auch getrunken aber jeder von Euch kennt das. Man legt sich eine Stunde hin, steht auf und denkt man ist nüchtern (was nicht stimmt). Zumindest bin ich voll in der Lage mit Vollgas zu ackern (Auto fahren, Feinmechanik etc... mal aussen vor), also Bierkisten schleppen, Pflöcke einschlagen, Aufräumen etc. Bek***t kommste gar nicht in die Hufe, geschweige denn das Du ne ansehnliche Leistung bringst.

Und dass ist der Punkt an dem ich mich Stoße, ab und zu tret ich mit Alkohol einen durch den Tisch aber am nächsten Tag bin ich da, wenn auch mit Kopf oder Übelkeit, und kann mich weitestgehend zusammen reißen.

Mit dem anderen nicht....

Ja, Alkohol tötet nun mal mehr Menschen im Jahr als THC, aber zu den Langzeitschäden gibt es ja durchaus wissenschaftliches Material.

Da wird es aber nicht mit 15 Minuten Recherche getan sein.

Wichtig wäre da dann, den Kurs zu halten nicht oberlehrerhaft zu kommen sondern das offene Gespräch zu suchen.

;-)=> Wie den, wenn uns gleich oben genannte Aussage um die Ohren gehauen wird ???:???:

Schätze dich so ein, wollte aber dennoch drauf hinweisen. => Danke :cheers:

 

Am Ende des Tages kann es auch helfen, wenn jemand von außen das Gespräch mal in die Hand nimmt.

Distanz zum Geschehen und so.=> ...auch schon passiert, hat nicht viel gebracht.

 

 

...erschwerend kommt hinzu, dass man ja an allen Ecken und Enden darauf trifft und es eine breite Akzeptanz genießt.

Im Prinzip hab ich ja auch nix dagegen, außer dass es die Lunge schädigt, sofern in Maßen genossen.

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vor 11 Minuten schrieb Skawoogie:

Aber die Rebellion gegen die Eltern ist nun mal genetisch verankert, da können die nichts für. Je toleranter wir Eltern sind, um so extremer muss das Pubertier reagieren.

Dieses Schreckszenario hatten meine Frau und ich, in einer der vielen internen Diskussionen, ohne seine Anwesenheit, auch schon.

Heißt im Umkehrschluß, wenn ich uns so anschaue, er hat verloren...:???::-D:???: (Sorry, der musste sein...)

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vor 3 Minuten schrieb yafo:

wo kommt das geld her für den spaß ?

 

...gute Frage

Edited by BaziLuder

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ich habe ja wirklich keine erfahrung ( meine ist 4 und süß)

aber meine frau ist psycho doc, und genau für solche fälle.

konsequenzen müssen sie spüren.

keine neuen sneakers, kein bargeld, keine saubere wäsche, etc..

bzw. bis er sich selber drum kummert oder was dafür macht .

zum psychologen schicken, manchmal wollen die sich nur ausprechen, haben probleme über die sie mit euch nicht reden wollen.

keine panik, psychologe heißt nicht das er gaga ist .

 

ich merk halt auch das man da recht ungeduldig wird , aber glaube das man da viel zeit und geduld mitbringen muss.

 

Edited by yafo

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Ach ja, dass wurde uns auch schon von mehreren Seiten um die Ohren gehauen:

"Ihr schiebt es ihm zu viel in den Arsch."

Diese Meinung teile ich nicht, zumal ich die "hart Arbeiten lassen"-Meinung nicht unbedingt teile, es muss doch auch ohne "eins auf die Mütze hauen" gehen.

 

Ein Beispiel:

Führerschein zum 16. Geburtstag (haben mir meine Eltern nicht erlaubt, geschweige den bezahlt)

PX200 zu Weihnachten (siehe Führerschein)

 

In Summe ein ordentlicher Batzen Geld, hat auch keiner in seinem Umfeld in der Form bekommen.

 

Absicht dahinter:

Sein Aktionsradius vergrößern um andere Leute kennen zu lernen.

Integration in die Rollerszene, da ich die toll finde, vor allem die Leute hier.

Schrauben mit mir (=anhaltender Kontakt, auch mal positiver Form und nicht immer nur als Verbieter), daraus indirektes Lernen mit Spaßfaktor und Bildung eines Freundeskreises von Leuten die ein konstruktives Leben führen.

 

Sein Verhalten ist momentan alles andere als Belohnungsdürftig, eher das Gegenteil, ich habe im heute den Führerschein auf Eis gelegt.

Will ich aber mein Ziel verfolgen, in der Hoffnung dass die Rechnung aufgeht, darf ich ihn bis dahin nicht für Fehlverhalten bestrafen sondern muss die Kröten schlucken.

Sollte er auf dem Weg das Interesse verlieren, war alles umsonst und ich komm mir vor wie ein Depp.

 

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vor 5 Minuten schrieb yafo:

keine panik, psychologe heißt nicht das er gaga ist .=> Keine Panik, ist mir schon klar. Hab da keine Berührungsängste.

 

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Das Projezieren der eigenen Interessen und Hobbies auf den Nachwuchs kann sehr frustrierend sein. Es ist eher selten so, dass das Nachhaltig ist

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ich würde das nicht bestrafen nennen ( hab mein führerschein selber bezahlen müssen)

er muss halt so langsam kapieren das er auch was dafür tun muss, wenn er was will .

wenn er nichts will , ok .

irgendwann will er es .

aber ihr belohnt ihn ja regelrecht , meine meinung .

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Gerade eben schrieb Skawoogie:

Das Projezieren der eigenen Interessen und Hobbies auf den Nachwuchs kann sehr frustrierend sein. Es ist eher selten so, dass das Nachhaltig ist

Schon klar, aber er füttert mich ja mit Anreizen.

Er will auch Roller fahren, er will sie so und so umbauen, zwei Kumpels fahren V50 1.Serie, er will auch ne Kutte...

 

Das Enduro Fahren hab ich aufgehört zu pushen, weil ich gemerkt hab, dass es nicht sein´s ist, von der Seite kommt auch nix.

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lasst euch mal beim psycholgen beraten was da am besten zu tun ist. keine drogenberatung , da wird er nie mitkommen.

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Mit meinen Kindern habe ich die Vereinbarung, dass ich die Hälfte des Lappen bezahle. Da muss schon auch von denen was kommen. Und die Tochter darf die 125ger NSU Lambretta fahren, wenn Sie beim Restaurieren hilft. Wenn da dann nichts kommt, müssen sie mit den Konsequenzen des eigenen Handelns leben. Wenn das dann irgendwann wurzelt, hast Du als Eltern eigentlich fast alles erreicht.

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vor 6 Minuten schrieb yafo:

aber ihr belohnt ihn ja regelrecht , meine meinung .

Genau jetzt kommen wir zu dem Zwiespalt der mich zerreißt.

 

Im nix geben, keine Alternativen bieten und in die Arme dieser K*****-Posse treiben, in der er abhängt.

 

oder den Weg mit Führerschein und Roller und hoffen ihn auf eine andere Schiene zu bringen.

 

Meine Angst liegt darin, dass er anstatt sich auf die Hintebeine zu stellen, zu Arbeiten z.B. für den Führerschein, sich lieber hinlegt und eine Tüte anzündet und dadurch nur tiefer reinrutscht.

Bei einer der vielen sinnlosen Konfrontationsdiskussionen kam von ihm auch mal der Satz

"Dann laßt mich halt auf die Schnauze fallen."

An der Stelle hab ich die Diskussion abgebrochen, weil mir klar wurde, hier spricht die Pubertät zu mir.

 

 

PS: er bekommt nicht alles in den Arsch geblasen, er arbeitet auch etwas bei mir um Geld zu verdienen.

 

Wie gesagt, ich versuch hier grad ne Linie für unser Verhalten im Gegenüber zu finden.

Von dem man gestern noch überzeugt war, es sei richtig, denkt man sich heute, Mist das ist Scheiße.

Wir können ja nicht ständig unsere Marschrichtung ändern....

Edited by BaziLuder

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klar, aber ein roller ist eben mit den lächerlichen kröten die er verdient nicht bezahlt.

der macht so oder so was er will gerade , da kannst du nen handstand machen das interressiert in nicht , glaube mir.

 

ich komme mir vor wie domian, in ungefähr 10 jahren hab ich auch so ein topic :gsf_tumbleweed:

nee , lasst euch beraten , professionnel, ihr habt schon alles probiert .

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