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Das GS160 & SS180 Topic

Featured Replies

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb llcoolj24:

Ahh das hab ich leider nicht hab nur fürs lüfterrad was angefertigt da dieses geschliffen hat bei mir.

Ich habe leider nur den fürs Gehäuse anfertigen lassen.IMG_20230824_143835.jpg

Ah schade...

Aber vielleicht brauch ich den ja auch noch -)

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  • GelbStich
    GelbStich

    Mal für die Nachwelt, GS 160 / 180 SS wie bei den anderen Largeframe-Modellen auch:  

  • Bei uns hier im Norden fährt auch ein taubenblaues SS180 Gespann rum, dass ich super schön finde.

  • so, Erfolgsmeldung. Der Startermotor läuft wieder, Probefahrt erfolgreich absolviert!😁 Danke für die Hilfe!  

Veröffentlichte Bilder

Geschrieben



Problem Scheppern GS/4

Hallo Leute, ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Ich habe bei meiner GS/4 ein Scheppergeräusch bei bestimmten Drehzahlen, welches seines Gleichen sucht. Es ist so laut, dass man es beim besten Willen nicht ignorieren kann. Seit Wochen bin ich bei der Fehlersuche, der Motor war schon zweimal auseinander, ich kann einfach keine Ursache finden.

Anbei ein Video, welches das Problem hoffentlich anschaulich (bzw. anhörbar) macht.

Infos dazu:
-GS/4 Augsburg von 1962
-original Vespa SS180 Zylinder verbaut (gehont von Fachbetrieb auf exakt 63mm, auf den (neuen) GOL 63mm passend gemacht)
-alle Toleranzen stimmen exakt (Kolbenspiel, Ringspiel etc.)
-alle Lager neu

-Kurbelwelle neu original Tameni passend SS180 (Problem bestand bei alter Kurbelwelle auch bereits)
-Getriebe exakt ausdistanziert (0,25mm)
-ALLES ist fest
-Zündung (original) überholt von Friedi
-Kabel alle OK

-Auspuff sitzt fest und innen ist nichts ist lose, zwei unterschiedliche Auspüffe probiert, Problem bleibt

-Kupplung (original) mit neuen Scheiben, sitzt fest auf Konusscheibe
-ZZP original auf 26° OT abgeblitzt
-Zündkerze B9ES, auch andere schon probiert

-am Chassis alle Teile überprüft, mehrfach, selbst mit Endoskop innen im Rumpf
-Polrad ist fest und klappert nicht
-Zündgrundplatte ist fest
-Geräusch hat nichts mit der Zylinderhaube zu tun, selbst ohne Haube (wie im Video) scheppert es

-Kolbenbolzen passt in das neue Nadellager (16mm), hat aber ein wenig seitliches Spiel zu den Clipsen hin (normal?), ist jedenfalls der originale Kolbenbolzen
-Alle Stehbolzen am Zylinder sind komplett fest
-Vergaser überholt / geschallt, original Bedüsung SS180, alles ist festgeschraubt
-Lüfterradabdeckung schleift nirgendwo/klappert nicht

Ich kann einfach die Ursache für dieses Scheppern nicht erkennen. Es klingt, wie eine Handvoll Muttern, die unten im Gehäuse tanzen).

Hat jemand eine Idee oder ähnliche Erfahrungen??

Besten Dank vorab!

vg

Jo

Bearbeitet von v50_special_RT

Geschrieben

Hast die Lüfterrad und Schaltrastenabdeckungen mal runtergenommen und getestet?

Geschrieben

…und falls schon vorhanden mal das Nummernschild inkl Halterung entweder abgenommen oder vorsichtig gegeneinander verkantet?

Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb dirchsen:

…und falls schon vorhanden mal das Nummernschild inkl Halterung entweder abgenommen oder vorsichtig gegeneinander verkantet?

alles geprüft - ich bin schon sehr tief drin, am Chassis ist es nicht - es muss ziemlich wahrscheinlich vom Motor kommen - Nummernschild hatte ich komplett ab - inkl. Halterung. Ebenso Polrad. Da ist alles fest.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb v50_special_RT:

Ich kann einfach die Ursache für dieses Scheppern nicht erkennen.

Es klingt, wie eine Handvoll Muttern, die unten im Gehäuse tanzen).
Hat jemand eine Idee oder ähnliche Erfahrungen??

Metallisches Rasseln oder erste Ansätze von Klingeln würde ich sagen.

  • Lüfterradabdeckung vibriert im Resonanzbereich oder kontaktiert bei bestimmten Drehzahlen oben die Metallschelle für Zündkabel und Kabelbaum

  • Spritzschutzblech zwischen Motor und Rad vibriert im Resonanzbereich oder ist nicht mehr fest verschraubt.

  • Motor fängt an zu klingeln, zieh mal den Choke leicht und teste nochmal (bei Umbau auf 180er Zylinder auch den Gasschieber entsprechend gewechselt?)

Geschrieben

ist das jeweilige Spiel normal? Der Bolzen hat schon ordentlich Spiel. Könnte das eine Ursache für das Scheppern sein?
Und das Spiel am Kurbelwellenlager KuLu Seite? (Lager sind alle NEU, ZF).

Lüfterradabdeckung ist es NICHT (scheppert auch OHNE Lüfterradabdeckung, ebenso ohne Zylinderhaube)

Geschrieben

Der Bolzen wird sich nach Anziehen mit DM nicht mehr bewegen, würde ich sagen

Die KW ist ohne zweites Lager immer recht beweglich.

Dein Kolbenhemd hat im Video so graue Stellen, ich kenne das von starkem Kolbenkippen, wenn das Laufspiel zu gross ist. Was ist die dickste Stelle am Kolben und was hat der Zylinder ?(und wie gemessen?)

Hatte neulich auch ne SS180 da, die auch übel gerasselt hat, ab etwa 2500-3000 /min. So laut hatte ich das noch nie. Dachte auch erst an ein lockeres Blech.

Da war aber der KoBo ziemlich verschlissen und das Lagerspiel entsprechend gross:

grafik.png

Wird ja aber bei dir nicht der Fall sein, da neu....

Ausserdem ist der ZZP ab einer gewissen Drezahl schlagartig gesprungen und dort geblieben:

grafik.png

grafik.png

Schätze Kondensatur oder unterbrecher ist mist.

Vieleicht hat das Ding ja deshalb dauerhaft geklopft und so den Schaden verursacht?

Könnte aber auch am Öl gelegen haben. Der ist ne Weile 3% gefahren.

Hast Du mal den gesamten DZ-Bereich geblitzt?

Bearbeitet von Pholgix

Geschrieben

Guten Morgen,


ich würde mich sehr über Euren Input zum Thema Kolbenspiel und Ringspalt freuen!!

Update dazu, die Ursache für das Scheppern ist gefunden oder zumindest stark eingegrenzt. Es war einiges im Argen.

Kolbenbolzen NEU, ja stimmt, aber ich habe beim nochmaligen Überprüfen festgestellt, dass er radiales Spiel hat. Leicht, aber mit Fingern fühlbares Klackern beim Auf- und Abbewegen. Dazu war der Ringspalt viel zu groß, was vermutlich erklärt, dass der Motor so schlecht lief und die Vergaserabstimmung vollkommen erratisch war (das übliche Einstellung / Bedüsung war gar nicht mehr wirklich möglich). Ich habe den (vermutlich Anfänger-)Fehler gemacht und den Ringspalt nicht nochmal überprüft, nachdem der Zylinder/Kolben von der letzten Überholung zurückkam. Die Ringe hatte man sich wohl gar nicht angeschaut, wovon ich aber ausging. Ab sofort werde ich alles nochmal selbst vermessen, was an Teilen eingebaut wird. Nun habe ich einen geliehenen SS180 Ersatzzylinder (original) drauf, zum Testen: kein Scheppern, kein Rasseln, läuft alles einwandfrei. Damit weiß ich zumindest, dass es nicht das Chassis oder sonstige Motorteile (Lager etc.) waren.

Jetzt habe ich den Zylinder nochmals zum Überholen gegeben, da er auch leichte Riefen hatte und das Innenmaß, mit meinen bescheidenen Mitteln (Bohrungslehre für 60 EUR), m.E. nicht richtig war (zu groß), leichtes Kippeln des Kolbens. Ich frage mich nun nur, wie das das alles zusammenkommen kann. Der Kolbenbolzen hatte beim ursprünglichen Einbau garantiert kein radiales Spiel und die Zylinderwand scheint sich (durch das Kippeln?) verändert zu haben. Zumindest hat es mir der Zylinderfachbetrieb so erklärt.

Lange Rede kurzer Sinn: einzige Möglichkeit ist nun auf der wieder nächste ÜM zu gehen (63,5mm). Habe mir den passenden Kolben (GOL 63,5) bestellt und beides zusammen zum Betrieb gebracht (KS Motortechnik in Bonn). Hier hätte ich gerne nochmal Eure gesammelten Erfahrungen zum Thema Kolbenspiel und Ringspalt. Ich habe in meiner Recherche einige verschiedene Maße gehört, 12/100 beispielsweise, wobei der Mechaniker im Betrieb Zweifel hatte, ob das nicht zu groß sei.

Er hat den Kolben gemessen, exakte 8/100 Untermaß (63,42). Ebenfalls zum Vergleich hat er einen weiteren neuen 63mm Kolben gemessen, beides GOL, der hatte 62,92mm. Fazit des Mechanikers: Das "gewünschte" / empfohlene Spiel des Kolbenherstellers: 8/100st (stimmt das?). Das erscheint mir jetzt wiederum gefährlich wenig. Im Wartungshandbuch konnte ich auch auf den zweiten Blick nichts finden. Hier im Forum habe ich an anderer Stelle zw 9 und 11/100 gelesen.

-WAS meint Ihr, was habt Ihr für Erfahrungswerte beim Kolbenspiel? Lieber auf 10/100 gehen? Gibt es Quellen dazu (Erfahrungswert ist auch eine Quelle)?.

-Ringspalt nach Formel müsste 0,25-0,30mm sein?

Ziel ist ein zuverlässiger Lauf ohne Rasseln / Klappern bei zugleich geringer Klemmergefahr.

Ich lasse den Kopf direkt mit bearbeiten, er sagte, es wäre kein Problem diesen oben um 0,5mm zu erweitern, damit der neue Kolben passt.

Besten Dank nochmal!
Viele Grüße!

Bearbeitet von v50_special_RT

Geschrieben

Es gibt z. B. auf Scooterhelp für fast jede Vespa frei zugängliche Reparaturhandbücher, da wird auch immer das Vermessen und das korrekte Kolbenspiel ziemlich genau erklärt. Musst nur runterladen und den Teil deinem Fachbetrieb geben.

Meiner Erfahrung nach sollten an der dicksten Stelle des Kolbenhemds zwischen ca 10-11/100 sein bei klassischen Kolben. Da kann u.U. schon 1/100 mehr Spiel zu klappern führen. Selbst so erlebt. Ist aber sicher auch von der thermischen Belastung (Verdichtung) und damit Ausdehnung des Kolbens abhängig. In meinem Fall war das ein alter 177er Pinasco.

8/100 finde ich jetzt arg wenig. Woher hat er das denn?

Geschrieben

Habe nun nochmal die Bücher verglichen - ich lese da genau die 0,11mm. Das habe ich auch so an den Zylinder Fachmann weitergeleitet.

Ist es wirklich so, dass 1/100 den Unterschied macht? Ich kann mir das kaum vorstellen, das ist alles Ende der 50er Jahre entwickelt worden. Nicht, dass die damals nicht schon auf 100stel messen und arbeiten konnten, aber wenn 1/100 wirklich den Unterschied zum Klappern macht, wäre ja jeder Kolben, wenn er denn mal eingefahren ist nach einiger Zeit am Klappern, wenn das 1/100 dann abgearbeitet ist?

Frage wäre nur, ob die Werte für die SS180 (mein Zylinder) auch stimmen, oder ob man die 0,11 hochrechnen müsste. Das Zylindermaß ist ja 58 => 63,5mm, also 1,094 größer. Müsste das Spiel dann nicht auch 0,11 x 1, 094 = 0,12 sein? Ich weiß auch nicht, ob der SS180 Motor nicht etwas höher thermisch belastet ist als der GS160 Motor.

Was meint Ihr?


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