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3 Tage schweizer Alpen

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Geschrieben

Dieses Jahr im Juni ging es endlich in die Schweizer Alpen. PĂ€sse fahren. Leider mussten wir die Tour wetterbedingt schon 2-mal verschieben. Normalerweise hĂ€lt uns so etwas nicht ab, da wir fast immer ein Tag im Regen fahren, allerdings Dauerregen bei rund 10 Grad und 0 Sicht in den Alpen macht die Sache einfach nicht lohnenswert. DafĂŒr wurden wir dieses Jahr im 3. Anlauf mit Kaiserwetter belohnt
 und das hat sich auch gelohnt.

 

4 Mann, 3 Tage, 2x PX alt und 2x  PX Lusso 

 

1. Tag - Quer durch die Schweiz

 

Treffpunkt Sonntagmorgen 7:15 Uhr zum gemeinsamen Werkzeug und Ersatzteile verstauen. Kurz vor Abfahrt noch ein kurzes Brainstorming, ob DĂŒsen fĂŒr die Höhenluft benötigt werden, ein einstimmiges „Es wird nicht geschraubt“ erstickt die Diskussion im Keim. Aufgrund des Platzangebotes landen die DĂŒsen allerdings doch in irgendeinem Fach, was sich spĂ€ter als vorteilhaft rausstellen wird.

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7:30 Uhr Abfahrt, los ging es fĂŒr uns 20 km nördlich vom Europa Park in Rust. Die Schweizer Grenze ist also nicht allzu weit von uns entfernt.

Da wir schlecht einschĂ€tzen konnten, wie lange wir durch die Schweiz bis zum Fuße der Alpen benötigen und wir jegliche Landstraßen durch den Schwarzwald bei uns schon 125.000mal rauf und runter gefahren sind, fuhren wir die ersten 70km Autobahn um vorwĂ€rts zu kommen, was uns am Tagesende auch zugutegekommen ist.

Bei Bad Krotzingen verließen wir die Autobahn und bogen ab in den Schwarzwald und fuhren durch das schöne Wiesental, kurz vor Bad SĂ€ckingen machten wir die erste Pause bei einem Bekannten zu Kaffee und Brezel.

GefĂŒhlt hatten wir jetzt schon 30 Grad.

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GestĂ€rkt und eingesaut mit Sonnencreme ging es bei Bad SĂ€ckingen ĂŒber die Grenze in die Schweiz.                       „ #hoppschwiiz “

Wir fuhren schöne Landstraßen quer durch die Zentralschweiz vorbei an Olten, Nebikon, und Entlebuch. Die wiederkehrende Frage zweier Beteiligten, wo diese berĂŒchtigten Alpen nun endlich seien,

wurden durch das sichtbar werden der ersten Gipfel endlich beantwortet.

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Weiter Richtung Lungerner See begannen die ersten schönen Kurven. Den See gerade hinter uns gelassen, machten wir den nĂ€chsten Halt am MilitĂ€rflugplatz Meiringen, wo man tatsĂ€chlich die Landebahn passieren darf. Beim Überqueren der Landebahn fĂ€hrt man direkt auf einen imposanten Wasserfall zu. Absolut empfehlenswert!

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Wir fuhren weiter durch Innertkirchen wo wir am Fuße des Sustenpasses gegen 17 Uhr unser Hotel erreichen.

GestĂ€rkt durch leckere Rösti und KaltgetrĂ€nk, sind wir noch kurz zum Sonnenuntergang hoch auf die Passhöhe des Sustenpass gefahren. Mit gefĂŒhlt jedem Höhenmeter stotterten unsere Kisten immer mehr, aber wie bereits erwĂ€hnt wird ja nicht geschraubt. Als wir die Passhöhe erreicht haben, waren sich 3 von 4 tatsĂ€chlich einig, dass die wahrscheinlich von daheim aus schon viel zu fett laufenden Kisten morgen frĂŒh vor Fahrtbeginn runtergedĂŒst werden.

Wieder unten gabŽs nochmal KaltgetrÀnk, Bettruhe.

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2. Tag - PĂ€sse

 

4-Bett-Zimmer! NatĂŒrlich ging es los mit den ĂŒblichen Beschwerden ĂŒber Schnarchende und dem Ranking der schlechtesten Matratze, welches zweifellos der GruppenĂ€lteste mit knapp Ü40 gewinnt. Nachdem alles eingerenkt war, was es einzurenken gab, konnte gefrĂŒhstĂŒckt und umgedĂŒst werden. Also doch schrauben.

Kicker treten und endlich rein in die Alpen. Los ging es mit dem Grimselpass bis nach Gletsch wo nahtlos der Furkapass anschließt. Obligatorisches Bild vor dem BelvĂ©dĂšre Gletscherhotel und Besichtigung des

Rhonegletschers.

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Beeindruckend und gleichzeitig erschreckend, wie schnell sich dieser Gletscher zurĂŒckbildet.
Immer wieder hielten wir an, beeindruckt von der spektakulÀren Natur.

Den Furkapass ĂŒberquert, ging es wieder nahtlos weiter den Gotthardpass rauf, wo Bratwurst und KaltgetrĂ€nk auf der Passhöhe warteten. Die Idee, die alte, steile und gepflasterte Gotthardpassstraße mit ausgeschaltetem Motor runter zu rollen, stellte sich unten angekommen in Airolo, eher als dĂ€mlich heraus. 4 MĂ€nner die 5 Minuten lang non Stop auf dem Kicker der Vespa rum treten, war fĂŒr Außenstehende mit Sicherheit was zum schmunzeln.
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Durch die Vibrationen hat der Schwimmer immer wieder auf gemacht und somit sind die Kisten schön abgesoffen- so die Theorie. In Airolo selbst erinnert nicht nur der Flair der Stadt an Italien, sondern auch die Temperaturen, was alle beteiligten stark ins schwitzen brachte.

Als die Schuhe durch getreten waren und auch der letzte Bock wieder lief, ging es nach einem Eis rauf auf den Nufenenpass mit ĂŒber 2400m. Kurz vor Passhöhe, die einem einen grandiosen Blick bietet,

zischen noch 2 junge Steinböcke vor uns ĂŒber die Straße.

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SpĂ€testens bei dieser Abfahrt war uns bewußt, dass die Entscheidung unter der Woche zu fahren, die richtige war.

Es kam uns nicht ein einziges Fahrzeug entgegen und auch auf allen anderen PĂ€ssen war sehr, sehr wenig Verkehr.

Unten in Ulrichen angekommen, ĂŒberlegen wir voller Euphorie, ob wir die 160km bis zur italienischen Grenze und zurĂŒck fahren sollen, da es aber schon ca. 16 Uhr war, hĂ€tte das unseren kompletten Zeitplan aus der Bahn geworfen und somit entschlossen wir uns wieder runter nach Gletsch und erneut ĂŒber den Grimselpass zurĂŒck zum Hotel zu fahren.

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Nach dem Essen, frisch gestĂ€rkt und immer noch aufgeputscht, durch die perfekt zu fahrenden PĂ€sse, fuhren wir noch eine kleine Runde ĂŒber Nebenstraßen des Sustenpasses, bevor der Konsum an KaltgetrĂ€nken dann stark zunahm, um dem Schnarchen der Mitreisenden entgegenzuwirken.

 

3. Tag - Heimreise

 

Nach dem FrĂŒhstĂŒck haben wir die Taschen verstaut und starteten ĂŒber den Sustenpass rĂŒber nach Wassen, entlang der A2 in Richtung VierwaldstĂ€ttersee. Diesen haben wir dann entlang der rechten Seite hinter uns liegen lassen, was uns erneut ein atemberaubendes Panorama bot.

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Wieder quer durch die Schweiz, ĂŒberquerten wir bei Waldshut die Grenze und fuhren ĂŒber den Schwarzwald vorbei am Schluchsee in Richtung Heimat. Kurz vor zu Hause nochmal gemeinschaftliches Abendessen „heimischer Wurstsalat mit BrĂ€gele“ und einem aus der Region stammenden KaltgetrĂ€nk, worauf hin wir uns jeder auf den eigenen Nachhauseweg machten.

 

Landschaftlich und Kurventechnisch eine Traumtour- wenn das Wetter mitspielt. Bei unserer Tour hat alles hat gepasst, die Kisten liefen tadellos. Bis auf eine nicht nennenswerte gebrochene StĂ€nderfeder, hatte auch alles gehalten. Am Ende waren es dann ĂŒber 900km.

Sehr zu empfehlen und macht Lust auf mehr.. wohin 2023?

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GrĂŒĂŸe Alex 

 

 

Bearbeitet von Jubiatze

Geschrieben

schön geschrieben :cheers:

 

nÀchstes Mal vor der Abfahrt mit Motor aus Hahn zu und Motor auslaufen lassen vorher - dann klappts mit dem Antreten auch Unten dann... selbst ŽerfahrenŽ in den franz. Westalpen schon damals mit Ex-Kollegen......

Bearbeitet von hacki

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