Halbertrabi schrieb am 13. March 2010 - 14:46:
Eine Paranoia zu schieben und auf die suboptimale Demokratie zu schimpfen ist vielleicht bequem, aber damit trägt man eine Teilschuld an unserem jetzigen Zustand.
Es gibt so viele Baustellen, wo der einzelne was bewirken kann. Und last but not least würde ein Realitycheck mal nicht schaden - meine Frau kommt aus der Ex-DDR, ich selbst war schon in Rumänien und Russland. Das Gejammer hier in Deutschland ist größtenteils echt vermessen.
Demokratie ist eine lausige Staatsform, aber die bestmögliche.
Du willst mir doch jetzt wirklich erzählen, dass eine DDR, die 20 Jahre nicht mehr existent ist, für dich eine Masseinheit ist. Neeeeeeeee, das nehme ich dir nicht ab.
Hier wird geschachert, was das Zeug hält. Das hat weder mit Kommunismus noch mit Kapitalismus noch irgendetwas zu tun. Hier treten im Moment Investoren auf, die nichts anderes vor haben, als unsere Demokratie (Lobbykratie) zu zerstören.
Es wird weniger verkauft, wir waren hier beim Beispiel Benzin. Unsere in der Schule beigebrachte Regel war:
Angebot regelt die Nachfrage und daran orientieren sich die Preise.
Angebot ist mehr als genug da. Die Nachfrage ist mässig, ergo müsste der Preis sich nach unten entwickeln. Aber Neeeeee, wir haben ja Börsen, die das wieder ins Lot bringen.
Macht weiter beim Betrachten der DDR. Wir sind DDR 2.0 update folgt in einigen Wochen, Griechenland lässt grüßen.
Und @Champ:
leider sind wir alle Teil des Systems, das heisst doch aber nicht, dass wir Teil des Systems sein wollen:
Ich möchte keine Soldaten in Afganistan, nur weil die NATO meint unsere Resourcen beschaffen zu müssen auf Kosten der Afganen mit Waffen, die Landstriche und Menschen auf Jahrzehnte zu Opfern macht.
Ich möchte keinen Aussenminister Ww, der meint mit seinen schweizerischen Investorenkollegen auf Reisen gehen zu müssen. Ist er deutscher oder schweizer Aussenminister?
Ich möchte auch keinen Bundeskanzler Koch haben, der demnächst kommt, wenn Westerwelle der Merkel weiterhin vornerum den Finger zeigt, damit Koch ihr den Säbel in den Rücken rammt.
Wünsche allen weiterhin wohlige Träume und einen Blick durch die rosarote Plüschbrille.