OK. Dann ich noch. Bin auch heile daheim. Nach 10 bis 20km hatten wir den ersten Ausfall, Lehras Hinterradtrommel "bremste". Wie geschildert. (Oben.) Inzwischen hatten dann Mex und Flo uns eingeholt. Dann ging gleich - vielleicht 20km weiter - Flo (Salzburger Kollege von Mex) spektakulär hoch: Langegezogenes Autobahnstück über eine Brücke. Leicht bergab. Motor von Flo, der ca. 100m vor mir fährt, stottert/geht aus. Flo zieht die Kupplung, haut die Reserve rein (wir warteten seit dem "Lehrerversorgen" auf eine Tanke), Karre kommt wieder - schön Drehzahlkeller. Brücke eh vorbei, leichte Steigung, ich war, weil er ja kurz keinen Vortrieb hatte, direkt hinter ihm/gleiche Höhe leicht versetzt, er dreht den Hahn auf: *mööööÖÖÖÖHHHHH* - *PENG* So habe ich es noch nicht bei einem Motor knallen hören. In die Stille des ausgegangenen Motors hinein. Das klang sehr final. Mex leider vorneweg, fuhr erstmal nichts ahnend weiter. Wir rechts ran. Zum Glück Brückenende. Weil auf der Brücke nicht mal der Hauch eines Standstreifens war. Dahinter immerhin ein halber. (500m bis zur nächsten Standstreifenfehlanzeige.) Flo hat gleich mal angefangen, den Grauguß runterzuschrauben, nachdem die Kerzenelektroden chique mit Alu eingebacken waren. Dann kam irgendwann Mex, mit dem 24er Schlüssel für den Dämpfer. Finale Diagnose: Exitus total. Dickes Sprengloch im Kolbendach. Ringe verbacken. Aber ein echtes Kunstwerk: Krone nicht eingefallen, Kolbenboden ohne Verformungsspuren. Saubere Zonensprengung. Wie abgesteckt. Naja. Nochmal 'ne Stunde später, nachdem klar war, daß der Ersatzzylinder (Warumauchimmer) nicht drauf ging bzw. der zugehörige Kolben sich nicht einfädeln ließ (steckte einfach fest, nein die Ringe waren's nicht), und nachdem diverse Lambrettakolonnen vorbeigezogen waren, etc. hielt ein irrer Oldiefreund mit Mercedes-Kleinbus und verteilte Warnhemdchen in Signalfarbe und lud Flos Kiste nicht nur ein, sondern fuhr ihn gleich auch noch nach München. Ebenso krass unerhört hilfsbereit wie Mex und ich fuhren dann (endlich) weiter. Irgendwann unterwegs, nach vielleicht 100, 120km ging meine Karre plötzlich dauernd aus. Check bei der nächsten Tanke: Kerze Schwatt wie die Nacht, Hauptdüse eins runter. Endkontrolle: Karre geht im Standgas aus. Neuer Check: Stellschraube vom Standgasgaymisch komplett rein(!)gedreht. Aha. Daher auch der komische Verbrauch. Nun ja. Scheißt der Hund drauf. Rausgedreht, weiter. Klingeln wie Sau, zu faul die HD zurückzuschrauben, Nadel hoch. Weiter. Nach weiteren etwa 50km über die Bahn, irgendwo kurz vor Neu-Ulm, als wir auf die Landstraße wollten, letztes Umgehungsstück, geht meine Karre beim Überholen eines Kleinbusses aus. Rechts ran, Adrenalinschub abwarten, Check: Springt nicht an. Nicht fest, aber springt nicht an. Benzinhanhhebel steht schräg zwischen Reserve und Offen. Wieder ganz auf Reserve: Springt an. Weiter geht's, Mex ist weg. Egal, Weg war besprochen. (Achtung, Wortspiel.) Vollstoff (soviel die Karre halt hergibt, irgendwas knapp über 100) hinterhair. Ohne Pause. Von der Bahn, Mex wohl schon zu weit vorn oder anders gefahren; erstmal Nachtanken. Weiter über Weißenhorn, Kloster Roggenburg vorbei, Krumbach rein, am Marktplatz falsch abgebogen. Kleiner Umweg übern Bauenhof nach Mindelhighm. Egal. maximal 2km extra. Die Karre geht auf der Landstraße so gut, also warum nicht auch hier Vollstoff? Mindelhighm kurzer Tankcheck: halb voll. Nix tanken, das langt bis München. Auffe Bahn und ab dafür. Irgendwo zwischen Buchloe und Türkheim dann bei leichtem Gegenwind wieder so komische Aussetzer. Wird sich die verfl***** Stellschraube wieder verwackelt haben? *dängdängdädädädäd ... däng* *zwitscher* *plopp* -> Gummiseil Motor aus. Kupplung gezogen, rechts ran. Adrenalinschock abwarten, reintreten. Fest. Kerze raus: Schaut ungayfähr so weiß aus wie Poppas Hintern. Um die Karre gekrochen, nachdem der Vergaser noch amtlich festsaß und siehe da: ein Auslaßstehbolzen nebst Mutter fehlt. Supersache - Tolle Wurst. Selbst, wenn nach einer halben Stunde alles wieder frei ist, komme ich so (60km vor MUC) nicht heim. Und als letzter Mohikaner ohne Handy, war das dann ganz altschülerhaft und ohne zwei Stunden auf den ADAC warten: Karre ins Gaybüsch, Daumen raus, Studentin im Ranz-Kombi mit Freisinger Kennzeichen hält an. Zeug verladen, eine halbe Stunde lang Gewäsch über Schamanismus zur Bewältigung von Ausfällen zu alter Fahrzeugtechnik angehört (ihr oller Passatkombi klang aber auch marode wie ein bekiffter Schamane mit Raucherhusten) in Aubing raus aus dem Karren und ins Taxi gestiegen. "Wohin geht's?" - "Heim." Als ich die Tür aufmachte, hatte Hans-Dieter grad seinen Roller auffa Seite und ein Rad abgemacht. Alles normal. Pfuh. Was für eine Reise! Hoffe, daß alle anderen auch gesund angekommen sind und dicker Dank nochmal an alle Ausrichter und Mitfeierer. War bombig. Ein Extragruß geht heute an den Whirlpool-Onkel. @Dieta: Gute Besserung der Familie! Habe Dein "Du trinkst mit"-Shirt von lummy übernommen.